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 Betreff des Beitrags: 31. Oktober [Jahr 1]
BeitragVerfasst: So 11. Nov 2007, 22:24 
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Dienstag, 31. Oktober, 18 Uhr

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Homo doctus in se semper divitias habet.
(Ein gebildeter Mensch hat immer Reichtum in sich.)


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Verfasst: So 11. Nov 2007, 22:24 


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BeitragVerfasst: Mo 19. Nov 2007, 22:09 
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Erster Post, 31. Oktober

„Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.“
Ein weiser Mann dieser Goethe, trifft seine Weisheit doch genau auf Hermine zu. Fast schon ewiglich lang scheint er her, als sie meinte eine Lösung gefunden zu haben, eine Lösung dafür, wie sie sich und Jake vor Verletzungen schützen könne. Und was ist dabei heraus gekommen, ein neues Problem, ein viel größeres, zumindest für sie.
Wer sie nicht kennt, dem wird es nicht aufgefallen sein, wie sie sich Tag für Tag gezwungen hat, mit all ihrer Kraft gezwungen, fröhlich zu sein, zu lachen. Es kostete sie viel Anstrengung nicht mit Tränen in den Augen auf dem Fleck wie angewurzelt stehen zu bleiben, sobald sie Jake im Korridor begegnete. Jeden Abend ist sie hundemüde in ihr Bett gefallen, hat ihr Gesicht in die Kissen vergraben und war mehr oder minder erschöpft eingeschlafen. Die anderen Ravenclaws in ihrem Schlafsaal hatten, das alles auf Hermines Lernerei geschoben. Und in der Tat ist diese Erklärung nicht weit hergeholt. Kannte man Hermine immer fleißig und sehr strebsam, so sah man sie in den vergangenen Wochen noch mehr in Bücher und Hausaufgaben vergraben als sonst. Eine Flucht in die Arbeit. Solange sie etwas zu tun hatte, musste sie sich nicht mit diesem immer währenden Schmerz in ihrem Herzen auseinander setzen. Waren ihre Gedanken gefüllt mit Arithmantik Tabellen, konnte sich nicht Jake in ihnen breit machen. Doch kam es einmal doch dazu, so hat man ein kaum hörbares Seufzen vernehmen können, und wurde es gar zu schlimm, kam es schon mal vor, dass Hermine aufstand, wo auch immer sie sich befand, (war es im Unterricht musste sie eben aufs Klo) und sich in eine stille Ecke zurück zog, um ein paar stumme Tränen über ihre Wangen laufen zu lassen. Allerdings war sie stets darauf bedacht nicht all zu häufig die Einsamkeit zu suchen, immerhin kennt die Umwelt sie doch nur als einen fröhlichen Mensch, der gerne mit anderen zusammen ist und lacht. Zu häufiges abweichen solch einer scheinbaren Gewohnheit hätte nur zu unangenehmen Fragen geführt. Nicht das Mine ein Problem damit hätte alle anzulächeln und zu behaupten, es sei nichts, doch kennt man das ja. Das wird einem einmal abgenommen, ein zweites mal, ein drittes mal. Beim vierten mal glaubt man es schon nicht mehr, beim fünften mal beginnt man nach zu bohren. Nein, sie wollte mit niemanden darüber sprechen, nicht einmal mit Christian, der ja eigentlich wusste was, naja mehr oder weniger los ist. Wenn sie einmal ihren Blondschopf aus den Tiefen der Bücher- und Buchstabenwelt hervor geholt hat, um mit Chris etwas zu zu machen, sei es Quidditch spielen oder aber zusammen zum Essen in die Große Halle zu gehen, war sie stets darauf bemüht das Thema gar nicht erst auf ihre Gefühle oder auf Jake kommen zu lassen. Nein, auch hier lachte sie und gab sich als fröhlichen Menschen. Ja selbst