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 Betreff des Beitrags: 7. September [Jahr 1]
BeitragVerfasst: Mi 2. Mai 2007, 00:14 
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Donnerstag, 7. September

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Homo doctus in se semper divitias habet.
(Ein gebildeter Mensch hat immer Reichtum in sich.)


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Verfasst: Mi 2. Mai 2007, 00:14 


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BeitragVerfasst: Mi 2. Mai 2007, 16:47 
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(erstes Posting - 7.September)

Fabrice ist am vorherigen Tag gegen 22:00 Uhr ins Bett gegangen, was für seine Verhältnisse recht früh ist, und am heutigen Tag ist er dennoch wie immer zu spät aufgestanden und somit zu spät in den Unterricht gekommen. Doch was soll’s? Zwar bekommt er mal wieder eine Strafaufgabe, doch dies stört ihn nur wenig und so setzt er sich einfach auf seinen Platz und versucht aufzupassen. Nach einer Weile wird es ihm aber dann doch langweilig und so stützt er seinen Kopf auf seine Arme, die er auf den Tisch gelegt hat, und schaut aus dem Fenster hinaus. Allerdings schläft Fabrice nach einigen Momenten ein, während er ins Reich der Träume eintaucht. Gerade geht er durch ein großes Tor, welches in einen großen Saal führt. Der Saal ist einfach nur gigantisch und ist sehr festlich geschmückt. Doch in mitten des Saals steht ein Kreis aus Tischen, an denen viele elegantgekleidete Personen sitzen. Drumherum stehen dagegen viele „normalgekleidete“ Menschen und alle schauen zu Fabrice und beklatschen diesen. Allerdings scheint er der einzige zu sein, der nicht so recht weiß, was da los ist. Verwirrt schaut er sich um und plötzlich wird ihm ein Schwert in die Hand gedrückt. „Was soll ich denn damit?“, fragt der Grieche, doch er bekommt keine Antwort. Stattdessen wird er in Richtung des Tischkreises geschoben, der kurzer Hand geöffnet wird, indem man den einen Tisch zur Seite schiebt, und schon steht der Grieche inmitten des Kreises und plötzlich ruft jemand: „Mr. Murray! Wachen sie gefälligst auf!“ Verschlafen öffnet der Grieche schließlich seine Augen und blinzelt öfters, damit er überhaupt etwas erkennen kann. Nach und nach kann er langsam seinen Professor erblicken und so langsam kann er auch so manches Lachen seiner Mitschüler hören. Daraufhin verdreht er seine Augen. Warum müssen alle immer so dumm kichern? Als wäre das so witzig, wenn jemand im Unterricht einpennt, obwohl es Fabrice eigentlich nichts kümmert, aber nun ja, jeder kann sich mal über etwas aufregen. „Was ist denn los?“, kommt es dann nur von dem Griechen, der sich daraufhin streckt und gähnt. „Sei-“, kommt es nur von dem Professor, doch dann klingelt es schon. Diesen Moment nutzt Fabrice natürlich aus und verschwindet so schnell wie er nur kann, obwohl es eine körperliche Betätigung ist, aus dem Klassenzimmer. Wenn er ihm noch eine Predigt vorhalten will, muss er wohl oder Übel warten oder extra hinter ihm herrennen. Das zweite wird allerdings eher nicht zutreffen, da Fabrice zu eben in einem Geheimgang verschwunden ist, der nicht gerade vielen Leuten bekannt ist. Einige Sekunden später kommt er dann in die Eingangshalle, wo ihm auch sogleich frische Luft durch das offene Tor entgegen kommt. Sachte lehnt er sich gegen die Wand und schließt seine Augen. Fabrice genießt es wie immer wieder eine kleine Prise frische Luft ihm entgegen kommt...es ist so etwas wie eine Erfrischung, wie wenn man ein Glas kaltes Wasser an einem warmen Sommertag trinkt. Oder wenn man vielleicht mal schwimmen geht, was in Fabrice Fall wohl nie passieren wird. Es sei denn ihm wäre total warm und Eis und kaltes Wasser zum Trinken würden nicht ausreichen, um ihn abzukühlen. Nach einigen Minuten hört der Grieche plötzlich Schritte und schaut auf. Nur ein paar Erstklässler...zum Glück, denkt sich Fabrice, der zuerst schon dachte, dass es sein Lehrer wäre. Dann entschließt er sich dazu hier wegzugehen und schubst sich mit dem Ellenbogen von der Wand weg, damit er nun wieder richtig steht, obwohl seine Haltung nicht gerade der Etikette ist, aber wann hat Fabrice schon mal darauf geachtet? Ja, eben. Nie. Also warum sollte ausgerechnet jetzt damit anfangen? Für ihn gibt es keinen wirklichen Grund und so zuckt er kurz mit seinen Schultern und macht sich auf den Weg durch die Korridore zu ziehen, aber nicht ohne vorher seine Tasche in den Gemeinschaftsraum zu befördern, in dem er einmal seinen Zauberstab schwenkt. Die meisten Schüler scheinen noch in den Klassenräumen zu sein. Kein Wunder, denn eigentlich hätte auch Fabrice Unterricht, dennoch ist er nicht da, weil er am heutigen Tag lieber schwänzt und sich ausruht um den Tag zu genießen. Doch noch manch anderer Schüler lümmelt hier rum. Ob sie es jetzt auch schwänzen oder nur eine Freistunde haben, weiß Fabrice nicht genau, doch eigentlich ist ihm das auch egal. Irgendwann achtet er nicht mehr darauf wo er hingeht und so landet er wieder in die Eingangshalle. Zuerst kommt nur ein verwundertes ‚Huh?’ vom ihm, doch dann entscheidet er sich dafür nach draußen zu gehen, wenn er schon einmal hier ist. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass ihm die Sonne so sehr blendet und so ist es kein Wunder, wenn er zuerst so gut wie gar nichts erkennen kann. „Na endlich erkenn ich hier etwas“, kommt es Fabrice, der seine Augen immer noch leicht zugekniffen hat, aber dennoch erkennt er so gut wie das meiste. Langsam schreitet er die Treppe runter und macht sich dann auf den Weg zu seinem üblichen Platz, wo nicht allzu viele andere Schüler hingehen, was wohl einer der Gründe ist, warum Fabrice diesen Ort so mag. Nun kann er auch endlich ohne die Augen zusammenzukneifen etwas erkennen und sieht so langsam die peitschende Weide. Bald ist er auch schon bei ihr angelangt, doch es ist immer noch genügen Abstand zwischen den beiden, damit sie nicht auf einmal mit ihren dicken Ästen nach ihm ausschlägt. Unter einer Buche, die viel Schatten wirft, lässt sich der Sechstklässler schließlich nieder und lehnt sich gegen ihr. „Ach, wie schön“, kommt es von ihm und er entspannt sich richtig. Wie sehr er es doch mag hier seine Rue zu haben. Zum Glück haben die meisten vor der peitschenden Weide Angst, denkt sich Fabrice und fängt an zu lächeln, während er seine Augen schließt, aber ohne dieses Mal einzudösen.


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BeitragVerfasst: Mi 2. Mai 2007, 20:36 
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(7. September, erstes Posting)

Mit einem 'Hey!' wird der Windstoß, der sie in Empfang nimmt, als sie die Flügeltüren des Schlossportals aufstößt, von der Halbchinesin begrüßt. Hat sich doch diese Briese erdreißt ihr sorgfältig hochgestecktes Haar, wobei links und recht jeweils eine Strähne leicht gekringelt hinabhängt, um ihr hübsches Gesicht zu umrahmen, etwas ins wanken zu bringen. Aber ein zwei geschickte Handgriffe später befinden sich die schwarzen Haare wieder in der Form, in der sie sich davor befunden haben. Noch einmal kurz darüber getastet. Ja passt, wackelt und hat Luft. Also auf geht’s.
Mit wehendem kurzen Rock macht sich die Halbchinesin daran ihre Schritte über das Schlossgelände zu führen, während sich ihre Gedanken um den bisherigen Tagesablauf ranken.
Das Aufstehen war wie immer verlaufen. Hektisch waren Vany, Leon und Sam aus dem Jungenschlafsaal hintergepoltert gekommen, während sie mit ihrem gekürzten Schuluniformrock, der etwas weiter geöffneten Bluse und der locker gebundenen Krawatte auf die drei gewartet hatte. Danach ab zum Frühstück. Eine Fressorgie à la Leon und einem Seitenstechen von ihr später sind die vier gerade noch so zum Unterrichtsbeginn hineingehuscht. Kräuterkunde. Nicht gerade ihr Lieblingsfach. Zu viel Erde, zu viel Theorie, die man sich merken muss, zu wenig praktische Zaubersprüche. Alles im allen wenig zufriedenstellend für Mai-Lin. Doch mit Leon, Sam und Vany war es doch noch ganz lustig geworden. Wenn man bedenkt, das sie die Alraunen wiederholt haben und Leon es fertig gebracht hat eine davon am Finger hängen zu haben und schreiend, (zumindest soweit man das an seinem verzogenen Gesicht und dem weit geöffneten Mund erkennen konnte, sie trugen ja schließlich die ach so kleidsamen rosa plüschchen Ohrenschützer) durch das Gewächshaus gerannt, bis sich die Lehrkraft dazu durchrang ihn aus den Zähnchen der komischen Gewächsen zu befreien. Mit einem sehr wehleidigen Gesicht war er dann auch gleich zu den anderen zurückgekehrt. Nicht ohne sich ein „Och du Armer“ von Mai abzuholen. Doch auch sie konnte es sich nicht verkneifen grinsend immer wieder armeschlenkernd zu wiederholen wie Herr von und Zu Leon Mortensen schreiend mit einer Art Baby mit Pflanzen auf dem Schädel am Zeigefinger durch die Gegend gerannt ist.
Später dann waren Leon und Sam in den Gemeinschaftsraum gegangen, und was Vany genau machte wusste sie nicht einmal. Sie selbst hatte beschlossen in ihrer Freistunde etwas aufs Schlossgelände zu gehen. Frische Luft und etwas Ruhe täten ihr wohl auch mal ganz gut, meinte sie. Schon allein, da sie die Nacht zu vor nicht wirklich Schlaf gefunden hat. Da war es mal wieder, das Erbe väterlicher Seits. Sie wollte das alles noch nie sehen, doch leider ist der Mensch nicht in der Lage sich seine Fähigkeiten auszusuchen. Eigentlich wissen nicht einmal ihre drei besten Freunde von diesen 'Visionen', zweifelsohne aus dem Grund, dann darüber sprechen zu müssen, sich nocheinmal direkt ins Bewusstsein zu rufen, dass sie das wirklich kann. Ein seufzen dringt leise über ihre Lippen. Doch der Traum heute Nacht war wirklich sonderbar, wenn nicht sogar etwas beängstigend. Ob sie vielleicht nicht doch einmal mit jemanden darüber reden sollte? Mit Vany? Soweit sie wusste, ist auch er was das 'Sehen' betrifft etwas begabt. Mal sehen...

