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 Betreff des Beitrags: Heiligabend/25. Dezember [Jahr 2]
BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 20:47 
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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: So 20. Mär 2011, 20:47 


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 2. Mai 2011, 13:06 
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Truthahn und Süßkartoffeln. Nein, besser Roastbeef. Oder doch Fisch? Lars Amundsen stapft durch den Schnee und kann nur noch ans Essen denken. Besonders Kartoffeln in allen Variationen beherrschen seine Gedanken. Bratkartoffeln, das wäre was feines. Oder Rösti. Gibt es Rösti? Hat es jemals an Hogwarts Rösti gegeben? Er stolpert, fällt aber zum Glück nicht hin. Rösti sind wirklich toll. Genauso wie diese bayrischen Dinger aus Fleisch, die er mal gegessen hat, als er beruflich in den Alpen unterwegs war, noch vor seiner Zeit als Lehrer. Fleischpflanzl heißen die. Gab es auch noch nie an Hogwarts. Er sollte mal ein Wörtchen mit den Hauselfen wechseln. Kulinarisch ist die Welt viel größer, als sie zu wissen scheinen. Aber wer wollte es ihnen verübeln? Sie kommen ja nie raus. Ganz anders als Lars, der jetzt zwar lieber drinnen wäre, wo in der Großen Halle das Festessen beginnt, doch einen speziellen Auftrag zu erledigen hat und deshalb gegen den winterlichen Sturm ankämpft, anstatt sich den Bauch mit Rosmarinkartoffeln vollzuschlagen. Verzögerung erhöht den Genuss - heißt es nicht so? Momentan erhöht es jedenfalls nur die Lautstärke seines Magenknurrens. Lauter als der Sturm ist es wenigstens noch nicht. Könnte auch peinlich sein vor der jungen Dame, die er abholen muss. Sie sollte um 19 Uhr per Portschlüssel ankommen, direkt vor dem Tor, das nach Hogsmeade führt. Hier draußen ist es finster und kalt und windig. Lars sieht lediglich den nächsten vor ihm liegenden Meter, mehr Erleuchtung bringt sein Lumos in diesem Schneechaos leider nicht. Da hat sich das Mädchen einen sehr ungemütlichen Abend ausgesucht, um nach Hogwarts zu kommen. Naja, ausgesucht hat sie ihn sich nicht wirklich. Wie es scheint, hat sich bei ihr die Magie sehr gut versteckt, um dann plötzlich hervorzubrechen, wenn längst niemand mehr damit rechnet. Das muss ein ordentlicher Schock gewesen sein. Und ihr Weltbild gehörig auf den Kopf gestellt haben. Lars - von einer Welle des spontanen Mitgefühls überwältigt - beschließt, ihr den Einstieg in ihr neues Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, auch wenn sie ihn vom Abendessen abhält. Sie kann ja nichts dafür. Außerdem muss das alles sehr einschüchternd auf sie wirken, dieser ganze Magiekram. Ein wahrer Kulturschock, oder? Aus dem mugglischsten Muggelleben hinein in ... nun, das hier. Lars bleibt kurz stehen und sieht sich um. Das hier besteht aktuell aus Schnee und Dunkelheit. Der Kulturschock muss wohl warten, bis er Miss ... wie hieß sie noch gleich? ... Miss DeSouza ins Schloss gebracht hat. Dort gibt es extrem viel Kultur und das meiste davon schockiert sogar Lars zuweilen noch.
Schmunzelnd gelangt er an das Tor, macht noch ein paar Schritte und bleibt dann stehen, den Zauberstab hoch über den Kopf erhoben und mit suchendem Blick. "Miss DeSouza?", fragt er die verschneite Nacht laut und erwartungsvoll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 2. Mai 2011, 18:30 
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Übelkeit. Träge, den Magen beschwerende Übelkeit hatte sich in Viannes Körper eingenistet seit sie vor zwei Tagen aus irgendwelchen ihr bis heute unverständlichen Gründen von der Universität verwiesen wurde. Alles ging so schnell. Ein gelangweilter Blick auf die Uhr, der Wunsch endlich aus diesem Raum zu kommen, um endlich in die Weihnachtsfeiertage zu starten und sich den Bauch mit allerhand Leckerei zu befüllen und plötzlich steht der Kursraum in Flammen. Der Rauch verdunkelte die Sicht, löste einen höllisch hohen Alarmton aus und das Chaos war geboren. Die Flammen züngelten gierig, während sie alle Hals über Kopf aus dem Raum stürmten. Jedes bessere Wissen der Rettungsübungen die Ruhe zu bewarten ging in Panik unter. Was genau passiert war wusste niemand. Gleich nach dem Brand waren sie alle mit freundlichen Weihnachtsgrüßen nach Hause geschickt worden.
Was sie nach der Haustür erwartet hatte war eine erstaunte Mutter, eine verzückte Großmutter und ein ahnungsloser Großvater gewesen. Anstatt gemütlich Tee, Kakao und Kaffee zu trinken, Plätzchen zu essen und Geschenke auszupacken, wurden ihre Koffer gepackt. Alles musste mit und irgendwie gerieten die beiden weiblichen Familienmitglieder in absolute Höhenflüge, während Vianne sich lieber zu ihrem Opa gesellt und mit ihm Rommé gespielt hatte. Sie glaubte alle wären komplett durchgedreht, weil sie sich hätte verletzen können, oder gar Schlimmeres. Aber nein. Nichts da mit großen Sorgen. Nachdem die Forelle zusammen mit Kräuterkartoffeln und Meerrettichsoße in ihrem Bauch gelandet war und ihre Großeltern zu Bett gegangen waren, hatte ihre Mutter sie liebevoll aufgeklärt. Es war wie im Buch gewesen. Wie in einem phantastischen Märchen. Irgendjemand hatte sich da sicherlich etwas ganz Großartiges ausgedacht. Doch ihre Mutter log nie. Was also sollte diese Offenbahrung, dass es mehr als nur die Menschenwelt gab? Sie wäre eine Zauberin. Eine Magierin. Sie konnte irgendwie magische Dinge geschehen lassen. So war also der Brand entstanden. Was aber wenn soetwas noch einmal passieren würde? War sie bereits jetzt schon eine Gefahr? Vielleicht eher eine Hexe? Musste sie deswegen packen, um von zu Hause zu fliehen? Verschwinden in irgendeinen Wald, in eine Blockhütte, wo niemand sie sehen oder finden würde? Wo sie selbst niemanden sehen oder schädigen konnte...
Wie es schien gab es jedoch Abhilfe in Form einer Schule, die für magisch Begabte eingerichtet worden war. Wie schön! Es war also doch nicht alles verloren gegangen. Ihr Leben konnte weitergehen! Auch wenn Vianne sich ihr Leben lang gewünscht hatte anders zu sein, vielleicht so wie ihre Tante, war es nun doch eher erschreckend als schön. Irgendwie bedrohlich wirkte ihr Koffer, der in der Zimmerecke stand.
Mit den Fingern strich sie das letzte Mal über ihren Schreibtisch und ihre Bettdecke, bevor sie die Treppen samt Koffer nach unten nahm und sich mit ihrer Familie im Wohnzimmer zusammensetzte. Es hieß Abschied nehmen. Ihr Opa drückte sie sanft und verließ auf Geheiß wegen des aufgesetzten Teewassers das Zimmer, während ihre Oma und Mutter sie küssten. Tränen rannen über die geröteten Wangen ihrer Mutter, stolze Augen gaben ihr Selbstbewusstsein und dann erhielt Vianne einen Brief mit einem kleinen Schlüsselanhänger in Eulenform, der aus Holz geschnitten worden war. Die Stirn gerunzelt, wollte sie gerade fragen was das für ein seltsames Geschenk sei, da verlor sie den Boden unter den Füßen und den Himmel über sich.
Alles dreht sich. Unendlich und noch viel häufiger dreht sich ihr Körper in einem Strudel. Ihr ist schlecht. Unglaublich schlecht. Verkrampft hält sie sich an dem Koffer fest, der mit ihr durch den Sturm geht. Was sollte das nur alles? Wohin sollte das führen? Wurde man auf diese Art und Weise also Magier los?
Als das Gefühl von Boden unter ihren Knien auftrifft, keucht sie leise. Den Koffer fest umklammert, ist es notwendig tief durchzuatmen, um nicht doch noch die letzte Mahlzeit durch den Kopf gehen zu lassen. "Wo...?" war das einzige Wort, was ihr einfällt. Um sie herum ist dichter Nebel. Zudem ist es kalt. Nur gut, dass Oma ihr noch den Schal und den Mantel umgelegt hatte, bevor der Höllentrip anfing. "Sie setzen Magier doch aus. Ganz einfach so..." Ihre schlimmsten Vermutungen sind mit einem Schlag wahr geworden. Soetwas Abnormales wie sie durfte es nicht geben. Zauberschule? Eine Ausrede, um den Eltern den Abschied zu erleichtern. So sieht es wohl aus. Denn es sieht nach nichts aus. Nirgendwo eine Schule. Nirgendwo irgendetwas außer dichtem Nebel.
Dann...eine Stimme? Die Augen zusammengekniffen kann, oder will Vianne einen Lichtkegel sehen. Gut oder schlecht? Erfrieren oder...? "Hallo?" Eine schüchterne Antwort ist immerhin ein Anfang. Ein großer Anfang für sie in diesem Moment.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 3. Mai 2011, 15:06 
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Ist das ein Hallo gewesen? Oder nur ein weiteres Aufheulen des Windes? Lars hebt den Stab noch höher, was ihm lediglich eine bessere Rundumsicht auf das Schneetreiben gibt. Kurz mal überlegen ... "Ubi Vox.", murmelt er und das Ergebis ist, dass ihn die Magie in eine bestimmte Richtung schubst. Der Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe taumelt vorwärts und steht dann unvermittelt vor einer jungen Frau, die verlorener nicht wirken könnte. Das vorhin so spontan erglühte Mitleid mit der noch Gesichtslosen brennt erneut in dem Schweden auf, jetzt, da sie nicht mehr gesichtslos ist, sondern eine Miene größter Verwirrung zur Schau trägt. Lars setzt sein gewinnendstes Lächeln auf, nimmt den leuchtenden Zauberstab etwas herab, um sie nicht weiter zu blenden und kämpft gegen die Überschwänglichkeit, seine hervorstechendste Charaktereigenschaft. Man sagte ihm, sie wäre wohl etwas einschüchternd, auch wenn er das nicht nachvollziehen kann. Begeisterung ist doch etwas schönes, oder nicht? Und er begeistert sich gerade sehr für die neue Schülerin.