wenn Jake ihnen über den Weg lief, schien ihre Fröhlichkeit ungebrochen. Für ihren ehemaligen Freund konnte sich so leicht die Annahme heraus entwickeln, es würde ihr alles nicht nahe gehen, doch sie wusste, dass er das nicht denken konnte. Stand sie in der ersten Zeit doch ab und an, wenn sie ihn alleine angetroffen, mit zittriger Stimme, feuchten Augen vor ihm, wollte mit ihm reden, wollte, dass alles wieder wie vor ihrem Fehler werden würde, aber der Ravenclaw hatte jeden dieser Versuche abgeblockt. Ob es nun ein 'Ich hab keine Zeit', ein 'Ich möchte darüber nicht reden.' oder ein 'Ich muss mich um meine Pflichten als Vertrauensschüler kümmern.' war. Und irgendwann, irgendwann hatte Hermine eingesehen, dass es keinen Sinn machte weiter mit ihm reden zu wollen. Es tat ihr doch zu sehr weh jedes mal wieder abgelehnt zu werden. Nein, die stumme Resignation ihrer Wünsche und Hoffnungen bezüglich Jake betreffend, schien ihr bald als die richtigere Lösung. Womit wir wieder bei Goethe wären: Die Lösung eines Problems schafft ein neues. Denn wirklich gut ging es ihr damit nicht. Gut, Jake hatte zu ihr mal gesagt, dass der Schmerz vorbei ginge. Doch leider, wirklich leider?, wollte sie gar nicht, dass der Schmerz aufhörte. Lieber wollte sie weiter leiden als den Menschen vergessen zu müssen, der sie für so kurze Zeit so glücklich gemacht hat, und dessen Verlust sie selbst zu verantworten hat.
Und doch muss sie ihm nicht öfter als nötig über den Weg laufen. Ein Grund, der Hauptgrund, warum sie sich nicht wie all die anderen Schüler seit gut einer Stunde in der Großen Halle befindet beim Festessen zu Halloween. Wirklich Hunger hat sie sowieso keinen. Weiter kann man durchaus behaupten, dass sie sich schlicht und ergreifend festgelesen hat in dem Buch über Volksheilkunde der Maya.
Die Beine angewinkelt, das Buch darauf stützend, den einen Arm ausgestreckt, das Wissenswerk haltend, von den Fingern der rechten Hand umschlossen, ihr Zauberstab, ihr leuchtend. Rötlich blau sind ihre Finger, taub von der Kälte, die sich über die Schlossgründe gelegt hat. Links und rechts zwei geflochtene blonde Zöpfe die an den Ohren vorbei führen, welche ebenfalls von der Kälte die auf Hermine einwirkt zeugen. Doch die blauen Augen, die konzentriert auf die Buchstaben gerichtet sind, nichts anderes wahrnehmen, lassen es nicht zu, dass das Gehirn registriert, dass es kalt wird, dass sich Gänsehaut auf dem Arm unter ihrem Pulli bildet.
Die Stille um sie herum verleitet die konzentrierte Ravenclaw auch kein einziges Mal dazu, aus der Bücherwelt auf zu tauchen. Doch selbst wenn, es wäre ihr egal, wie kalt es hier draußen ist. Wird sie eben krank, was macht das schon. Ob sie nun zwei Stunden, drei oder gar vier Stunden in der Kälte der letzten Oktobernacht verbringt, es macht ja doch keinen Unterschied. Was ist physischer Schmerz schon im Vergleich zu dem psychischen? Es ist viel angenehmer sich in eine andere Welt zu flüchten, in die Welt des Wissens und alles andere zu vergessen, als die ganze Zeit mit dem Stich im Herzen konfrontiert zu werden.
Das Buch befindet sich gerade mal in der Hälfte der Seitenanzahl, wer weis also schon, wie lange Hermine noch hier außen verbringen wird? Stunden, Minuten? Wenn sie nichts dazu verleitet in die Wärme zurück zu kehren, wird sie wohl hier sitzen, sitzen an die große Eiche in der Nähe des Sees gelehnt, bis der letzte Buchstabe der letzten Buchseite von ihren blauen Augen genaustens studiert wurde.