Ohne es wirklich zu merken, hat sich die Halbchinesin mit ihren Schritten, deren Geräusche das Gras fast völlig verschluckt, gefährlich nah der Peitschenden Weide genähert. Und so sieht sie kurz etwas erschrocken auf, als ein Knall der Zweige gegen einen anderen nahegelegenen Baum, sie aus ihren Gedanken zurück holt. Doch schnell ist der erschrockene Ausdruck aus ihren Augen wieder verschwunden und das übliche gutgelaunte Lächeln befindet sich auf ihren schönen Lippen. Sich eine Haarsträhne zurückstreichend wandert ihr Blick über die unmittelbare Umgebung vor ihr. Grashalm, Waldrand, Baum, Baum, Grasbüschel, Busch, Baum, peitschende Weide, Schüler, Baum, Grashalm, Bsuch... Moment? Mensch? Schnell wandern ihre braunen Augen wieder zurück. Tatsächlich. Dort, an dem Stamm einer Buche gelehnt, ganz in der Nähe des wütenden Baumes sitzt ein Schüler. Was der da wohl macht?
Lächelnd geht sie auf ihn zu und nun beim kleinerwerdenden Abstand erkennt sie ihn auch. Die Mütze, die nicht gerade Haltung, wie er da am Baum lehnt, ohne Zweifel einer ihrer Hausgenossen. Sechste Klasse. Fabrice. Ein Grieche. Wirklich viel hatte sie mit ihm noch nicht zu tun. Kunststück, wo sie doch die meiste Zeit entweder mit ihren drei besten Freunden oder Jack unterwegs ist. Aber einmal ist immer das erste Mal, oder nicht?
Und so stehts sie kurz darauf direkt vor ihm, immer noch lächelnd.
„Na? Auch frische Luft nötig gehabt?“ und dann ohne eine Antwort abzuwarten fügt sie hinzu: „Darf ich dir etwas Gesellschaft leisten?“

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BeitragVerfasst: Do 3. Mai 2007, 14:57 
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Immer noch liegt Fabrice unter dem Baum und weiß gar nicht so recht wie spät es denn überhaupt ist und wie lange er hier schon liegt. Aber wahrscheinlich bleibt er wieso bis zum Abendessen hier, obwohl er noch gar nicht zu Mittag gegessen hat. Eine Augenbraue geht von ihm hoch und er überlegt kurz. Eigentlich hat er auch keinen Hunger also wird er auch nicht extra in die Große Halle gehen. Im Notfall kann er sich immer noch etwas zum Essen herzaubern. Ist ja nicht gerade die schwerste Sache der Welt, aber dennoch hatte der Grieche zuerst seine Schwierigkeiten damit und es hatte am Anfang nie geschmeckt, sondern nur nach Eiern und Eier hasst der Junge abgrundtief. Aber ist ja nun auch egal, denn gerade scheint die peitschende Weide wütend zu sein, da sie gerade gegen einen anderen Baum ausschlägt. Was soll das denn?, fragt sich Fabrice und beobachtet die Weide weiterhin, während er seine Stirn in Falten legt. Seit wann schlägt die Weide denn einfach so nach anderen Bäumen aus? Und das auch noch ohne Grund? Es sei denn, es war einfach nur Einhörnchen, das der Weide zu nahe gekommen war und sich schnell auf den Baum geflüchtet hat und somit hat es den Baum leider auch erwischt. Kurz blickt Fabrice nach oben in die Krone der Buche, an der er sich momentan anlehnt. Dort oben scheint jedenfalls kein Einhörnchen oder sonstiges zu sein. Zum Glück, denn ansonsten hätte Fabrice den Baum wechseln müssen oder nachher auch noch einen Schlag der peitschenden Weide ausweichen müssen und wer weiß ob ihm das überhaupt gelungen wäre? Mhm, Fabrice weiß es nicht genau und wüsste es wahrscheinlich erst dann, wenn es passieren würde, doch der Grieche passt schon darauf auf, dass das nicht passieren wird. Schließlich nimmt er seinen Kopf wieder runter und entschließt sich kurzer Hand mal die Kleidung zu wechseln. Diese Schuluniform wird doch nach einer Weile unbequem. Also hat er nach einigen Momenten und einen Schwenkers seinen Zauberstabs eine zerrissene blaue Jeans, ein rotes Muskelshirt und ein schwarzes Hemd an. Zum Schluss setzt er sich noch sein übliches Cap auf und dreht dies ein bisschen schräg und vorne ein wenig runter. Dann schließt er wieder seine Augen, doch er kann diese Ruhe nicht mehr lange genießen, da irgendwer sich genau vor die Sonne stellt, die nun zu Fabrice scheint. Der Grieche öffnet seine Augen und schaut nach oben, doch ohne seinen Kopf hoch zu heben. Er erkennt eine Chinesin, die auch in Gryffindor ist, aber jedoch eine Klassenstufe höher ist. Mai-Lin. „„Na? Auch frische Luft nötig gehabt?“, fragt sie ihn, aber sie erwartet keine Antwort, sondern fährt fort: „Darf ich dir etwas Gesellschaft leisten?“ Fabrice richtet nun auch seinen kopf hoch um besser zu dem Mädchen hoch zu schauen. Wie immer hat Mai-Lin einen sehr kurzen Rock an und eine Bluse, die vielleicht zu weit geöffnet ist. Wen die wohl aufreißen will? Fabrice kann es eigentlich nicht verstehen, warum sie sich so freizügig anzieht. Ok, sie ist hübsch und es passt zu ihr, aber trotzdem. Ja, Mai-Lin ist wirklich sehr hübsch. Mir ihrer Hochsteckfrisur und mit den zwei Haarsträhnen, wobei je eine an der einen Seite runterhängt. Und dazu lächelt sie noch so süß. Dennoch ist sie nicht die einzige die hübsch ist. Es gibt noch viele mehr wie zum Beispiel Alraune...ups...Jack, die in der selben Klasse und im selben Haus wie Mai-Lin ist. „Ja, ich wollte mal frische Luft schnappen“, antwortet Fabrice schließlich und fügt dann noch hinzu: „So wie es scheint, leistest du mir ja schon Gesellschaft und da kann ich ja wohl kaum noch nein sagen, oder?“ Schließlich geht sein Kopf wieder runter und seine Augen schließen sich von alleine, doch einige Sekunden später öffnet er sie wieder. „Hast du eigentlich kein Unterricht mehr oder was machst du schon hier?“, fragend blickt er zu der Siebklässlerin hinauf.


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BeitragVerfasst: Mo 7. Mai 2007, 13:39 
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War der Kopf des Schülers vor ihr gerade noch leicht nach unten geneigt, richtet er diesen auf, kaum hat Mai ihn angesprochen. Lächelnd beobachtet sie wie seine blauen Augen kurz musternd über sie huschen ehe er antwortet: „Ja, ich wollte mal frische Luft schnappen. So wie es scheint, leistest du mir ja schon Gesellschaft und da kann ich ja wohl kaum noch nein sagen, oder?“ Das Lächeln der Halbchinesin wird noch etwas breiter als sie zu einer Erwiderung ansetzt: „Doch das könntest du durchaus. Aber ich geh jetzt einfach mal davon aus, das dir meine Anwesenheit nichts ausmacht.“ Grinsen lässt sie sich neben Fabrice nieder. Die Beine zur linken Seite hin abgewinkelt, mit der rechten Hand abgestützt und immer noch lächelnt blickt sie weiterhin zu dem Griechen, der seinen Kopf mit der Capy auf wieder gesenkt hat. Auch die Augen sind wieder geschlossen. Hat er etwa vor jetzt zu schlafen? Doch schon nach wenigen Sekunden sind sie erneut geöffnet. Zweifelsohne aus dem Grund die Konversation dem Schlafen unter Beobachtung vorzuziehen. Und tatsächlich folgt dem Öffnen der Augen auch gleich die nächste Frage an sie.
„Ne ich hab grad ne Freistunde. Allerdings, ich glaub,“ kurz wandern ihre braunen Augen zu ihrer Armbanduhr, „es ist schon Zeit fürs Mittagessen. Hmm...“ Ein überlegender Ausdruck macht sich in ihrem Gesicht breit. Dann folgt ein Magengluckern und ein erneutes Grinsen tritt auf ihre Lippen. „Und ich glaub, ich geh was essen. Kommst du mit oder bleibst du noch hier?“ Ihn anlächelnd erhebt sie sich nach dieser kurzen Zeit schon wieder, streicht ihren kurzen Rock glatt und blickt fragend den Griechen an.

