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 Betreff des Beitrags: 24. Dezember [Jahr 1]
BeitragVerfasst: So 18. Mai 2008, 22:45 
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24. Dezember, 18 Uhr

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: So 18. Mai 2008, 22:45 


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Di 20. Mai 2008, 11:37 
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So. Das Thema Trisha ist jetzt abgehakt. Also nicht wirklich, aber zumindest im Moment. Die schöne Halbasiatin an seiner Seite verdient schließlich ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit, wenn sie sich extra für ihn, wie sie meinte, schon so zurrecht macht. Die andere Sache wird er nachher klären und alles ist wieder gut. Ende. Der Gedanke beruhigt ihn dann soweit, dass er sich jettzt voll und ganz seiner Begleitung widmen kann, mit der er so eben den Gemeinschaftsraum verlassen hat. Auf dem Weg durch die Korridore schaut er sie immer wieder von der Seite an und lächelt. Irgendwie ist das Mädchen ja schon verrückt, ihm all die Komplimente zu machen. Das ist wie Öl ins Feuer seines männlichen Egos zu kippen.. da hebt er am Ende noch ab! Aber behaupten böse (und meist gespaltene) Zungen nicht eh, dass in seinem Kopf nur heiße Luft vorhanden ist? Würde in dem Fall ja passen. Hm. Alex ist zudem ja eh schon jemand, der einigermaßen viel von sich hält, und deswegen fragt er Sue auch gar nicht erst, warum sie ihn so toll findet. Das ist halt einfach so. Und er ist mit Sicherheit der Letzte, der was dagegen hat. ABer genug davon. Wieder sieht er sie an (und eigentlich fällt es schwer das nicht zu tun, bei diesem Kleid) und nickt leicht, als sie meint, noch nicht gleich in die Halle gehen zu müssen. "Das Angeben verschieben wir dann einfach. Du weißt doch, die coolen Leute kommen eh immer später auf eine Party." Er grinst in seiner typischen Art und Weise, bevor er die jüngere Gryffindor sacht an die Wand schiebt. Nein, nicht um irgendwas...komisches zu tun, sondern um einem Doppelpärchen Platz zu machen, dass durch den Korridor gerauscht kommt. Entschuldigend lächelt er ihr zu, immerhin stehen die beiden für einen kurzen Augenblick ziemlich dicht beisammen an dem kalten Stein (okay, gibt vermutlich schlimmeres), dann setzt der Texaner seinen Weg mit ihr fort. "Gehen wir noch ein bisschen raus, oder so. Ist eh ganz gut, wenn wir dem ganzen Weihnachtstrubel noch entkommen können, bin nich' so der Fan davon." Nicht so der Fan von.. was? Weihnachten oder Trubel? Das lässt er mal so stehen. Jedenfalls würde er sich ungern durch die Massen zwängen müssen, von einer Begegnung mit Trish ganz zu schweigen, wobei das eher weniger ausschlaggebend ist. "Wenns dir da nicht zu kalt ist" fügt er nach einem Moment an, den Blick kritisch auf das doch eher freizügigere Kleid gerichtet. Trotzdem steuert der Amerikaner ziemlich zielsicher den Ausgang an, bezwiehungsweise einen Gang, der ebenfalls hinaus führt, ohne das die beiden durch die Eingangshalle müssen. Wäre ja bisschen deppert, wenn sie die Masse meiden wollten, aber doch da durch gehen, nicht wahr? Und Alex kennt sich im Schloß doch inzwischen einigermaßen aus, so, dass das kein großes Problem werden sollte.
Ein angenehmer Nebeneffekt dieser Gänge ist die Ruhe, die man hier hat. Keine lärmenden Ballgeher und so. Ideal um sich zu unterhalten, und so wirklich gut kennt er Sue ja nun noch nicht. Hm.. was weiß er überhaupt über sie? Nicht besonders viel, aber da kann man sicher was dran machen. Als die beiden schließlich nach diversen Abzweigungen und versteckten Gängen ins Freie treten, blinzelt der Texaner in den dunklen Abendhimmel. Kleine Flocken schweben sanft hinab und lassen keinen Zweifel daran, welche Jahreszeit herrscht. Entsprechend kalt ist es ja auch, und sein mehr oder weniger besorgter Blick gilt immer wieder der Halbasiatin. Wäre doch irgendwie uncool, wenn die sich sonstwas abfriert (wo bei ihr doch alles so perfekt sitzt). "Boah. An das Wetter hier kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Bei uns ists auch im Winter nicht so arschkalt.." verkündet er, und zieht den Hut etwas tiefer in die Stirn, damit weder Flocken, noch kalter Wind direkt in sein Gesicht wehen. "Weihnachten auf Hawaii, das wär' jetzt was. Oder stehst Du eher auf sowas traditionelles wie 'weiße Weihacht' ?" Fragend schaut er sie von der Seite her an, während er sie auf einem der Wege um das Schloss führt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 12:16 
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Also wenn Sue jemals froh über die schmalen Gänge Hogwarts' war, dann jetzt. Denn gezwungen durch die Architektur des Schlosses und einem vorbeirauschendem Doppelpärchen, das unbedingt in einer Linie nebeneinander hergehen möchte, werden Alex und Sue an die Wand geschoben. Und das ganze hat wohl ziemlich etwas von einer filmreifen heißen Hollywood-Kussszene, nur dass Kuss und Hollywood ausbleiben. Aber Sue gefällt es trotzdem ihn so nah bei sich zu haben und für einen kurzen Moment seinen Atem auf ihrer Haut zu spüren. Ihr Herz schlägt einen Salto und ihre Wangen bekommen einen leichten rosa Schimmer, der förmlich glüht und vermutlich dafür verantwortlich ist, dass sie außer dem rauen Mantel der steinernen Wand nichts weiter von dieser fühlt. Sie erwidert sein entschuldigendes Lächeln, auch wenn das ihrige eher die 'Macht nichts' Nachricht auf den Lippen trägt. Aber so schnell das ganze auch zu dieser unverhofften Situation geführt hat, so schnell ist das ganze wieder vorbei und Alex und Sue stehen wieder wie vorher nebeneinander.

Rausgehen klingt gut, und so nickt die Halbchinesin auf seinen Vorschlag hin, wobei einige ihrer Strähnen ins Gesicht rutschen, die sogleich mit einer bestimmten Handbewegung an ihren eigentlichen Platz geschoben werden. Seine Befürchtung, dass es ihr dort zu kalt werden könnte, kann sie aber sofort entkräften mit einem "Nein, wird es nicht sein. Sehe. Lerne. Und staune wenn wir angekommen sind über die weibliche Handtasche.", schmunzelt sie und nickt kurz zu der kleinen Tasche an ihrer Seite. Tjaja, in die Handtasche einer Frau passt bekanntlich mehr als es den Anschein hat, und noch mehr, wenn sie magisch vergrößert ist. Sue könnte wohl einen ganzen Menschen darin verstecken, wenn sie wollen würde. Gut, bei einem Rindviech würde es Schwierigkeiten geben - auch wenn die meisten Männer ein solches sind - aber das gehört auch nicht zum Notfallset einer Dame. Oder hat etwa jemand schon mal gehört, dass eine Frau im Restaurant verkündet hat, sie wolle sich nun kurz zurück ziehen um ihre Kuh zu betrachten, ob alles noch so sitzt wie es sein soll? Eben, wäre ja auch zu .. na lassen wir das. Fakt ist, dass Sue sich einen leichten, aber doch wärmenden, schwarzen Umhang eingepackt hat, den sie sich überhängen kann. Für alle Fälle das richtige dabei.