"Guten Abend, Miss DeSouza!", wird sie begrüßt und er reicht ihr eine erstaunlich warme Hand. Wenn man sein halbes Leben in eisigen Regionen auf der Jagd nach seltenen und zumeist unfreundlichen Kreaturen verbracht hat, ist der Körper trainiert darin, ordentlich zu heizen. "Es tut mir leid, dass Sie nicht vom Schulleiter in Empfang genommen werden können und mit mir vorlieb nehmen müssen." Was ihn darauf bringt, dass sie keine Ahnung haben dürfte, wer eigentlich vor ihr steht. Und Lars ist nun mal keine Ausgeburt an Seriösität, weder äußerlich noch innerlich. Hätte der Schulleiter nicht doch lieber Lugh Finnegan geschickt? "Mein Name ist Lars Amundsen.", stellt sich Lars vor, damit er sich selbst gedanklich nicht noch weiter ablenken kann. "Ich unterrichte Pflege magischer Geschöpfe. Das ist ein wirklich wunderbares Fach.", preist er an und scheint zu vergessen, dass hier nicht gerade der gemütlichste Ort für einen Plausch ist. "Man ist oft im Freien, man lernt interessante Tiere kennen ... Sie werden sicher begeistert sein." So wie die Schüler, die es abwählen, weil sie keine Lust mehr haben, dass sie im Unterricht regelmäßig gebissen, gekratzt und angepinkelt werden? Ähem. "Hoffe ich zumindest.", schiebt Lars nach und erinnert sich nun doch wieder ans Wetter. Eine kräftige Windbö, die ihm seinen eigenen Pferdeschwanz ins Gesicht geschlagen hat, ist der Auslöser. "Aber gehen wir lieber mal rein. Ihre Hauseinteilung wartet und Sie haben sicher unheimlich viele Fragen." Jeder andere hätte dies wohl mit dem Habitus des geduldigen Ertragens ausgesprochen, bei Lars klingt es jedoch eher nach etwas, auf das er sich wirklich freut. Er beantwortet gern Fragen und je dümmer, desto besser. Darin unterscheidet er sich gewaltig von so manch anderem Professor an Hogwarts.
"Versuchen Sie, in meinen Spuren zu gehen, dann ist's nicht so anstrengend.", schlägt Lars der jungen Dame vor und macht das selbe, in dem er immer in seine eigenen Fußstapfen tritt. So läuft es sich doch gleich etwas angenehmer im hohen Schnee. Er hält den Zauberstab wieder hoch, damit Vianne auch sehen kann, wohin sie tritt. "Das Festessen hat schon begonnen.", plappert er fröhlich und laut, damit er den Wind übertönt, weiter. "Ich weiß ja nicht, ob Sie schon gegessen haben. Aber nach der Einteilung sollten Sie auf jeden Fall mal reingucken. Es ist alles sehr hübsch geschmückt." Abrupt bleibt Lars stehen und riskiert, dass Vianne von hinten in ihn hineinläuft. Rasch wendet er sich ihr zu und nimmt ihr den Koffer ab. "Wie unhöflich von mir! Man lässt eine Dame doch kein Gepäck tragen!", verkündet er - und marschiert weiter. Schon nach kurzer Zeit kann man durch das Schneegestöber die ersten erleuchteten Fenster von einem wirklich, wirklich großen Gebäude erkennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 3. Mai 2011, 18:05 
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Der Wind heult und frisst sich durch Viannes Mantel hindurch, den sie nicht mehr hatte schließen können. Sie zittert ein wenig, während der Schauder ihren Rücken hinabläuft. Was ein super Wetter um vollkommen allein ins Nichts zu stürzen. Denn mehr scheint es nicht zu sein. Oder doch? Wieder vernimmt sie eine Stimme und irgendwie klingt es wie ihr Name...vielleicht. Dann nähert sich das Licht unaufhaltsam in einer recht ruckartigen Bewegung, die sie zusammenzucken lässt. Was um alles in der Welt...?
Es ist ein Mensch. Oder soetwas. Zuerst fallen ihr die langen roten Haare auf, mit denen der Wind spielt und dann das extrem freundliche Lächeln. Ein Lidschlag später redete der Mann, wohl Zauberer, weiter auf sie ein. Wie es scheint ist sie erwartet worden. Nun gut, woher sollte sonst auch der Brief gekommen sein? Es gab diese Schule wohl doch, denn ihr Gegenüber spricht fröhlich weiter über einen Schulleiter, der es wohl bedauert sie nicht selbst in Empfang genommen zu haben. Soweit zumindest zu den Worten, die sie hört. Entgegen ihrem trägen Verständnis für die Situation, handelt ihr Körper zum Glück mechanisch und ergreift die bereits vor einer Minute dargebotene Hand und lässt sich aufhelfen.
Wie warm diese Hand war. War dies Magie?
Mit großen Augen lauscht sie weiter. Lars Amundsen ist der Name. Merken. Pflege magischer Geschöpfe? Seltsam, aber merken. Hauseinteilung? War dies wie ein Internat? Hoffentlich kein reines Mädcheninternat. Doch halt, dann gäbe es wohl keinen männlichen Lehrer, oder? Fragen stellen und beantworten lassen. Diese Option sollte sie möglichst schnell in Anspruch nehmen. Am besten gleich.
Doch noch bevor Vianne eine Frage stellen kann, läuft ihr Körper automatisch dem anderen hinterher, dabei den Koffer durch den hohen Schnee neben sich herziehend. Dafür, dass ihre Mutter und Oma Unmengen hineingestopft hatten, ist er fast zu leicht. Dennoch ist er unhandlich. Das nächste Wort, das bei ihr hängen beibt ist Festessen. Sogleich brummt ihr Magen, was ihr die Röte ins Gesicht treibt. Nur gut, dass dies wohl nicht bemerkt wird. Kurz darauf stößt sie mit der Stirn an den Rücken des Mannes vor sich, der ohne Warnung stehen bleibt. Noch ein Grund mehr rot zu sein. Mit großen Augen und einem leicht offenen Mund, händigt sie ihren Koffer bereitwillig aus und läuft nun weniger stolpernd weiter.
Frag endlich, schießt es ihr durch den Kopf. "Lars?" Ein Anfang. Vielleicht denkt er schon sie sei stumm. "Verzeihung, Herr Amundsen!" Die Zeit an der Universität ist ihr wohl nach allem nicht gut bekommen. "Wo genau sind wir?" Banal, aber momentan essentiell.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 3. Mai 2011, 22:35 
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Fast wäre Lars erneut stehen geblieben, doch er besinnt sich rechtzeitig. Man kann Fragen auch im Gehen beantworten, dann nötigt man seine Begleitung wenigstens nicht dauernd, in einen hineinzurennen. Wobei er im Grunde nichts dagegen hat, sie wiegt ja keine dreihundert Pfund und sie hat keinen spitzen Schnabel oder so etwas. Vor einigen Jahren hat ihn mal ein Hippogreif von hinten umgerannt, das war nicht schön. Vianne ist vom Körperbau her weit entfernt von einem Hippogreif. Aber Schüler gehen nicht gerne auf Tuchfühlung mit Lehrkörpern. Mit den Körpern von Lehrkörpern. Oder so.
"In Hogwarts.", antwortet der Schwede mit leidenschaftlicher Begeisterung. "Also ... genauer gesagt, auf dem Weg dorthin. Zur Schule gehören die Wiesen und der See." Seine vage Geste Richtung Gewässer macht nicht viel Sinn, da man durch das Schneetreiben eh nichts davon sehen kann. "Hogwarts - Schule für Zauberei und Hexerei.", definiert er genauer und sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass er sich schwerlich in jemanden hineindenken kann, der überhaupt keine Ahnung von der Zaubererwelt hat. Man müsste bei ihr mit den Grundzügen beginnen, oder? Sie weiß nicht, was Muggel sind, sie hat noch nie eine Hauselfe gesehen ... hat sie überhaupt einen Stab? Lars ist von letzterem Gedanken geradezu erschüttert und bleibt nun doch wieder ohne Vorwarnung stehen. Aber ein anderes Thema schiebt sich in den Vordergrund, als er Vianne ansieht. "Lehrer spricht man generell mit Professor Sowieso an. Wobei ich meinen Schülern erlaube, mich beim Vornamen anzusprechen. Ich bin nicht so ... der förmliche ... äh, Typ." Er lächelt. "Also bleib ruhig bei Lars. Ich duze die Schüler meinerseits auch, ich hoffe, das stört dich nicht, Vianne." Er wendet sich wieder dem Schloss zu und stapft weiter. Zu den erleuchteten Fenstern gesellt sich nun auch der optische Rest des Schlosses, gebieterisch ragt es über dem Professor und seiner Begleiterin auf. Die Treppe, die zur Eingangshalle führt, liegt wie eine dunkle Zunge vor ihnen. Lars erklimmt sie, lässt seinen Zauberstab erlöschen und drückt einen der Torflügel weit genug auf, damit sie eintreten können. Mit ihnen kommen eisiger Wind und ein Trupp Schneeflocken herein, der Rest wird sogleich wieder ausgesperrt durch Lars, der sich von innen gegen den Torflügel lehnt und ihn somit ins Schloss drückt. Die Eingangshalle ist leer, dafür scheint alles, was Beine hat, sich inzwischen in der Großen Halle eingefunden zu haben, deren Tor wie immer offen steht und einen Einblick gewährt. Gedanken an Bratkartoffeln überkommen Lars jäh und lassen ihn einen Moment mit sehnsuchtsvollem Blick durchs Tor verweilen. Dann reißt er sich los, schenkt Vianne ein Lächeln und sagt: "Wir müssen in das Büro des Schulleiters. Dort befindet sich der Sprechende Hut. Er wird dich in eines der vier Häuser einteilen. Wenn ich einen Tipp abgegeben darf ... Hufflepuff oder Gryffindor." Mit einem Schmunzeln steuert Lars die Treppe an. "Aber das sagt dir ja gar nichts, oder? Meine Güte, muss das alles verwirrend für dich sein. Oh, Vorsicht ..." Er hebt den Arm, um Vianne am Weitergehen zu hintern, denn die Graue Dame kreuzt den Weg. Wie immer mit nachdenklicher, stiller Miene schwebt der Hausgeist von Ravenclaw vorbei und verschwindet in der nächsten Wand. Lars erläutert: "Es ist unangenehm, wenn man einen Geist berührt. Hast du schon mal Schnee in den Nacken bekommen? So ähnlich, nur als Ganzkörpereffekt."