(--> Große Halle)

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BeitragVerfasst: Mo 7. Mai 2007, 16:29 
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„Doch das könntest du durchaus. Aber ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass dir meine Anwesenheit nichts ausmacht“, bekommt Fabrice als Antwort. Kurz überlegt der Grieche und meint dann auch schon: „Also wenn das so ist. Aber von mir aus kannst du dich auch zu mir gesellen.“ Und schon lässt Mai-Lin sich neben ihm nieder, wobei sie ihre Beine nach links abwinkelt. Na, hat da jemand Angst, dass der Grieche ihr unter dem Rock schaut? Nee, wohl eher nicht. Jeder weiß, glaubt Fabrice zu mindestens, dass er dies nie machen würde. So bestimmt auch die Siebtklässlerin. Hoffen wir es mal. Die ganze Zeit lang lächelt die Gryffindor Fabrice an, was er aber nicht die ganze Zeit erwidert. „Ne ich hab grad ne Freistunde“, beantwortet Mai damit Fabrice andere Frage und fährt dann auch gleich fort: „Allerdings, ich glaub-“ kurz wandern ihre braunen Augen, die übrigens sehr schön sind, zu ihrer Uhr: „-es ist schon Zeit fürs Mittagessen. Hmm...“ Ein nachdenklicher Ausdruck spiegelt sich auf ihrem Gesicht wider. Sag bloß sie will nun in die Große Halle gehen und dort etwas essen? Fragend blickt Fabrice zu dem Mädchen neben ihm. Plötzlich fängt ihr Magen an zu gluckern. Fabrice muss anfangen zu schmunzeln. Das hörte sich nun wirklich echt komisch an. Ok, er versucht es auch schon zu unterdrücken, um Mai nicht zu verärgern. Denn der Grieche weiß ganz genau, dass Frauen zu richtigen Besten werden können. So wie Veela, wenn sie sauer sind. Mhm, das ist doch mal ein echt guter Vergleich, auch wenn nicht gerade der freundlichste, aber egal! Fabrice kann sich das Grinsen nicht unterdrücken und so ziert es sein Gesicht. „Und ich glaub, ich geh was essen. Kommst du mit oder bleibst du noch hier?“, schon kommt die erwartete Frage von der Siebtklässlerin. Soll er mitgehen? So richtigen Hunger hat er ja nicht, aber was soll’s. Immerhin lernt er dadurch seine ‚neue’ Bekanntschaft besser kennen. Schon erhebt sich diese und streicht lächeln ihren Rock wieder glatt. „Mhm...joa, ich komme auch mit“, antwortet Fabrice und steht dann langsam auf, in dem er in die Hocke geht und sich kurz mit einer Hand abstützt. Schon steht er auch er und stellt sich dann neben Mai-Lin, da sie aber nun näher an der peitschenden Weide steht, nimmt der Grieche sie an der Hüfte und schiebt sie nun auf die andere Seite von ihm. „Jetzt erwischt mich die peitschende Weide, wenn überhaupt, zuerst und du kannst dann noch kreischend wegrennen um Hilfe zu holen, ok?“, fragt Fabrice grinsend und fängt nun langsam an schon mal loszugehen. Vielleicht wird er ja doch etwas essen...mal schauen.

(Große Halle - 7.September)


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BeitragVerfasst: Do 10. Mai 2007, 13:28 
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Nate schlendert gemütlich über die frischen Wiesen und genißt den wunderbaren Tag. Eine steife Briese whet ihm um die Ohren,aber das kann seine sehr gute Laune nicht trüben, denn er ist Haus aus eine Frohnatur, die so leicht nichts stören kann. Außerdem liebt er denn Wind. Eine Naturgewalt, die sowohl sanft sein kann wie eine Klaviersonate im Monschein als auch kraftvoll und verheerend. Der Wind treibt die Wellen, schührt das Feuer und weht durch das Laub der Baumkronen. In gewisser Weise ist Nate wie der Wind:
Er kann sanft sein, aber nicht weniger energisch und mehr als das Verkörpert das Wesen der Spontanität der Wind.
Nate Fährt sich mit der rechten Hand durch die Haare und seufzt aus Erleichterung.
"Ein schöner Tag"
Er geht weiter und weiter, ohne dass er ein sicheres Ziel kennt. Doch das ist auch gar nicht wichtig, denn der Weg ist das Ziel. Wenig später kommt er am See an und setzt sich nah ans Ufer und lauscht dem sanften Klang der Wellen, die ihre Spiele treiben über die Oberfläche des kühlen Sees, und dem Wind, der durch die Blätter fährt und auf ihnen eine Hymne des Frohsinns anstimmt.
(---->Am See)


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BeitragVerfasst: Do 10. Mai 2007, 14:36 
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Beziehung: Single und froh drüber
Aufenthaltsort: Gosse
Gesellschaft: Koma
(1. Post, 7. September)

Es ist hell, so unerträglich hell. Zack kneift unwillig die Augen zusammen. Irgendwie hat er sich durch den Vormittagsunterricht geschleppt, verkatert und äußerst mies gelaunt. Immerhin, da kann er sich ja schon fast wieder loben, hat er heute noch keinen Punkteabzug für Gryffindor verschuldet, obwohl ihm das sowieso am Arsch vorbeigeht. Was hat er davon, einen albernen Pokal zu gewinnen, der zu nichts nutze ist, außer als Strafarbeit alle heiligen Zeiten mal geputzt zu werden. Mitbekommen hat er kaum was, es war schon schwer genug, die pochenden Kopfschmerzen soweit zu unterdrücken, dass es den Lehrern nicht auffällt. Dann zusätzlich nicht wegen eklatantem Schlafmangel gleich wieder wegzupennen war wirklich eine Herausforderung. Nun er hat es geschafft, aber seine Laune hat das nicht unbedingt gebessert. Jetzt hat er den ganzen Nachmittag frei, nur um sich dann wieder auf den Astronomieturm zu quälen. Zack hat schon jetzt gute Lust zu schwänzen, aber was soll man hier besseres machen? Er kann sich nicht jeden Abend so exzessivem Alkoholkonsum hingeben wie dem gestrigen. Dazu kommt, dass das eines der Fächer ist, die ihn noch mehr interessieren. Natürlich nicht der ganze theoretische Kram, aber wenn er in die Sterne guckt wird er schon auch mal ein bisschen sentimental, besonders wenn er was getrunken hat und das hat er heute Nachmittag sowieso vor. Er kann daran denken, dass Koma vielleicht auch in diesem Moment in den Himmel schaut und sich vorstellt, da wären Sterne die Zack auch sieht. Über London mit seiner Lichtverschmutzung ist es manchmal sogar schwer, den Mond zu sehen und wir reden hier nicht von bewölkten Tagen.
Aber auch die etwas nüchterne Ansichtsweise der Wissenschaft birgt durchaus spannende Sachen. Zack ist überzeugt, dass es da draußen noch Leben gibt und er weiß zwar nicht viel, aber auch er macht sich manchmal seine Gedanken. Da hat er sogar eine Frage an Craigh, die er vielleicht stellen wird, falls es zum heutigen Stoff passt. Wie kann das Universum expandieren, wenn es unendlich ist? Ist doch vollkommen unlogisch, oder nicht? Uh, Palsy macht sich Gedanken über ein intellektuelles Thema. Das ist angsteinflößend.

Mit einem unartikulierten Grunzen wälzt er sich herum. Das Sonnenlicht sticht ihm in die Augen. Er hat ja schon alles versucht. Zuerst war er eiskalt duschen um sich vielleicht endlich richtig wach zu kriegen, aber es hat nicht wirklich was genutzt. Da er nicht zu Mittag im Bett liegen wollte hat er sich eine Dose Bier geschnappt und ist raus auf die Ländereien um es damit zu versuchen, sich auszuschlafen, er hat ja genug Zeit dafür. Dass der Untergrund nicht sehr weich ist stört ihn wenig, ebenso wenig, dass das Gras an seiner Wange kitzelt und sein Gewand vielleicht schmutzig wird. Da hat er schon wesentlich Schlimmeres überlebt. Was stört seine Laune in den Keller treibt ist eindeutig die Sonne. Im Bett kann er nicht schlafen, weil zu heiß, im Schloss gibt es sonst keinen ungestörten, unverfänglichen Platz und hier ist es zu hell. Es ist wirklich zum Haare raufen! Mühsam richtet Zack sich auf und legt den Kopf auf die angewinkelten Knie, die Hände darunter um die Bierdose geschlungen. Im Moment fühlt er sich so richtig scheiße.
Ein lautes Geräusch aus einer Tasche seines Umhangs, auf der er halb sitzt, schreckt ihn aus der Position auf. "Fuck!", kommt es ihm leise aber hart über die Lippen und er befreit so schnell wie möglich seine Netzkröte Chesterfield, die durch den plötzlichen Platzmangel aufgewacht ist. Vorsichtig holt Zack Chester heraus und streicht ihm beruhigend über den feuchten Rücken. "Sorry, tut mir echt Leid!", flüstert er und ist immer noch erschrocken über sich selbst. Er hätte gerade fast seinen einzigen Freund an dieser vermaledeiten Schule getötet! Über sich selbst den Kopf schüttelnd stellt er das Bier neben sich, faltet seine Beine in den Schneidersitz und setzt Chester in die Mitte, der ihn scheinbar entrüstet aus großen Augen ansieht, sich dann umdreht und in sich den schattigen Platz unter Zacks rechtem Knie zwengt. Amüsiert lächelt Zack auf ihn hinunter und stützt das Kinn in die Hände.

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(julia - optimistic)


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BeitragVerfasst: Do 10. Mai 2007, 18:39 
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Alumni [Ravenclaw]

Registriert: Sa 25. Nov 2006, 00:56
Beiträge: 42
(Am See - 7.September)