Wäre es nicht Schloss Hogwarts und Sue nicht relativ unerschrocken, dann wäre das ganze wohl ziemlich gruselig. Diese Stille, die im selben Tackt ertönenden klack, klack Geräusche ihrer Schuhe und das leise Knistern der Fackeln, die die Korridore in dumpfes Licht hüllen. Zusätzlich sind die Gänge, durch die Alex sie führt, um unbeschadet und ohne Eingangshalle nach außen zu gelangen, relativ eng, sodass ein Doppelpärchen kaum Chance hätte hier im ganzen durch zu rauschen. Aber für die beiden Gryffindors reicht es, um nebeneinander her zu laufen. Und Alex' Stimme die nach wenigen Minuten wieder erklingt, nimmt dem ganzen auch den letzten Schleier von Teenie-Horro-Hollywood-Möchtegernschocker. Auch wenn sie da gerade ins Freie treten.
Kleine Flocken begrüßen Sue, sowie eine eisige Kälte. Na dann Handtasche, zeig was du kannst. Und so wird diese mit einem leisen Zipgeräusch geöffnet und der Umhang vorsichtig herausgeholt und sich umgeworfen. Sehr schön, so lässt es sich eine Weile aushalten, auch wenn ihre Schuhwerk nicht gerade das passenste ist. Egal. Wer schön sein will, muss leiden.
Schmunzeln sieht Sue zu, wie sich Alex seinen Hut ein wenig tiefer in das Gesicht zieht, und die ersten Schneeflocken sich auf seiner Krempe niederlassen. Auch ihr Haar ist bald mit kleinen Focken besetzt, die ihr zusätzlich Kristalle in die Frisur zaubern. Lächelnd tritt sie einige Schritte weiter hinaus, breitet die Arme leicht aus und dreht sich einmal im Kreis, wie eine Tänzerin im Schnee, blickt dabei zu den Wolken und richtet danach ihren Blick wieder auf ihn, dabei freudig lächelnd. Sue mag Schnee. Nicht nur, weil er ihr Schmuck in das Haar legt. Nein, seit der Zeit in Ägypten, hat sie ihn zu lieben gelernt. Hm, das bringt uns doch gleich zu seinen Worten. Alex steht offenbar nicht auf weiße Weihnachten, und an das Wetter kann er sich nicht gewöhnen. Naja, Texas ist eben weitaus wärmer als Schottland. Sue schmunzelt und tritt wieder näher zu ihm heran, und stubst kurz mit dem Finger gegen seine Hutkrempe, damit der dort gesammelte Schnee diese verlassen muss.
"Ich würde nicht sagen, das ich zwangsläufig immer weiße Weihnachten haben muss. Auf Hawaii wäre das sicher auch schön. Schön warm vor allem. Und man könnte in Bikini und Cocktailkleid Heilig Abend feiern. Wäre mal was anderes. Aber ich mag Schnee. Sehr gern sogar. Und in Ägypten, zwischen all dem Sand, hab ich ihn an Weihnachten schon vermisst. Da zieh ich die weiße Winterlandschaft von Hogwarts den sandigen Dünen vor." Sieht ihm beim Reden in die Augen, und lächelt dabei.
"Du kommst aus Texas." Es ist keine Frage, es ist nur die Wiederholung einer Tatsache, die ihr eh schon länger bekannt ist. "Dort ist es wohl recht warm, wenn es dir hier zu kalt ist. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch nie außerhalb Eurasiens war. Wie ist es da, wo du herkommst?", hat nun einen interessiert neugierigen Schimmer in den braunen Augen und ist gespannt darauf was er zu berichten hat. Sie will alles von ihm wissen, alles. Was er weis möchte Sue auch wissen, alles mit ihm teilen. Jaja, so ist das eben wenn man verliebt ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Fr 23. Mai 2008, 23:04 
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Das Phänomen "Handtasche" ist ja für jeden Mann ohnehin schon eines der großes Rätsel der Menschheit, wenn so ein Ding dann aber auch noch magisch vergrößert ist, dann übersteigt das ganz sicher die beschränkte Vorstellungskraft eines jeden männlichen Wesens. Und gerade jetzt bekommt der Herr Texaner wieder einmal vor Augen gehalten, was es mit diesem Mysterium auf sich an. Als Sue nämlich einen kompletten Umhang hervor zieht, staunt Alex nicht schlecht. Vermutlich könnte sie ihren halben Kleiderschrank da reinstopfen, und man würde es nicht merken. Oh, wie sneidisch jede Muggelin werden würde! Er aber schüttelt nur grinsend den Kopf. "Oh, Mann. Sowas könnte ich auch gut gebrauchen.. allerdings würd' das blöd aussehen, wenn ich mit so 'ner Tasche rumrenne. Es sei denn...ich würde das dazu passennde Kleid wählen" Noch immer grinsend lässt er seinen Blick einmal demonstrativ über ihre Gestalt wandern, kommt aber recht schnell zu dem Schluss, dass er vermutlich nicht die richtige Figur dafür hat. Nicht, dass er das je bezweifelt hätte. "Nein...das überlasse ich dir" schließt er den Gedankengang ab, noch immer das amüsierte Grinsen auf den Lippen. Wenigstens wird ihr so nicht so schnell kalt. Er selbst zeigt übrigens kein Anzeichen davon, dass ihn das Wetter, abgesehen von dem nervigen Wind und den Schneeflocken, wirklich stört, wobei man sich dessen eigentlich recht sicher sein kann. Alex ist bekannt dafür, über Britannien und das hiesige Wetter zu schimpfen. Andererseits hat so eine idyllische weiße Winterlandschaft an Weihnachten ja schon was. Fehlt nur noch, das irgendwoher "Winter Wonderland" ertönt und Kinder auf dem zugefrorenen See Schlittschuhfahren und irgendwo ganz harmonisch Schneemänner bauen. Das beleuchtete Schloss wäre auf jeden Fall ein idealer Hintergrund dafür.

"Ich würde nicht sagen, das ich zwangsläufig immer weiße Weihnachten haben muss. Auf Hawaii wäre das sicher auch schön. Schön warm vor allem. Und man könnte in Bikini und Cocktailkleid Heilig Abend feiern. Wäre mal was anderes. Aber ich mag Schnee. Sehr gern sogar. Und in Ägypten, zwischen all dem Sand, hab ich ihn an Weihnachten schon vermisst. Da zieh ich die weiße Winterlandschaft von Hogwarts den sandigen Dünen vor."

Es sind Sues Worte, die das Bild einer kitschigen "Seasons Greetings"-Karte aus seinem Kopf treiben. Das Grinsend ist inzwischen wieder seinem offenen Lächeln gewichen, und mit einem jetzt wacher wirkenden Blick schaut der Amerikaner seine halbasiatische Hausgenossin und Ballbegleitung an: "Ich kannte es vor Hogwarts kaum anders. Das letzte Weihnachten im Schnee hab ich als Kind gefeiert, und das ist schon 'ne Weile her. Danach war es..." Er hebt die Finger und beginnt synchron zu seinen Worten abzuzählen "...Indonesien, Hawaii, Australien und die Emirate." Er überlegt kurz, nickt dann und lässt die Hand wieder sinken. "Weihnachten im Bikini..das fänd' ich auch mal interessant." Wieder heben sich die Mundwinkel zu einem sachten Grinsen, aber er lässt offen wie er das gemeint hat. Und immerhin ist es Alex, da kann man nie wissen. "Wenn man Schnee gewöhnt ist, dann würd' ich das auch nicht anders haben wollen, nehme ich an." Sinnierend richtet er seinen Blick in den dunklen Nachthimmel und blinzelt dabei einige kleine Flocken von den Augen, ehe er nach einigen schweigsamen Momenten auf ihre Frage eingeht: "So warm ist es in Austin auch wieder nicht. Texas besteht ja nicht nur aus Wüste, wie im Film oder so. Aber es ist auf jeden Fall angenehmer... war aber lang' nicht mehr da. Seit mein Dad in London arbeitet, kommen wir leider kaum noch rüber. Meistens war ich dann ohne meine Eltern auf der Ranch von meinem Grandpa." Schulterzuckend wendet der Teenager sich ihr wieder zu. "Aber erzähl mal von dir. Dein Vater ist Franzose?"

Leise knirscht der Kies des Weges unter ihren Schuhsohlen und führt das junge Ballpaar um das alte Schloss herum...

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Fr 30. Mai 2008, 17:01 
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Ihr Kleid ist etwas zu lang und so tritt Abi immer wieder darauf und hinterläßt staubige Abdrücke auf dem schwarzen Stoff aber das ist ihr völlig egal,denn niemand wird es bemerken, weil auch niemand mit ihr tanzen wird. Jedes mal wenn ihr, wie eben gerade, ein Paar auf dem Weg zum Ball begegnet spührt sie einen kleinen Stich im Herzen und wird immer lustloser. Eigentlich wollte sie in die Große Halle gehen um ein wenig zu essen aber als sie das frohe Gelächter hörte und die vielen Freunde sah die miteinander schertzten wurde ihr wieder bewusst wie alleine sie eigentlich war. Sie brachte es nicht über sich alleine die Halle zu betreten und so hatte sie sich gedacht das ein wenig frische Luft sie vielleicht aufbauen würde, aber dem war nicht so.