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 3. Mai 2011, 23:38 
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Hogwarts also. Der Name sagt ihr nichts, doch ist es wohl auch nicht weiter verwunderlich. Welche Schule mit solchen außergewöhnlichen Schülern, würde sich der Allgemeinheit preisgeben? Wobei die eine oder andere Zauberei im Alltag sicher ihren Nutzen hätte. Einmal abgesehen von dem großen Ziel des Weltfriedens.
Ganz in Gedanken über das was vor ihr liegt und Vianne aber nicht sehen konnte, hört sie doch der angenehmen Stimme ihres neuen Lehrers und Mentors zu. Hogwarts, Schule für Zauberei und Hexerei. Wo ist da der Unterschied? Noch bevor sie ihre Frage einwerfen kann, um das Gespräch nicht so einseitig wirken zu lassen, rennt sie erneut in den warmen Körper hinein. Wieso tut er das? Überrascht, aber weniger schüchtern nimmt sie den ernsten Blick ihres Lehrers wahr. Hatte sie doch gleich wieder etwas Falsches gesagt? Es schien ganz so, denn Professor Sowieso stellte die Höflichkeitsregeln klar. Wie kann sie solch banale Dinge so leicht vergessen? Wie peinlich...
"Ich verstehe. Es ist nur so, dass an meinem Institut es so gewollt war, dass man die Professoren duzt. Ich sollte sowieso alle duzen, auch die Studenten und teils die Hilfskräfte, da wir beinahe gleich alt waren und das ist eine ganz schreckliche Angewohnheit, die sich so leicht scheinbar nicht ablegen lässt", erklärt sie sich hoffnungslos umständlich. Noch peinlicher. Vianne atmet tief durch, sieht ihrer Atemwolke nach und wünscht sich auch in Luft aufgelöst zu werden. Ihre erste Begegnung mit einem Lehrkörper ihrer neuen Schule verläuft alles andere als wünschenswert. Sie erscheint weder intelligent noch witzig, noch sympathisch...bloß dumm. Schlimm war, dass sie angesichts ihrer neuen Situation wirklich dumm ist.
Um wenigstens etwas Kluges zu tun, schließen ihre Finger die Knöpfe ihres Mantels, sodass vielleicht endlich etwas Wärme in ihren Körper fließen kann. Wobei es an Wärme dank ihres rundum peinlichen Auftritts nicht mangelt. Ihr ist nahezu heiß. Auch das Angebot ihren neuen Lehrer nun doch zu duzen wirkte eher in Richtung farblicher Zu- statt Abnahme und sie nickt hastig, damit die Reise im Schneetreiben weitergeht.
Mit einem Windstoß fliegen Schneeflocken wild vor ihr auf und teilen sich wie ein Vorhang. Zum ersten Mal kann Vianne das Schulgebäude sehen. Es ist riesig, nahezu pompös. Schule ist das vollkommen falsche Wort hierfür. Es ist ein Schloss. Wie ein Traum. Gedankenverloren und mit offenem Mund bleiben ihre Füße stehen, während Lars vorauseilt und dann oben an der Tür auf sie warten muss. Erst als Vianne ihre Einsamkeit bemerkt, folgt sie den Treppen hinauf und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Das Tor ist riesig, die Eingangshalle mit einer unglaublich hohen Decke, einer breiten Treppe und unzähligen Gemälden und Statuen ausgestattet. Mit jedem Schritt vorwärts ein wenig gedreht, finden ihre Augen immer neue Fixierungspunkte. Es ist unglaublich und Lars Geduld wird ein wenig auf die Probe gestellt. Irgendetwas erzählt er von Häusern mit seltsamen Namen, wobei das eine wie ein Kosename für Hasen und das andere nach einem Zauberspruch klang.
"Unglaublich", ist das einzige Wort, das ihre Lippen verlässt. Gefolgt von einem überraschten Keuchen, als sie am Weitergehen gehindert wird und eine graue, schwebende Figur an sich vorbeiziehen sieht. Was um alles in der Welt ist das? Lars spricht etwas von Geistern, Schnee und irgendeinem Effekt. "Geist...?" Ihr IQ war scheinbar auf 10 gesunken. Nicht 0, weil sie doch noch irgendwelche Worte sprechen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 22:26 
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Die flotte Zusage gefällt Nathaniel. Die darauf folgende Frage allerdings weniger, denn schließlich konnte er bislang selbst keine Antwort darauf finden. Er fühlt sich ertappt. Klingt beinahe so, als müsste ich sie kennen. Er sucht in ihrem Gesicht nach Anhaltspunkten, geht in Gedanken alle Blondinen durch, an die er sich namentlich erinnern kann und bleibt schließlich an ihrer Augenfarbe hängen.
Er findet nicht genug Zeit tiefer in seinem Gedächtnis zu graben, beziehungsweise die Unordnung darin zu verfluchen, da erinnert er sich dunkel. Vielleicht halfen ihm die Worte "Summer Bouvier" auf die Sprünge, denn das Mädchen hat sich ihm gerade vorgestellt.
Tatsächlich kennt er ihren Namen, doch wann hat er sich das letzte Mal mit ihr unterhalten? Sicher schon eine Weile her. Kein Wunder, dass er sich nicht mehr erinnert. Später mal nachschlagen, nimmt er sich vor. Er lächelt verlegen und es kommt ihm in den Sinn, dass er sich auch vorstellen sollte, allein der Höflichkeit halber und auch auf die Gefahr hin sich lächerlich zu machen, weil sie vielleicht (vermutlich?) nicht so vergesslich ist: "Nathaniel Locke", doch sein Gegenüber scheint offensichtlich wenig Interesse daran zu haben ihn zu verurteilen, sondern viel mehr an einer Wiedergutmachung interessiert zu sein. "Oh, magst du welche?" fragt er, hält die Kekse in ihre Richtung und wartet interessiert ihre Reaktion ab.
Dann setzt er einen ersten gewagten Schritt in Richtung des Schneegestöbers. Wärmer wird's wohl nicht, geht ihm durch den Kopf und er schreitet in's Freie; begrüßt die ersten Schneeflocken auf seinem Gesicht und die kühle Luft in seinen Lungen. Als er den Kopf zu Summer dreht, fühlt er sich schon halb eingeschneit. Es ist kälter als er erwartet hatte, jedoch bei weitem nicht so stürmisch. Aber Handschuhe wären nicht schlecht gewesen, urteilt er händereibend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Do 30. Jun 2011, 18:52 
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(<- Eingangshalle)