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Meine Schwäche

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BeitragVerfasst: Mo 26. Nov 2007, 19:46 
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Ein sachtes Geräusch, das sich in der Stille, die über dem Schlossgelände liegt, verliert, ertönt in ungleichmäßigen Abständen. Berichtet davon, wie lange es dauert, bis die Buchstaben vom Anfang der Seite bis zum Ende gelesen wurden und davon, wie die tauben leicht blau angelaufenen Finger die rechte Seite auf die Linke legen. Ab und zu schwankt der Lichtkegel unruhig hin und her. Selten, fast nie wird die Position verändert. Fast reglos sitzt sie da. Nicht einmal die blonde Strähne die sich aus den geflochtenen Zöpfen gelöst hat, bekommt ihre Aufmerksamkeit. Nein, sie muss nun einfach vor dem linken blauen Auge verweilen.
Kälter wird es, immer kälter, doch Hermine scheint es weiterhin nicht bewusst wahr zu nehmen. Zwar zieht sich ihr Kopf immer näher in den Rollkragen ihres hellblauen Wollpullis zurück, aber das wohl eher unbewusst als beabsichtigt.
Weiter werden die Seiten umgeblättert. Nichts stört die Stille, die Ruhe, die Einsamkeit. Nichts, bis auf.. eine weitere Seite wird auf die vorhergehende gelegt, etwas löst sich, was zunächst von ihnen gehalten wurde, fällt heraus, landet auf dem Bauch Mines. Unbemerkt. Fürs erste.
Noch einige Buchseiten werden studiert, das ganze Wissen, das in ihnen steckt aufgenommen. Dabei ist es egal, ob es Hermine irgendwann einmal nützen wird, zu wissen wie die frühen Maya ihre Kranken, die unter Schüttelfrost litten, behandelt haben. Doch nach einer Weile, vernimmt die Ravenclaw ein sachtes Pieksen in ihrer Bauchnabelgegend. Es wird ignoriert, und wie als würde das Etwas die blondhaarige Schülerin damit strafen wollen, dass sie ihm nicht sofort ihre Aufmerksamkeit geschenkt hat, wird das Stechen penetranter, bis die blauen Augen nicht umhin kommen auf ihren, von Wolle überdeckten Bauch zu blicken. Und was sie erblicken? Ein Stückchen Pergament. Ein Pergament, dass Hermine mehr in die Hand nimmt, damit es nicht mehr stört, als aus der Neugierde heraus, was es ist. Wie von selbst allerdings, als würde ihr inneres sie dazu verleiten, wird es anstatt einfach nur entfernt, geöffnet.
Eine große, weit geschwungene Handschrift wird sichtbar. Nicht die Hermines, also keine Notizen. Kurz überfliegen die Augen Mines den Inhalt, der aus kaum mehr als zwei Sätzen und einem Namen bestehen. Yumi. Ihre Freundin. Ein Brief, oder viel mehr eine Notiz von ihr. Die Erinnerungen kehren in die Gedanken der Ravenclaw zurück.
Vor gut zwei Wochen war es, dass Hermine nach einem erneuten kurzen Zusammentreffen mit Jake, das aus seiner verschlossenen Ablehnung und ihrer Verzweiflung heraus, so fertig mit den Nerven war, dass sie sich kurzerhand eine Rolle Pergament griff, sich in eines der verlassenen Klassenzimmer zurück gezogen hat, und angefangen hat, sich alles, was sie beschäftigte, was sie schmerzte, was passiert war, von der Seele schrieb in Form eines Briefes, eines Briefes an Yumi. Lang wurde der Brief, sehr lang, länge als sonst ihre Aufsätze, wenn auch weniger logisch geordnet. Doch was kann man auch von unlogisch herauspurzelnden