Seuftzend läßt sie sich auf einen glatten Stein nahe des Sees fallen und begutachtet ihr Spiegelbild im Wasser.Ihre, jetzt in der dunkelheit, schwarzen Augen sehen fragend zurück. Gedämpfte Musik erklingt vom Schloss her und Abi legt sich rücklings in das kalte Gras um den Tönen zu lauschen.Wieder und wieder fragt sie sich warum ihr Vater sie an Weinachten nicht zu sich holt. Als ein anderes Pärchen lachend an ihr vorbeigeht kullert doch tatsächlich eine Täne über ihre Wange. Energisch wischt Abi sie weg dreht sich auf die Seite und nickt ein.


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 16. Jun 2008, 17:37 
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Den Umhang ein wenig fester um sich ziehend, und begleitet von dem Knirschen des Schnees, das von ihren Füßen verursacht wird, während sie tiefe Spuren in der vorher geschlossenen Schneedecke hinterlassen, lauscht die Gryffindor seinen Worten.
Er ist wirklich schon ziemlich weit herum gekommen. Indonesien.. das liegt doch in der Nähe der Philippinen. Und Hawaii sagt der Halbchinesin natürlich auch etwas. Gibt es überhaupt jemanden, der ein wenig Ahnung von Urlaubszielen hat, dem diese Insel nichts sagt? Sehr zweifelhaft. Hm, Australien war er auch. Fragt sich nur, wo genau, immerhin ist dies nicht gerade klein. Vielleicht frägt sie ihn später einmal, denn Alex spricht bereits weiter, und sie möchte ihn ungern unterbrechen.
Lächelnder betrachtet sie ihn, während der Gryffindor weiter erzählt. Er berichtet davon, dass er, wenn er Schnee zu Weihnachten gewohnt wäre es auch nicht anders haben wollen würde und Sue nickt dazu nur verstehend. Damit hat er wohl sehr recht. Immerhin ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Das was er kennt möchte er nur all zu selten missen, denn darin fühlt er sich wohl. Alles neue macht ihm Angst. Aber gut, wie auch immer.
So warm ist es in Austin auch wieder nicht. Texas besteht ja nicht nur aus Wüste, wie im Film oder so. Aber es ist auf jeden Fall angenehmer... war aber lang' nicht mehr da. Seit mein Dad in London arbeitet, kommen wir leider kaum noch rüber. Meistens war ich dann ohne meine Eltern auf der Ranch von meinem Grandpa." erzählt Alex weiter, immer noch unter den braunen Augen Sues, die an ihm heften. Hach ja, er ist wirklich süß. Und als er sich ihr wieder direkt zuwendet tritt auf ihr Gesicht wieder das Lächeln mit einer Spur Verliebtheit. Sie hat ihn wirklich sehr gern.
Eigentlich möchte sie nun etwas auf das von ihm gesagte erwidern, doch nun ist es an Alex sie etwas zu fragen. Und so streicht sie sich eine ihrer Haarsträhnen aus dem Gesicht, die nun über und über mit kleinen Schneeflocken verziert ist, und nickt dann zur Antwort.
"Ja, mein Vater ist Franzose. Er und meine Mutter haben sich bei der Arbeit kennen gelernt, sie sind beide Fluchbrecher für Gringotts. Da beide von vorne herein in London gelebt haben, waren meine Geschwister und ich auch noch nie viel in den Herkunftsländern unserer Eltern. Aber im Vergleich zu meiner Mutter hat mein Vater noch guten Kontakt zu meinen Großeltern väterlicherseits. Ab und an waren wir früher auch bei ihnen in Paris zu Besuch und mein Vater hat darauf bestanden mit uns zu hause Französisch zu sprechen. Drum beherrsch ich diese Sprache fließend. Um ehrlich zu sein gefällt sie mir sogar besser als Englisch.", schmunzelt leicht, zieht den Mantel noch einmal ein wenig enger um sich, da er ein wenig verrutscht ist, und es zudem langsam kalt wird, auch ihre Füße können ein Lied davon singen, aber ihre Schritte lenken sich eh Richtung Eingangsportal. Ob das nun gewollt war oder nicht, kann wohl keiner der beiden sagen. Zumindest Sue kann es nicht. Aber da noch ein wenig Zeit ist bis sie die Eingangshalle erreichen, spricht sie weiter. "Und obwohl man es vielleicht nicht denkt, kann ich, genauso wie meine Geschwister, gerade mal so viel Chinesisch wie jeder andere hier. Nihau ist auch schon das einzige, dass ich fertig bekomm, Danke und Bitte vielleicht noch, mehr aber auch nicht. Meine Mutter hat den Kontakt zu sich nach Hause komplett abgebrochen, den Grund dafür wollte sie uns nie erzählen. Und da sie alles, was mit ihrer Familie zu tun hat, vergessen wollte, hat sie uns auch nie die chinesische Sprache beigebracht." Ein leichtes Schulterzucken, dann lächelt sie ihn wieder an. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich das bereuen soll, oder nicht."
Langsam verstummt das Geräusch des knirschenden Schnees und das leise Klackern Sues Absätze gemischt mit aufkommenden Stimmengewirr dringt an ihre Ohren. Unverkennbar, die beiden Gryffindors sind an der Eingangshalle angekommen. Wird auch Zeit, wie die Fünftklässlerin mit einem Blick in die fast leere Vorhalle feststellt. Kaum noch Schüler befinden sich hier.
Die Hände reibend, da diese beim Eintritt in die Wärme das Kribbeln anfangen, zieht sie sich den Umhang wieder aus, und stopft ihn feinsäuberlich zurück in ihre Handtasche, dann nimmt sie Alex an der Hand. "Ich würde sagen, wir haben die Rede von Paddywack verpasst. Aber ich nehme mal an, sie war genauso wortgewaltig wie immer, also nicht der Rede wert.", schmunzelnd zieht sie den Texaner mit sich Richtung Halle, vorbei an Christopher Nolan und einer anderen Schülerin, die eher aussehen, als hätten sie sich für Halloween schick gemacht aber nicht für den Weihnachtsball, und vorbei an Sues Schwester, die einen leicht besorgten Blick der Gryffindor abgekommt, sie aber gar nicht wahrzunehmen scheint.
In der Großen Halle endlich angekommen sind tatsächlich bereits alle am mampfen und Sues Magen, obwohl mit Schmetterlingen gefüllt, meldet sich bei all den leckeren Gerüchen nun auch mit einem Hungergefühl. Ja Essen, das wäre jetzt gut. Aber zuerst brauchen sie einen Sitzplatz. Lächelnd wendet sie sich daher wieder an Alex: "Entscheide du, wo wir uns hinsetzen, ich folge dir überall hin." Jaha, und das meint sie wirklich so.

