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 Betreff des Beitrags: 29./30. Juni [Jahr 1]
BeitragVerfasst: So 12. Apr 2009, 23:27 
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Verfasst: So 12. Apr 2009, 23:27 


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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Do 16. Apr 2009, 02:19 
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Wildhüter
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(Erstes Posting, 29. Juni)

Es hat alles mögliche aus ihm gemacht, ganz sicher aber keinen glücklicheren Menschen. Genau genommen sieht er aus, als hätte man ihn in einem Fass den nächsten Berg hinunter gerollt, direkt hinein in den See, um ihn dort viel zu spät herauszufischen. Eine Wasserleiche wäre sicher neidisch auf Ravens Look, jeder Zombie würde ihn sich als Stil-Ikone auserwählen.
Über einen Monat ist jetzt Sendepause zwischen ihm und Brooke Lucid. Sie ist nicht mehr sein Mädchen. Sie könnte mit jedem anderen Kerl rummachen und es dürfte ihn nichts angehen. Natürlich täte es das und er hat, entgegen dem, was er eigentlich tun wollte, immer ein Ohr offen gehalten, ob er etwas derartiges hört. Wenn Brooke so rasch über ihn hinweg gekommen wäre, sich so schnell einen anderen angelacht hätte, dann wäre das zumindest die Bestätigung gewesen. Die Bestätigung dafür, dass alles falsch war. Nur eine Illusion, ein Spiel, ein Theaterstück, in dem sich beide so gaben, wie sie sich selbst gern hätten. Aber nichts ist geschehen, sie scheint sich nicht anderweitig orientiert zu haben. Niemandem musste die Nase nach innen gestülpt, die Lage des Knies korrigiert oder die Anzahl der Rippen angepasst werden. Aber das sagt nichts aus. Sie kann einfach keinen gefunden haben, der gut genug ist. Oder sie hat es sehr gut geheim gehalten.
Diese und ähnliche Gedanken sind es, die Raven aussehen lassen wie etwas, das in der Gosse geronnen ist. Er ist fertig. Er ist am Boden. Er ist da, wo er seiner Meinung nach hingehört. Nichts hat die Grübelei gebracht, keine Klärung, es war Zeitverschwendung. Mit Katie kam es zu keinem weiteren Gespräch und Raven erkannte auch recht bald nach der Trennung von Brooke, dass es sinnlos wäre. Er könnte keine Wahrheit aus Katie herauspressen, er würde nur die Kontrolle verlieren und ihr vielleicht noch einmal weh tun. Deshalb hat er die Sache fallenlassen und sich voll und ganz darauf eingeschossen, durch nächtelange Grübelei, lange Spaziergänge, Nahrungsverweigerung, Vernachlässigung der Körperhygiene und völlige Ignoranz der schulischen Pflichten eine Art Basis für die Buße zu schaffen, die er glaubt tun zu müssen. Für die Katharsis, die er sich ersehnt. Für die Erkenntnis, was er ist, was er will, warum er nicht glücklich sein kann.

Nichts davon ist eingetreten und am Ende bleibt nun chronischer Kopfschmerz, den nicht einmal Miss Milliminster heilen konnte, ein struppiges, verwahrlostes Aussehen in Tateinheit mit einem leeren, müden Blick, fünf Kilo Gewichtsabnahme, saumäßige Abschlussnoten und das Gefühl des völligen inneren Ruins.
Raven ist nicht mehr er selbst als vorher, hat nicht gefunden was er suchte, hat nichts begriffen. Langsam kommen Zweifel daran, ob es überhaupt etwas zu begreifen gibt. Kann es sein, dass es da in ihm nichts weiter gibt als alte Verletzungen, hässliche Erinnerungen und Leere? Ist dort nichts Gutes, nichts Heiles, nichts Unversehrtes? Wenn dort nichts ist, was hat Brooke dann angeblich geliebt? Raven hasst den Gedanken, dass sie das Schlechte, Kaputte und Versehrte geliebt hat, denn was wäre gewesen, wenn ... Sie wollte ihn heilen, aber hätte sie auch noch geliebt, wer er dann geworden wäre?
Wie er es dreht und wendet, es ergibt nichts einen Sinn. Aber wer ihn beobachtet, der sieht, dass er nichts gewonnen hat durch seine Zeit mit sich selbst. Er hat nur verloren. Vielleicht sogar das, was er zu finden hoffte - sich selbst.

Wie ein struppiger schwarzer Wolf wandert Raven durch die Ausläufer des Verbotenen Waldes, der bald schon nicht mehr verboten sein wird. Für ihn zumindest, weil er Wildhütergeselle wird. Wildhütergehilfe. Wildhüter-Azubi oder wie auch immer, es ist doch egal, wie man es nennt. Es ist und bleibt ein mieser Job für einen Außenseiter, den ein alter, gütiger Mann irgendwo unterbringen will, weil er weiß, dass der Außenseiter sonst vollends vor die Hunde geht.
Raven wird nicht am Fest teilnehmen. Schon vom Gedanken an die vielen Schüler, an ihre Blicke und an das Essen wird ihm übel. Seinen Hunger spürt er kaum mehr, so oft hat er ihn ignoriert. Mit seinem Trank ist er ebenfalls eher nachlässig umgegangen und sein Körper dankt es ihm mit besonders blasser Haut und ominösen Schmerzen. Manchmal denkt Raven, dass dies ist, was er verdient. Kaputt gehen. Zerfallen wie ein altes, marodes Gebäude, in dem niemand mehr wohnen will. Vielleicht hat es seine Seele satt, in diesem verfluchten Körper ohne Sinn und Zweck durchs Leben zu stolpern. Nein, an Selbstmord hat er nicht gedacht, noch immer nicht. Vielleicht ist auch das Leben die Strafe. Die Strafe wofür?
Wie so oft hat Raven den Eindruck, ganz nah an den Erkenntnissen entlang zu schrammen, die er so verzweifelt sucht. Es ist, als stünde er im Nebel und Formen huschten ganz nah an ihm vorbei, gerade so weit entfernt, dass er sie nicht zu fassen bekommt. Die Strafe also wofür? Was hat er getan, um es nicht zu verdienen, glücklich zu sein? Was hat er verbrochen?
Er stolpert, fängt sich ab und lehnt sich an den Baum, der seinen Fall verhindert hat. Eine laue Nacht kündigt sich an, der Tag war warm und sonnig. Sonnig genug, um Raven dazu zu dienen, sich selbst zu verletzen. Sein Sonnenbrand scheuert an den Ärmeln seines schwarzen Longsleeves und er will es so, genau so. Es erinnert ihn zumindest daran, dass er noch lebt. Oder heißt es existiert? Bei Vampiren sagt man es so. Aber er ist kein Vampir. Er ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Gespalten, uneins. Allein. In diesem Moment sehnt er sich nach Brooke, so stark, dass es schmerzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Do 16. Apr 2009, 21:31 
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(Erstes Posting - 29.Juni)

„Mitchell...“ Sarahs Stimme war verführerisch leise. „Es ist mir egal was du bist! Ich liebe dich! Ich kann nicht mehr ohne dich leben!“ Mit diesen Worten warf sie sich wollüstig in seine Arme, die sie stark und fest umfingen. „Nichts auf der Welt wird uns je wieder trennen können.“ Mitchells Stimme strich rau über Sarahs Ohr. „Bis ans...“