Gedankenfetzen erwarten, die sich in Tinte manifestieren? Eine Woche hat es gedauert, bis eine Antwort ihrer besten Freundin eintraf. Hoffnungsvoll hatte sie der Posteule den Zettel abgenommen. Groß waren die Erwartungen. Hermine glaubte, Yumi hätte eine Art Anleitung für sie, eine Rezept, wie sie weiter vorgehen sollte, einen Rat, was sie falsch gemacht hat, wie sie alles richtiger machen konnte, wie wieder alles gut werden konnte... doch ihre Hoffnungen wurden enttäuscht. Lediglich diese drei, nun vor ihr liegenden, Zeilen waren darauf vorzufinden. Zwei Sätze, ihre Unterschrift. „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Ich glaube an dich. Yumi. Enttäuscht hatte die blondhaarige Ravenclaw den Zettel in das nächst beste Buch gesteckt. Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Was sollte dieser Satz? Sie hatte sich ihres Verstandes bedient, und was war herausgekommen? Schmerz, Kummer, Verletzung, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit.. man könnte die Liste wohl endlos weiter führen wozu ihr Fehler sie gebracht hat.
Dass die Logik sie so verraten hat, hat Hermine wohl bis jetzt noch nicht verkraftet. Doch ist Logik immer gleich Verstand? Eigentlich, Yumi hat sich bestimmt etwas dabei gedacht, als sie ihr diese Zeilen schrieb. Stumm starrt Hermine auf die geschriebenen Worte, die nun leicht zu zittern beginnen, registriert ihr Körper doch mehr und mehr die hier vorherrschende Kälte.
Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen.
Mut haben. Das ist etwas für Gryffindors. Sie aber ist in Ravenclaw.
Ich glaube an dich
Glaube ist ein starkes Gefühl, sagt man nicht er könne Berge versetzen? Liebe ist auch ein Gefühl.
Mut, Verstand, Liebe.
Was sollte sie tun? Sollte sie etwa.. Hm, im Grunde, mehr kaputt gehen kann nicht mehr, mehr schief gehen als es schon ist geht nicht mehr. Sie fühlt sich schon am Boden, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Oder? Also, also warum nicht Mut haben? Warum nicht noch ein letztes Mal Mut aufbringen?
Ein Seufzen ertönt von ihr, wirbelt eine kleine Wolke weißen Atem in die kälte sternenklare Nacht. Dann wird das Buch beiseite gelegt, der Lumos-Zauber gelöscht, der Stab geschwungen. Augenblicklich erscheinen Feder und Pergament vor ihr. Das Papier wird auf ihrem Schoß ausgebreitet, die tauben Finger umschließen die Feder. Und obgleich sie zittert, ist ihre Schrift wie immer, klein, geschwungen, kleine Kreise als i-Punkt. Nicht mehr als ein Satz. Gerichtet an Jake.
„Ich möchte dich sehen. Hermine.“
Es ist ein letzter Versuch.
Die geschriebenen Nachricht wird angestupst, zugesehen wie sie sich zu einem Flieger faltet, Richtung Schloss sich auf und davon macht.
Ein wenig ängstlich und unsicher – Ist es wirklich richtig? – blickt sie dem Papierflieger nach. Ob er kommen wird? Sie hat nicht drauf geschrieben, wo sie ist, aber wenn er kommen möchte, wird er sie finden, ganz bestimmt.
Die Beine angezogen, die Arme um diese geschlungen, das Kinn auf die Knie gestützt, das Buch neben sich im Grase liegen, Yumis Brief darauf, sitzt sie da. Sie wird hier wartend, wartend dass er kommt, und wenn sie die ganze Nacht noch hier sitzt. Egal, wie kalt es noch wird. Mehr frieren als jetzt, wird sie nicht mehr.