Nun streift Rihito am See entlang, wo nun doch so einige Schüler sind. Ob die wohl alle eine Freistunde haben? Oder ist noch immer Mittagspause? So wie es scheint wohl eher das zweite, da doch schon ganz schön viele jüngere unterwegs sind und die würden doch gewiss noch nicht schwänzen, oder? Rihito hatte es jedenfalls nicht gemacht, auch wenn er es gerne gemacht hätte. Doch Rihito hatte immer davor Angst Stress mit den Lehrern und vollem mit seinem Vater zu kriegen. Dieser kann nämlich richtig ausrasten und es wäre sicherlich nicht schön, wenn man einen Heuler bekommen würde und dieser nachher auch noch in der Große Halle einen lauthals zur Schnecke macht. Zu dem wäre dies sicherlich auch sehr peinlich und bestimmt niemand würde so etwas gerne erleben wollen. Rihito weiß ungefähr wie so etwas ist, denn er hatte schon einmal einen bekommen, als er im Gemeinschafstraum war. All hatten ihn lauthals gelacht, doch schon nach wenige Wochen hatten es fast alle vergessen. Zwar wird er heut zu tage auch noch von seinen Freunden damit aufgezogen, allerdings lacht er dann immer nur mit, da es nämlich eine totale Überreaktion der Eltern gewesen war. Naja, man muss es ja jetzt nicht alles wieder hervorrufen, da es so glaubt Rihito es in der ersten Klasse war. So wirklich kann sich der Ravenclaw auch nicht mehr daran erinnern...zu mindestens nicht an die Kleinigkeiten. Jaja, sein Gedächtnis ist nun wirklich nicht das Beste. Aber was soll man dagegen machen? Naja, man könnte es durch ein paar Übungen verbessern, doch darauf hat der Sechstklässler sicherlich nicht. Wer hat das auch schon? Obwohl...so einige aus Ravenclaw würden das bestimmt bringen. Ein Schmunzeln spielt sich über seine Lippen. Ein paar Leute passen so richtig gut in das Haus, aber Rihito ist sich nicht sicher, ob es bei ihm die richtige Entscheidung war. Er fühlt sich zwar ganz wohl in dem Haus und er scheint auch die meisten der Eigenschaften zu erfüllen, dennoch gab es da immer schon so ein kleiner Teil von Rihito, der daran zweifelte. Doch der Hut hat sich, so heißt es, noch nie falsch entschieden und so muss sich der Ravenclaw wohl damit abgeben. Nun entdeckt Rihito ein kleines Paar. Ja, dabei ist sogar auch ein Ravenclaw. Vierte Klasse, wenn sich Rihito nicht irrt. Ja, er meint sogar den Namen zu kennen. Hizuki oder so in der Art. Bis jetzt hatte er nicht viel mit ihm zu tun, doch vielleicht könnte man das ja am Abend im Gemeinschaftsraum ändern. Mal abwarten und sehen, ob es sich denn überhaupt ergibt. Das einzige komische ist nun nur, dass er seine Freundin die ganze Woche über so gut wie nie gesehen hat. Ein Seufzer entweicht Rihito und mit einem Schlag geht es ihm nicht mehr allzu toll. Was ist das denn nur mit ihm und Aerowen? Rihito weiß es nicht genau und da gerade jetzt die Magenkrämpfe wieder kommen, hört er lieber auf darüber nachzudenken. Er hatte sich die letzten Tage schon genug darüber den Kopf zerbrochen und jetzt würde es ihn nur noch schlechter gehen. Also, nein danke. Die Magenkrämpfe reichen Rihito. Plötzlich hört er jemanden etwas rufen: „Fuck!“ Hatte der Ravenclaw richtig gehört? Ja, auf jeden Fall. Fuck. Mhm, nicht gerade ein Wort, dass Rihito benutzen würde, aber wer’s denn unbedingt will. Nun will er aber doch wissen, wer es denn überhaupt war und so dreht sich der Ravenclaw einmal um und entdeckt Zack oder auch mal Palsy, was so viel wie Ohnmacht heißt, genannt. Eine Klassenstufe über ihn und in Gryffindor. Wohl jeder kennt ihn. Der als bekannte Säufer. Zu mindestens für Rihito und wie es scheint, ist Zack auch jetzt am trinken. Auf jeden Fall der Bierflasche neben ihm zu urteilen. Rihito überlegt kurz. Er hat eine Idee und so geht er dann auf Zack zu. „Darf ich mich setzen?“, fragt Rihito und lässt sich einfach neben Zack ins Gras fallen. Er wird schon nichts dagegen haben. „Dürft ich vielleicht dein Bier haben?“ Eigentlich könnte ja Rihito sich selber welches herzaubern, aber so doof wie er ist, hat er im Moment seinen Zauberstab nicht dabei. Das einzige was er sich durch den Alkohol erhofft ist, dass die Schmerzen von den Magenkrämpfen vielleicht etwas nachlassen. Rihito ist zwar kein Weichei, aber es ist doch immer besser, wenn die Schmerzen ein wenig gelindert werden, oder nicht?


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BeitragVerfasst: Fr 11. Mai 2007, 12:28 
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Alter: 18
Kleidung: Abgefucktes Zeug
Beziehung: Single und froh drüber
Aufenthaltsort: Gosse
Gesellschaft: Koma
"Darf ich mich setzen?" Die Worte reißen Zack aus seinen und der Betrachtung seiner Kröte, die wenigstens nicht böse zu sein scheint. Einfach ziemlich müde, kein Wunder, immerhin ist Chesterfield dämmerungsaktiv und verschläft meistens den ganzen Tag in Zacks Tasche. Außer er wird aufgeweckt, wie gerade eben. Zum Glück scheint ihn das nicht allzusehr zu stören, wie Zack erleichtert feststellt. Chester ist schon wieder eingeschlafen, zumindest hat er die Augen geschlossen und atmet ruhig und gleichmäßig. Missmutig, seine Laute hat sich dadurch nicht wirklich gebessert, wendet er sich dem Verursacher des Geräuschs zu, der ja auch Gefahr läuft, die Netzkröte schon wieder aufzuwecken. Zack erblickt Rihtio, einen Ravenclaw im sechsten Jahrgang. Niemand, mit dem er oft zu tun hat, niemand, mit dem er überhaupt zutun haben will. Rihito hat bis jetzt auch nicht versucht, Zack als Freund zu gewinnen, warum interessiert er sich jetzt also für ihn? 'Hau' ab, verschwinde, lass mich verdammt noch mal in Ruhe!', liegt es Zack auf der Zunge, ja er öffnet sogar schon den Mund um zu sprechen - aber Rihito lässt sich einfach neben ihm nieder. Zack funkelt ihn böse an, merkt man denn nicht, dass er jetzt keine Gesellschaft will?
"Was?", fragt er scharf, aber leise, um Chester nicht zu stören. Einmal reicht für einen Tag. Der Ravenclaw neben ihm scheint sich durch das beinahe ausgespuckte Wort aber nicht stören zu lassen, er beantwortet die Frage sogar, als ob sie ernst gemeint wäre und absolut ruhig. Das bringt Zack nur noch mehr in Rage, nicht zuletzt auch wegen dem Objekt der Frage. "Nein", sagt er schlicht und kann ein wütendes Zittern in seiner Stimme nicht unterdrücken. Bestimmt greift er nach der Bierdose und entfernt sie aus Rihtios Reichweite. "Und jetzt verpiss' dich." fügt er noch zu und fixiert den Ravenclaw mit vor Wut blitzenden, braunen Augen.

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Gangecke, Treppe rauf, Treppe runter, Geheimgang, Schülerslalomlauf, erneut Treppe hoch, zwei runter, drei Gänge weiter, links, rechts, links, links, rechts, Tür auf Tür zu, Schülermasse, links, rechts, rechts, Treppe runter.
Man möchte meinen Yaruna hat bereits das halbe Schloss durchquert auf ihrem Weg Ilias hinter her, und immer noch nicht hat sie ihren Kater eingeholt. Flink ist er und gewieft. Zielstrebig, so scheint es, will er seine Besitzerin wohin locken. Wartet kurz ab, setzt erneut an zu laufen, wartet, blickt zu ihr, kaum ist sie ihm näher gekommen, setzt er erneut an den Weltrekord im Katzensprint zu brechen.
Doch Yaruna stört das nicht. Im Gegenteil, es bereitet ihr Freude mit ihrem kleinen Kater Fangen zu spiele, weckt es doch Erinnerung an ihre kleine Schwester. Wie oft haben die beiden doch im Haus ihres Vaters gespielt. Da ging es auch hoch und runter, immer die Treppen entlang, bis ihr Vater lächelnd meinte, dass sie lieber Eisessen gehen sollten, bevor sich noch wer bei den steilen Treppen verletzt. Fröhlich hatten Yaruna und Maya zugestimmt. Und im nachhinein wurde es immer mehr zu einer Art sicheren Methode ihren Vater dazu zu bringen, dass wenn er einmal daheim war, mit ihnen Eisverputzen zu gehen. Und auch heute noch, wo die zwei Schwestern älter sind, bentuzen sie das 'gefährliche' herumtoben auf den Treppen um zu einem Eis mit ihrem schwerbeschäftigten Vater zu kommen.

Nach einigen weiteren Gängen steht die blauhaarige Hufflepuff plötzlich in der Einganghalle und kann gerade so noch erkennen, wie ein kleiner weißer wuscheliger Schwanz durch das Schlossportal verschwindet. Freudig lächeln folgt sie ihrem Haustier, allerdings in gemäßigtem Tempo, da ein fortkommen in vorm von rennen, in Schülermassen nicht so angebracht ist.
Als sie schließlich vor das Portal tritt, empfängt sie ein angenehmer Herbstwind, und die fröhlichen Sonnenstrahlen, die Yaruna entgegen blinzeln. Der Sonne ein strahlendes Lächeln schenken beginnt sie die steinernen Stufen hinabzusteigen. Ilias, der bereits mitten auf der Wiese sitzt blickt mit seinen blauen Augen erwartungsvoll zu ihr hinauf. „Ich komm ja schon.“ antwortet sie auf seine unausgesprochene Frage fröhlich. Ihre Schritte wieder beschleunigend hat sie ihn auch tatsächlich nach wenigen Schritten eingeholt. In die Hocke gehend, um mehr auf der Höhe ihres Kätzchen zu sein, richtet sie erneut ihre gut gelaunten Worte an Ilias: „Bekomm ich jetzt meine Feder wieder? Oder möchtest du sie weiter noch spazieren tragen?“ Man könnte wohl auf dem ersten Blick meinen, dass die Hufflepuff sich mit einem kleinen Kind statt mit einem Kater unterhält, doch für Yaruna ist Ilias genau das, ein kleines Kind, zwar ein Katzenkind aber immer noch ein Kind. Und dieses Kind beschließt gerade, noch weiter zu gehen. Nun da sein Frauchen zu ihm aufgeschlossen hat, erhebt er seinen kleinen weißen Katzenpo aus dem grünen Gras wieder, und tappst auf weichen Pfoten in Richtung Wald davon. Lächelnd blickt ihm das blauhaarige Mädchen kurz nach, dann erhebt auch sie sich wieder und folgt ihm.
Kurze Zeit später stehen die Beiden vor einm etwas größeren Baum, der wie ein Bewacher vor dem Hauptpfad in den Wald hinein steht. Wie ein Wächter der sagen will, überlegt es euch gut, ob ihr hier rein geht. Ilias legt kurz den Kopf schief, betrachtet ihn musternd und lässt sich dann zu dessen Wurzeln nieder. Ein Blick aus seinen blauen Katzenaugen verrät eindeutig, dass Yaruna sich neben ihn setzen soll. Diese tut das auch sogleich lächelnd. „Und nun Ilias?“ Was ihr Kater wohl hier will? Na sie wird ihm nicht den Spaß verderben und einfach mitmachen. Sich bequem an den Baum lehnend, sitzt sie nun da und blickt ihren Kater fragend an, auf eine Reaktion wartend.