--->Große Halle

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Sa 21. Jun 2008, 15:58 
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Kalt ist es hier draußen. Kein Wunder. Es ist Mitte Dezember. Da sollte es kalt sein. Diese Kälte spürt er allerdings nicht sonderlich, obwohl er nur die normale Schuluniform und einen leichten Umhang trägt. Er denkt nicht über die Kälte nach, also spürt er sie auch nicht. Vielmehr fühlt er eine innere Kälte, wenn er hoch sieht zu den vielen Lichtern, die das Schloss erhellen. Vor diesen Lichtern ist er vorhin geflohen. Vor all den glücklichen Menschen ist er geflohen. Weihnachten. Gut, er hat Weihnachten nie gefeiert, aber er weiß doch, dass man an diesem Tag glücklich sein sollte. Glücklich gemeinsam mit Menschen, die man liebt. Nur sind davon nicht mehr allzu viele übrig. Und der einzige Mensch, der ihm noch wirklich etwas bedeutet, ist sehr weit weg. Ob Chejm auch gerade an ihn denkt? Wohl eher nicht. Er hat sich nicht so sehr zurückgezogen wie sein Bruder. Wahrscheinlich unternimmt er gerade etwas mit Freunden. Freunde. Meir kann sich schon beinahe nicht mehr daran erinnern, wie es ist, Freunde zu haben. Aber es war ja seine eigene Entscheidung. Wobei.. eher glaubt er ja, dass es einfach sein Schicksal ist, einsam zu sein. Wieso hätte man ihm denn auch sonst seine ganze Familie nehmen sollen? Ihm will einfach keine plausiblere Möglichkeit einfallen.
Und heute gibt es sowieso keine Gelegenheit, dass ihm jemand begegnet. Auch das hat er ganz bewusst so gewählt. Schließlich gibt es nichts unsichereres als einen Weihnachtsball. Der ist sogar fast so schlimm wie Halloween. Doch wo er sich an diesem schrecklichen Tag noch in seinem Bett verkrochen hat, hat er sich heute rausgewagt, um einen Blick aufs Geschehen zu werfen. Allerdings hat er es nicht einmal bis in die Eingangshalle geschafft, weil die Menge an Schülern immer mehr wurde und er sich immer unwohler fühlte. Also ist er dann abgebogen und hat einen argen Umweg genommen, damit er hinaus auf die Ländereien kommt, ohne durch die Eingangshalle zu müssen. Schon allein der Lärm, der von dort kam, war zu viel für ihn. Umso froher war er dann, als er draußen den kalten Wind auf seiner Haut spürte und endlich wieder durchatmen konnte. Eine Weile war er nun im Schnee umher gegangen und hat versucht, sich irgendwie abzulenken. Kurz war er zusammengeschreckt, als andere Schüler aus dem Schlossportal kamen und einen Moment lang die Stimmen und das Licht aus der Eingangshalle herausgedrungen waren. Doch bald war es wieder still und auch Meir wurde wieder ruhiger.
Und nun? Ja, nun steht er hier an den alten Baum gelehnt und sieht hoch zu den vielen Lichtern im Schloss. Das Festessen muss mittlerweile begonnen haben. Irgendwie sehnt sich Meir ja doch daran, einfach.. na ja, normal zu sein. Gerne würde er heute zu den glücklichen Menschen in der großen Halle gehören. Aber das liegt wohl mehr im Bereich des unmöglichen als sonst was. Naja.. immerhin ist er hier draußen in Sicherheit. Hier kann ihm niemand was böses. Zumindest hofft er das. Aber nein, hier ist er so gut wie allein. Hier fühlt er sich sicher.

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You, you don`t understand me
you don`t understand what
what I`ve been through
oh what I´ve been through

(Mando Diao - You Don't Understand Me)


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 21:47 
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(Große Halle)

"Meine Eltern ... sie wollen mein Pferd verkaufen.", sagt sie und merkt, wie kalte Wut und heiße Verzweiflung um den ersten Platz in ihr kämpfen. Nichts von beidem dringt nach außen, als sie mit gesenktem Blick erklärt: "Ich habe ihn bekommen als ich sieben Jahre alt war. Er ... bedeutet mir sehr viel. Meine Eltern wissen das natürlich genau, ich glaube sie wollen mich spüren lassen, dass sie immer noch Macht über mich haben." Sie zuckt leicht mit den Schultern und zieht den Umhang enger um sich, weil sie friert. "Sie wollen mich verletzen und Morgengold ist nun mal mein einziger Schwachpunkt. Er soll am zweiten Weihnachtstag auf dem jährlichen Wintermarkt in Somerset verkauft werden. Für fünftausend Galleonen." Sie seufzt und streicht sich eine hellblonde Haarsträhne aus dem Gesicht. "Mir verkaufen sie ihn natürlich nicht, aber sie könnten es dir nicht abschlagen. Sie würden deine Familie brüskieren und das werden sie nicht, selbst wenn sie dahinterkommen, dass du ihn für mich kaufst." Bei dieser Erklärung wird Isadora merklich lebhafter, zumindest für ihre Verhältnisse. "Ich kann dir das Geld geben, allerdings nicht sofort, du müsstest bis nächstes Jahr warten. Und du müsstest entweder selbst nach Somerset oder jemanden hinschicken, der Morgengold in deinem Namen erwirbt. Wahrscheinlich ist das größere Problem auch eher das, was danach kommt." Sie bemerkt, dass sie sehr viel von ihrer schützenden Gleichgültigkeit gerade aufgegeben hat, aber es geht um ihr Pferd! Da kann sie nicht klingen, als ginge es um eine Hausaufgabe für Geschichte der Zauberei. "Immerhin müsste er bei euch bleiben, nicht wahr? Oder wäre es möglich, dass meine Eltern ..." Sie runzelt die Stirn. "Wenn du mir Morgengold offiziell schenkst, nachdem du ihn gekauft hast, können sie ihn mir nicht noch einmal wegnehmen, oder? Das wäre doch ebenfalls sehr unhöflich gegenüber deiner Familie." Gedanken nehmen Form an und Isadora verzichtet darauf zu analysieren, wie sie wohl gerade auf Rhyll wirkt. Sicher weitaus lebendiger als sonst, sie bekommt sogar Farbe auf den Wangen. Aber das kann auch der Kälte zuzuschreiben sein. Das erregte Gestikulieren jedoch nicht, das sie erschrocken einstellt, als sie es bemerkt. Fast wäre ihr der Umhang von den Schultern gerutscht. Isadora zwingt sich zur Ruhe.
"Kannst du mir helfen, Rhyll? ... bitte."

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Viviamo attimi che valgono per sempre:
sono fulmini luminosi in cielo, tuoni forti che fanno tremare la terra,
attimi che danno un segno,
che ci fanno vedere la nostra propria strada.


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 22:52 
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Gesellschaft: Penny, Sophie, Verita
(Große Halle)

Entgegen ihrer eigentlichen Art spricht sie mehr oder weniger in Rätseln. Rätsel, die Rhyll nicht so recht begreifen will, aber das liegt wohl vornehmlich daran, dass sie sich tatsächlich ein wenig in Rage redet. Isadora Montague redet sich in Rage. Nur leicht und kaum merklich zuerst, aber es ist spürbar und das macht es für Rhyll doch nicht nur zu einem faszinierenden Erlebnis, sondern es macht ihn auch hellhörig. Wenn jemand Miss Ice derart aufregen kann, dann muss da schon ordentlich was hinter stecken, soviel ist sicher. Es ist also etwas, was sie nicht selbst erwerben kann... gut. Rhyll spart sich die Frage danach, was es zu erwerben gilt, denn sie wird wohl so effizient denken, dass sie noch merkt, dass er ohne weitere Informationen nicht weit kommen wird.
Die Information kommt recht schnell... und sie lässt Rhyll mehrfach blinzeln sowie Isadora etwas ungläubig anschauen. Ihr Pferd verkaufen, um ihr schaden zu wollen? Man könnte nun glauben, dass er eben wegen dieser Anschuldigung blinzelt, aber er tut es eher wegen dieser Frechheit. Das Pferd verkaufen... und womöglich an einen schäbigen Menschen verschachern, der das Tier völlig niedermacht, es verwahrlosen lässt und... nun ja, es dann dem Abdecker überlässt. Der dunkelhaarige Slytherin lässt seine Verlobte reden - und Isadora redet sich nun wirklich in Rage, sie macht auf mögliche Verkaufsszenarien aufmerksam und man merkt, dass sie sehr klar darüber nachgedacht hat. Rhyll nickt hin und wieder nachdenklich, während er einmal mehr darüber nachdenkt, dass Isadora und er vielleicht doch mehr Gemeinsamkeiten haben, als man vielleicht anfangs dachte.