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BeitragVerfasst: Fr 30. Nov 2007, 18:52 
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<------ die Große Halle

Chris schwenkt das große Portal auf welches auf die Schlossgründe führt. Der Lichtschein der Eingangshalle leuchtet hinaus auf den Rasen und er sieht seinen eigenen lang gezogenen Schatten. Eine kühler Wind weht ihm entgegen und bei seinen ersten Schritten nach draußen flattert sein Umhang hinter ihm. Ein kleines Stück Papier kommt ihm als Flieger entgegen dem er verwundert nachschaut. Dies scheint auf jeden Fall zu bedeuten, dass sich wohl ein Schüler auf dem Gelände befinden müsste.

Er vermutet Hermine am See, darum entschließt er sich dort zuerst nachzusehen. Auf dem Weg dort hin wird ihm klar, dass es deutlich kälter ist als er ich gedacht hat und er zieht seinen Umhang ein wenig enger um sich. Nicht nur in der Großen Halle scheint heute ein Vollmond sondern auch am echten Himmelszelt. Leider ist er aber von Wolken verdeckt und so verbreitet sich nur ein silberner Dunst, kein richtiges Licht über das Gelände. Chris nähert sich dem See und sucht den Rand nach Hermine ab. Die kleinen Wellen die durch den Wind entstanden sind brechen sich leicht am Strand und dieses Geräusch begleitet ihn durch die Dunkelheit.

Am Strand angekommen geht er dort entlang der Kies knirscht unter seinen Füßen, von Hermine ist immer noch nichts zu sehen. Plötzlich lichten sich die Wolken und der Mond scheint in vollem Glanze. Im See spiegelt er sich und Chris hält an um das Schauspiel, welches nicht lange währt zu beobachten. Das Wasser, welches sich durch den Wind kräuselt, sieht nun noch gespenstischer aus und er beobachtet das Spektakel eine Weile. Bald jedoch zieht wieder eine Wolke vor den Mond und Chris besinnt sich wieder. Er geht weiter den Strand entlang, denn da er Hermine noch nicht gesehen hat kann sie, wenn sie am See ist, nur noch an einem Ort sein. An diesen bestimmten Baum wo sie immer so gerne sitzt und liest. Er geht wieder etwas weiter weg vom See in Richtung des Baumes und versucht etwas erkennen zu können. Erst denkt er dort ist niemand, denn nichts bewegt sich oder macht auch nur ein Geräusch. Dann aber sieht er sie. Sie blättert gerade eine Seite ihres Buches um. Freudig sie gefunden zu haben geht er schneller. Wie hält sie die Kälte nur aus? , fragt er sich, inzwischen ist er gar nicht mehr weit von ihr entfernt. Als er nur noch wenige Meter entfernt ist winkt er. Bei ihr angekommen sagt er "Hey" und setzt sich neben sie. Er wartet einen Moment bevor er wieder etwas sagt. "Ich habe dich in der Großen Halle nicht gesehen, da dachte ich mir ich suche mal nach dir.", sagt er und lächelt sie kurz an. Seine dunklen Augen mustern ihre hellen Augen. Ihm wird klar das Hermine schrecklich kalt sein muss, da sie ja hier schon länger sitzt. "Ist dir nicht kalt? Hier nimm!", fragt er und streift sich seinen Umhang ab um ihn ihr um die Schultern zu legen. Er selbst zieht seine Beine an und legt seine verschränkten Arme darauf, in der Hoffnung die etwas Wärme die er noch verspürt bei sich zu behalten.

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~~~Ein Blick sagt mehr als tausend Worte~~~