„Oh, magst du welche?“ JA! Schokokeks!
Summer kann ihr Glück kaum fassen, sie kann sich gerade noch so zusammen reißen, dass sie nicht auf Nathaniel zu stürmt.
Gerade wollte sie einen Keks nehmen, als Nathaniel schon den ersten Schritt in das Schneetreiben setzt.
„Okay Keks, ich krieg dich noch.“, flüstert Summer und es ist nicht hörbar für Nathaniel.
Sie hebt ihren Blick, schaut direkt in Nathaniels Augen und muss den Kopf schief legen.
Er hat schöne Augen. So grün wie eine Graswiese, so frisch wieder grüne Ozean… Summer grinst, der Satz hört sich an wie aus einem schlechten Gedicht, aus einem sehr, sehr schlechten Gedicht.

Jedoch besteht jetzt die Chance, dass sie sich den Schokokeks nehmen darf. Sie greift nach dem süßen Gebäck, aber erst nachdem sie den Zimtstern im Kopf getötet hat.
Sie steckt sich den Keks in den Mund und geht nun weiter hinaus, direkt in die dicke Schneedecke und:
fällt prompt auf den Hintern.
Was muss es hier auch so glatt sein?
Egal. Lustig ist es trotzdem und Summer bricht in Lachen aus.
Irgendwie ist es schon bitter, wenn man über seine eigene Dummheit lachen muss – aber so ist Summer und ändern wird sie sich nie.
Stattdessen, schnappt sie sich eine Hand voll Schnee und wirft damit Nathaniel ab – jedenfalls versucht sie es.
Eine Schneeschlacht vertreibt die Kälte sehr schnell und sie macht Spaß. Wieso also nicht? Summer hofft nur, dass Nathaniel ihr es nicht übel nehmen wird wenn sie ihn abwirft.
Aber bevor sie richtig loslegt, schmeißt sie sich noch einmal mit dem ganzen Körper in den Schnee und macht einen Schneeengel:
„Das gehört doch dazu, findest du nicht?“, lacht sie, steht auf und sieht Nathaniel herausfordernd an. Ob er die Einladung zur Schneeballschlacht annimmt?
Summer hofft es, denn den Spaß sollte er sich nicht entgehen lassen!
Schneeflocken haben sich in Summers Haar verfangen, ihr Kleid ist auch schon mehr weiß als grün und ihre Nase, besonders aber ihre Wangen sind rosig gefärbt.