Wenn jemand auf die Idee kommen würde, Scipio zu verkaufen... oh, er würde wohl im Dreieck springen. Mehr als das, es würde wohl zu einer jener Situationen kommen, in denen Rhyll Hemslaye seine Contenance verliert und dieses Mal wäre es mit einem türenknallenden Jungen, der nicht nach Hogwarts gehen will, nicht mehr gleichzusetzen. Gut, wenn es jemand wagen würde ihn zu verkaufen, könnte Rhyll ihn getrost zurückkaufen, jedenfalls jetzt, wo er volljährig ist. Und Isadora weiß gar nicht, wie sehr sie ihn nun an der Angel hat. Natürlich wird er ihr helfen, das steht völlig außer Frage. Argh... dieser Blick, dieser Ausdruck in ihren Augen. Ein leises Seufzen kommt ihm über die Lippen und er nickt schließlich abschließend... oder verbindlich, und fängt ihre Hände ein, als sie diese gerade noch rechtzeitig zum Stillstand bekommt, ohne ihm eine unfreiwillige Ohrfeige zu verpassen. Hätte sicherlich auch interessant ausgesehen, hm? Doch seine Gedanken finden rasch wieder zurück zu Isadora, deren Hände er noch immer in den Seinen hält und unbemerkt von sich selbst mit dem Daumen sacht über ihren Handrücken streicht, sie schließlich endlich auch ansehend.

"Selbstverständlich helfe ich dir. Ich kann einem unserer Dienstboten schreiben, dass er dein Pferd in meinem Namen kaufen soll, das ist kein Problem.", erwidert er nun leise und zeigt ein leichtes Lächeln. "Natürlich könnte Morgengold bei uns unterstehen, wenn es dir sicherer erscheint, aber sie würden es nicht wagen, ihn abermals zu verkaufen, es sei denn, sie wollen die Verlobung wieder gelöst sehen und das ... glaube ich ehrlich gesagt nicht.", murmelt er leise. Dafür haben sie zu sehr darauf bestanden und auch seine Eltern hätten wohl kaum so einen Aufstand gemacht, wenn sie es nicht den Montagues hätten recht machen wollen. Da wären wohl kaum solche Flüche gefallen, nur damit der Spross einen verdammten Heiratsantrag macht. Er lächelt sacht und wischt diese Gedankengänge rasch mit einem kurzen Kopfrucken beiseite, als er eine verirrte Haarsträhne verschwinden lässt.
"Ich kann dich sehr gut verstehen, Isadora.", setzt er nun nach und bemerkt gar nicht, dass er sie noch immer an den Händen hält. "Und das ist keine leere Phrase, ich verstehe dich wirklich. Ich wäre wohl ebenso aufgebracht, wenn mir jemand sagen würde, meine Eltern wollten Scipio verkaufen. Er ist schon kein Pferd mehr, er ist mir schon ein Freund geworden und er tut alles für mich... und ich für ihn." Das ist nicht mal so dahergesagt, er würde für den Friesen wohl sprichwörtlich durchs Feuer gehen - und das Tier seinerseits würde nicht zögern auf einen Angreifer loszugehen. Ganz entgegen der Tatsache, dass Pferde eher die Flucht ergreifen und er hat es auch schon bewiesen, dass er es tun würde. Ja, zu dem Tier hat Rhyll das wohl innigste Verhältnis überhaupt, immerhin kann er ihm auch alles erzählen, sogar Dinge, die er selbst Horatio nicht anvertraut und das will schon was heißen. "Ich werde noch heute Nacht eine Eule losschicken, dass alles veranlasst wird."

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Sa 5. Jul 2008, 23:52 
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(Erstes Posting, 24.12.)

Gegen den vom Mond beschienenen Schnee hebt sich die schwarze Gestalt deutlich ab. Aber selbstverständlich auch ohne diesen Kontrast hätte die Eule ihren Herrn gefunden, ihre gelben Augen sehen immerhin gestochen scharf in der Nacht. So landet das große, weiße Wesen zielsicher auf dem angewinkelten Arm, der ihr als Landeplatz dargeboten wird. Henry Ambose streicht dem Vogel über das Brustgefieder und bindet dann den Brief für seine Cousine an das bereitwillig hingestreckte Bein des Tieres. Es stehen die allgemeinen Höflichkeiten darin, der Brief ist obligatorisch, denn immerhin ist Weihnachten und alle erwarten einen solchen Brief. Es wird sich gut machen, wenn er sie nach dem Festessen erreicht, vor der ganzen Familie und somit auch unter den Augen seiner Eltern. Er selbst hat auf das Vergnügen der Familienfeier verzichtet, offiziell, weil er alle Zeit benötigt, sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten, inoffiziell, weil er einfach nicht dabei sein will. Hogwarts ist weitaus amüsanter. Hier kann man sein eigenes Ding drehen, wie es so schön heißt.
Henry drückt den Arm hoch, seine Schneeeule breitet die Schwingen und entschwindet in die Nacht. Sie hat nicht weit zu fliegen, trotzdem muss sie pünktlich los und auf weitere Zärtlichkeiten ihres Besitzers würde sie sowieso vergebens warten. Der Slytherin mit dem arroganten Blick ist alles, nur kein Kuscheltyp. Er sieht Circe nach, bis sie nicht mehr zu sehen ist. Die wenigen Flocken die sich vom Nachthimmel bequemen nässen leicht sein Gesicht und setzen sich als funkelnde Tropfen in sein blondes Haar. Henry steckt die Hände in die Taschen seines langen, schmalen Mantels, obwohl sie durch die schwarzen Lederhandschuhe gut gegen die Kälte geschützt sind. Dann spaziert er über die Wiese.
Vorhin beim Essen war es recht amüsant. Er hat sich an den Hufflepufftisch gesetzt und somit einigen Schülern die weihnachtliche Stimmung geraubt. Ein Mädchen hatte sich schließlich umgesetzt, ein anderes behielt ihn nervös im Blick als befürchte sie einen Unverzeihlichen, falls sie einen Moment lang unaufmerksam wäre. Dann hatte er eine Unterhaltung mit einem mehr als schockierten Fünftklässler geführt, der, so wie er aussah, sogar lieber mit Professor Sokaris ein Pläuschchen gehalten hätte als mit Henry. Ja, es macht Spaß anderen die Laune zu verderben, besonders durch Angst.