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BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 21:21 
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Minute um Minute vergeht, ohne dass sie sich bewegt. Sie sitzt da, starrt in die Dunkelheit hinein, und hofft auf einen Schatten, auf Umrisse, die sich langsam aus der Finsternis abheben. Die hell erleuchteten Sterne über der Ravenclaw, die ihr sanftes Licht in die dunkle kalte klare Nacht hinein schicken, mögen so manch einem ein angenehmes Gefühl vermitteln, jemanden glücklich machen. Doch auf Hermine haben sie nur eine Wirkung: Einsamkeit. Einsamkeit ist es, dass sie in ihr auslösen. So viele Sterne, alle mehr als weit von einander entfernt, und doch auf dem großem Firmament vereint, niemals allein. Es ist, als würden sie in ihrer unendlichen Gemeinsamkeit Hermine schmerzlich klar machen, dass sie ganz alleine ist. Niemand ist da. Jake ist nicht da.
Ein Seufzen entweicht ihr, hinterlässt eine kleine weiße Wolke aus gefrorenem Atem in der Kälte. Ob er wirklich komm? Den Brief hat er auf jeden Fall bereits erhalten. Egal wo sich Jake aufhält, mehr als fünf Minuten braucht so eine kleine Nachricht nicht sich zu ihrem Empfänger zu geben. Magie ist immerhin nicht gleichzusetzen mit Muggelpost, bei der schon mal was verloren gehen kann... Vielleicht will er auch gar nicht kommen. Warum sollte er auch kommen wollen? Warum sollte er zu einer so furchtbaren (Ex-)Freundin wie sie eine ist kommen? Was bedeutet ihre kurze Nachricht schon? Nichts.
Ein erneutes Seufzen. Sie wird hier sicherlich die ganze Nacht vergebens warten.
Ein wenig enger werden die Beine an den Oberkörper herangezogen, die Arme fester um die Beine geschlossen, um sich wenigstens der Illusion hingeben zu können, dass es nicht kalt ist. Im Endeffekt spürt Hermine diese sowieso nicht mehr. Zu taub sind ihre Finger bereits, zu durch gekühlt ihre Haut. Langsam fährt sie sich mit den Händen über den wollenen Ärmel ihres hellblauen Pullis. Es ist wirklich kalt. Doch Kälte ist nichts im Vergleich zu Einsamkeit. Sie ist nur eine Begleiterscheinung, sowohl innerlich als auch äußerlich.
Weitere Minuten verstreichen, in denen die Hoffnungslosigkeit und der Glaube, er komme nicht mehr, stetig zugenommen haben. Und gerade, als sie ihr Starren aufgeben möchte, ihren blick traurig zu Boden richten möchte, hebt sich langsam eine Silhouette aus der Dunkelheit ab. Ein wenig erwartungsvoll hebt sie ihren blonden Haarschopf, reckt sogar ihren Hals aus dem schützenden Stoff ein wenig heraus in die Kälte, nur um ihn dann gleich wieder zurück zu ziehen. Konnte das wirklich sein? Ist das wirklich Jake, der da...
Sie senkt den Blick, richtet ihn auf die grüngraue Wiese unter ihr. Nein, der wo da kommt, ist nicht Jake, nicht der, den sie so sehnsüchtig erwartet hat. Sie hätte nie gedacht, dass ihr seine Gesellschaft mal nicht willkommen ist, doch gerade im Moment.. was sollte Jake denken, wenn er jetzt plötzlich dazu kommen würde, und sie hier sitzen sieht? Darüber möchte Hermine nicht mal im Ansatz nachdenken.