-Klapp. Und weg mit dem Ramsch. Am liebsten würde die Hufflepuff diesen letztklassigen Liebesroman in den See werfen. Leider- oder wohl eher zum Glück- gehört das Buch nicht ihr, sonst müsste man doch arg an ihrem Geschmack zweifeln. Es ist ein Buch aus der Bibliothek. Der 26. Liebesroman, den sie in dem letzten Monat gelesen hat. Wohl gemerkt keinen bis zum Ende. Denn Brooke will keinem der Paare ein Happy End gönnen. Warum sie sich ausgerechnet noch dieses Werk zu Gemüte führen musste, weiß sie selbst nicht so recht. Es ist die Geschichte eines jungen Paares, geschrieben von einer Muggelfrau, die sich in einen Zauberer verliebt hat und irgendwie nicht ganz mit der Thematik klar kommt. Auch wenn Charles seiner Tochter immer gesagt, es gäbe keine schlechten Bücher, es habe jeder nur einen individuellen Geschmack, diese Romanverbrechen sind schlicht geschmacklos. Liebesromane, kitschige Märchen und jedes Draculawerk, das sie ergattern konnte, daraus bestand die Literatur, mit der Brooke sich in der letzten Zeit auseinander gesetzt hat. Dafür sind sogar einige Unterrichtsstunden drauf gegangen und gut zehn Kilo Süßes musste dran glauben. Brooke hat noch nie so viel Geld im Honigtopf gelassen, wie in diesem Jahr...wie in diesem verdammten Monat. Ein Monat in dem die Hufflepuff, nicht nur öfters den Unterricht geschwänzt hat, sondern auch mindestens zwei Kilo zugenommen hat und trotz des übermäßigen Schokoladenkonsums weniger gelacht hat. Eigentlich wechselt ihre Mimik nur noch zwischen 'Hund-ohne-Besitzer'-Blick und dem 'Mach-dir-keine-Sorgen'-Lächeln. Und dieses Lächeln hat wiederum nur einer zu sehen bekommen: Christopher Nolan. Ansonsten geht Brooke den meisten Leuten aus dem Weg. Sie will niemanden runter ziehen, schließlich ist heute der letzte Schultag und es gibt nichts, auf das sich Schüler mehr freuen, als auf die Sommerferien. Nur für Brooke werden die Ferien nicht so schön, wie erwartet.
Seufzend steht die Hufflepuff auf. Es ist schon Zeit für's Abendessen und die Abschlussfeier. Sie klopft sich das Gras vom Rock ab und wirft noch einen letzten Blick auf den See, der durch die untergehende Sonne blutrot schimmert. Brooke mag die Farbe rot nicht mehr. Genauso wie schwarz und Raben hat sie zum Staatsfeind Nummer eins erklärt. Alles was an Raven erinnert, will sie nicht mehr sehen, denn es tut weh. Es tut immer noch weh und es wird nicht aufhören. Dessen ist sich Brooke absolut sicher. Aber daran will sie jetzt gar nicht denken. Ablenkung muss her und was ist da denn bitte schön noch besser, als Essen? Mit elanlosen Schritten geht sie Richtung Schloss. Den fatalen Fehlgriff von Buch versucht sie so gut es geht zu verstecken, mit so was will man nicht gesehen werden. 'Der Zauberer und ich'- Allein der Titel hätte sie schon abschrecken sollen. Und trotzdem will das Mädchen zurzeit kein Buch ohne Happy End lesen, denn sie wünscht sich eines für sich selbst. Warum kann es sich nicht einfach wie im Märchen abspielen?
Es war einmal ein Mädchen und ein Halbvampir, die trafen sich, liebten sich und lebten gemeinsam glücklich bis an ihr Lebensende. Aber für Brooke soll es wohl kein Happy End geben. Es ist naiv, schlicht nicht realitätsnah, nicht wahr? So was gibt’s eben nur in Büchern. Ein weiteres Seufzen.
Brooke hat sich lange mit dem 'Grundproblem Liebe' befasst, ist aber zu keiner Antwort gelangt. Schlichte Hilflosigkeit hat sie seitdem besetzt. Ihr Optimismus ist soweit geschwunden, dass man sie nun schon als Realistin bezeichnen kann, weswegen sie wohl auch öfters recht- man mag es kaum anders ausdrücken können- angepisst ist. Von allem und von jedem. Und die Dächsin ist wütend, wütend auf sich selbst, weil sie ist, wie sie ist und damit das verloren hat, was ihr am meisten bedeutet. Und gleichzeitig glaubt sie sogar ein bisschen wütend auf ihren Freund....Ex-Freund...Freund in einer Beziehungspause (die gehen im Übrigen immer mit ner Trennung aus, wie Brooke vor Kurzem von einer Mitschülerin erfahren hat) zu sein. Eine Dramaqueen, so hätte sie ihn gerne gerufen, aber sie hat ihn nicht gerufen, sie hat ihn seit fast einem Monat kaum gesehen. Und man kann es ihm auch nicht wirklich verübeln so zu sein. Das will Brooke ja auch gar nicht, es ist nur...nur. Ach, es ist sinnlos. Ihre Gedanken rauschen so schnell an ihr vorbei, dass das Mädchen sie kaum in Worte fassen kann.
Sie beschleunigt ihre Schritte, muss dann aber wieder abrupt stehen bleiben, weil der Verleihschein aus ihrer Lektüre gefallen ist. Schnell will sie ihn wieder aufheben, doch sie richtet sich mit etwas zu viel Schwung auf und kann für einige Sekunden die Sterne hautnah sehen. Und mit jedem Sternchen, das verschwindet wird ein Schatten am Waldrand etwas klarer. Raven...automatisch macht sie einige Schritte in seine Richtung, bleibt dann aber wieder unschlüssig stehen. Er will sie nicht sehen, nicht mit ihr reden, oder? Aber sie würde so gerne einfach mal wieder seine Stimme hören. Es ist doch der letzte Schultag, er wird sie danach zwei Monate lang nicht sehen. Und er sieht so furchtbar verlassen aus. Also los, kleine Hufflepuff, etwas Mut und auf auf; es wird Zeit sich eine Abfuhr abzuholen.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Sa 18. Apr 2009, 04:22 
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Wildhüter
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Gegenwart. Diese verfluchte Hure von Zeitform hat ihn zum Narren gehalten.
Bei diesem wunderbaren Gedankenauswuchs ist Raven inzwischen angelangt. Die Gegenwart hat ihn verarscht, da sie ihm einen Wunschtraum von der Zukunft vorgespielt hat und der Vergangenheit das Maul stopfte. Brooke gehörte zu dieser Gegenwart, Brooke war der Schlüssel und die Illusion, das Heilmittel, das keines ist - wie ein Schmerzmittel, das den Schmerz betäubt, ohne aber die zugrunde liegende Krankheit zu heilen. Geht einem das Mittel aus, kommen die Schmerzen zurück. Genau das ist es, was der Slytherin erlebt hat und immer noch erlebt. Schmerzen, alte und neue, die aus allen Winkeln hochgekrochen kommen, da er aufgehört hat, das Schmerzmittel zu schlucken.
Aber ihre Augen haben niemals gelogen.
Raven erinnert sich gerne an Brookes Augen. Sie scheinen in seiner Erinnerung noch tiefer, noch bedeutsamer zu sein. Ihre Augen waren für ihn die Mitte, die er in sich selbst nicht gefunden hat. Nein, diese Augen haben nie gelogen. Brooke ist keine Lügnerin, keine Verräterin. Ihre Motive waren anständig, voller Liebe und Güte. Wenn alles falsch war, wenn alles eine Illusion war, dann ist sie genauso getäuscht worden wie Raven. Dann haben sie sich gegenseitig getäuscht und versucht, einen Wunschtraum zu leben. Es kommt Raven so vor, als hätte er seine Freundin nie wirklich gekannt. Was weiß er von ihrem Schmerz? Sie hat keinen rosaroten Ponyhof in sich, sie versucht nur, die Welt ein wenig schöner zu machen. Aber auch sie hat Wunden. Hat er sie jemals danach gefragt? Vielleicht hatte er die Befürchtung, sie würde wieder nur beschönigende Antworten geben. Mag sein, dass das ihr Fehler war, ihr einziger.
Raven will nicht immer hören, dass alles gut wird. Er will nicht hören, dass man Vergangenes vergangen sein lassen soll. Das ist einfach nicht seine Art, es passt nicht zu seinem Wesen. Ohne diese Wunden ist er nicht er selbst und er muss sie spüren, um eines Tages zu erkennen, weshalb er sie nicht loslassen kann. Es gehört zu ihm, zu leiden, bis er weiß, wieso. Vielleicht wird er das niemals wissen, vielleicht wird er ewig leiden, doch dann ist es eben so. Seine Sorge ist immer schon gewesen, dass Brooke damit nicht leben kann. Es ist so düster, schmerzvoll und unberechenbar. Sie hat nicht verdient, dies mit ihm teilen zu müssen. Sie könnte ein schönes, normales Leben führen, ohne Teil von jemandem zu sein, dessen Vergangenheit niemals Ruhe findet. Er solle es ihr überlassen. Es wäre ihre Entscheidung. Natürlich. Und doch konnte sie nicht damit umgehen, wollte ihn immer nur trösten und beruhigen, selbst dann, wenn er das Bedürfnis hatte, sich in die quälenden Erinnerungen fallen zu lassen. Hat sie es nicht begriffen, dass er dies brauchte? Er hat es doch selbst nicht begriffen, bis heute, bis gerade eben. Wie hätte sie es wissen können?
Selbstverständlich hat er ihr Unrecht getan. Aber er bereut es immer noch nicht. Raven ist weiterhin der Meinung, dass er so tief sinken muss wie nie zuvor, um der Antwort näher zu kommen. Er muss den Leidensdruck erhöhen, so sehr, dass seine Seele nicht mehr flüchten kann. Leidensdruck, der alle Ängste offenbart und die Erinnerungen aus ihm herauspresst. Gerade so, als wäre dies wörtlich zu nehmen, krampft Raven sich zusammen, schlingt die Arme um sich. Ein Schmerz in seinen Eingeweiden zwingt ihn dazu und er gibt einfach nach, versucht, seine Gedanken in diesen Keller zu lenken. Seinen Keller. Sein Verließ. Oft dachte er daran, dorthin zurück zu kehren. Nachzusehen, ob dort etwas ist. Etwas, das ihm sagt, was er verloren hat. Könnte er es? Würde er es ertragen? Inzwischen ist das innere Bild von seinem Gefängnis verschwommen, verblichen wie eine alte Fotografie. Würde der Raum kleiner wirken? Größer? Sauberer oder schmutziger? Wären Sachen dort, die er vergessen hat oder andere fort, von denen er glaubte, sie dort zurückgelassen zu haben?

Eine Bewegung erregt Ravens Aufmerksamkeit und er hebt den Kopf. Strähnig hängt ihm sein Haar vor den Augen, doch er erkennt die Gestalt, die sich nähert, sofort. Es zieht ihm den Boden unterm Hintern weg und das Gefühl erinnert ihn an die Empfindungen, die man hat, wenn man im Traum plötzlich fällt. Dann kommt die Wut. Die rettende, altbekannte Wut, die immer für ihn da war, als er Brooke noch nicht hatte. Wer wütend ist, hat keine Angst. Wer wütend ist, empfindet nichts außer die Wut.
Raven rappelt sich auf, er will nicht zu ihr hoch sehen müssen. Allerdings gerät die Aufsteh-Aktion etwas ungelenk, da seine Körperteile nicht so wollen, wie er. Doch am Ende steht er und würde ihr am Liebsten entgegen schießen wie eine Kanonenkugel. Sie packen, von sich schleudern und sie anschreien, dass er sie nicht sehen will und sie gefälligst verschwinden soll. Nichts davon tut er. Kotzübel ist ihm. Seine Beine tragen ihn nur, weil er alle Kraft aufwendet, um stehen zu bleiben. Wann war der Trank fällig? Gestern? Vorgestern?
"Was willst du?", hört er sich sagen und seine Stimme erschreckt ihn, da sie blass, schwach, fast atemlos klingt. Wie die Stimme von jemandem, der demnächst in Ohnmacht fällt. Vorsichtshalber lehnt er sich rücklings an den Baum, den Blick jedoch so offensiv wie möglich auf Brooke gerichtet.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: So 19. Apr 2009, 22:19 
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Hilflos. Raven wirkt so hilflos in seiner Wut. Wie ein Kind, das nie gelernt hat, mit seinen Empfindungen umzugehen. Die Hufflepuff ist in respektabler Distanz stehen geblieben und betrachtet den Slytherin. Er ist geschwächt und sieht einfach furchtbar aus. Und trotzdem kann sie gerade kein Mitleid für ihm empfinden, nicht bei dieser Begrüßung. Womit hat sie diese Feindseligkeit verdient? Hat sie ihm je etwas angetan? Hat sie je etwas anderes gewollt, als ihn glücklich zu machen? Nun ja, so gut ihre Absichten wohl auch waren, es ging alles nach hinten los. Denn Raven sieht nun noch mitgenommener aus, als zuvor. Bevor sie sich getroffen haben, Brooke kann sich kaum an diesen Raven erinnern. Mürrische Leute sind für die Hufflepuff früher nur Randfiguren gewesen. Leute, die man meidet, um sich nicht unnötig runter ziehen zu lassen. Und gerade jetzt fragt sie sich, wie sie ausgerechnet an so jemanden geraten konnte. Der Gedanke tut weh, denn auf diese Weise an jemanden zu denken, den man noch zu lieben glaubt, bringt einen dazu sich selbst zu hassen. Wegen der Unschlüssigkeit, wegen der Unsicherheit, wegen dem Unaussprechlichen.