(---> Zaubertränke)

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Rihito merkt gewiss wie er von Zack angefunkelt wird, doch er lässt sich dadurch bestimmt nicht einschüchtern lassen. Warum auch? Im Notfall könnte sich Rihito auch körperlich wehren. Er ist ja nicht gerade der Schwächste und wahrscheinlich auch stärker als Zack, der wie es scheint ja wieso schon etwas getrunken hat. „Nein“, kommt es nur von Zack und Rihito könnte schwören, dass die Stimme des Gryffindors eindeutig vor Wut gezittert hat. Dann greift Rihito Gegenüber auch noch nach der Bierdose und entfernt sie somit aus der Reichweite des Ravenclaws. Eine Augenbraue geht von Rihito hoch und etwas skeptisch schaut er Zack an. Was soll das denn jetzt werden? Und warum ist der nur so verdammt unhöflich? Immerhin hat Rihito ihm nichts getan und zwar rein gar nichts. Kurz schweift der Blick von Rihito von Zack zu einem Mädchen, welches er allerdings nur von hinten sieht. Aerowen? Ist es vielleicht wirklich seine Freundin? Doch dann hört Rihito plötzlich Zacks Stimme, wodurch er wieder ihm seine Aufmerksamkeit schenkt: „Und jetzt verpiss' dich.“ Die braunen Augen fixieren die Augen von dem Ravenclaw, der den Blick auch erwidert. Er denkt jetzt bestimmt nicht daran als erster den Blick abzuwenden. Zu gern wüsste er jetzt wie lange der Gryffindor durchhält. Mal sehen, ob ein Ravenclaw nun mal endlich einen Gryffindor schlagen kann. „Wieso sollte ich mich denn jetzt gehen oder mit deinen Worten verpissen? Ich finde es hier eigentlich ganz schön...du etwas nicht?“, meint Rihito als hätte Zack ihn darum gebeten zu gehen und ihn das nicht befehlt. Aber so ist Rihito nun mal...nur selten reagiert er aus so etwas barsch und dann genauso unhöflich. Jeder weiß das eigentlich. Zu mindestens jeder, der ihn kennt. Plötzlich entdeckt Rihito in seinem Blickfeld eine Kröte, die anscheinend schläft. Ob die wohl Zack gehört? Anscheinend schon. Allerdings erkennt Rihito nicht so ganz, was für eine Kröte das ist, denn er schaut ja immer noch direkt in die Augen von Zack und kann das Tier nur so halb erkennen. Im Grunde könnte es jetzt auch ein anderes Tier sein, aber Rihito wird ja wohl gerade noch so erkennen, ob es eine Kröte ist oder nicht, oder?


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BeitragVerfasst: Mo 14. Mai 2007, 22:17 
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Rihito scheint Zack nicht zu verstehen, die so nachvollziehbare Reaktion. Was hat er denn schon im Leben? Eben, und da wird ihm nichtmal sein verdammtes Bier gelassen. Als ob Rihito schon jemals Alkohol trinken würde. Zack hat nicht mehr als ein spöttisches, schiefes Grinsen für ihn übrig. Ist doch jämmerlich, sich wegen einem Bier so aufzuregen, dass jemandem anderen gehört. In dem Fall Zack, der es auch um keinen Preis hergeben wird. Nur Chester ist ihm im Moment wichtiger. Für einen Moment ist der Ravenclaw abgelenkt - dann holt Zack seine Aufmersamkeit zu sich zurück. Es ist echt zum Kotzen, wie unnötig geschwollen sich Rihito ausdrückt. Zack ist ohnehin danach zu Mute, sich zu übergeben, am besten direkt auf den Ravenclaw, denn dann würder der hier nicht so unnötig rumreden und seiner Aufforderung schleunigst nachkommen. Jedes Wort fährt wie ein Messerstich in Zacks gepeinigte Gehirnwindungen und das ist alles andere als seiner Laune zuträglich. Die Fallgeschwindigkeit wächst linear an, eigentlich Rihitos Glück - wäre die Funktion Stimmung x Gewaltbereitschaft hätte er wahrscheinlich keine Schneidezähne mehr.
"Ich fand's schon beschissen bevor du hier aufgetaucht bist und es wird mit jeder Sekunde schlimmer", lässt er Rihito nun wissen und lässt sich durch den Blick keineswegs beirren. Seine Hand krampft sich um das Bier, während die andere scheinbar vollkommen ruhig neben seinem Bein im Gras liegt. "Also verzieh' dich endlich!", setzt er eindringlich dazu und hat nicht vor, in nächster Zeit Rihito aus dem Visier zu nehmen. Vielmehr wird sein Blick mit jeder Sekunde, die er ihn so anstarrt hasserfüllter. Warum kann das Leben es auch nicht einmal gut mit ihm meinen? Verkatert, übermüdet und dann auch noch dieser nervige Ravenclaw. Es ist echt zum Haare raufen, wenn Zack noch viel davon hätte. Allerdings ist er froh, dass dem nicht so ist. Zum einen sieht es besser aus, zum anderen gehen die Läuse nicht so drauf und sind leichter wieder lsozukriegen. Sein ganzes Leben ist ein einziges Desaster. Keine Eltern, keine Bildung, kein Gewissen, keine Skrupel, keine Zukunft. Was erwartet er eigentlich noch? Er könnte Rihito einfach das Bier geben und sich selbst strangulieren. Aber davor hat er Angst. Nicht vor den Schmerzen, die ist er gewöhnt, auch nicht vor dem Tod, damit kann er leben. Er hat Angst zu versagen und sich nicht einmal richtig das Leben nehmen zu können, das wäre richtig erbärmlich. Da ist ja außerdem immernoch Chester, obwohl er den dann wahrscheinlich gleich mit in den Tod nehmen würde und, nicht zu vergessen, seine Freunde. Allen voran Koma, naja, eigentlich nur Koma, weil der wohl der einzige ist, der auch mal unter'm Jahr an Zack denkt. Falls er sich nicht gerade wieder die Birne wegsäuft. Es ist hoffnungslos. Schlicht und ergreifend hoffnungslos - Palsy Sunfields Leben hat keinen tieferen Sinn und wird früh enden. Also muss man um die kleinen Freuden kämpfen, die man bis zu diesem frühen Ende noch hat, damit man wenigstens seinen Spaß hatte. Die Zeit nutzen, bevor sie weg ist, ohne Rücksicht auf Verluste. In diesem Fall ist das nunmal das Bier, dass sich kühl an Zacks Finger schmiegt. Ja, und eine Kippe wär auch nicht schlecht. Zack lacht leise auf, greift in seine Tasche und angelt nach dem Päckchen.
"Mein Bier kriegst du nicht, aber 'ne Zigarette kannste haben", sagt er ohne Rihito dabei wieder anzuschauen und zündet sich mit gebeugtem Kopf den Glimmstengel an, sodass seine Haare über seine Schläfen hinabfallen. Ist ihm doch egal, was der Ravenclaw von ihm denkt. Sein Bier trinkt Zack trotzdem selber. Es ist im Grunde nicht einmal wichtig, ob Rihito nun da sitzt, soll er sich um Zack's Willen breit machen wo er will, solange er dem Gryffindor nicht zu sehr auf die Pelle rückt und die Klappe halten kann. Es ist ohenhin viel zu hell, viel zu laut, und viel zu heiß.

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BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 04:30 
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Hmmm, noch viel Zeit bis zur Astronomiestunde. Heute ist wieder einmal so ein Tag, den man irgendwie nicht rum bekommt. Essen nimmt mit viel Geduld eine halbe Stunde ein, Lernen kann man auch eine Weile. Lesen, fein. Einen Brief schreiben? Nein danke, das nun nicht einmal während der gravierendsten Langeweile. Herumsitzen und sich Gedanken über die nervtötende Mitschülerschaft machen? So viel Ignoranz kann man kaum aufbringen, um das länger als eine Stunde durchzuhalten. Oder nennt sie es lieber Distanz? Wenn man sich vorstellt, man würde gar nicht zu der selben Spezies gehören, dann ... ja dann ... Hm, nein. Es bleibt nur die Ablenkung durch das geschriebene Wort. Aber Isadora hat heute genug von Lehrbüchern, außerdem hat sie keine Lust, schon in der ersten Woche den Stoff für das ganze erste Halbjahr im Voraus gelesen zu haben. Dann könnte sie ja auch gleich nach Hause gehen. Was für eine abscheuliche Vorstellung.
Ins Sonnenlicht blinzelnd macht die junge Montague einige Schritte hinaus auf die Wiese. Sie zeigt sich in zivil, sprich ohne Schuluniform, in Rock und Pullover. Die gedeckten Grüntöne lassen ihr blassblondes Haar noch blasser erscheinen. Und ihr Blick gleitet gleichmütig über die Landschaft, die sich ihr bietet. Wiesen, Mauern, Wald. Schüler. Sie ist hier genauso allein wie zuhause, erneut wird ihr dies klar. Es ist völlig egal wo sie sich aufhält, etwas trennt sie von allem. Und sie weiß auch genau, was dieses 'etwas' ist - sie selbst. Hier mehr als zuhause. Auf Montague Manor ist die Distanz schon fast eine Art Tradition. Sie könnte, selbst wenn sie wollte, keinen Kontakt zu den Bediensteten herstellen. Mit einem solchen Versuch würde sie nur Panik säen. Und den Unmut ihrer Eltern erwecken. Außer Bediensteten gibt es aber nur eben niemanden auf dem Anwesen der Montagues. Pferde, die schon ... besonders ihr eigenes. Er bedeutet ihr viel, dieser helle Trakehner mit dem Gemüt eines Isländers. Aber es ist und bleibt nur ein Tier, egal wie nah sie sich ihm manchmal fühlt. Was nichts an seinem speziellen Stand in ihrem Leben ändert. Sie redet nicht etwa besonders viel mit ihm ... nicht mehr als jeder Mensch, der ein Haustier hat. Es ist eher das Gefühl, dass es zumindest einen Verbündeten gibt auf diesem großen, grünen und einsamen Land. Vielleicht ist dies auch der Grund, weshalb sie lieber draußen ist, als im Gebäude. Denn dort drin hat ein Pferd naturgemäß nichts zu suchen und Isadora ist der kalten Mahagoni-Hölle völlig allein ausliefert. Wann immer sie die Eingangshalle betritt, fühlt sie sich, als käme sie in ein Mausoleum. Es gibt nur wenige Orte im Haus, die irgendwie belebt wirken. Die Küche zum Beispiel. Und ihr eigenes Zimmer. Vielleicht die Zimmer der Bediensteten, sie weiß es nicht. Ansonsten ist das Haus ein Museum des adligen Wohnens, nichts weiter. Edle, teure Möbel. Edle, teure Kunstwerke. Edle, teure Blumen. Edle, teure Teppiche. Für Isadora haben die Worte edel und teuer schon jegliche Bedeutung verloren. Sie ertappt sich dabei, wie sie sich nach etwas gar nicht edlem, gar nicht teurem sehnt. Etwas einfachem und billigem, das dafür eine Bedeutung hat, einen Sinn. Das zum Leben da ist, nicht nur zum Vorzeigen. Wohl der größte Mentalitätsunterschied zwischen ihr und ihren Eltern liegt genau darin. Ihre Eltern zeigen vor. Und alles wird danach bewertet, wie gut es sich zum Vorzeigen eignet. Isadora ist es vollkommen egal, was man vorzeigen kann, da ihr die Meinung der Menschen vollkommen egal ist. Wieso sollte sie bei jemandem, den sie nicht einmal leiden kann, eine edle Möblierung vorzeigen? Damit dieser jemand sich wohl fühlt und da bleibt ...? Oder damit er seine eigenen Möbel plötzlich nicht mehr leiden kann? Das ist alles so sinnentleert, dass sie es kaum erträgt, darüber nachzudenken. Dieser ganze Tanz um Schein und Sein ist lächerlich. Ihre Eltern sind lächerlich. Vor allem, da sie immer noch glauben, alles liefe nach ihrem Sinn.