Und so sieht sie nicht auf, hebt den Blick nicht, als Chris sich neben ihr nieder lässt und sie begrüßt. Ein kaum merkliches Nicken ist die Reaktion auf seine Begrüßung. Er hat sie in der Großen Halle nicht gesehen und wollte sie deshalb suchen, erklärt er sich. Warum kann er sie nicht zu einem anderen Zeitpunkt suchen? Warum jetzt? Jetzt, wo sie auf Jake wartet? Sie sagt darauf nichts. Eine Pause entsteht, sie merkt, dass seine Augen auf ihr ruhen. Oh bitte, kann er nicht einfach wieder gehen? Doch das Gegenteil tritt ein. Mit der Frage, ob ihr nicht kalt sei, streift er sich den Umhang ab und legt ihn ihr über die Schultern. Wieder bleibt eine Reaktion von ihr aus. Sie wünscht sich nur, er möge verschwinden, sie möchte nicht, dass die Situation falsch verstanden wird, gerade jetzt ist sie schon wieder so.. nein sie will diesen Fehler nicht noch einmal machen Jake durch so etwas verletzen. Doch wie kann sie dieser Situation entfliehen? Wie nur? Sie sitzt da, stumm, überlegend, den Blick vor sich weiterhin auf die Wiese gerichtet. Ihn wegschicken, nein dass kann sie nicht. Sie möchte Chris doch auch nicht verletzen. Er ist ihr doch wichtig. Aber.. aber sie sehnt sich einfach so nach Jake. Sie möchte ihn sehen, und sie möchte, dass nichts, absolut nichts dafür verantwortlich ist, dass es vielleicht nicht zu einem Treffen kommt.
So verstreichen einige weitere Minuten, die sie schweigt. Bis sie einen Entschluss fast. Eigentlich wollte sie hier warten, aber unter diesen Umständen...
Sie dreht sich zu Chris um, lächelt entschuldigend, erhebt sich, zieht sich den Umhang von den Schultern, gibt ihn ihm zurück, hebt ihr Buch mit dem Brief auf und sieht dann wieder zu Christian. „Es tut mir Leid.“ Ein leises Flüstern, zu mehr sind ihre tauben leicht bläulichen Lippen nicht im Stande, dann dreht sie sich um, und schreitet in Richtung Eingangshalle davon.
Die ersten Schritte sind noch etwas wackelig. Nicht nur, weil sie stundenlang auf dem Boden gesessen hat, sondern auch die Kälte tut ihr Übriges dazu. Warum sie sich entschlossen hat zu gehen? So kann sie der Situation entfliehen, dass Jake sie vielleicht mit Chris sieht. Nicht, dass er sie die Wochen über nicht mit ihm gesehen hat, doch das war etwas anderes, da hatte sie ihn nicht gebeten sich mit ihr zu treffen. So kann sie ihrer Angst, Jake noch mehr weh zu tun, ein wenig davon laufen. Eigentlich wollte sie zwar warten, bis Jake sie findet, doch so, so wird sie ihn finden, da ist sie sich sicher. Sie weis nicht einmal annähernd wo sie ihn suchen soll, doch ihr Gefühl sagt ihr, dass ihre Beine das schon ganz alleine...
Bumm
Ihr Buch, dass sie eben noch in ihren Händen gehalten hat, entgleitet ihren Finger, rutscht mit einem lauten Geräusch auf die steinernen Treppen des Eingangsportals. Verwirrt blickt Hermine auf. Ist sie so sehr in Gedanken gewesen, dass sie es nicht einmal gemerkt hat, dass vor ihr jemand aufgetaucht ist? Offenbar, denn gerade eben ist sie frontal gegen jemanden gelaufen. Schon ein 'Entschuldigung' auf den Lippen, huschen ihre blauen Augen über die Person vor ihr. Zunächst noch den Schimmer von Entschuldigung in ihnen getragen, so zeichnet sich dann Überraschung ab und endet in einer Mischung aus Angst, Erleichterung und Hoffnung. Jake. Der Schüler, in den sie hinein gerannt ist, ist Jake. Er ist da, er steht vor ihr, er ist auf dem Weg zu ihr, er ist es wirklich, er ... alles scheint über Hermine herein zu brechen. Sie vermag es gar nicht zu definieren oder zu verstehen. Allein seine Anwesenheit, wie er da so vor ihr steht veranlasst so zahlreiche Gefühle in ihr. Und ohne, dass sie sich noch groß unter Kontrolle halten kann, drückt sie sich an ihn, legt ihren Kopf auf seiner Brust ab, ebenso wie ihre Hände, die keinen Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt sind, und weint. Weint stumme Tränen. Und hofft, hofft, er möge sie festhalten, einfach nur da sein. Und sie nie wieder gehen lassen. Sie will sich nicht alleine fühlen müssen, nicht solange es ihn gibt.

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Meine Schwäche

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