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„Ich stehe mit beiden Beinen fest in den Wolken.“
Herman van Veen




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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Fr 1. Jul 2011, 18:04 
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Die Kekse scheinen gut anzukommen. Sie muss hungrig sein, urteilt Nathaniel. Und hat plötzlich ein schlechtes Gewissen, weil er sie lieber in einen Schneesturm, als in die Große Halle führt. Dass sie, gerade als sie sich zu ihm gesellt, auch noch hinplumpst, macht es da nicht besser. Er will ihr gerade aufhelfen, als sie zu lachen beginnt. Dieses Mädchen verblüfft ihn und weckt eine gewisse Neugier in ihm. Er stimmt in ihr Lachen ein, was ihm sodann auch gleich mit einer Fuhre Neuschnee vergolten wird. "Na warte!" schimpft er gespielt empört und bückt sich grinsend nach zwei Händen Schnee; ein Ablenkungsmanöver in Form eines Schneeengels? "Das gehört doch dazu, findest du nicht?", kommentiert sie. Nathaniel lässt sich einen Moment dazu hinreißen zu reflektieren, dass er vermutlich noch nie jemanden in einem Kleid einen Schneeeengel hat machen sehen und verschiebt seinen Gegenschlag. "Na klar", antwortet er amüsiert, als sie auch schon aufsteht und sich ihm gegenüber stellt. Mit einem entschiedenen Blick fordet sie ihn heraus. Seine Ehre gebietet ihm diese Aufforderung zum Duell anzunehmen. Der Wind peitscht um ihre Ohren und das Schneetreiben sorgt für eine dramatische Szenerie. Nathaniel erwidert ihren Blick mit einem frechen Grinsen und für einen kurzen Augenblick herrscht Totenstille. Dann bücken sich beide, zeitlich nur kurz versetzt, und beginnen die ersten Geschosse zu formen. Nathaniel duckt sich müde unter einem etwas zu hoch fliegenden Exemplar hinweg und landet stolz einen Schultertreffer, da trifft ihn auch schon ein nächstes Geschoss an die Brust und der nächste Schneeball fällt während des Fluges auseinander. Er wirft seine Tasche bei Seite auf den Weg, weicht aus, wird getroffen, trifft, taumelt, rutscht aus, wirft Schnee, lacht. Ihm wird schon warm; und das obwohl die Schicht aus Schnee auf ihm beständig wächst. Oder vielleicht gerade deswegen? Ein Schneepanzer als Schutz vor dem messerscharfen Wind?
Ein Panzer aus Eis wäre nützlicher, und schützt sogar vor unangenehmen Schneeballtreffern. Er muss sich einen bislang unentdeckten Käfer in der Antarktis vorstellen. Nathaniels Fingerspitzen sind längst taub und mit ihnen auch Gesicht, Ohren und an den Füßen wird es auch schon nass; aber das fällt ihm alles nicht auf.
Er ist vielmehr damit beschäftigt, sich Gedanken über seine Duellantin zu machen. "Hey," verschnauft er kurz, "In welchem Haus bist du?" und hockt sich in den Schnee.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Fr 1. Jul 2011, 20:31 
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„Ich bin in Ravenclaw.“, nach Nathaniels Haus muss sie nicht fragen. Er hat noch seine Schuluniform an und auf seiner Brust prangt das Wappen der Hufflepuffs. „Der Hut hat damals echt lange gebraucht mich in ein Haus zu stecken und ich frage mich heute noch, wieso er mich nach Ravenclaw geschickt hat. Manchmal denke ich, dass ich mit meinen Eigenheiten besser wo anders aufgehoben wäre.“
Andererseits, denkt Summer, ist sie gut in der Schule. Sie ist ehrgeizig und schafft auch meistens ihre vorgesetzten Ziele – jedenfalls Schultechnisch gesehen. Aber was sollte sie auch anders machen?
„Aber manchmal denke ich auch, dass ich in Ravenclaw richtig aufgehoben bin, wegen meiner Schulnoten. Aber das macht ja nicht alles aus, oder?“
Summer holt ihren Zauberstab raus, ihre Hände sind taub, rot angelaufen und Bluten teilweise schon. Sie hockt sich neben Nathaniel. Mit einem Flüstern sprühen kleine Funken aus der Spitze des Stabes und um Nathaniel und sie wird es langsam wärmer.
Den Zauberspruch hatte sie von ihrer Mutter, den sie an der belgischen Zauberschule gelernt hatte.
Trotzdem rieseln die Schneeflocken auf die beiden Schüler, man hört gedämpft die laute Musik aus der großen Halle. Draußen ist es jedoch still, außer dem Atem der beiden Jugendlichen ist nichts zu vernehmen.

Die Wärme, die Summer einhüllt entlockt ihr ein Seufzer. Sie mag das Gefühl, wenn wieder Leben in ihre Glieder kommt. Obwohl die Schneeballschlacht sehr lustig war. Zuletzt hatte sie eine in der dritten Klasse gehabt, zusammen mit ein paar Erstklässlern aus Gryffindor.

Summer überlegt, wie Nathaniels Leben aussieht. Bis jetzt kennt sie nur seinen Namen und sein Haus und auch, dass er in Schneeballschlachten veranstalten sehr gut ist und, dass er sehr freundlich ist und seinen Spaß haben kann.

„Wenn uns jetzt ein Lehrer sieht, der erklärt uns doch für bekloppt.“, grinst Summer: „Bei dem Schneesturm einfach draußen zu hocken und sich zu unterhalten ist schon ziemlich schräg.“
Schräg, aber cool. Solche verdrehten Aktionen passen zu ihr und augenblicklich muss sie an den letzten Urlaub mit ihren Eltern denken. Als sie in Deutschland an der Nordsee waren und sie eine ganze Nacht lang auf einer Düne saß und dem Rauschen des Meeres gelauscht hatte.