Trotzdem. Henry langweilt sich ein wenig und leidet unter einer gewissen Ziellosigkeit und Unruhe. Er hätte gerne etwas kaputt gemacht, etwas wirklich schönes. So etwas wie den Weihnachtsbaum. Besser noch etwas, das selbst Leid empfinden kann. Etwas das schön und leidensfähig ist, wie zum Beispiel dieses Mädchen, mit dem Sunfield abgezogen ist. Oder Isadora, die mit Rhyll Hemslaye unterwegs ist. Leider, leider waren ihm diese drei schon einmal nicht vergönnt, denn ein brennender Weihnachtsbaum zaubert recht unmagisch sofort Lehrer auf den Plan, die Rothaarige gehört Sunfield und Isadora, abgesehen davon dass man ein Mädchen wie sie sowieso nicht als Ziel auswählen sollte, wenn man klug ist, hat Hemslaye dabei, der sie als treusorgender Verlobter sicher vor aller Unbill beschützen würde. Wobei Henry gedanklich am Meisten mit Sunfield beschäftigt ist. Von Chambers hat er erfahren, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Vielleicht hat Sunfield das, was sich Henry schon lange wünscht - ein ganz persönliches Opfer. So etwas, was Leander für Darian ist. Tja, Darian ... auch so ein Thema. Eigentlich ein vielversprechender Junge, mit so viel Hass und Wut in sich. Doch er treibt es immer zu weit und dann passiert so etwas wie zu Halloween und er wird zeitweilig suspendiert. Dumm gelaufen, wirklich. Henry geht da subtiler vor, er hinterlässt nie Spuren.
Spuren.
Henry bleibt stehen und wirft einen Blick hinter sich. Seine Schritte im Schnee ziehen sich über die Wiese, allerdings nicht weit und während er hinsieht verschwindet Fußspur nach Fußspur wie von Geisterhand. Ein nützlicher, kleiner Zauber. Henry lächelt kalt und setzt seinen Weg fort. Spuren sollte man nur hinterlassen, wenn man es will. Als Narben in der Seele eines anderen zum Beispiel. Es gibt da ein gewisses Interessengebiet, mit dem sich Henry oft beschäftigt. Vor allem geht es dabei um die psychischen Auswirkungen von Erniedrigung und Schmerz. Dazu gab es schon viele Versuche, vor allem mit Hunden. Und interessante Ergebnisse ...
Der Slytherin bleibt stehen, als er die Anwesenheit einer anderen Person wahrnimmt. Er braucht einen Moment, bis er im Schatten eines Baumes eine Gestalt entdecken kann. Noch jemand, dem es in der Großen Halle zu langweilig wurde? Oder das Gegenteil davon? Ohne große Umschweife geht Henry auf die Gestalt zu und beim Näherkommen erkennt er auch, wen er hier gefunden hat.
"Ah. Guten Abend Meir.", sagt er und bleibt vor dem Schüler stehen. Sowohl Blick als auch Tonfall weisen ganz offen darauf hin, dass Meir für ihn kaum mehr als ein aus dem See gekrochenes Amphib darstellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 12:32 
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Vielleicht ist es nur die Reinheit des Schnees, die Meir hier hinaus getrieben hat und nun ein wenig beruhigt. Der Schnee liegt zwar im Schatten, weil es dunkel ist, aber dennoch vermag der Schatten es nicht, den Betrachter über die strahlende Schönheit des Schnees hinweg zu täuschen. Genauso strahlend und schön wie die Eliahu-ha-Navi-Synagoge in Jerusalem am Morgen, wenn das erste Sonnenlicht sie erfasst. Diesen Anblick wird Meir wohl nie vergessen. Manchmal stand er sogar früher auf, um dieses Spektakel nicht zu verpassen. Noch vor Sonnenaufgang stand er an seinem Fenster und schaute nach Osten, nur um dann jedes mal aufs Neue zu staunen, wenn die Sonne sich endlich zeigte und die Synagoge beleuchtete. Natürlich sah er sich auch gern die anderen drei sephardischen Synagogen an, aber keine konnte ihn so faszinieren wie die Eliahu-ha-Navi-Synagoge. Vielleicht liegt das nicht nur am Bauwerk selbst, sondern auch an der kleinen Legende, die sich um sie rankt. Eine kleine jüdische Gemeinde. Zu wenige. Sogar für den Minjan. Wieder mal waren sie nur zu neunt und es fehlte ihnen ein zehnter Mann. Doch als sie das Kol Nidre – Gebet sprechen wollten, erschien ein alter Mann und komplettierte den Minjan. Erst als dieser Mann wieder verschwunden war, verstanden die Männer, dass es sich um niemand geringeren als den Propheten Elia handelte, der mit ihnen gemeinsam betete. Seitdem trägt die Synagoge seinen Namen. Und Meir fragt sich immer öfter, wo dieser zehnte Mann nur hinverschwunden ist. Genauso gut könnte er sich auch fragen, wo sein Glauben hinverschwunden ist. Er war doch mal ein guter Jude, der regelmäßig in die Synagoge ging. Aber das war vor langer Zeit, wie es Meir schien. Nun fühlte er sich allein. Von Gott verlassen und sah keinen Weg zurück zu ihm.
Zaghaft greift der junge Jude nun zu dem Davidsternanhänger an seinem Hals. Wieso trägt er ihn trotz allem dennoch? Vielleicht nur als Mahnmal des Zorn Gottes. Was es auch ist, Meir ist sowieso nicht in der Lage, ihn abzunehmen und somit vielleicht ein weiteres Unglück zu provozieren.
Daher streicht er nun nur sacht mit dem Finger darüber und schreckt im nächsten Moment zusammen, weil er angesprochen wird. Wie konnte er nur so unachtsam sein und nicht bemerken, wie sich ihm jemand nähert? Immerhin weiß er doch, dass man nur mit stetiger Wachsamkeit überleben kann. Meir würde sich innerlich verdammen, wäre er nicht noch immer so eingeschüchtert wegen der Person, die ihm nun den Blick auf die Lichter des Schlosses verwehrt und somit das Licht im Rücken hat, weswegen Meir das Gesicht nicht erkennen kann. Aber das ist auch nicht nötig, weil er die Person durch Stimme, Tonfall und Umriss sehr gut identifizieren kann. Ohne Zweifel steht Henry Ambrose, Slytherin, 7. Klasse vor ihm. Und das lässt alle Alarmglocken in Meirs Kopf erklingen. Henry ist alles andere als eine sichere Person und bestimmt einer der letzten, die Meir nun bei sich haben möchte. Aber natürlich wird er ihm nicht sagen, dass er verschwinden soll. Dafür fühlt er sich nun sowieso viel zu klein und das, wo er doch ein wenig größer ist als der Slytherin. Am liebsten würde er ja seine Angst irgendwie verstecken oder überspielen, aber das konnte Meir noch nie gut. Also heißt es sich so unauffällig wie möglich am Baumstamm festzuhalten und höflich zu antworten. „Guten Abend, Henry.“ Reicht das? Zu jedem anderen würde er auch nicht mehr sagen. Und vielleicht geht er ja gleich weiter und beachtet den Ravenclaw nicht weiter. Das wäre zumindest Meirs Wunsch. Wieso blieb er auch nicht im Schlafsaal? Dort könnte ihm nichts passieren. Oder zumindest nicht viel. A Brokh!*

* Verdammt

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 16:10 
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Mit arrogantem Blick mustert Henry dieses angeblich menschliche Wesen wie eine Mixtur in einem Kessel, von der man nicht genau weiß, was es eigentlich ist. Er kennt Meir natürlich schon länger, nämlich seit dessen Schulwechsel, und im Grunde ist die Natur des Jungen ohnehin klar - Feigling, Schwächling, Opfer. Doch ihn hier draußen zu haben, in der Kälte des Weihnachtsabends, ganz allein, das ist eine neue Situation, die nicht einen gewissen Reiz entbehrt. Außerdem hatten sie noch nicht oft das Vergnügen und bist auf ein paar bösartige Kommentare und einschüchternde Blicke hat Meir auch nicht allzu viel von Henry zugedacht bekommen. Das sollte man ändern, oder?
Henry wirft einen Blick zum Schloss, was so gedeutet werden könnte, als wolle er prüfen, ob sie beobachtet werden. Dann tritt er näher, an Meirs Seite, wieder mit diesem Ausdruck im Gesicht, als würde er etwas begutachten, was man nur mit Handschuhen anfassen sollte. In der Tat ist Meir eine Art Schmutz für Henry. Sogar ein ziemlich ekelhafter, denn der Israeli ist muggelstämmig. Wenn man sich das mal bedenkt, Herrje, ist das nicht nur die Schande, einen Muggelverwandten zu haben, nein, man hat ausschließlich Muggelverwandte! Das ist nun wirklich so, als wäre man das Zufallsprodukt eines Komposthaufens. Wie magische Begabung aus einem Pfuhl minderwertigen Materials entstehen kann bleibt wohl auf ewig ein Rätsel, aber für Henry ist die Sache klar. Muggelstämmige sind eine Art widerlicher Irrtum der Natur und als solcher zu behandeln. Allein wenn er Meir nur ansieht steigt in ihm Wut hoch, Wut über so eine grausame, genetische Verirrung. Dieser Junge ist die magischen Fähigkeiten nicht wert, auch nicht seinen Stab oder den Besuch auf dieser altehrwürdigen Schule. Er sollte irgendwo auf einem Feld arbeiten oder weiß der Geier was, vielleicht Straßen fegen oder was auch immer Muggel so tun, um sich ihr Geld zu verdienen.
Henry atmet tief durch. Sein Vater ist Anhänger der Meinung, man müsse reines und unreines Blut strikt trennen und derselben Meinung ist auch Henry. Leider dürfen Personen wie Meir nun einmal das, was sie eben dürfen, und das einzige was man als rechtschaffenere Reinblütiger tun kann ist, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