„Ich will...Ich wollte, eigentlich nur rüber kommen, um Erste Hilfe zu leisten, denn du siehst aus wie jemand, der's nicht mehr lange macht.“ Brooke hat selbst nicht gewusst, dass sie so gehässig klingen kann. Aber Raven soll nicht denken, dass sie sich hier alles gefallen lässt. Es reicht. Sie hat Abstand gehalten und das war unerträglich, denn die Unwissenheit, warum das alles gerade passiert, hat sie tagtäglich verhöhnt. Sie war immer die brave kleine Hufflepuff, aber zu glauben, dass sie sich nicht wehren, dass sie nicht auch mal zurück schießen kann, ist dumm.
„Auch wenn meine Anwesenheit dich wahrscheinlich übermäßig belastet,“ sie verdreht die Augen, während sie galant die Arme vor der Brust verschränkt. „Sieh's als Prävention, denn mit Toten lässt sich schlechter reden.“
Ja, das wohl der beste Start für ein klärendes 'Was ist jetzt mit uns?'-Gespräch. Brooke versucht ihren Ex-(oder was auch immer)Freund so abschätzig wie möglich anzuschaun. Dass er wirklich recht leichenhaft wirkt, macht das nicht gerade leichter. Doch gleichzeitig fühlt sich das Mädchen ungewollt überlegen, während in ihr andererseits auch schon die Reue für das Gesagte aufsteigt. Aber sie wird sich jetzt nicht zum Schwanken bringen lassen, nein. Stattdessen macht sie auch noch einen großen Schritt auf ihn zu und setzt ein hämisches Lächeln auf. Wunderbar, das erste echte Lächeln, dass sie seit Wochen auf die Lippen bekommt und dann muss es ausgerechnet so eines sein? Dieses Gespräch wird wahrscheinlich genauso schief gehen, wie die vorhergehende Beziehung.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: So 19. Apr 2009, 23:14 
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Wildhüter
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Erste Hilfe. Für einen, der's nicht mehr lange macht. Oho, Streit will sie? Raven blinzelt sie an, innerlich gerade mit dem Kampf um seinen Mageninhalt beschäftigt. Obwohl ... was ist da eigentlich drin? Sein Trank schon mal nicht, denn ihm fällt jetzt ein, dass es schon fast Zeit für den nächsten wäre und er somit einen ausgelassen hat. Ein mentaler Professor Rhys wedelt mit dem Zeigefinger: 'Regelmäßig, Mister McCloud, regelmäßig, auch wenn Sie, wie ich weiß, es nicht so mit dem Einhalten von Regeln haben.' Was geschieht eigentlich, wenn er ihn nicht nimmt? Hat er je jemanden gefragt? Hat's ihm je jemand gesagt? Hätte er das beschissene Gesöff nur genommen, denn jetzt braucht er zumindest ein wenig Kontrolle über sich. Um der kleinen Miss Ponyhof die Meinung zu geigen braucht er minimal seinen Gleichgewichtssinn und eine einigermaßen hörbare Stimme. Scheiß Timing hat sie aber auch, warum kam sie nicht letzte Woche? Ach Mann, sie soll gar nicht kommen! Weder letzte, noch diese, noch irgendeine Woche. Nie wieder.
Warum tut der Gedanke so weh?

"Tu nicht so arrogant.", bringt er hervor; ein Räuspern hat seiner Stimme ein bisschen mehr Farbe gegeben. "Steht dir nicht. Genauso wie dein Oberteil. 'ne Nummer zu klein gekauft, hm?"
Uh, das schockiert ihn sogar selbst ein wenig, wenn auch peripher. An ihrem Körper hatte er nie etwas auszusetzen und hat es auch jetzt nicht. Reine Bosheit also. Gleiches mit Gleichem vergelten oder so. Sie hat sein jämmerliches Aussehen als Aufhänger genommen, also war jetzt ihres dran. Wie erwachsen, Raven. Beleidigungsniveau Marke Vorschule. Aber was besseres fällt ihm unter den gegebenen Umständen nicht ein, zumal sein Hirn kaum genug Energie für intelligente Sprüche aufbringen kann. Es dabei nun zu belassen hat Raven allerdings auch nicht vor. Was an Qualität fehlt, kann man immer durch Quantität aufbessern.
"Und dein spöttisches Lächeln kannst du auch steckenlassen, Darling." Ein Schritt auf sie zu und yay, seine Beine tragen ihn. Man muss nur wollen, dann geht es auch. "Sonst entferne ich es für dich." Ravens Herz pocht unangenehm rasch und - nur ein subjektiver Eindruck? - unregelmäßig. Er wollte ihr nicht drohen und doch tut er es. Aber das ist nicht die Tragik an der Sache. Die Tragik ist, dass es sich gut anfühlt. Er baut sich vor ihr auf. "Vielleicht warst du ja eifersüchtig auf Katie. Vielleicht willst du, dass ich dir auch die Lippen zerbeiße. Hast du dir deshalb ein Monster wie mich angelacht? Weil dich der Gedanke anturnt, was ich mit dir machen könnte?" So schlecht ihm grad ist, so kaputt er sich fühlt ... äußerlich wirkt er gerade wie ein Raubtier. Ein zerzaustes, ausgehungertes zwar, aber das macht es nicht ungefährlicher. Im Gegenteil. "Du hast keine Ahnung.", zischt er. "Keine Ahnung davon, wie nah am Abgrund ich schon stehe. Willst du, dass ich dich mitreiße? Willst du das, Brooke?!" Aus dem wütenden Zischen wurde ein Gebell, das von den entfernten Mauern des Schlosses widerhallt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 00:07 
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Brooke stemmt die Hände, in die immer noch schmalen Hüften. Hey, die zwei Kilo sieht man ihr kaum an! Ein empörtes Schnaufen entweicht der Hufflepuff. Wie kann er es wagen sie zu kritisieren? Nun ja. Er hat nicht ganz Unrecht – mit der Arroganz!-, aber Brooke genießt es, dass sie heute mal auf dem hohen Ross hocken darf, wie auch immer sie zu dieser Ehre kommt. So kommt sie auch dazu, während Ravens 'Ich bin ein Monster'-Gejammer, betont gelangweilt den Blick schweifen zu lassen. Lernt der irgendwann auch mal nen neuen Text? Doch mit Katie trifft der Slytherin Brooke. Wie kann er es wagen Katie da jetzt reinzuziehen? Nie hätte die Hufflepuff eifersüchtig auf sie werden können! Niemals! Denn sie ist sich absolut sicher, dass Katie ihr so etwas nie antun würde, denn die Gryffindor weiß oder wusste, wie sehr Brooke Raven liebt. Zumal die Hufflepuff weiß oder zumindest immer den Verdacht hatte, das Katie an jemand ganz anderem interessiert ist! ...Über das Anturn-Gerede will sich das Mädchen jetzt nicht kümmern. Argh.

„Ich habe schon weitaus schlimmere und Furcht erregendere Monster als dich erlebt, Raven McCloud! Denkst du nur weil du eben anders bist, als die meisten anderen Menschen, muss jeder vor dir flüchten wie vor einem alles verseuchenden Nundu?“ So ungehalten hat man Brooke wohl noch nicht gesehen. Er macht sie rasend. Lässt alles in ihr aufkochen. Warum hat sie die ganze Zeit immer Rücksicht auf ihn genommen? Immer hat sie versucht düstere Themen zu meiden. Und Streit- das Tabu schlecht hin. Dabei ist es schon längst überfällig ihm mal die Meinung zu geigen! „Jeder Mensch auf der Welt könnte mir das Gleich antun wie du!“- und doch würde es bei dir mehr weh tun, so wie es schmerzt so mit dir zu reden. Und trotz dieser Tatsache, hat es gerade etwas befreiendes.
„Deine Drohung ist lachhaft, Raven! Du kannst dich kaum auf den Beinen halten und dann willst du mir etwas antun? HA!!“ Ihre Stimme wird mit jedem Wort lauter, soll es doch die ganze gottverdammte Schule mitbekommen!
Oh! Lass mich raten.“ Meint sie in einem weiteren Anflug von Infamie. „Du willst dich selbst für deine Existenz bestrafen und lässt dich deswegen so gehen.“ sie tippt ihm forsch auf die Brust. „Denkst du, du kannst Buße tun indem du das machst, oder indem du versuchst mich vor dem Abgrund zu bewahren?!“ Brooke macht einen weiteren Schritt auf Raven zu, nur um ihn wieder wegzustoßen. „Du kannst mich vor keinem Abgrund mehr retten! Denn wir befinden uns schon längst im freien Fall!“ schreit sie, während sie sich beherrschen muss, um nicht loszuheulen. Nicht jetzt, nicht hier und nicht vor ihm!

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 01:32 
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Sie berührt ihn. Es brennt wie Feuer dort, wo ihr hübscher, kleiner und heute so energischer Finger sich in seine Brust gebohrt hat. Phantomschmerz. Als würde ein Pfeil dort stecken. Raven achtet nicht darauf, hat dieses Gesicht fixiert und versucht, es zu hassen. "Du ... pah!", versucht er, ihr dazwischen zu reden und scheitert. Er kann sich ganz gut auf den Beinen halten und wenn sie sich weiter so arrogant aufführt, dann kann er sogar noch viel mehr. Anscheinend verlangt es ihr nach einer Tracht Prügel, der kleinen Hufflepuff. Anscheinend will sie wirklich einem gereiztem Wolf ans Bein pinkeln.
Ihr Schubsen ist lachhaft, doch in seiner aktuellen Verfassung muss er die Beine in den Boden stemmen, um nicht nach hinten zu stolpern. Schrei nur, schrei die ganzen Schlossgründe zusammen. Wahrscheinlich kommt bald jemand, um zu sehen, wer hier wen umbringt. Derjenige wird nicht verstehen, dass das, worauf es ankommt, schon längst tot ist - die Beziehung zwischen Raven und Brooke. Er schnauft, senkt den Kopf mit einem verächtlichen Lächeln, schließt kurz die Augen, nur um Brooke gleich darauf wieder mit sturmgrauem Blick anzuvisieren.