„Wie sieht es bei dir aus? Wo kommst du her? Wie ist deine Familie, hast du Geschwister?“, Summer wird wieder gefesselt von Nathaniels Augen, erst nach Stunden (so kommt es ihr jedenfalls vor) kann sie sich wieder abwenden.
Etwas peinlich berührt, spielt sie mit ihrem Zauberstab in der Hand rum und erneuert immer wieder den Wärmezauber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Sa 2. Jul 2011, 22:49 
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Soso, eine Ravenclaw also. Er hatte noch nie eine Schneeballschlacht mit einer Ravenclaw. Um genau zu sein, hatte er ohnehin selten etwas mit Ravenclaws zu tun. Aber jetzt wo sie es erwähnt, erinnert auch er sich an die unvergessliche Einteilungszeremonie vom ersten Schultag. Nathaniel hätte sich vermulich genauso schwer getan, wenn er sie einem Haus zuordnen müsste. Er selbst hatte den Hut kaum auf dem Kopf, da war er auch schon eingeteilt. Er ertappt sich dabei sie anzustarren und sieht hastig weg, als sie sich plötzlich neben ihn hockt und ihren Zauberstab zur Hand nimmt.
Die Kälte wird ihm erst bewusst, als sie bereits auf dem Rückzug ist. Wärmezauber sind praktisch, hält er gedanklich fest. Er versucht sich etwas von der Prozedur zu merken und nimmt sich vor später mal nachzuschlagen. Auch wenn er nun schon im fünften Jahr nach Hogwarts geht, denkt er noch oft genug wie ein Muggel. Wenn er kalt und nass ist, denkt er zuerst an ein warmes Bad und ein Handtuch, als an einen passenden Zauberspruch. Er schüttelt sich den schmelzenden Schnee aus den Haaren und klopft ihn sich von den klammen Händen. Er sieht einmal rundum durch den Schneesturm; ein Lehrer - oder auch sonst jemand - müsste schon riskieren selbst eingeschneit zu werden, um sie hier zu entdecken. Oder um überhaupt irgendwas zu sehen, das nicht weiß und Schnee ist. Und mitten im Treiben sitzen sie nun. Summer mit ihrem grün leuchtendem Kleid, als Vorbotin des Frühlings. Es fühlt sich beinahe frühlingshaft an, hier. Im Schneesturm. Im tiefsten Winter. Klingt verrückt. Ob er sich Summer nur einbildet? Sein prüfender Blick wandert zur Seite, nicht allzu auffällig - hofft er.
"Eine Schwester und einen Bruder, beide älter als ich.", antwortet er auf die Frage nach seiner Familie und überlegt kurz, ob Summer interessieren könnte, dass sie Muggel sind. Kurz taxiert er sie aus den Augenwinkeln und sagt dann abschließend: "Mein Vater hat eine Apotheke im ländlichen Norden von Northumberland. Wir kommen ganz gut klar."
Während er den Schneeflocken auf seinen Schuhen beim Schmelzen zusieht, fragt er: "Und du? Hast du Geschwister?", er dreht den Kopf um sie anzusehen, hält ihrem Blick aber nur kurz stand, bevor er sich räuspert und wieder verlegen zur Seite schaut. "Übrigens eine klasse Idee ... das mit dem Zauber.", merkt er noch anerkennend an.
Er wünscht sich einen Zeitstopp-Zauber, ein photographisches Gedächtnis, oder wenigstens eine Sonnenbrille mit verdunkelten Gläsern; wobei das jetzt vermutlich sehr bescheuert aussähe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: So 3. Jul 2011, 14:54 
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„Ich habe keine Geschwister.“, Summer weiß nicht wie sie fortsetzen soll. Wenn Nathaniel Geschwister hat, dann liebt er diese auch bestimmt und wenn sie jetzt einfach sagt…
„Ich bin aber auch ganz froh drum. Ich weiß nicht, wie meine Eltern wären, gäbe es zwei von mir.“
Das wollte sie eigentlich gar nicht laut aussprechen. Aber so ist es. Summers Eltern sind oft mit ihrer Tochter überfordert, weil sie immer wieder neue Ideen hat die sie umsetzen will.
Michelle und Ryan Bouvier setzen alles daran, die Wünsche ihrer Tochter zu erfüllen, nur diese waren oft so sonderbar und speziell, dass ihnen die Ideen ausblieben und noch ein Kind dazu, dass genau so viele Extrawünsche hatte? Dafür fehlen Summers Eltern die Nerven.
„Eine Apotheke?“, Summer nickt anerkennend: „Für Muggle, oder?“
Mugglemedizin ist spannend. Jedenfalls die Mugglemedizin die sie von ihrem Großvater mitbekommen hat.
„Das ist cool. Mein Großvater war Mugglearzt in Belgien. Damals hat er eine Vorlesung gehalten und meine Großmutter hat sich einfach in die Vorlesung dazu gesetzt. Sie ist eine Hexe und fand es faszinierend wie die Muggle den Menschen ohne Magie helfen. Meine mamie ist papi direkt ins Auge gestochen. Er war total geschockt als er erfahren hat, dass sie eine Hexe ist.“ Erst jetzt hat Summer bemerkt, dass sie ihre Großeltern mit den französischen Kosenamen benannt hat.
„Tut mir Leid. Mamie heißt Oma und Papi Opa. Immer wenn ich in Belgien bin spreche ich mit den beiden Französisch, das kann ich kaum noch ausschalten.“

Sie wird rot um die Nasenspitzen. Normalerweise mögen Engländer nicht so gerne Französisch – auch wenn sie zur Hälfte aus Belgien kommt, das wissen ja die meisten nicht.
„Im Moment aber wohne ich mit meinen Eltern in Cambridge. In einem kleinen, alten, verträumten Haus. Ich liebe es dort.“

Und wirklich, wenn man dieses Haus sieht, kann man denken, man wäre in Grimms Märchen Dornröschen gelandet und der Prinz muss sich erst durch das bewachsene Schloss kämpfen, bevor er seine Prinzessin wach küssen kann. So zugewachsen ist das Häuschen mit dem einladenden Rosengarten.
„Meine Mama ist Heilerin im St. Mungos. Papa arbeitet im Ministerium.“

Sie hat jetzt so viel von sich erzählt. Wahrscheinlich ist Nathaniel total überrumpelt von ihrem Monolog. Peinlich.
„Übrigens kannst du mich Sunny nennen. Meine Freunde nennen mich so.“
Sunny hört sich irgendwie so indisch an, denkt Summer. Sie überlegt, wie sie wohl aussähe als Inderin. Mit langen, schwarzen, seidigen Haaren schöner, brauner Haut und einen Punkt auf der Stirn. Ob sie dann auch so einen lustigen Akzent hätte wie Mister Punjabi in Cambridge, ihr Nachbar?
Aber eigentlich ist Summer froh, so blass zu sein wie sie ist und ihre ulkige Augenfarbe will sie auch niemals hergeben.