"Na, versteckst du dich vor der ach so bösen Menschheit?", fragt er leicht spöttisch, aber nicht amüsiert. "Die werden dich schon nicht fressen, Meir, die haben genug auf den Tellern. Außerdem ist an dir nicht gerade viel dran." Sein Blick gleitet Meirs Statur einmal hinunter und wieder hinauf, wobei der Grad an Abfälligkeit rekordverdächtig ist. "Ein Wunder, dass du hier draußen nicht schon erfroren bist. Tja, da genießt du schon die Gnade eine solche Schule wie Hogwarts besuchen zu dürfen und isst anscheinend genauso wenig wie zuhause. Andererseits fast löblich." Henry lächelt. "Wenn du schon den echten Zauberern den Platz weg nimmst, frisst du ihnen nicht auch noch das Essen weg." Nein, Henry sieht nicht aus, als würde er sich selbst nennenswert über seine Aussagen amüsieren. Er sieht vielmehr so aus, als warte er lauernd auf Meirs Reaktion darauf. Auf ein Zeichen, dass er ihn mit seinen Worten getroffen oder zumindest unangenehm berührt hat. Oder auch auf Widerrede, die ihm den Vorwand für weitere Nettigkeiten liefern könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 16:58 
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Bitte geh wieder. Bitte geh wieder. Bitte geh wieder. Das ist so ziemlich der einzige Gedanke, den man im Moment bei Meir finden könnte. Wobei es doch auch in eine andere Richtung in Meir arbeitet. Was wenn er nicht wieder geht? Was wird er tun? Wird er ihn wieder mit so abfälligen Kommentaren strafen? Wird er weitergehen? Wie stehen die Fluchtmöglichkeiten? Die Hoffnung, dass Henry einfach weiter geht, erstirbt genauso wie eine Fluchtmöglichkeit, als der Slytherin näher zu ihm tritt und ihm somit den direkten Weg hoch zum Schloss versperrt. Leicht verzweifelt bemerkt Meir dies und versucht nur, noch näher an den Stamm des Baumes zu kommen und sich am besten ganz darin zu verkriechen. Nur ist das leider unmöglich. So kann er nicht anders, als den abfälligen Blick seines Stufenkameraden zu ertragen, auch wenn er dem so gut es geht ausweicht. Jetzt wo Henry so nah bei ihm steht, muss er aber leider bemerken, wie er ihn ansieht. Der Israeli kommt sich vor wie ein kleiner Käfer, den man am liebsten zerquetschen würde. Und wahrscheinlich ist er auch genau das in den Augen des Slytherins.
Aber auch das könnte er ertragen, wenn er nicht auch noch die Worte vernehmen müsste, die verächtlicher gar nicht mehr ausgesprochen werden könnten. Meir schließt die Augen und versucht, nicht auf die Worte zu hören. Sich einfach auf irgendwas anderes konzentrieren und es sich nicht zu Herzen nehmen, was Henry sagt. Ja, natürlich versteckt er sich, weil er weiß wie schlecht Menschen sein können. Und natürlich ist nicht viel an ihm dran, weil er die meisten Essen meidet und die Hauselfen dann auch nicht großartig beschäftigen will mit seinen Extrawünschen. Und immerhin weiß der Slytherin gar nicht, wie schlimm Meir früher aussah. Als Kind, als er und seine Geschwister noch nicht bei Onkel und Tante wohnten, sondern noch selbst für das arbeiten mussten, was sie essen wollten. Nur leider war es am Ende nie besonders viel. Weiß Henry eigentlich wie es ist Hunger zu leiden? Wohl eher nicht. Und dann kommen seine nächsten Worte. Es ist löblich, dass er den richtigen Zauberern nicht das Essen wegnimmt. Den echten Zauberern. Ja. Als ob Meir etwas dafür könnte, magisch begabt zu sein. Er hat es sich doch schließlich nicht gewünscht und versteht sowieso gar nicht, wieso man die Menschen immer aufteilen muss. In würdig und unwürdig. So viele Gedanken hat er sich schon darüber gemacht. Und wahrscheinlich könnte er Henry nun ganz gut kontern, wenn er nicht solche Angst davor hätte, was passieren würde, wenn er es tut. Meir ist intelligent, weiß diese Intelligenz aber nicht zur Verteidigung einzusetzen. Eher versucht er unsichtbar zu sein und solchen Menschen wie Henry gar nicht aufzufallen. Nur hat er das heute anscheinend nicht richtig hinbekommen, weswegen er nun einen Ausweg suchen muss. Nur welchen? Wieder huschen seine Augen umher und suchen nach einer Lösung. Er wird verschwinden. Allerdings kann er das nicht, ohne vorher noch etwas zu erwidern. Zumindest kann er sich nicht vorstellen, dass Henry es gern hätte, wenn man ihn einfach so stehen lässt. „Wenn du das denkst, kann ich nichts dagegen machen. Das ist nun mal deine Meinung.“ Ein scheuer Blick zu ihm, um noch eine Sekunde Zeit zu haben, sich was zu überlegen. „Es war nett, zu hören, wie du von mir denkst, aber.. ich muss los. Auf ein ander Mal.“ Ein kurzes nervöses Zucken der Mundwinkel und schon macht Meir sich auf den Weg weg von Henry. Nur leider heißt das auch weg vom Schloss und hinein in die Dunkelheit. Nicht besonders sicher möchte man meinen. Aber eben der einzige Ausweg.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 22:14 
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Ohoh, wie dumm. Weiß der ach so kluge Ravenclaw denn nichts über das Verhalten in Gegenwart von Raubtieren? Weiß er denn nicht, was er reizt, wenn er flüchtet? Und es ist eine Flucht, sind wir doch mal ehrlich, was er da unternimmt. Flüchtende Opfer reizen den Jagdinstinkt und zudem wendet er Henry auch noch den Rücken zu. Also in Verteidigung gegen die Dunklen Künste dürfte Meir sicher keine gute Note haben.
Zuerst ist Henry wirklich instinktiv versucht, dem entfleuchenden Israeli eine Ganzkörperklammer hinterher zu jagen, doch er rührt sich nicht, sieht ihm nur schweigend nach. Will Meir wirklich dort in die Dunkelheit, weg vom Schloss? Nein, aber er will noch weniger an Henry vorbei. Ein emotionsloses Lächeln umspielt die Mundwinkel des Slytherin. Er wartet einen Moment, ehe er sich fast lautlos in Bewegung setzt und Meir folgt. Seine Spuren verwischen hinter ihm. Und er holt langsam aber stetig auf, darauf bedacht, dass Meir keinen Bogen gehen und sich so dem Schloss wieder nähern kann. Der edle Mahagoni-Zauberstab findet seinen Weg in Henrys Hand und als er den Zeitpunkt für gekommen erachtet, zieht er ihn. Henry bleibt stehen, richtet den Stab auf Meirs Rücken und sagt laut und vernehmlich, fast in einem herrischen Tonfall: "Incarcerus!"