Isadora Montague kommt an einer niedrigen Mauer an und lehnt sich darüber, wie über eine Balkon-Brüstung. Sie faltet die kühlen Finger und lässt den Wind mit ihren Haaren spielen. Ihr Blick ist immer noch gleichmütig, ja schon fast gleichgültig. Ihre Gedanken fliegen mit den Wolken am Himmel davon. Nicht mehr nach Hause, dort will sie nicht einmal in Gedanken allzu lang verweilen, sondern in die Zukunft. Wie sieht ihr Leben wohl von außen aus? Gleichförmig und vorgebahnt von ihren Eltern? Mag sein, recht sicher sogar. Sie unterscheidet sich nicht von anderen reinblütigen, adligen Schülerinnen. Sie erntet folgsam ihre guten Noten, sie strebt einem hervorragenden Abschluss entgegen. Und bis auf ein paar Unstimmigkeiten hat sie sich nie gegen ihre Eltern aufgelehnt. Aber man darf nicht vergessen, dass Isadora den von ihr so verabscheuten Schein genauso beherrscht, wie jene, die ihn ihr vorgelebt haben ... und vielleicht verfolgt sie die Ziele ihrer Eltern ja nur, weil sie sich bisher noch mit ihren eigenen decken.

Sie wendet sich ab, geht ein paar Schritte weiter zu einer Bank und lässt sich darauf nieder. Ein windgeschützter Ort, links und rechts flankiert von niedrigen Büschen. Sie schnipst und ein Buch erscheint auf ihrem Schoß. Mit kühlen Fingern nimmt sie es hoch, überschlägt die Beine und verlagert ihr Gewicht leicht nach links. Dann öffnet sie den Buchdeckel, streicht über die erste Seite, liest den Titel: Narziss und Goldmund. Es ist immer wieder ein interessantes Gefühl, ein neues Buch zu beginnen. Man erobert eine völlig unbekannte Welt, den Geist des Autors. Fremde Figuren erhalten Farbe und Form durch die eigene Vorstellungskraft. Die beste Ablenkung von sich selbst und der Welt um sich herum, die man sich wünschen kann. Jeder Schüler, der sie hier sitzen sieht, wird die unsichtbare Mauer spüren, die sie um sich zieht. Sollte sich jemand davon nicht abschrecken lassen, dann bekommt er so lange einsilbige Antworten, bis er sich von dannen macht. Isadora hat damit kein Problem. Man kann auf enorm höfliche Art unhöflich sein, wenn man den Dreh raus hat und keine Skrupel empfindet. Aber weshalb sollte sie Skrupel empfinden? Jemand, der ihre Zeit stiehlt, empfindet doch auch keine.

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BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 14:40 
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(Am See - 7. September)

Dass Miss Grisham fast von einem Mithufflepuff umgerannt worden ist, hat er nicht mehr mitbekommen, ansonsten hätte dieser Mensch wohl einen stechenden Blick aus ebenso stechend grünen Augen kassiert. Und vielleicht - nein, ganz bestimmt sogar, hätte er eine Entschuldigung von diesem Rüpel verlangt. Rhyll macht sich vielleicht nicht viel aus anderen Menschen, sofern sie ihm nicht gerade sehr nahe stehen oder von Nutzen sind, aber antrainierte Höflichkeit sorgt nun einmal dafür, dass man gewisse Vorgänge absolviert, egal ob man es nun wirklich will oder nicht. Reiner Reflex. Und vielleicht der Versuch, ein bisschen Anstand in die Welt zu säen. Nicht, dass das irgend etwas in dieser Schule bringen würde...
Der junge Hemslaye wandert weiter am Schloss entlang, ein wenig im Schatten, als würde er sich vor der Sonne scheuen, die sich über die Wiesen ergießt. Die blasse Haut die so schön mit den schwarzen Haaren und der schwarzen Uniform kontrastiert, lässt diese Vermutung gleich noch etwas verstärkt wirken. Doch dem ist in keinem Falle so, er empfindet die spätsommerliche Sonne sogar als recht angenehm, brennt sie doch nicht mehr so stark, wie sie es im Hochsommer zu tun pflegt. Dabei ist es hier in England nicht einmal so schlimm. Frankreich beispielsweise... oder die Mittelmeerländer, da ist es ihm schon fast zu warm. Armer Horatio, wo der sich wohl gerade mit Gwenhwyfar herumtreibt? Vermutlich irgendwo in einer jener Länder, an die Rhyll gerade mit Schaudern denkt. Und das, wo sein Bruder doch mit der Sonne ebenso wenig am Hut hat, wie er selbst. Ein leichtes Grinsen huscht über seine Züge, während er seine Schritte weiter von der Schlossmauer weglenkt, und sich in Richtung Wald bewegt.

Als er an einer der Mauervorsprünge vorbei kommt, sieht er ihm vertrautes helles Blondhaar auf ihm ebenso vertrautem Grün. Da hat sich jemand aus dem Gemeinschaftsraum geflüchtet und sucht die hier nicht wirklich vorhandene Ruhe, wie es scheint. Es sieht nicht unbedingt aus, als würde Miss Montague ein Gespräch wünschen, doch die Höflichkeit gebietet es dennoch, dass er zumindest einen Gruß an sie richtet, wenn er schon an ihr vorbeikommt.
Hachja, sein Vater hat wirklich hervorragende Arbeit bei der Konditionierung geleistet, dass er solche Dinge nicht mehr aus sich herausbekommt, sondern es einfach ausführt, wenn der entsprechende Reizfaktor auftritt. In diesem Falle Isadora Montague. Rhyll schaut zu der lesenden Slytherin hinüber und lässt ihr dann, als er nah genug heran ist, ohne schreien zu müssen, ein ruhiges und wie immer höflich klingendes "Hallo, Isadora" zukommen. Gesehen hat er sie heute noch nicht, also ist ein Gruß schon unerlässlich zu nennen. Kurzzeitig verlangsamt er seine Schritte, um ihr die Möglichkeit zu einer Erwiderung zu geben, oder auch, um ihr die Möglichkeit zu geben, es sich nicht anmerken zu lassen, dass sie ihn gehört hat. Sein Ziel hat er ja sowieso schon vor Augen. Ein netter Fleck Gras in der Nähe des Waldes, ohne störende Baumkronen in seinem Blickfeld, wenn er sich hinlegen würde. Und ja, Rhyll Hemslaye wird sich flach ausgestreckt auf dem Boden niederlassen. Soweit kommt es ja noch, dass er sich Stühle aus der Luft heraus beschwört, nur um sich nicht dreckig zu machen. Auch wenn ihn sein Vater dafür wohl in besagter Luft zerreißen würde, sollte er das rausfinden.

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BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 20:46 
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"Hallo Isadora."
Sie hebt nicht einmal den Kopf, lediglich den Blick. Der Wind sondert ein paar einzelne Haare ab und lässt diese durch ihr Blickfeld wehen wie Spinnfäden im Altweibersommer. Isadora löst eine Hand vom Buch und streicht sich das Haar zurück, wo es auch eine Weile bleibt.
Da ist er ja wieder, der Schönling unter den Slytherins, der Prinz des Schlangenhauses, der Schwarm aller Mädchen und erschreckend vieler Jungs. Rhyll Hemslaye. An Adel und Reichtum ihr gleich, ebenso an Manieren und Bildung. Überlegen ist er ihr indes, wenn es um Höflichkeit geht, die schenkt sich die Blondine nämlich gern. Und was schwarze Magie angeht, hat Rhyll ihr auch einiges voraus. Schon allein, weil sie sich dafür nicht interessiert. Sie mustert ihn kurz, bevor sie antwortet. Seine Bewegungen haben wie immer etwas vornehm-legeres und er scheint ein bestimmtes, aber nicht sonderlich wichtiges Ziel zu haben.
"Rhyll.", erwidert sie in einem schlichten, begrüßenden Tonfall. Das Hallo schenkt sie sich ebenso wie Höflichkeit. Wozu Masken tragen? Rhyll wird sie nicht mehr oder weniger leiden können, nur weil sie ihm ein gekünsteltes Lächeln schenkt oder nicht schenkt. Zudem ist es ja extrem unerheblich, ob er sie leiden kann, sie muss ihn ja nicht heiraten.