"Gut.", sagt er, klingt heiser und kalt. "Der freie Fall ist genau das, was ich wollte." Sein Blick, erst voller Verachtung und Wut, füllt sich mit Bitterkeit. Schmerzvoll sieht er sie an, doch das seltsame, böse Lächeln verbleibt auf seinen Lippen, die dünn und farblos sind. "Ich wünschte, ich wäre nie auf dich aufmerksam geworden." Er ballt die Hände zu Fäusten, der innere Druck benötigt einen körperlichen Ausdruck. "Ich wünschte, ich hätte mich nie in dich, deine Augen, dein optimistisches Gelaber verliebt. Oder in was auch immer.", fügt er bitter hinzu. "Es war in Ordnung, wie es gewesen ist. Es war nicht gut, aber es war in Ordnung." Raven wendet sich einfach ab, doch die Ruhe, die er momentan empfindet und ausstrahlt, ist trügerisch, er ahnt es selbst mehr als deutlich. "Jetzt sind all die Fragen da." Das war fast zu leise, um verständlich zu sein. Raven hebt den Kopf, sieht zum Schloss und beißt die Zähne fest zusammen. Ist es wirklich Brooke, die all das ausgelöst hat? Oder doch Hogsmeade? Hogsmeade kann er nicht hassen, kann es nicht bestrafen. Brooke hingegen schon.
"Du weißt doch gar nichts!", blafft er und fährt zu ihr herum, selbst nicht wissend, woher er die Kraft eigentlich nimmt. "Du weißt einen Scheiß über mich und glaubst trotzdem, mich beurteilen zu können! Denkst du, nur weil wir rumgemacht haben, würdest du mich kennen? Ich hab mit vielen rumgemacht, du bist nur eine davon."
Hoffentlich tut ihr das weh, so richtig weh. Denn ihn bringt dieser Satz fast um.
"Nur irgendein dämliches Flittchen."
Raven ist schneller bei ihr, als man es ihm zutrauen würde, packt sie an der Schulter und schleudert sie gegen den nächsten Baum, nur um gleich wieder bei ihr zu sein, sie an den Stamm zu pressen und zu knurren: "Eine falsche Bewegung, eine einzige blöde Bemerkung und dein süßer Arsch hat Kirmes." Hinter seiner Stirn ist alles nur noch rot verschleiert. Er würde ihr so gerne weh tun, so sehr weh tun, dass sie begreift. Sie soll seine Schmerzen teilen, wenn sie glaubt, sie wäre so stark.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 02:27 
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In was steigern die beiden sich hier eigentlich rein? Brooke wollte doch nur reden, sich verabschieden, weil...weil? Warum wollte sie das? Langsam verliert sie alles aus den Augen, das einzige, was sie noch wahrnimmt ist Raven und dieses ekelhafte Brennen in ihrem Bauch, welches sich gerne Wort für Wort der Welt mitteilen will. Ist es Hass? Oder doch nur Wut? Verzweiflung? Darüber nachzudenken kommt der Hufflepuff zurzeit nicht in den Sinn. Zumal das Brennen von Ravens Worten schockgefrostet wird. Vollkommen fassungslos hört sie ihm zu. Und plötzlich fühlt sie sich so kraftlos, wie Raven die ganze Zeit gewirkt hat. Leblos starren ihre Augen ihn an. Sich nie verliebt? Sich nie gesehen? Sich nie geliebt? Ja...ja. Das wünsche ich mir auch langsam. Doch die nächsten Sätze treffen das junge Mädchen noch härter. Vielleicht hat sie ihn wirklich nie gekannt, vielleicht hat sie von Anfang an alles falsch gemacht, obwohl es sich nie falsch angefühlt hat. Es hat sich nie falsch angefühlt Raven zu lieben. Aber der Hass, der in ihr gerade aufsteigt, fühlt sich so schlecht an, so vollkommen fehl am Platz. Er gehört da nicht hin!

Brooke gewinnt eine kleine Flugreise, die sie aus ihrer kurzzeitigen Lethargie reißt. Und ehe sie sich versieht, ist es auch schon ein Urlaub für zwei. An diese Szene kann sich die Hufflepuff noch erinnern, die Frage ist nur, wer sie so umgeschrieben hat. An ihrem ersten Treffen, da hatte sie auch einen Baum im Rücken, nur damals, damals hatte es nicht so geschmerzt, was vielleicht auch daran liegt, dass Raven heute anders agiert als damals. Damals wollte er ihr nicht weh tun, damals...ist vorbei.
Brooke spürt, wie sich heiße Tränen ihren Weg aus den überschwemmten Augen über ihre Wangen bahnen. Es ist alles vorbei. Es ist zu Ende. Wirklich Schluss. Und Brooke weiß nicht, ob sie das wirklich so wollte. Nein, sie ist sich sogar ziemlich sicher, dass es anders laufen sollte. Schon wieder so'n scheiß Tag! Aber wenn das hier wirklich das Finale werden soll, dann...dann
„Du willst es, Raven?“ Das 'es' lässt Brooke undefiniert, schließlich hat sie sowieso keine Ahnung was er will, nicht wahr? „Dann tu es verdammt noch mal – wenn ich doch eh nur irgendein dämliches Flittchen bin!“ Ihre Stimme zittert beträchtlich, wofür zum Großteil sicherlich die Tränen verantwortlich sind, die ihr die Luft zum Atmen zu rauben scheinen. Und trotzdem ist die Herausforderung mehr als deutlich. Seit wann ist die gebürtige Neuseeländerin so lebensmüde?
„Du bist schon immer vor der Wahrheit weg gerannt!“ flüstert sie kopfschüttelnd. Und bevor er ihr das Maul stopfen oder sonst etwas mit ihr anstellen kann, muss sie noch eine Sache los werden: „Du bist nämlich nicht mehr als ein mieser, verlogener...“ -in ihrer Rage gehen ihr die Adjektive aus- „...Feigling!“ Dieses Wort lässt sie sich auf der Zunge zergehen, wie ein besonders köstliches Stück Schokolade, während sie ihn grimmig anlächelt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 03:52 
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Wildhüter
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Weinende Mädchen, das war immer Ravens Schwachpunkt. Gut, dass er Brookes Tränen gerade einfach übersieht, ausblendet, nicht wahrnimmt. Sie zu berühren ist, als presse er seine Hände auf eine heiße Herdplatte, doch loszulassen scheint unmöglich. Ihre Augen bilden den Fixpunkt dieses kranken Universums, das sie sich geschaffen haben. Ihm ist, als müsse es regnen. Als höre er Donner. Aber der laue Abend hat sich nicht verändert, die Welt dreht sich weiter, Vögel singen ihre Dämmerungslieder, in der Ferne lachen Schüler. Dieses Universum aus Endzeitstimmung, Schmerz und Dunkelheit existiert als unsichtbare Blase um Raven und Brooke herum, nur dort, ungreifbar für andere, unbegreiflich für seine Insassen. Wie sie entstand ist nicht wichtig, wichtig ist einzig das, was daraus werden wird. Sie sind im freien Fall, von wo sie fielen ist nebensächlich. Es zählt nur noch eins - der Aufprall.
"Ich würde dich am Liebsten ...!", presst Raven hervor. Was? Leiser, sanfter sagt er: "Ich würde dich am Liebsten töten." Heftige Gefühle wechseln sich in ihm ab, Hass und Verzweiflung, Wut und Verlangen zucken wie Blitze über das Firmament seiner Seele. Nachgeben, lockt etwas tief in ihm, nachgeben ... Tu es. Tu es einfach. Tu es!
Raven greift Brooke ins Haar, zwingt ihr den Kopf ein wenig in den Nacken, presst sich an sie, küsst ihren Hals und schließt die Augen. Unter ihrer Haut kann er spüren, wie es pulsiert. Er kann es sogar hören. Riechen. Spüren. Dieses dumme, dumme Mädchen mit all ihrer Liebe und Selbstaufgabe, mit ihrer Hoffnung und ihrem fucking Ponyhof! Was dachte sie, auf was sie sich einlässt? Was dachte sie, wen sie liebt?

Ein Geräusch stört die blutroten Gedankenbahnen, die Schlieren durch Ravens mentale Dunkelheit ziehen. Stimmen, Schritte, Spaziergänger in der hereinbrechenden Nacht. Nicht nachdenken, einfach handeln. Das Tier weiß, was es will. Nachgeben, nachgeben, alles andere führt nur zu Schmerzen. Vielleicht war das Problem nie seine vampirische Seite, sondern seine menschliche. Streif sie ab, mach dich frei, bring euch beide um. Raven reißt Brooke mit sich ins Dunkel zwischen den Bäumen, außer Sichtweite für alle, die am Waldrand entlang schlendern und nichts von diesem Wahnsinn ahnen. Dort bringt er das Mädchen unter sich. Sein Körpergewicht sorgt dafür, dass Gegenwehr sinnlos bleibt. Beide Hände vergräbt er in ihr Haar und legt seine Wange an ihre, merkt, dass sie feucht ist und vergisst es gleich darauf wieder. Er will Brooke, jetzt und hier, auch ohne ihr Einverständnis. Und er könnte sie sich nehmen, davon ist er überzeugt. Seltsam, wie geil der Gedanke ist. Seltsam, wie ekelhaft es sich anfühlt, ihn zu denken.
"Ich will, dass du Angst hast, verdammt!", fährt er sie an. "Ich will, dass du Schmerzen hast! Dass du weißt, wie das ist, ich zu sein ...!" Er will sie beißen, so sehr, dass er halb verrückt wird. Sie an den Haaren ziehend entblößt er erneut ihren Hals, senkt die Lippen darauf hinab, doch es wird nichts anderes als ein Kuss. In dem er verharrt, den leicht geöffneten Mund auf ihrer zarten Haut, unter der ihre Schlagader heftig pocht. Feigling, sagte sie. Feigling. Hatte sie recht damit?