Der Moment hier gerade in Hogwarts ist sehr schön. Sie verdrängt den Gedanken an ihr Zuhause, wendet lieber ihre volle Aufmerksamkeit (mal sehen, wie lange es dieses Mal funktioniert) an Nathaniel.
Er sieht auch verträumt aus und sein Blick liegt auf ihr. Ihre Wangen werden noch röter und als Ablenkung murmelt sie wieder den Wärmezauber, danach malt sie eine Blume in den Schnee der durch die Wärme schon langsam unter den beiden schmilzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 4. Jul 2011, 08:51 
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Ihr Großvater ist Arzt? Nathaniel wird an den ruppigen, alten Dorfarzt erinnert, über den sein Vater schon oft genug schimpfte und mit dem er scheinbar schon ewig im Clinch lag. Offenbar hielten beide von den Methoden des jeweils anderen nicht besonders viel. Er selbst stand irgendwo dazwischen. Stumm lauscht er ihrer Erzählung und bedenkt die Information, dass ihre Mutter in St. Mungo arbeitet, mit einem interessierten Kopfnicken.
Nathaniel weiß noch nicht, was er nach dem Abschluss tun will. Bevor er wusste, dass er ein Zauberer ist, war es ganz eindeutig gewesen: Er hätte die Familientradition und damit die Apotheke weitergeführt. Ob sein neuerlangtes Wissen über magische Gewächse damit korrespondieren könnte? Andererseits würde ihm vermutlich nur all zu schnell langweilig dort. Medizin klingt aber auch nicht schlecht. Seine Gedanken kreisen, aber immerhin hat er noch ein wenig Zeit. Wieder in der Gegenwart erfährt er gerade ihren Spitznamen. Sunny, wiederholt er in Gedanken und betrachtet sie.
Ja, ihren Name befindet er, in Anbetracht der momentanen Umstände, wahrlich für passend und reibt sich die auftauenden Hände. Er selbst wird mal Nathaniel, mal Nathan genannt und ein besonders wagemutiger Kollege hat es auch mal eine zeitlang mit Nate versucht, doch davon hat sich nichts irgendwie längerfristig etabliert. Also schweigt er. Als ihm aber auffällt, dass auch Summer ausgeredet hat, wird ihm die Stille unangenehm. Nur was soll er jetzt sagen? Ein neues Thema anschneiden? Er stöbert in seinem Kopf nach Dingen, die er sie fragen könnte. Wie läuft's im Unterricht? Unsinn, sie sagte ja selbst sie hat gute Noten. Was ist dein Lieblingsfach? Zu banal. Was willst du später mal werden? Zu speziell. Hast du ein... sein Blick verfängt sich in ihrem und sein Gedankenfluss kommt in's Stocken. "Ich mag deine Augenfarbe", merkt er an. Moment mal, hat er das gerade laut gesagt? Ihm wird plötzlich wärmer, und sicherlich nicht nur, weil Sunny gerade den Wärmezauber erneuert hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 4. Jul 2011, 20:59 
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Dass sie ulkige und merkwürdige Augen hat, das wusste sie. Aber das jemand ihre Augenfarbe mag, das hat sie niemals für möglich gehalten.
„Öh.. äääh…“, ein riesiges Kichern entwickelt sich in Summers Kehlkopf aber sie unterdrückt es: „Äh… Danke. Ich mag deine Augenfarbe auch.“
Boar! Wie peinlich. Okay. Tief ein und ausatmen und ernst bleiben. Es war nur ein Kompliment. Nur. Ein. Kompliment.
Es war immer noch peinlich und am liebsten hätte sie einmal mit den Beiden gestrampelt um diese Peinlichkeit los zu werden.
Ihre Wangen müssen glühen, nicht durch den Wärmezauber sondern durch Nathaniel.
Summer will an etwas anderes denken, sofort. Aber dieses Mal passiert nichts in ihrem Kopf, ihre Fantasie hat sich in einem schwarzen Loch versteckt.
Nichts mehr mit lustigen Geschichten ausdenken oder sich die Zukunft ausmalen.
Ganz plötzlich ist sie zurück bei den Tatsachen des Lebens und so hoch konzentriert wie im Unterricht.
„Weihnachten ist komisch.“, stellt sie nun mit viel leiserer Stimme fest. Das ist die Wahrheit.
Zuerst ist Nathaniel fast in sie herein gekracht. Dann haben sie sich kurz unterhalten, eine Schneeballschlacht gemacht und wieder unterhalten und dann DIESES Kompliment.
Gut, Summer hat schon öfters Komplimente von Jungs gehört. Aber nie aus so einer Situation heraus.
In der Kälte, in mitten eines Schneesturms neben einem Jungen, den sie bis jetzt nur vom Sehen kannte.
„Zuerst ist mein Geburtstag und ich vergesse ihn…“, fängt sie an, so leise, dass man sie eigentlich kaum verstehen kann: „Und dann treffe ich dich!“, sie löst ihren Zopf, lässt ihre Haare über die Schultern fallen und fängt an, eine Strähne um ihren Finger zu zwirbeln: „Komisch, aber schön. Irgendwie. Wann hattest du das letzte Mal einen Heiligabend an der frischen Luft? Ich jedenfalls noch nie.“
Nein, so ein Weihnachten wie dieses gab es wirklich noch nie in Summers Leben.
Das Trimagische Turnier, die vielen Austauschschüler, so einen großen Schneesturm und Nathaniel.
Es ist ein einzigartiges Weihnachten, auf seine eigene Art und Weise zauberhaft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 5. Jul 2011, 00:47 
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Irgendwie fehlt ihm der Sinn für das passende Wort zum passenden Zeitpunkt, stellt Nathaniel anhand Summers Reaktion fest. Ihm ist die Situation fürchterlich peinlich und er täuscht ein reges Interesse an den Schneeglöckchen vor, die zwischen seinen Schuhen aus der schmelzenden Schneedecke zu wachsen scheinen. Ein kurzer Seitenblick auf die Ravenclaw lässt ihn vermuten, dass sie sich unwohl fühlt.
Er will ihr gerade vorschlagen wieder in's Schloss zu gehen; immerhin wollte sie auch noch etwas essen und dass die Kekse so sättigend sind, wagt er zu bezweifeln, da bricht sie das Schweigen. Wenn auch zu Beginn so leise, dass Nathaniel sich anstrengen muss, etwas zu verstehen. Sagte sie, sie hat Geburtstag? Seine Aufmerksamkeit verlagert sich jedoch bereits auf ihre Haarsträhne, die sie sich um den Finger wickelt... Er schluckt und schaut wieder zu Boden.
Heiligabend an der frischen Luft? Er sammelt seine Gedanken. "Ich weiß nicht... Zählt Brennholz aus dem Schuppen holen?" fragt er mit einem schüchternem Grinsen im Mundwinkel. "Ich find's jedenfalls cool.", setzt er eilig nach. Und tatsächlich findet er es hier gerade gemütlicher, als in der belebten Großen Halle mit den vielen Leckereien, oder im einsamen Gemeinschaftsraum mit dem prasselnden Kaminfeuer. Wobei das auch an Summer liegen könnte. Wenn sie seinen Puls nur nicht so in die Höhe treiben würde, mit ... ja, womit denn eigentlich? Vielleicht spielt ihm auch nur die irre Umgebung einen Streich. Ist schon skurril in einem Schneesturm zu sitzen und sich mit einem Wärmezauber warm zu halten. Ob es da Nebenwirkungen gibt? Spürt man möglicherweise nur die Wärme, aber die Zehen frieren einem trotzdem ab? Nathaniel streckt seine Glieder unauffällig und achtet auf ein verräterisches Knirschen. Gut, er erfriert nicht. Doch was nun?
Er will sie nicht angaffen, findet aber in dem Schneegestöber kaum mehr Stellen, in die er noch kein Loch gestarrt hat. Andererseits kommt es ihm genauso unhöflich vor mit den Schneeglöckchen, statt mit seiner Gesellschaft zu reden. Er dreht sich in einem Anflug des Mutes zu ihr und blickt sie fragend an. "Hast du heute etwa Geburtstag?" erinnert er sich gelauscht zu haben. Er muss aufpassen in diesen Augen nicht zu versinken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Di 5. Jul 2011, 19:12 
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„Ja, ich hab heute Geburtstag.“, und sie ist erst fünfzehn geworden. Die meisten aus ihrem Jahrgang waren viel älter. Aber Summer ist das egal, sie fällt dadurch kaum auf.
Nathaniel hat sich ihr zugewandt, sieht sie direkt in die Augen und Summer macht es ihm gleich.
„Lass uns etwas weiter zurück zum Schloss gehen. Mir wird etwas mulmig wenn wir so weit entfernt sind. Der Schneesturm scheint schlimmer zu werden.“
Summer steht auf, und sieht dabei die Schneeglöckchen die gewachsen sind.
Es ist immer wieder faszinierend, was Magie mit der Natur machen kann. Normalerweise ist noch gar nicht die Zeit für Schneeglöckchen, sie würden jetzt verfrieren und sterben.
Am liebsten hätte Summer die Pflanze geschmückt – irgendetwas sagt ihr aber, dass Schneeglöckchen giftig sind.