Ihre Augen fixieren wieder die Buchstaben auf dem Papier. Sie sucht den Absatz, den sie gerade begonnen hatte, als Rhylls geschmeidige Stimme ertönte. Das Buch ist gut, aber sie hat nichts anderes erwartet. Für ein paar Momente bleiben ihre Gedanken bei Rhyll hängen, während sie weiterliest. Worte verschmischen sich mit Gedanken. Warum befällt sie eigentlich jedes Mal diese gewisse Traurigkeit, wenn sie Rhyll sieht? Eigentlich ein interessanter Gedankengang, der es wert wäre, ihn weiter zu verfolgen. Sie setzt sich aufrechter hin und legt ihren Daumen ins Buch, falls der Wind es für nötig hält, weiterzublättern. Ihr Blick geht in die Ferne, dann zu Rhyll, der inzwischen natürlich weitergegangen ist. Warum also Traurigkeit? Stellt er etwas dar, das sie gern wäre? Der artige Sohn, der sich fügt? Nein, sicher nicht. Oder der Sohn, der damit klar kommt, sich zu fügen? Nein, auch nicht. Männlichkeit, ist es das? Hätte sie es leichter, wenn sie keine Tochter, sondern ein Sohn wäre? Garantiert nicht, als Stammhalter wäre der Druck ungleich höher. Außerdem ist sie sehr gern eine Frau, auch wenn sie das nicht sonderlich herausstellt durch irgendwelche angeblich femininen Dinge wie Schuhe mit Absatz oder einen Push-up-BH.
Ihre Mutter wäre absolut begeistert, wenn sie Isadora gegen Rhyll tauschen dürfte. Aber auch das ist nicht der Grund. Denn Isadora würde diesen Tausch gern mitmachen. Obwohl ... sie kennt Rhylls Eltern nur vom Sehen und weiß nicht, ob sie nicht vielleicht noch schlechtere Menschen sind als ihre eigenen. Wie dem auch sei, verlogene Aristokraten sind sie allesamt. In einer entschlossenen Bewegung senkt sie den Kopf, um weiter zu lesen. Sie hasst es, dauernd wieder Gedanken und Zeit an dieses Thema zu verschwenden. Seit dieser Sache damals, als ihre Eltern herausbekamen mit wem sie sich heimlich trifft, ist sowieso alles anders. Davor war sie nur emotionales Opfer, heute sieht es nur noch so aus. Isadora hat in jenem Moment, als sie dachte völlig zerstört zu sein, ihre größte Kraft gefunden. Ihre Eltern glauben jedoch, sie wäre 'geheilt' worden von ihren sogenannten Marotten. Sollen sie das nur glauben, wenn sie wollen. Umso besser.
Wieder wandert ihr Blick über die Buchstabenreihen. Und diesmal ist ihre Konzentration auch mit von der Partie.

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BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 01:48 
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Er ist fast gleichauf mit Isadora, als diese seinen Gruß erwidert. Leise, die Stimme nicht erhoben oder mit irgendwelcher Emotion behaftet. Ganz, wie er sie eben kennt. Und ganz so, wie man es eben von einer jungen Aristokratin erwartet. Keine Emotion zeigen, kein Zeichen nach außen dringen lassen, wie man wirklich fühlt, wie man denkt und vor allem was der nächste Schritt sein könnte, den man vor hat. Rhyll beherrscht all dies ebenso meisterhaft wie seine Klassenkameradin und so schenkt er ihr ein kurzes Nicken zum Zeichen, dass ihr Gruß ihn erreicht hat, gepaart mit seinem üblichen knappen Lächeln, das er für diese Gelegenheiten reserviert hat. Höflich, nichtssagend und doch nicht so sehr als Maske ersichtlich, wie man es wohl denken würde. Wenn er wüsste, wie Fabi über ihn denkt, dann hätte er wohl innerlich herzlich gelacht, weil sie so verdammt richtig mit ihrer Vermutung liegt, dass er die Maske schon so lange trägt, dass sie schon mehr zu ihm gehört, als wenn er sie nur hin und wieder zur Schau tragen würde.

Und dann ist er auch schon an Isadora vorbei und lässt die Slytherin hinter sich, allein mit ihrem Buch, denn augenscheinlich will sie ja ihre Ruhe haben - was Rhyll ihr nicht mal verdenken könnte. Hatte sein Weg eben noch etwas nicht zielgerichtetes, so ist er jetzt eher präzise in seinem Wegverlauf, denn dieser führt ihn nun direkt und ohne weitere Umschweife und Umwege zu eben jenem Platz, den er sich ausgesucht hatte, als er noch recht weit entfernt gewesen war. Elegant lässt er sich auf dem Boden nieder, der glücklicherweise trocken ist, und verändert die eben noch vorhandene sitzende Position in eine Liegende. Die Arme werden hinter dem Kopf verschränkt und mit einem halblauten Seufzen schließt der Slytherin für einen Moment die Augen. Einfach abschalten, die Gedanken treiben lassen und sich auf nichts konzentrieren. Er weiß, wenn er so weiter machen würde, dann könnte es gut und gern passieren, dass er unabsichtlich in seine mentale und geistige Ruhezone abgleiten würde. Nicht, dass er dort wieder rasch herauskommen könnte, wenn er denn wollte, aber trotzdem muss es ja nicht sein. Auch wenn es verlockend ist... doch derartige Praktiken vollzieht er lieber in Ruhe, wenn er weiß, dass ihn niemand stören wird. Bei sich zu Hause beispielsweise, oder zur Not auch im Schlafsaal. Darian tut ihm nichts und dessen Schlange sowieso nicht. Außerdem wirkt er eh, als würde er schlafen, da stört ihn erst recht niemand, wenn er weiß, was gut für ihn ist.
Doch hier draußen ist es nicht sonderlich förderlich für die Gesundheit, wenn man angreifbar ist, daher öffnet Rhyll schon bald wieder seine Augen und blinzelt in das spätsommerliche Blau des Himmels. Schönes Wetter in Schottland. Eigentlich schon ein Wunder, wenn man es recht betrachtet. Wie oft waren die Schlossgründe schon im Nebel versunken, seit er hier zur Schule gehen muss? Oft, sehr oft. Nichts, was Rhyll stören würde, ganz im Gegenteil, der Nebel gefällt ihm eigentlich sogar recht gut. Unschuldig anzusehen auf Wiesen, schön, wenn er das Gesamtbild eines Morgens vervollständigt und ihm diese Perfektion verleiht, die nur eine Nebelbank im Wald aufbringen kann, wenn die Sonne durch sie hindurchscheint, geheimnisvoll, als wabernde Masse über einem See wie hier in Hogwarts. Oder aber bedrohlich und unheimlich, wenn man kaum noch eine Hand vor Augen sehen kann, das darf man auch nicht vergessen. Wobei man dazu sagen muss, dass der Perfektionist, der Rhyll nun einmal von Haus aus ist, dazu neigt, eben jene Nebelbank im Morgenlicht als seinen Lieblingsnebel zu bezeichnen, sollte ihn mal jemand dazu befragen wollen.

Wieder blinzelt er, dann schließt er erneut die Augen. Es ist noch viel zu lange hin bis der Astronomieunterricht beginnt, um sich jetzt in Richtung Schloss zu begeben. Immerhin hat gerade erst einmal der Nachmittagsunterricht begonnen, wo er heute keinerlei Fächer und Kurse belegt hat, so dass der junge Slytherin ohne weiteres hier faulenzend auf der Wiese herumliegen kann. Das kann er sich wirklich leisten, immerhin braucht er nicht mehr allzu viel für die Aufgaben erledigen, die sein Vater ihm aufgetragen hat. Der Brief an Horatio ist ebenso geschrieben... also was steht da bitte noch dem Nichtstun im Wege? Gar nichts, richtig. Und das nutzt er nun auch vollkommen aus.

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BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 23:56 
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Ein Schatten streunt durch die Ausläufer des Verbotenen Waldes und dieser Schatten gehört zum Hause Slytherin. Was man ihm jedoch nicht ansieht, denn er trägt keinen Umhang und somit kein Hauswappen. Seine übrige Kleidung entspricht auch nicht unbedingt dem ehrenwerten Haus, denn die Bondage-Hose und das kurzärmlige Band-Shirt wirken mugglisch und alles andere als gediegen. Mit den Händen in den Taschen tritt Raven nach einem Tannenzapfen, den er schon eine ganze Weile so vor sich her bugsiert. Den Blick auf den Boden gerichtet bekommt er, zumindest was visuelle Informationen angeht, nicht allzu viel mit von seiner Umgebung. Zur Linken hat er den Wald, zur Rechten die offenen Wiesen der Schlossgründe. Er hört die Stimmen der Schüler vom See her, er riecht Harz und Moos und ist mit seinen Gedanken völlig woanders. Heute Abend wird er Brooke sehen. Wieder allein mit ihr sein. Reden. Sicher reden. Was sonst? Würde wohl ziemlich langweilig werden, wenn sie sich ... hm, nein. Es würde ihm nicht langweilig werden, sie anzustarren. Aber ihr vielleicht. Er kann sich außerdem vorstellen, dass sie Fragen hat. Wie könnte es anders sein? Sie weiß um sein Geheimnis, doch sie weiß nichts weiter als nur den bloßen, kalten Fakt. Nichts drum herum, nicht die Dinge die sein Leben ausmachen. Vielleicht interessiert es sie ... vielleicht stellt sie ihre Fragen. Oder sie wartet, dass er damit heraus rückt. Er wird es sehen. Momentan hat er dazu kein Gefühl. Weder Abneigung noch etwas anderes. Vielleicht erzählt er ihr einfach etwas, vielleicht schnauzt er sie auch an und testet sie damit mal wieder. Testet ihre Motive. Tja, ihre Motive ... die geben ihm immer noch Rätsel auf. Seine eigenen aber nicht minder. Er weiß nur, dass sich da etwas aufgebaut hat, und er nicht einfach davon ablassen kann. Bei Brooke scheint es genauso zu sein. Brooke ... die kleine Hufflepuff. Er kann nur darüber den Kopf schütteln. Dass ihn mal ein Mädchen faszinieren könnte, hat er sicher nicht ausgeschlossen, doch er dachte dabei eher an eine eiskalte Slytherin. Nicht an eine Hufflepuff mit warmen Augen, in denen man zu versinken droht.