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 11:18 
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Die Welten, die sich die kleine Brooke Lucid immer ausgemalt hatte, waren stets hell und fröhlich. Weite Landschaften, offene Eben, keine Verstecke. Sie waren immer die einzige Chance, dem ungeliebten Alltag, der grausamen Welt da draußen zu entkommen. Doch mit der Zeit hat die Hufflepuff ihr Idealbild einfach auf die Realität projiziert. Sie war immer recht glücklich mit dieser Lösung gewesen. Mit dem Aberwitz, den Raven und sie sich aber gerade schaffen, kommt sie nicht klar. Das Leiden ist zu wirklich. Es ist so dunkel und kalt.
Vor Kurzem dachte sie noch, die letzten Wochen wären unerträglich gewesen, doch das hier...das hier ist nicht mehr auszuhalten. Brooke spürt, wie ihr schönes Weltbild zerbröckelt, sie schließt die Augen. Spürt Ravens Lippen an ihrem Hals.Sie töten? Dieser Gedanke hat gerade einen beängstigt zusprechenden Charakter.
Im nächsten Moment entgleitet ihr der Boden unter den Füßen und als die Augen wieder öffnet, erblickt sie nur das dunkle Blätterdach des Waldes über ihr.
Warum sollte sie nicht so sterben wollen, wie ihre Mutter? Im grünen Sommerwald, in der Dämmerung. Und mit Raven als Sterbehilfe müsste der entsprechende Blutverlust kein Problem darstellen. Die Vorstellung zaubert ein wehmütiges Lächeln auf ihre Lippen.
Ravens Worte bringen sie in die recht unbequeme Gegenwart zurück. So eingefallen der Slytherin auch wirken mag, er ist immer noch um einiges schwerer als die Hufflepuff und dieser ungewohnte Druck auf ihrem Körper bringt ihr Lungen zum Brennen. Sie weiß es ist sinnlos und trotzdem versuchen ihre Hände ihn unermüdlich von sich zu schieben.
Brooke gibt ein gequältes Stöhnen von sich, als Raven wieder an ihren Haaren zieht? Ihr Zynismus meldet sich, genau so wie ihr Optimismus, doch sie verdrängt beides wieder. Diese Sache hier will sie pure über die Bühne bringe.

„Ich soll Angst haben? Ach, ich wusste gar nicht, dass man vor durchgedrehten Halbvampiren Angst haben muss.“ -soviel zum Auslassen des Zynismus. „Was denkst du eigentlich?“ Brooke ist ziemlich außer Atem, es ist auch nicht gerade einfach mit geschätzten 70 Kilo auf der Brust zu reden. „Dass ich in einer solchen Situation weiter über meine rosarote Blumenwiese hüpfe? Ich hab eine scheiß Angst!“ Das Mädchen zittert am ganzen Körper. Doch während sich ihre Anspannung so nach außen hin offenbart, beruhigt sich ihr Gemüt etwas. Die letzten Wochen hat sie sich so sehr gewünscht wieder seine Nähe zu spüren und die Erinnerung an diese Sehnsucht, macht alles noch komplizierter. Ihre Hände verweilen unbewegt an seinen Schultern, haben das sinnlose Davonschiebenwollen aufgegeben.
„Wenn du das wirklich alles willst, warum ...warum tust du es dann nicht einfach?“ Ihre Stimme klingt tonlos, aber fester als zuvor, obwohl ihre Tränen noch nicht versiegt sind. In dem Augenblick, in dem Brooke dies sagt, ist sie von keinem einzigen Gedanken oder Gefühl erfüllt. Sie spürt nur ihren rasenden Herzschlag, der ihr Blut durch ihre Adern hetzt, als gäbe es kein Morgen mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 16:06 
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Wildhüter
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Befriedigt es ihn, zu hören, dass sie Angst hat? Hätte das nicht auch schon ihr Zittern bewirkt, wenn es das wäre, was er will?
Ihre Haut riecht so gut.
Raven bebt selbst leicht und weiß nicht, ob es die Anspannung ist, die heftigen Empfindungen oder sein körperlicher Zustand. Vielleicht ist das auch völlig egal. Er streicht mit den Lippen über ihren Hals, küsst ihr eine Schweißperle vom Kinn und sieht ihr schließlich in die Augen. "Es wird sich nie ändern.", haucht er und die Tränen, die er nicht weinen wird, brennen in seinen Augen. "Ich werde immer wieder fallen und dich immer wieder mitziehen." Es klingt so endgültig, dass er Angst bekommt. Wirklich ohne sie zu leben, das war bisher nur eine Vorstellung, ein Schreckensgebilde, wie eine Gruselgeschichte, mit denen sich Kinder einem faszinierten Entsetzen hingeben, wissend, dass alles vorbei ist, wenn sie das Buch zuschlagen. Doch die Gewissheit seiner Aussage verleiht dieser Gruselgeschichte Realität. Er ist kein gefallener Engel, denn seine Transformation wurde nie vollzogen, konnte nie ein Ende finden, ein Resultat, mit dem er lernen könnte zu leben. Er ist ein ewig fallender Engel. Gefangen zwischen 'nicht mehr hier' und 'noch nicht dort'. Deshalb muss er es immer wieder durchleben, es ist das Grundmuster seines Wesens. Und alle, die mit ihm ihr Leben teilen wollen, müssen jedesmal aufs Neue mit abstürzen. Egal, ob Brooke denkt, dass sie es ertragen kann - Raven kann es nicht. Es ist eine Sache, selbst zu leiden, doch eine ganz andere, jemanden leiden zu sehen, den man ... liebt.
Mit einem heiseren Aufstöhnen drückt er sich hoch, um Brooke direkt ins Gesicht sehen zu können. Hat er sie wirklich ins Unterholz gezerrt und zu Boden gebracht? Wollte er sie wirklich beißen, töten ...? Vergewaltigen? Er hat keine Ahnung mehr, was er wollte oder was er will. Er ist müde.

"Die Zeit ohne dich war die Hölle.", sagt Raven. "Ich geh kaputt ohne dich. Aber mit dir geht's auch nicht. Ich pack das einfach nicht. Dazu gehört zuviel von mir der Vergangenheit und da kommst du nicht hin, um bei mir zu sein." Er weiß nicht, ob sie verstehen kann, was er damit meint. Er weiß nicht mal, ob er selbst versteht, was er damit meint. Es geht darum, dass es einen Teil in ihm gibt, der niemals heilen wird. Und darum, dass er das auch gar nicht will, weil der Schmerz ihm etwas bedeutet.
Er seufzt und verlagert sein Gewicht neben Brooke, sinkt auf trockenes Laub und Moos, ihr zugewandt, als würden sie sich, wie in den Osterferien, nebeneinander in der Wildhüterhütte zum Schlafen legen. Ob sie weg möchte? Ob sie gleich aufspringt und wegläuft? Kann er ihr solche Angst gemacht haben, dass sie nun selbst Abstand braucht? So sehr er sich dies vorhin gewünscht hat, so schlimm ist die Vorstellung jetzt. Fast demonstrativ legt er einen Arm um sie, obwohl er sie nicht zwingen will, zu bleiben, falls sie das nicht will. Oder doch? Gerade eben hatte er keine Probleme damit, sie zu etwas zu zwingen. Bleib hier, denkt er, bitte.
"Ich wäre so gern ein normaler Mensch." Raven glaubt, dies noch nie zugegeben zu haben, jedenfalls nicht in der Deutlichkeit. "Ich wünschte, ich hätte eine Kindheit gehabt. Ich kann nicht aufhören, es mir zu wünschen. Ich kann damit nicht abschließen. Ich will's auch gar nicht. Diese Wünsche, weißt du, sind das einzige, was ich habe." Kannst du mich trotzdem lieben? Kannst du mich und meine Vergangenheit lieben? Raven bringt es nicht über die Lippen, doch er denkt und fühlt diese Fragen gerade so intensiv, dass er fast glaubt, sie müsse es auch ohne Worte hören können.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 21:37 
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7. Klasse Hufflepuff
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Kleine Wochenplanänderung: es gibt doch noch ein Morgen, inklusive vollkommener Umkehrung der gegebenen Umstände. Eine 180°-Drehung der Situation. Brooke weiß nicht, was sie gerade lähmt, die Angst oder die Verwirrung oder kann man auch vor Erleichterung apathisch werden? Vielleicht ist es auch nur eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn Brooke kribbelt es beträchtlich in den Fingerspitzen, sodass sie befürchtet ihr könnte die Hand ausrutschen, wenn sie sich rührt. So liegt sie also nun schweigend da und lässt Raven reden, um, nachdem er geendet hat, einer nicht gerade angenehmen Stille Raum zu lassen. Wenn sie jetzt den Mund aufmacht, würde sie ihn anschreien, davon ist sie überzeugt. Genauso wie sie fast schon davon überzeugt war, dass der Slytherin ihr etwas antun würde. Immer noch meint sie sein Gewicht auf sich zu spüren, seine Lippen, an ihrem Hals. Sie hatte sich schon mit diesem Ende abgefunden...

Doch es kommt wieder Leben in die Glieder der Hufflepuff. Sie richtet ihren Oberkörper auf, und hockt nun da, wie ein orientierungsloses Knuddelmuff. Den einzigen Laut den sie dabei von sich gibt, ist ein erbarmungswürdiges Schniefen. Mit beiden Händen wischt sie sich die Tränen aus dem Gesicht. Nur kurz hat sie mit dem Gedanken gespielt wegzulaufen. Aber sie will das hier durchstehen bis zu jedwedem Ende. Das kann natürlich ein Positives, aber auch ein Negatives sein. Brooke lässt sich trotz der anscheinenden Entspannung aber nicht für eine Prognose gewinnen.
Ein Seufzen. Ein Räuspern.
„Ich...“ Brooke muss sich ein weiteres Mal räuspern, da ihre Stimme versagt. „Ich würde nie verlangen, dass du diese Wünsche aufgibst. Es war nie meine Absicht, dich das Vergangene vergessen zu lassen oder sonst was in der Art.“ Das meint sie an Anlehnung an das Gespräch, welches sie an der Trauerfeier hatten. Sie weiß eigentlich nicht mehr genau, was sie gesagt hat, aber dass es etwas mit der Vergangenheit zu tun hatte, daran kann sie sich noch erinnern. Und damit hatte dieses ganze Drama doch angefangen, oder? „Deine Vergangenheit, so furchtbar sie auch war, hat dich zu dem Mensch gemacht, den ich liebe.“ Sie lässt sich wieder neben ihm nieder, etwas erschöpft, mit schräger Stimme, aber Hauptsache hier. „Immer noch.“ Obwohl sie zwischenzeitlich so viele abscheuliche Dinge gesagt und gedacht hat und auch Raven nicht sonderlich galant war. Nach einem Ende kann doch auch immer ein Neuanfang kommen.
„Ich wollte dir nur helfen, mehr von der Gegenwart zu haben, denn wie du schon bemerkt hast, ich kann nur hier bei dir sein.“versucht sie sich zu erklären.
„Aber mach so was – und damit meine ich alles von diesem verfluchten 20.Mai bis gerade eben- nie wieder, sonst werd ich verrückt.“ Etwas steif schmiegt sie sich an ihn. Selbst durch seine Kleidung meint Brooke die Kälte, die von ihm ausgeht zu spüren. Und Kälte ist bei niemandem ein gutes Zeichen. Denn Friede hin oder her, dass er zurzeit furchtbar- oder vielleicht besser ungesund- aussieht, daran ändert diese Tatsache auch nichts.
„Das mit der Ersten Hilfe war vorhin übrigens nicht ganz so weit hergeholt.“ merkt sie vorsichtig an. Sanft legt sie die Hand auf seine Stirn- fiebermesstechnisch totaler Schwachsinn, aber eine schöne Geste- dann führt sie die schmalen Finger langsam über die Schläfe, seine Wange hinunter. „Wie geht’s dir?“