Summer klopft sich ihr Kleid sauber und richtet es, eine Haarsträhne dir ihr ins Gesicht gefallen ist streicht sie sich aus dem Gesicht. Sie hält Nathaniel ihre Hand hin, damit er besser aufstehen kann.

„Normalerweise feiern wir Zuhause immer am ersten Weihnachtstag meinen Geburtstag. Dann bekomme ich doppelt Geschenke.“, grinst Summer: „Fährst du morgen eigentlich nach Hause?“

Summer fährt nach Hause. So wie jede Weihnachtsferien, sie genießt die Zeit mit ihren Eltern und auch, dass sie Felix mal sieht. Diese muss sie auch noch einfangen. Aber nicht jetzt, irgendwann später. Erst will sie noch Zeit mit Nathaniel verbringen. Vielleicht nicht mehr unbedingt im Schneesturm aber schon dort, wo sie alleine sind. Für sich, da wo sie kein anderer stören kann.
Jetzt soll niemand die schöne Atmosphäre zwischen den beiden zerstören.


(->Korridore)

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Do 7. Jul 2011, 01:49 
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Nathaniel willigt kopfnickend ein. Ein Gefühl von Zeit hat ihn zwar schon während der Schneeballschlacht verlassen, aber mittlerweile könnte es doch recht spät geworden sein. Auch er schlägt sich den übrigen Schnee von den Kleidern, steht auf und rückt noch seinen Umhang zurecht. Erst jetzt bemerkt er Summers ausgestreckte Hand, ergreift sie dann aber auch schon und - "Alles Gute zum Geburtstag!" - schüttelt sie grinsend.
Nathaniel fährt nicht heim. Dieses Weihnachten vertröstete er seine Eltern damit, dass er ja die letzten vier Weihnachten schon daheim verbracht habe und dieses Jahr, dank des Trimagischen Turniers und all der Gastschüler, viel zu interessant sei, um auch nur einen Tag zu verpassen. "Nein, ich bleibe hier. Dieses Jahr eine Ausnahme wegen des Turniers." antwortet er ihr. "Bin gespannt, ob es sich lohnt", fügt er noch hinzu und geht voran.
Der plötzliche Temperatursturz überrascht ihn, jedoch nicht unbedingt unangenehm. Die Kälte, die ihm durch die Lungen fährt, sorgt für einen klaren Kopf. Klar genug, um die letzten Minuten (Stunden?) zu reflektieren und über das Mädchen nachzudenken, das neben ihm hergeht. Es juckt ihm in den Fingern in seinen alten Notizen zu stöbern. Achja, da war ja noch was.
Auf dem Weg zurück zum Schloss hält er kurz inne, langt in den Schnee und befördert nach kurzem Tasten seine Umhängetasche zurück an's fahle Mondlicht. "Du hast sicher Hunger", mutmaßt er, als das Schlossportal im Sturm erkennbar wird. "Vielleicht haben sie noch nicht abgeräumt..."

(Korridore)


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 3. Aug 2011, 16:42 
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 Betreff des Beitrags: Re: Heiligabend/25. Dezember
BeitragVerfasst: Do 18. Aug 2011, 13:04 
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Nicht besonders von der Prozedur bewegt, oder gar dazu animiert sich darüber lustig zu machen, nimmt Daniel die Jagd auf Lacroix schlicht und ergreifend hin. Er macht keinen wertenden Kommentar, oder verdreht die Augen, wie seine Sitznachbarinnen. Tatsächlich wirkt er nun sogar ziemlich neutral, beinahe in Gedanken verloren. Ob, oder worüber er gerade grübelt, lässt er sich allerdings nicht anmerken. Stattdessen schlägt er sich, sobald Mia und Pippa ihren Spott entladen haben, mit einem lauten Klatsch auf die Oberschenkel und schwingt sich auf die Beine. "Auf geht's.", stimmt er Mia zu und folgt ihr dann, das Buch unter dem Arm geklemmt, den kleinen Rucksack in der anderen Hand. Einzig Lysator bleibt noch einen Moment auf den Treppen sitzen; scheinbar unbeeindruckt vom plötzlichen Verschwinden seiner Leute, sitzt er dort und wäscht sich das Gesicht. Als die drei das Portal passieren, trottet er ihnen jedoch gemächlich hinterher.
Daniel folgt Mia in eine der ersten Kutschen und lässt sich ihr gegenüber, ebenfalls am Fensterplatz nieder. Kurz darauf folgt auch Lysator und klettert ihm erst auf den Schoß und dann - für einen Verwandten der Familie Felidae allerdings äusserst unbeholfen - auf die Schultern. Den herunterpeitschenden Schwanz seines Gefährten aus seinem Gesicht haltend, blickt er aus dem Fenster und bemerkt ebenfalls die sich langsam in alle Winde zerstreuende Mädchenschar, sowie den davontrottenden Beauxbatons. Im Gegensatz zu seiner Schwester, die den Blick abwendet und nun Pippa beschenkt, beobachtet Daniel allerdings den Mädchenschwarm noch eine Weile, bis er aus seiner Sicht verschwindet. Irgendwie regt sich in ihm ein Funken Mitleid, wenn er an die Szene von vorhin denkt. Andererseits wird der Beauxbatonschampion sein Mitleid vermutlich nicht nötig haben. Diese Gedanken und ihre Ausläufer tragen Daniel jedoch weiter zu der Frage, ob sich seine Neider auch so über ihn lustig machen, wenn er schulische Erfolge zur Schau trägt, oder nach einem erfolgreichen Quidditch-Spiel gefeiert wird. Er verscheucht diese ersten Anflüge der Melancholie jedoch schnell wieder und setzt - wenn auch etwas gezwungen - ein für ihn typisches, sanftes Lächeln auf. Bei einem nach Ablenkung suchenden Blick durch die offene Kutschentür, an Pippa und Mia vorbei, sieht er die ersten aufbruchsbereiten Schüler aus dem Portal treten ... und entdeckt mitten unter jenen Amber. Sein Lächeln wird schockgefrostet. Überrumpelt missbraucht er den buschigen Knieselschwanz - möglichst unauffällig - wie eine Art Schleier (nicht ohne verärgert-murrenden Kommentar des zugehörigen Knieselmischlings), während er in seinem Sitz zu schrumpfen beginnt. Was macht sie da? Sie schaut sich etwas unentschlossen um. Sucht sie ihn etwa? Sie hatten doch abgemacht, sich erst am Bahnhof zu verabschieden! Auf der Suche nach einer notdürftigen Beschäftigung fragt er Pippa: "Schon Pläne für die Ferien?" Mit einem Blick zu Mia kommentiert er seine eigene Frage: "Mum und Dad hatten nichts vor, oder?"

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