Unbewusst hat er eine Kursänderung vorgenommen und vom Wald weg gestrebt. Ein weiterer Kick schleudert den Tannenzapfen erstaunlich weit fort von ihm und Raven bleibt stehen, um ihm nachzusehen. Das spitze, harzige Geschoss poltert lautlos über die Wiese und trifft auf ein Hindernis ... einen am Boden liegenden Schüler. Rhyll, um genau zu sein. Sein schwarzes Haar umfließt wie Seide seinen auf die verschränkten Arme gebetteten Kopf, man kann ihn gar nicht verwechseln. Hm. Raven setzt seinen Weg fort und kommt dem Hausgenossen dadurch immer näher. Als er neben ihm ist bleibt er stehen und sieht auf ihn hinab, wobei er die Sonne im Rücken hat.
"War keine Absicht.", sagt er emotionslos und meint damit natürlich den Tannenzapfen. Nicht dass der adlige Schnösel noch denkt, er hätte ihn damit absichtlich beschossen. So kindisch ist Raven ja nun nicht. Wenn er jemanden beschießen will, dann nur mit Flüchen. Oder zumindest etwas, das anständig weh tut.
Dann lässt er den Blick schweifen, entdeckt den ein oder anderen ihm mehr oder weniger bekannten Schüler und kommt schließlich wieder zurück auf Rhyll. Den privilegierten Adligen, der mit einem goldenen Löffel im ... Mund geboren wurde. Raven weiß, dass seine Abneigung zu einem guten Teil auf Neid aufbaut. Seine Eltern waren auch reich und reinblütig, er hätte auch das normale Leben eines reichen Sohnes führen können. Edle Klamotten tragen, später Mal unanständig viel Kohle erben, auf einem riesigen Anwesen wohnen ... und so weiter und so fort. Er hätte das alles haben können, aber seine Eltern mussten ja durchgeknallte Perverse sein. Wahrscheinlich liegt in dem Blick, mit dem er Rhyll ansieht, viel zu viel Abneigung. Ob Rhyll das nun alles auf sich bezieht ist Raven gleich. Sie sind sehr verschieden, die beiden jungen Männer, und er legt keinen Wert auf Rhylls Meinung. Nicht mehr jedenfalls, als auf die Meinung eines jeden anderen hier. Bis auf Brooke.

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BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2007, 16:55 
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Heiler-Novize
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Zwitschernde Vögel. Gedämpfte Stimmen vom See, wo sich ein Teil der Schüler tummelt, die ebenfalls nichts zu tun haben an diesem Tag. Hin und wieder ein leises Summen, wenn irgendwelche Insekten herumfliegen und ein beständiges Rauschen der Baumwipfel, die sich im sanften Wind bewegen. Alles in allem eine höchst angenehme Geräuschkulisse, die es schon oft geschafft hat, jemanden in den Schlaf zu bringen, der sich hier draußen niedergelassen hat. Rhyll ebenso.
Es ist erstaunlich, wie schnell man dennoch von einem einfachen Dösen in einen handfesten Schlaf gleiten kann, wenn man nichts zu tun hat, sich eigentlich vorgenommen hatte, nur zu dösen und nicht direkt wegzuschlafen. Aber nein, immer wenn man etwas nicht will, passiert natürlich genau DAS. So ist der Slytherin nur wenige Minuten nach seiner mentalen Erklärung, dass es nicht so förderlich wäre, hier in Trance zu fallen, direkt eingeschlafen. Auch nicht wirklich besser, wenn auch leichter zu erwachen. Das demonstriert er nämlich, als ihn dieses harte Etwas am Kopf erwischt. Schlagartig hat er die Augen wieder offen und eine Hand routiniert von seinem Kopf wegbewegt und an die Seite gleiten lassen, wo sich sein Zauberstab am Gürtel befindet.
Ansonsten ist - noch - keine Regung von ihm zu vernehmen, bis sich ein Schatten in sein Sichtfeld bewegt. Die Stimme, die direkt darauf folgt, nimmt ihm die Arbeit ab, sich umzuwenden, um zu sehen, wer denn der Störenfried ist, der es sich wagt, mit Geschossen auf ihn loszugehen.

Raven also. Und da war es keine Absicht? Nun gut... genau genommen kann er ihm das ohne Probleme sogar glauben, gehen sie sich doch ansonsten eher aus dem Weg. Allerdings kann es genauso gut auch sein, dass Raven mit einem aus irgendeinem Umstand heraus geborenen Wutanfall auf ihn hatte losgehen wollen. Andererseits hat der Slytherin auch keinen Grund, auf ihn loszugehen... und genau genommen ist es Zeitverschwendung, sich über eine Handlung von Raven McCloud den Kopf zu zerbrechen, weil man eh nicht dahinter steigen wird, ganz gleich, was man versucht. Und man muss sich auch nicht den Kopf darüber zerbrechen, warum er einen mit einer derartigen Abscheu und Abneigung im Gesicht betrachtet. Rhyll blinzelt leicht gegen die Sonne, die hinter Raven am Himmel steht und ihm so teilweise die Sicht auf ihn verwehrt, weil sie so blendet.
"Schon gut.", murrt er leise und lässt den Stab dort, wo er ist, während er hinter sich tastet, um das Objekt zu finden, mit dem auf ihm losgegangen worden ist. Ein Tannenzapfen ist das corpus delicti und Rhyll dreht ihn einen Moment lang in den Händen, ehe er ihn wieder beiseite legt und sich aufrichtet, um sich dann durch die Haare zu streichen und Raven zu mustern. Hatte er ihn heute eigentlich beim Unterricht gesehen? Nicht, dass er sich erinnern könnte. Es ist doch wirklich fraglich, wie der seinen Abschluss auf die Reihe bekommen will, wenn er ständig fehlt. Aber nun ja, das soll ja nicht sein Problem sein, nicht wahr? Es kann ihm gelinde gesagt scheiß egal sein, ob und wie sich diese Person durchs Leben schlagen wird.
"Wenn man dich so anguckt, dann fragt man sich echt, was man verbrochen hat, dass du einen so anstarrst.", brummt der jüngere Slytherin und zupft sich ein paar Grashalme vom Umhang. "Hast nicht zufällig ne Ahnung, wie spät es ist, oder?", setzt er gleich darauf weniger angriffslustig hinterher und pustet sich die widerspenstige Strähne aus dem Auge. Zu spät kann es noch nicht sein, aber eine Weile hat er wohl schon da gelegen.

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BeitragVerfasst: So 3. Jun 2007, 20:37 
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Wildhüter
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"Schon gut.", ertönt die brummige Stimme des anderen Slytherin und er ist so gütig, seinen Zauberstab nicht zu ziehen, um den Tannenzapfenterroristen zu pulverisieren. Was er übrigens mit einem etwas heftigeren Sonnenstrahlenzauber sogar eins zu eins umsetzen könnte ... Als Rhyll den Zapfen in den Händen dreht, stellt Raven sich unwillkürlich vor, er würde ihm das Ding nun an den Kopf werfen. Statt dessen legt er es einfach beiseite und schenkt seinem Hauskameraden einen musternden Blick. Raven erwidert den Blick düster und reglos, mit beiden Händen in den engen Hosentaschen.
"Wenn man dich so anguckt, dann fragt man sich echt, was man verbrochen hat, dass du einen so anstarrst.", gibt Rhyll von sich, ebenso brummig wie vorhin schon. Kann man ihm nicht verdenken. Erst bekommt er einen Tannenzapfen an den Schädel und dann wird er angesehen, als wäre er für das Ozonloch, das Aussterben der Pandabären und den Welthunger verantwortlich. "Hast nicht zufällig ne Ahnung, wie spät es ist, oder?", wechselt er jedoch dann das Thema und Raven zuckt mit den Schultern. Eine Armbanduhr hat er nicht um. Sein Blick gleitet zum Himmel, er blinzelt die Sonne an, die schon von den Spitzen der Bäume am Bauch gekitzelt wird.
"Spät.", sagt Raven nicht gerade hilfreich. Er denkt an Astronomie. "Nicht mehr allzu lang hin, bis der alte Knacker uns wieder seine geliebten Funkelsternchen näher bringen will.", konkretisiert er wenig respektvoll. Der besagte alte Knacker würde diese Art der Formulierung sicherlich nicht amüsant finden. Raven denkt aber nicht an den Lehrer, sondern erneut an Brooke. Er hat ihr keine sehr konkrete Zeitangabe gegeben, genauso wie Rhyll gerade. Ob sie vielleicht schon wartet? Oder erst sehr viel später kommen wird? Sie weiß immerhin nicht, welchen Unterricht er mit 'nach dem Unterricht' gemeint hat. Ihren Nachmittagsunterricht oder seinen Nacht-Unterricht. Plötzlich fühlt er sich in Eile. Wenn sie vielleicht schon wartet, dann wird sie irgendwann enttäuscht wieder gehen, und sich denken, dass er was besseres vorgehabt hat, als sich mit einer Hufflepuff in einem staubigen Korridor zu treffen. Vielleicht wäre sie wütend? Und würde kein weiteres Treffen mehr wollen? Erschreckend, wie einen die eigenen Gedanken verrückt machen können. Es geht nur um eine Hufflepuff. Es ist doch nur ein Mädchen, Herrgott.
Nützt nichts, er braucht sich da gar nichts einreden. Sie ist eben längst nicht mehr nur eine Hufflepuff oder nur ein Mädchen. Er sieht Rhyll an, fast durch ihn hindurch, und sagt: "Ich werde heute nicht Sterngucken. Kannst mir ja die Hausaufgaben vorbeibringen." Der sarkastische Unterton ist eigentlich kein Unterton mehr, so deutlich wie er den Satz dominiert. "Viel Spaß und fall nicht vom Turm, Hemslaye.", verabschiedet er sich, weit weniger sarkastisch, weil er mit den Gedanken auch schon längst wieder bei Brooke ist. Er marschiert davon, schnurgerade auf das Schloss zu. Er wird keine weitere Zeit verlieren. Die Vorstellung, dass sie bereits in dem dunklen Korridor wartet und er sie vielleicht verpassen könnte, treibt ihn vorwärts. Ist sein Schritt schon immer zielstrebig gewesen, bricht er momentan alle Rekorde. In der Eingangshalle weichen die Schüler wie von selbst aus seinem Weg, verrückterweise sogar die Graue Dame, die das nun wirklich nicht müsste. Gehört er schon so fest zu diesem Schloss, so unabwendbar zwischen diese Mauern, dass er ein Teil davon geworden ist? Ein weiterer Geist, der nur noch nicht durch Stein gehen kann? Wird er ewig hier sein, für immer, für alle Zeiten ... hier sterben, vielleicht nicht einmal dann erlöst sein, sondern als richtiger Geist für die Ewigkeit bleiben müssen? Verquere Gedanken treiben durch sein Bewusstsein und er hat den seltsamen Eindruck, als würden nur Brookes Augen dies beenden können. Als wäre der Blick in ihre Augen genauso wie ein Heiltrank, der sofort alle innere Unruhe vertreibt. Und doch hat er Angst, dass es plötzlich nicht mehr so sein könnte. Dass sie irgendwann ihre Augen für ihn verschließen würde, um ihn in der Finsternis zurück zu lassen.

(Korridore - 7. September)

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