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 27. Apr 2009, 00:44 
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Wildhüter
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Sie setzt sich auf und er lässt es zu. Die Bewegung ist zu sacht, als dass sie eine Flucht einleiten könnte. Hätte er sie festgehalten, wenn sie aufgesprungen wäre? Höchstwahrscheinlich, denn er hat den Eindruck, er würde krepieren, wenn sie ihn jetzt allein ließe. Ihr Schniefen stößt ihm eine kleine Schuldgefühlklinge in die Brust und er senkt den Blick. Und sie ist mal wieder viel zu clever. Wenn es um solche Sachen geht, sind Mädchen immer cleverer als Kerle. Warum eigentlich? Liegt das an den Genen?
Raven blickt zu ihr hoch, jetzt geht das wieder, ohne dass sein Stolz verletzt wird. Stolz liegt nämlich gerade eh im Dreck und suhlt sich in den eigenen Selbstmitleidstränen. Kopfschmerzen klopfen beständig gegen Ravens Schädeldecke und er hebt ein Blatt auf, das dort gelegen hat, wo sich bis gerade eben Brookes Oberkörper befand. Sie liebt ihn also immer noch? Wo nimmt sie nur die Kraft dafür her? Er bewundert sie.
Brooke lässt sich wieder zu ihm nieder und er legt dankbar den Arm um sie. Er denkt nicht daran, wie eiskalt sein Körper sein muss. Liegt wohl daran, dass er ihn kaum mehr spürt. Bis auf den kleinen und sehr ausdauernden Specht in seinem Kopf und die vage Erinnerung eines Übelkeitsgefühls. Aber wen interessiert schon sein Körper? Raven zumindest nicht, nur Brooke. Sie berührt ihn in ihrer besorgtesten Heilerinnen-Art und er genießt es einfach. Alles andere, pah! wen interessiert das denn? Er wird schon nicht gleich sterben. Wäre unsinnig, jetzt, wo alles wieder in Ordnung ist. Ist es doch, oder?

"Ist wieder alles in Ordnung zwischen uns?", fragt er, kann sie jedoch dabei nicht ansehen. Er betrachtet eine ihrer Kupferhaarsträhnen und fühlt sich wie jemand, der weiß, dass er etwas sehr dummes getan hat und dass alle wissen, dass er es weiß. Er sollte sich 'Idiot' auf die Stirn tätowieren lassen. Hm, tätowieren, da war doch noch was. Raven lächelt leicht, denkt dann jedoch daran, dass so viele Unschuldige gelitten haben, nur weil er auf diesem wahnwitzigen Selbstfindungstrip gewesen ist. Auf einem Selbstfindungstrip, der ihn immer weiter von sich selbst entfernt hat, wie es scheint. Mein Gott, wie hat er sich benommen! Erst die Prügelei mit dem Stufengenossen, dann das Mobbing der kleinen Rothaarigen aus der Sechsten. Höhepunkt war der Ausraster am See, wo er den einen Gryffindor für gefährlich lange Zeit ins Wasser befördert, dem andren das Schlüsselbein gebrochen und den dritten mit einem schwarzmagischen Fluch ein paar interessante Brandmale verpasst hat. Krönender Abschluss war ein Hufflepuff-Siebtklässler, mit dem er sich ein Duell geliefert hat, bei dem einige Gemälde so schwer beschädigt wurden, dass man sie zu einem Spezialisten schicken musste. Ganz Slytherin hat ihn deshalb auf dem Kieker, denn ohne seinen Randale-Monat hätten die Schlangen den Hauspokal abgeräumt. Dank Rhyll und Christopher, die in Hogsmeade die Helden gespielt hatten. So läuft's im Leben - der eine baut es auf, der andre reißt es nieder. Und die olle Sechmet wird Raven die nächsten Monate zur Hölle machen, das ist gewiss. Um das vorauszusagen muss man kein Ohnegleichen in Wahrsagen haben, dazu reicht es, ihren Kommentar auf seinem verdammten Zeugnis zu lesen.

"Mir geht's gut.", sagt Raven leise. "Solang du mich liebst, geht's mir gut." Ihm geht es beschissen, aber er ist so erleichtert über den Ausgang dieser fatalen Szene, die sie durchgespielt haben, dass er es gar nicht wahrnimmt. Er sieht Brooke in die Augen und weiß nicht, was er sagen soll. Eigentlich will er gar nichts mehr sagen. Sie zu spüren ist das einzig wichtige im Moment. Mit einer eiskalten Hand streicht er ihr durchs Haar und nicht einmal der extreme Unterschied zwischen seiner Temperatur und ihrer rüttelt ihn wach. "Es tut mir alles so leid. Ganz besonders tut's mir leid, dass es noch tausend Situationen geben wird, in denen ich mich wieder ganz genauso entschuldigen muss, weil ich dir wieder weh getan habe. Ich kann nur hoffen, dass du trotz allem immer weißt, dass ich dich liebe." Er beugt sich ihr entgegen, küsst sie und fragt sich nur am Rande, wieso ihre Lippen so heiß sind. Dass nicht ihre Lippen heiß sind, sondern seine kalt wie der Tod selbst, kommt ihm nicht in den Sinn.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: So 10. Mai 2009, 19:44 
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Tod ist so ein furchtbar ernstes Thema. Ein Thema, mit dem Brooke sich noch nie gerne auseinander gesetzt hat. Und doch wird sie jeden Tag irgendwie damit konfrontiert. An jedem Tag, an dem sie Raven trifft. Könnte nicht jeder dieser Tage auch ihr Todestag sein. Ja, das sagt und denkt der junge Halbvampir doch selbst. Aber warum wird es der Hufflepuff erst jetzt bewusst? Hat der Streit ihr endlich die Realität näher gebracht? Doch diese Erkenntnis ist gar nicht so ernüchternd oder erschütternd, wie man sie sich wohl vorstellt. Man muss nur lernen, dem Leben mit einer gesunden Mischung aus Optimismus und Resignation entgegenzutreten und gleichzeitig nicht den Bezug zur Realität verlieren. So furchtbar kompliziert. Ja, es kommt Brooke alles gerade kompliziert vor und doch ist es so vollkommen in Ordnung. Nach diesem Monat, der für das Mädchen eine Qual aus Selbstzweifel und Lebensunmut waren, ist es eine Erleichterung zu wissen, dass alles wieder gut wird.
Leicht abwesend lächelt die Hufflepuff. Sie erfasst den Inhalt von Ravens Worten erst gar nicht, einfach nur seine Stimme zu hören, wie er sanft mit ihr spricht, scheint ihr ein kleines Wunder zu sein. Ja, sie hat gewusst, dass es schwer werden würde, dass es gefährlich sein würde. Aber sie will mit ihm zusammen sein, um jeden Preis. Darum ist es gut, so wie es ist. Sie will stark sein.

Ravens Kuss kommt gewissermaßen unerwartet. Schließlich war Brooke gerade dabei, die Ruinen ihrer Zukunft, die im letzten Monat zerstört wurden, wieder aufzurichten. Die makabere Vorstellung, dass es sich wohl so anfühlen würde, von einer lebendig gewordenen Leiche geküsst zu werden, beschert Brooke ein Gänsehaut der unangenehmen Art. Nun ja, vielleicht eher der Kuss einer Halbleiche, schließlich ist Mister McCloud auch nur ein Halbvampir. Heißt das eigentlich auch, dass er halbtot ist? Dieser Gedankengang ist zu seltsam, um in irgendeiner Weise förderlich für die Situation zu sein. Die letzte Zeit hatte sie solche Sehnsucht, wieder von Raven geküsst zu werden, ihn an sich ranzuziehen und ihn endlich wieder zu spüren. Doch in diesem Moment kann Brooke nicht anders, als ihn sanft, aber bestimmt wegzuschieben, nachdem sie den Kuss nur kurz erwidert hat. „Du bist eiskalt, Raven.“ flüstert sie und ist kurzzeitig verwundert, dass man ihren Atem nicht sehen kann, so kalt kommt es ihr hier gerade vor. Eine undefinierbare Angst, dass er nun, wo sie sich wieder haben, einfach...verschwinden könnte, steigt in ihr auf.
„Wir sollten vielleicht besser ins Schloss zurückgehen. Am besten gleich in den Krankenflügel.“ Sie streicht ihm über die Wange, nur um ein weiteres Mal seine Kälte zu spüren. Dass Miss Milliminster ihm viel helfen kann, bezweifelt Brooke aber auch. Sie ist eine vorzügliche Heilerin, aber wenn es um Halbvampire geht...Können Halbvampir eigentlich krank werden. Es gibt eigentlich immer nur eine Ursache für Ravens Krankheitserscheinungen. „Hast du deinen Trank genommen?“ Eine ernste Frage, verlangend nach einer ehrlichen Antwort.


(Eingangshalle- 30.Juni)

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Sa 16. Mai 2009, 11:58 
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Unter mehr Gewichts-Kalauern als die Polizei erlaubt, verlassen die beiden Slytherins die Große Halle. Sie sind da nicht die einzigen Flüchtlinge, es treibt auch schon einige andere hinaus in die Nacht, wie es üblich ist nach einem solchen Gelage. Isadora nimmt nur am Rande wahr, dass es sich dabei hauptsächlich um Pärchen handelt. Cliquen ziehen dann doch die Geselligkeit der Halle vor, wo man gemütlich sitzen, naschen und quatschen kann. Aber die Pärchen, tja, die wollen eben unter sich sein. Und da man auf den Ländereien von Hogwarts so wunderbar lustwandeln kann ... nun gut, sagen wir spazieren gehen, denn zweideutiger muss es nicht mehr werden. Da man also so wunderbar spazieren gehen kann, bietet es sich für Paare eben an, die Geselligkeit gegen die Intimität eines gemeinsamen Spaziergangs einzutauschen. Man kann sich besser unterhalten und wird nicht ständig von neidischen, neugierigen oder sonst welchen Blicken belästigt. Gerade als Adelspaar ist man noch mehr Gerede ausgesetzt, als es unter Schülern sowieso üblich ist. Je höher der Rang der Familie, desto höher auch der VIP-Status, man kann es leider nicht ablegen.

Isadora, mit Blick zum Himmel, seufzt auf eine selige Art und Weise, wie man es satt und zufrieden manchmal tut, ganz besonders, wenn man sich plötzlich in frischer Abendluft und unter einem Himmel mit Diamantbesatz wieder findet. Warum bereut sie es auf einmal, die Schuluniform zu tragen? Vielleicht, weil es nicht passt. Ein hübscher Rock wäre jetzt weitaus passender. Während sie eine Art Sicherheitsabstand zum Schloss ansteuern geht Isadora einen fiktiven Wortwechsel durch. 'Wartest du mal einen Moment, ich geh mich kurz umkleiden.' - 'Natürlich, aber wieso willst du dich umkleiden?' - 'Ach, ich dachte, ein Rock wäre jetzt stimmiger.' - 'Meinst du? Ja, im Grunde hast du recht. Ich denke, ich werde mich auch schnell umziehen.' - 'Ja?' - 'Ein Abend-Anzug, meinst du nicht? Das wäre stimmiger.'
Sie sieht an sich hinab. Diese Uniform - sie trägt sie schon sechs Jahre lang. Selbstverständlich nicht die selbe, immerhin wächst man zwischen dem elften und sechzehnten Lebensjahr enorm. Hach, die Schuluniform. Isadora lächelt in sich hinein und kommt sich unheimlich sentimental vor. Sie streicht über den Rock und zupft sich die Bluse zurecht. Manche Mädchen zaubern sich den Rocksaum höher, nur ein wenig, damit es den Lehrern nicht auffällt, aber den Jungs. Früher neigte Isadora auch zu so etwas, allerdings in die andere Richtung. Ihre Beine zeigt sie heute noch nicht gern, deshalb war die Exkursion mit Miss Vineyard vor einigen Wochen auch so unangenehm. Mehr Bein als im Bikini kann man kaum zeigen. Wenn Rhyll sie gesehen hätte ... Ja, was dann? Ernsthaft. Er wäre ganz sicher nicht davongelaufen, was denkt sie eigentlich? Überhaupt denkt sie viel zu viel, so die spontane Diagnose. Und dabei fällt ihr auf, dass bis jetzt Schweigen herrschte. Vorsichtig sieht sie zu Rhyll und begegnet seinem Blick. Einem leicht amüsierten. Hat er sie etwa die ganze Zeit beobachtet und sich gefragt, was mit ihr los ist?
Isadora blickt nach vorn, mal ganz und gar nicht unauffällig rasch. Und sie errötet.
"Ja also.", hebt sie an. "Ein wunderschöner Abend, nicht wahr?" Oh Gott.
Fühlen sich diese unbeherrschten Mädchen vielleicht alle so? Isadora ist nicht damit vertraut, dass einem die Gedanken davon galoppieren und man sich mittendrin in den seltsamsten und peinlichsten Vorstellungen verliert, worüber man dann sogar seine Begleitung gänzlich vergisst. Mädchen wie Yaruna würden jetzt wahrscheinlich lachen und sagen 'Ach entschuldige, so bin ich eben, nicht wahr?' und wären bezaubernd naiv dabei. Vielleicht würden sie Rhyll sogar von ihren albernen Gedankengängen erzählen. Allein die Vorstellung treibt Isadora erneut die Röte ins Gesicht. 'Haha, Rhyll, stell dir vor, woran ich gerade gedacht habe ...' Argh. Nein. Ganz sicher nicht.
Auffällig unauffällig wirft sie Rhyll einen Seitenblick zu.

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Viviamo attimi che valgono per sempre:
sono fulmini luminosi in cielo, tuoni forti che fanno tremare la terra,
attimi che danno un segno,
che ci fanno vedere la nostra propria strada.


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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Sa 16. Mai 2009, 13:27 
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Wohnort: Hemslaye Manor
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Kleidung: Schwarze Hose, dunkelgrünes Longsleeve, schwarze Schuhe, Umhang
Beziehung: Single
Aufenthaltsort: Angestelltentisch
Gesellschaft: Penny, Sophie, Verita
[Große Halle]

Man mag es nicht glauben, aber Rhyll Hemslaye ist in der Lage, Multitasking zu betreiben. Das zeigt sich wie folgt: Er geht und hat dabei den Blick mehr gen Himmel denn gen Erde gerichtet und schafft es erfolgreich, sich dabei nicht auf die Schnauze zu legen, weil er über irgendwelche Unebenheiten oder ähnliches stolpert. Das wäre es ja noch. Sich vor Isadora höchst unelegant der Länge nach auf die Nase zu legen. Wobei Isadora da nicht mal so schlimm wäre, aber die anderen Leute. Dieses Gerede. Sicher, die meiste Zeit gibt er nichts auf dummes Gerede der Mitschüler, das Lästern und die spöttischen Bemerkungen, er würde sich mehr wie ein Mädchen geben. Nein, das stört ihn in der Tat nicht, aber wenn er sich jetzt richtig schön auf die Schnauze legen würde, das wäre ihm dann doch immens peinlich. Eben weil es nicht zu ihm gehört. Dieses leicht feminine Gehabe, das gehört schon richtiggehend zu ihm, wie die Röcke zu Yuuki oder die Krawatte im Haar zu Yaruna.
Nein, er fällt nicht. Stattdessen hat er den Blick mehr oder weniger gen Himmel gerichtet und beobachtet die vielen vertrauten Sternformationen am Himmel. Hier ein Sternhaufen, da ein Nebel, der mit bloßem Auge als heller Schleier zu erkennen ist und dort der Nordstern. Rhyll lächelt sacht und ist froh, dass der Abend so schön ist, dass kein Wölkchen den Himmel und den Blick trübt. Kein Schleier, keine Dunstglocke aus Abgasen, wie es in den Großstädten der Fall ist. Ohja, er war durchaus schon in großen Städten bei Nacht. Wenn seine Eltern auf irgendwelchen Empfängen zugegen waren und die Kinder selbstverständlich mit mussten. Er hat sich dann oftmals zurückgezogen und den Himmel betrachtet - nur um dann den typischen gelblichen Schimmer der Großstadt über dem Himmel zu sehen - ohne Sterne. Nein, da ist es ihm so schon lieber. Allerdings wirft er nun doch mal einen Blick zu seiner Verlobten, die soll ja nicht denken, dass er lieber den Himmel anschaut, als sie.

Er lächelt. Eine hübsche Mischung wäre die Kombination aus Isadora mit Sternenhintergrund. Aber dazu müssten sie auf eine etwas freiere Strecke, damit das einigermaßen klappen würde, nicht hier zwischen den ganzen Hügeln und Bergen. Doch das stört nicht, der Himmel über ihnen zieht sich wie ein samtenes Band, als hätte jemand Löcher hineingestochen und man könnte nun die Lichter der Engel dahinter sehen - wenn man sich das so vorstellen möchte. Jetzt aber betrachtet er in der Tat Isadora, schaut zu, wie diese an sich herunterschaut und an ihrem Rock herumzuppelt. Da fragt er sich doch, was sie gerade denkt. Ob sie vernünftig gekleidet ist für so einen kleinen privaten Ausflug? Was er wohl mit ihr machen würde, wenn sie erst allein sind? Ob sie glaubt, er würde irgendwie... über sie herfallen, oder so? Nein, so wie sie sich den Rock gerade zurechtgezupft hat, sieht das eher danach aus, als würde sie mit der Kleidung nicht ganz zufrieden sein. Dabei ist diese Uniform doch recht praktisch. Wenn man den nervigen Pullunder über dem Hemd, wahlweise der Bluse, weglässt, dann ist es eine sehr elegante Kleidung, die man durchaus auch zu feierlichen Anlässen tragen kann. Und an einem letzten Schultag darf es auch die Uniform sein. Rhyll schmunzelt leicht und fängt ihren Blick auf - blinzelt und guckt verdutzt drein, als sie doch wirklich rasch und ertappt wegschaut - und errötet sie etwa?
Auf alle Fälle scheint es ihr peinlich zu sein, denn sie versucht mit halbgaren Floskeln ein Gespräch zu finden. Rhyll, ganz Gentleman, hat nun nicht vor, ihr auf den Zahn zu fühlen und nachzufragen, was denn los sei. Nein, stattdessen nickt er und lächelt sacht. "Ja, das ist in der Tat ein schöner Abend. Die Sterne sind wundervoll zu erkennen, wir haben Glück mit dem Wetter. Keine Wolken unterwegs." Er blinzelt leicht, schaut sie von der Seite her durch eine Strähne schwarzen Haares an und überlegt einen Moment. Dann wirft er einen Blick zum Himmel und greift kurzerhand nach Isadoras Hand. "Komm, ich möchte dir etwas zeigen." Oh Gott, wie klingt das jetzt bitte? 'Komm mit, ich zeig dir meine Schokofroschkarten'? Oh bitte.
Und doch führt er sie nun mit sich zu einem etwas abgelegenen Plätzchen - aber er hegt keine unlauteren Dinge! Nein, tut er nicht. Er will ihr nur zeigen, wo er sich gern mal herumtreibt, wenn er des Nachts seine Runden gedreht und dann doch mal hinausgeschlichen hat. Es handelt sich um eine Gruppe Findlinge etwas abseits des Wassers an der Steigung einer Art Senke. Die Findlinge sind teilweise schön abgeflacht, so dass man sich gut darauf niederlassen und die Sterne betrachten kann - wenn man sich unsicher fühlt, dann kann man sich auch dahinter in einer kleinen Mulde verstecken, die Aussicht ist beide Male toll. Dorthin führt er die Sechstklässlerin nun und blinzelt sie dann ein wenig verschmitzt an. "Hier vertreibe ich mir manchmal die Zeit, wenn ich noch keine Lust aufs Bett habe."

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: So 17. Mai 2009, 20:30 
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Keine Wolken unterwegs, nein, dafür zwei Slytherins. Und zwar ganz allein. Isadora sieht sich um, blickt zum Schloss zurück. Spaziergänger sieht man hauptsächlich am See, dem beliebtesten Ort außerhalb der Mauern von Hogwarts. Es ist schon recht dunkel geworden und Isadora bezweifelt, dass sie noch viel Zeit haben werden, bevor sie die Rückkehr antreten müssen. Rhyll ist Vertrauensschüler, da könnte er sich selbst und Isadora gleich eigenhändig verwarnen, weil sie unerlaubt herumstreunen. Dabei ist der Zapfenstreich dank festlichem Anlass sowieso schon weit nach hinten verschoben. Trotzdem ist der Gedanke an die Rückkehr ins Schloss gerade sehr unangenehm und Isadora könnte nicht einmal benennen, wieso das so ist. Sie will nicht wieder hinein, sie will mehr von dieser Abendluft, mehr Sterne, mehr von Rhyll.
Letzteres bekommt sie überraschend schnell. Ihr Verlobter ergreift ihre Hand und sie lässt es zu, lässt sich führen, verwundert und ein wenig aufgeregt, auch wenn es dazu sicher keinen Grund gibt. Rhyll ist nicht von der Sorte Jungs, die mit 'etwas zeigen' im Zweifelsfall gewisse Körperteile meinen. Vielleicht rührt es daher, dass es so heimlich wirkt, wie sie beide durch die Nacht schleichen, zu einem speziellen Ort, der Rhyll etwas bedeutet und dessen Bedeutung er mit Isadora teilen will. Ihr Herz klopft ein wenig schneller und sie nimmt so vieles wahr, gleichzeitig reflektiert sie diese Wahrnehmungen intensiver als sonst. Sie fragt sich, ob ihre Eisschicht sie früher an diesen Wahrnehmungen gehindert hat. Sollte sie doch nur dafür sorgen, dass man Isadora nicht verletzen kann, hat sie anscheinend auch körperliche Empfindungen abgedämpft. Noch nie ist ihr eine Nacht so lebendig vorgekommen. Noch nie waren die Sterne so klar. Oder redet sie sich das ein? Ganz gleich woher es kommt, es ist wunderbar. Isadora schließt sogar für einige Momente die Augen und vertraut sich Rhylls Führung blind an, was noch einmal gewisse Reize erhöht. Sie hört Geräusche aus Richtung See, vielleicht Schüler, die Steine ins Wasser werfen, vielleicht auch nur der Kranken, der an die Oberfläche gekommen ist. Sie hört Eulenrufe aus dem Wald, riecht den Duft der dunklen Tannen. Dann hat sie die Augen auch schon wieder geöffnet und steht zwischen einigen Findlingen. Sie kennt diese Stelle, hat ihr aber noch nie besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Jetzt sieht sie sich um, blickt dann zu Rhyll auf, der so verschmitzt lächelt, und muss ebenfalls lächeln.

"Solange dich kein Vertrauensschüler dabei erwischt.", merkt sie an, ein wenig neckend im Tonfall, da Rhyll immerhin selbst ein Vertrauensschüler ist und sich solche Regelübertretungen eigentlich nicht erlauben dürfte. "Schön hier.", fügt sie an und macht ein paar Schritte. Am Fuß eines Findlings liegen trockene, braune Blätter, die den Winter überlebt haben. Für einen Moment bleibt Isadoras Blick daran hängen. Überbleibsel einer vergangenen Zeit. Wie Erinnerungen.
"Ich will nicht wieder hinein." Mit diesen halb geseufzten Worten lässt sich Isadora auf einem Findling nieder, achtet dabei routiniert darauf, ordentlich auf ihrem Rock zu sitzen und ihn auch über ihren Beinen glatt zu streichen. Sie sieht zu Rhyll hoch. "Weißt du, dass ich noch nie unter freiem Himmel geschlafen habe?", fragt sie. Aber wie soll er so etwas wissen? "Das muss schön sein.", mutmaßt sie und fragt sich gleichzeitig, ob sie vielleicht Angst bekäme. Über einem nichts als Sternenhimmel ... ob man sich da nicht klein und verloren fühlt?

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: So 17. Mai 2009, 20:54 
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Solange ihn kein Vertrauensschüler dabei erwischt... Rhyll grinst und das Grinsen wird ein leichtes Lachen. Wie wahr, wie wahr. "Das ist bisher nie passiert und ich glaube auch kaum, dass mich ein Vertrauensschüler verpetzt.", erwidert er mit einem amüsierten Blitzen in den grünen Augen. Er ist im Grunde niemand, den man verpetzen muss, immerhin fällt er eigentlich nie unangenehm auf. Sei es nun, dass er nicht pöbelt oder aber, dass er auch nicht gleich jeden Fehltritt mit horrendem Punktabzug quittiert, wenn er jemanden aufgreift. Die meisten werden einfach nur verwarnt, manch eine Sache sogar richtiggehend übersehen, wenn er meint, dass man es durchgehen lassen kann. Bisher hat er - schätzungsweise - zwei oder drei Mal Punkte abgezogen und einmal auch bei Raven McCloud, was er nicht unbedingt witzig fand, aber als dieser dem Hufflepuff beinahe die Haut abgezogen hätte und das hätte er ganz sicher, wenn er nicht eingeschritten wäre, da ging es einfach nicht anders.
Nein, er muss nicht wirklich Angst davor haben, Punktabzug zu kassieren, wenn ihn ein anderer Vertrauensschüler erwischt. Vielleicht mit einem amüsierten Tadel oder ähnliches.

Schmunzelnd schaut er zu Isadora, die sich nun auf den Findling gesetzt hat. Er selber bleibt neben ihr stehen, hebt den Blick kurz nach oben und senkt ihn dann wieder zu ihr hinunter, als sie erwähnt, nicht wieder hineingehen zu wollen. Er kann es ihr nicht mal verdenken.
"Es ist zu schön hier, um wieder hineinzugehen, das ist wahr." Er seufzt leise, sie müssen aber. Sie können es ein wenig ausreizen, da er später sowieso einen Rundgang draußen machen müsste, um zu sehen, dass auch wirklich keiner mehr hier draußen herumstreunt zur Sperrstunde - aber dann müssen sie auch hinein und Isadora muss in den Gemeinschaftsraum, während er noch einen letzten Rundgang in seinem Revier macht, ehe er auch ins Bett geht. Wie gesagt, ein wenig können sie noch hier sitzen und dann können sie auch noch ein bisschen draußen herumgehen, bis sie dann hinein müssen, um alle brav ins Bett zu gelangen. Jetzt aber steht er noch hier und lächelt seine Verlobte leicht an.
"Mh... ja, das ist wirklich schön.", bekräftigt er ihre Vermutung. "Falls du mich in den Ferien besuchen möchtest, könnten wir einen längeren Ausritt tätigen, mit Übernachtung im Freien.", schlägt er schmunzelnd vor, auch wenn er weiß, dass es ein wenig... kühn klingt. Besonders wenn man bedenkt, dass Isadora doch eine Lady ist, nicht? Ladys übernachten nicht in der freien Wildbahn, wenn es nicht unbedingt sein muss und als Magier ist das schon mal gar nicht nötig. Und doch, scheiß drauf, wie man so schön umgangssprachlich sagt. Wenn sie das gern erleben möchte, wird er es ihr ermöglichen. Basta.

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 Betreff des Beitrags: Re: 29./30. Juni
BeitragVerfasst: Mo 18. Mai 2009, 17:57 
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Oh, wie ihr Herz schneller schlägt, als Rhyll ihr dieses Angebot macht. Aber aus Gründen, die man wohl nicht so schnell vermuten würde. Nicht die Aussicht auf möglichst viele intime Momente, in denen weiß der Himmel was passieren könnte, sondern der Gedanke an seine Eltern ist es, der sie innerlich gerade so aufwühlt. Betreten sieht sie über die Landschaft hinweg und vergisst den Sternenhimmel genauso wie Rhyll für einen Augenblick völlig. Die Hemslayes würden wahrscheinlich nicht dulden, dass sie sich auf ihrem Grund und Boden aufhält, nach dem ... nach dem, was sein wird. Ein schwerer Seufzer drängt sich über Isadoras Lippen. Selten sind derart gegensätzliche Emotionen so nah beieinander wie hier. Die nächsten Wochen werden schrecklich, wunderbar, anstrengend, erleichternd, belastend, erlösend zugleich. Was wird am Ende überwiegen? Aber die Hemslayes würden Isadora nicht mehr dulden, nein, da ist sie sich sicher. Vielleicht sind es sogar sie, welche die Verlobung schlussendlich lösen werden. Ein Kloß hat sich in Isadoras Hals gebildet und sie versucht ihn hinunter zu schlucken wie ein zu trockenes Stück Brot. Ihre Hände spielen mit ihrem Ring, dem Ring, und sie senkt den Kopf. Wird Rhyll noch mit ihr reden, danach? Wird man es ihm vielleicht sogar verbieten? Warum hat sie daran noch nicht gedacht? So vieles hat sie einberechnet und jetzt kommen plötzlich solche Dinge auf, die man nun wirklich nicht als Kleinigkeiten bezeichnen kann. Sie hat doch niemanden, sie hat nur Rhyll. Ihn zu verlieren hieße völlig allein dazustehen. Will sie diesen Preis zahlen? Die Antwort lautet ja. Nicht gern, doch sie würde. Der Plan ist wichtig, wichtiger als alles andere.

Sie hebt den Kopf, sieht zu Rhyll auf und angelt sich seine Hand, über deren Finger sie sacht mit den Fingerkuppen streichelt. Er ist etwas ganz besonderes. Isadora ist nicht die einzige, die das erkennt, denn es gibt einen Haufen Mädchen, die Rhyll mehr oder weniger heimlich anschmachten. Nicht nur Mädchen, wenn man dem glauben darf, was man so hört. Aber sie zweifelt daran, dass die anderen mehr als nur seine Fassade begehren. Sein ach so hübsches Gesicht, sein schwarzes Haar, seine geschmeidigen Bewegungen. All dies ist sehr anziehend, aber ihr gefällt etwas ganz anderes an ihm. Isadora steht auf.
"Ich glaube nicht, dass ich dich besuchen kann.", sagt sie leise und wollte nüchtern klingen, doch ihre Stimmlage ist zu hoch, zu unsicher. Sie nimmt auch seine zweite Hand und steht vor ihm mit gesenktem Kopf. "Nach diesen Ferien wird alles anders sein." Das hört sich nicht nach dem Mut und der Hoffnung an, die sie genauso empfindet wie die Angst und die Unsicherheit. Letzteres überwiegt gerade einfach, sie kann nichts dagegen tun. Sie löst ihre Hände von seinen und streicht langsam seine Arme hinauf, über seine Schultern und schließlich in seinen Nacken, hinein in das seidige Schwarz seiner Haare. Gleichzeitig hebt sie den Blick, um in seine Augen zu sehen. Aber eine Bewegung lenkt sie ab, lässt sie den Kopf drehen. Eine Sternschnuppe!
"Ich wünsche mir, dass Rhyll sich niemals von mir abwendet.", flüstert sie und weiß, dass er es hören kann. Sie sucht seinen Blick, während sie mit einer Strähne seines Haars spielt.

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