Die Seile, die aus der Stabspitze herausschießen, sind schwarz und geschmeidig. Sie schlingen sich um Meirs ganze Gestalt, um seine Beine wickeln sie sich und fixieren seine Arme an die Seiten seines Körpers. Perfekt ausgeführter Zauber, Henry lächelt selbstzufrieden. Da sich niemand derart gefesselt auf den Beinen halten kann, landet Meir zwangsläufig im Schnee. Aber Henry geht auf Nummer sicher, er ist nicht umsonst sehr gut in Verteidigung. Mit einem "Accio Meirs Zauberstab." ruft er den Stab des Ravenclaws auf, der ihm in die Hand fliegt. Eine gute Gelegenheit einmal zu sehen, was für Stäbe Muggelgeborene so ihr Eigen nennen. Während Henry also gemächlich näher kommt, begutachtet er den Zauberstab, dessen hübsche Maserung man sogar unter den aktuellen Lichtverhältnissen gut sehen kann. Wirklich hübsch, es muss Rosenholz sein. Zuhause gibt es Truhen und Anrichten mit Intarsien aus diesem Holz. Henry seufzt. Was für eine Verschwendung.
Neben Meir bleibt er stehen und steckt den Rosenholzstab weg, seinen eigenen behält er in der Hand. Mit den engen, schwarzen Lederhandschuhen sieht er fast aus wie ein Attentäter. Vor allem, da er den Stab auf Meir gerichtet hält, als wolle er ihm jetzt den Rest geben. Aber das einzige, was Meir vorerst fürchten muss, ist ein Silencio, falls er es wagt, um Hilfe zu rufen.
"Ich bin noch nicht fertig mit dir, Schlammblut.", sagt er und es klingt vorwurfsvoll, so als hätte Meir sich gegen die Spielregeln verhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 23:38 
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A Brokh! A Brokh! A Brokh! Wieso nur rennt er nun in die Dunkelheit? Ja, er weiß sehr gut, dass das mehr als dumm ist. Aber was wär ihm anderes übrig geblieben? Direkt an Henry vorbeigehen? Das hätte der sicher nicht einfach so zugelassen. Einen Umweg machen und doch hoch zum Schloss kommen? Ja, das war eigentlich sein Plan. Meir wollte im Dunkeln einen Bogen machen und dann von der anderen Seite auf das Schlossportal zugehen. Nur leider wird ihm das von dem Slytherin verwehrt. Dass er ihm folgt, hat er schon früh gemerkt. Nicht, weil er ihn gehört hätte, nein. Aber er hat diese stechenden Blicke in seinem Rücken gefühlt. Und mit einem Blick über die Schulter stellt er nun fest, dass er auch noch näher kommt und dabei verhindert, dass Meir zurück ins Schloss kommt. A Brokh! Gut, da versucht er eben ein wenig schneller zu werden, was im Schnee nur leider nicht unbedingt gut möglich ist. Das ständige nach hinten schauen macht die Sache natürlich auch nicht besser. Da wird er nur unkonzentriert und kommt manchmal ins Stolpern. Nur mit Mühe kann er sich dann abfangen und seinen aussichtslosen Weg fortsetzen. Denn dass es nicht mehr lange so weitergeht, das weiß er sehr gut.
„Incarcerus!“, hört er schließlich auch schon den unvermeidlichen Zauber hinter sich ausgesprochen und im nächsten Moment verliert er wirklich das Gleichgewicht und landet hart im Schnee. Eng fühlt er die Seile um seinen Körper gespannt und einen Moment lang entweicht ihm alle Luft aus den Lungen, als er auf dem Boden aufschlägt. Das Gesicht landet natürlich genau im Schnee, welchen er nun versucht wieder ein wenig auszuspucken, um frei atmen zu können. Die Kälte fühlt er nun auch sehr deutlich, da er der Länge nach in dem kalten Nass liegt. Schon beginnt sich auch seine Kleidung vollzusaugen, was ihn schneller frieren lässt, als ihm lieb ist. Vielleicht hätte er doch mehr essen sollen, damit er etwas mehr Fett auf den Rippen hätte. An Flucht ist nun natürlich nicht mehr zu denken. Daher versucht Meir gar nicht, sich jetzt noch zu bewegen. Vielleicht hätte er sich schon vorhin seinem Schicksal fügen sollen, dann würde er nun nicht im Schnee liegen. Oder vielleicht doch. Eigentlich egal. Müßig sich darüber Gedanken zu machen. Nun ist Henry sowieso wieder bei ihm und sagt ihm etwas, das er sowieso schon wusste. Natürlich ist er noch nicht fertig mit ihm. Das wusste er schon seit dem Moment, als er ihn angesprochen hat. Dennoch schluckt Meir nun schwer, blinzelt ein wenig Schnee aus seinen Augen und ist bemüht, nicht zu Henry hochzusehen, wobei der sowieso außerhalb des Sichtsfelds des Ravenclaw liegt, was das Ganze natürlich noch unfairer werden lässt. Immerhin will man sehen, was der Kerl mit einem macht, wenn man schon so wehrlos gefesselt ohne Stab auf dem Boden liegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 7. Jul 2008, 21:10 
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"Weißt du ...", beginnt Henry einen Monolog im Oberlehrertonfall. "Solche Leute wie du sollten Leuten wie mir dienen, nicht im selben Unterricht sitzen und sich für gleichwertig halten. Das ist widernatürlich. Da könnten wir doch auch gleich Hauselfen an Hogwarts aufnehmen, verstehst du das?" Er sieht auf Meir hinab. "Nein, natürlich verstehst du's nicht. Du bist ein Gutmensch, für den jeder die gleichen Rechte hat. Aber hat jemand wirklich Rechte verdient, die er nicht auch im Stande ist durchzusetzen? Du hättest zum Beispiel, bedauerlicherweise, das Recht, in der Großen Halle zu sitzen, vom Festmahl zu essen und dich zu amüsieren. Was tust du statt dessen? Du verkriechst dich in der dunklen Kälte dieser Nacht, damit dir nur ja niemand etwas tut. Was im Endeffekt nicht funktioniert hat.", fügt er spöttisch hinzu. "Also wozu gibt man Personen wie dir irgendwelche Rechte? Es ist Verschwendung. Perlen vor die Säue! Es verunsichert dich doch nur, einen Platz einzunehmen, der deiner kleinen, minderwertigen Natur nicht entspricht. Ich würde wetten, du fühltest dich wohler, wenn du an einen Platz verwiesen werden würdest, der dir mehr entspricht. Wo du Befehlen gehorchen kannst, anstatt selber Entscheidungen treffen zu müssen, für die du doch eh zu schwach bist. Aber was rede ich, dein kleiner Geist wird die unbedingte Größe dieser Idee nicht aufnehmen können." Jetzt klingt er selbstgefällig und er gönnt sich eine Sprechpause, um die eigenen Worte wirken zu lassen. All das ist ihm tausendmal schon durch den Geist gegangen und es auszuformulieren gefällt ihm. Doch wie er gerade sagte, wird Meir es sowieso nicht verstehen. Henry schnaubt verächtlich und lächelt emotionslos, während er ein paar Schritte um Meir herum geht.
"Wenn du wenigstens für deine unsinnige Meinung kämpfen würdest, aber du bist zu feige. Jemand wie du gesteht unter dem Cruciatus einfach alles, was man ihm vorsagt. Schade, dass ich es dir nicht vorführen kann." Neben Meirs Kopf geht Henry in die Hocke, packt das Kinn des Israeli und zwingt ihm den Kopf in den Nacken. Wie gut, dass er Handschuhe an hat, sonst müsste er sich nachher die Hände waschen.
"Irgendwann wird die Zaubererwelt begreifen, dass es falsch ist. Dann werden Menschen deiner Sorte in ihre Schranken verwiesen." Es klingt ein wenig, als hätte er es auswendig gelernt und in gewissem Maße stimmt das auch. Denn es sind die Worte seines Vaters, die er so verinnerlicht hat und leidenschaftlich vertritt, dass sie ihm wie eigene Erkenntnisse vorkommen. Henrys Tonfall verändert sich drastisch als er weiterspricht. Er klingt sanft, als spräche er zu einem Kind: "Wenn du jetzt artig darum bittest, dann lasse ich dich wieder frei, Schlammblut." Dabei sieht er Meir mit kaltem Blick lauernd an.

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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mo 7. Jul 2008, 22:39 
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Aufenthaltsort: Wald/Wiesen auf dem Weg zum Schloss
Gesellschaft: -
(--> Große Halle)

Genug gesehen. Und zum Essen hat er keine Lust. Bei Feiern ist das einfach nicht Jonathans Ding. Das Problem ist einfach, dass die Zeit zu schnell um ist und die Tische dann verschwinden, wenn Jon seinen ersten Teller maximal zur hälfte geleert hat. So etwas macht einfach keinen Spaß. Aber was soll er ansonsten machen, bis das Festessen rum ist.
Nachdem er den essenden Schülern eine Weile zugesehen hat verstummt der hoch gewachsene Jung und bekommt im selben Moment einen klaren Blick. Kurz schaut er sich um und bewegt sich dann leise und langsam zur Tür hinaus. Die Eingangshalle ist fast leer. Er sieht gerade noch, wie das Mädchen mit dem er her gekommen ist mit ihrer Begleitung das Schloss verlässt. Wirklich glücklich sieht sie nicht aus. Was der blasse Junge durchaus verstehen kann. Immerhin hat sie nicht gerade viel an und da draussen ist es vermutlich sehr kalt. Und trotzdem Jonathan Linney ebenfalls kein Freund von Kälte ist, zieht ihn irgendetwas hinaus. Hinaus in die Natur, welche um diese Jahreszeit so … unfreundlich aussieht. Alles ist weiß und nirgendwo ist auch nur ein bisschen Farbe zu sehen. Selbst der gefrorene See ist einfach nur weiß-grau. Und die Baumstämme scheinen schwarz anstatt braun. Welch unschöner Anblick.
Nun gut. Es gibt wirklich nur sehr wenige Momente in seinem Leben, in denen der Hufflepuff nicht auf seine Gefühle und Empfindungen hört. Und auf das Dort. Deswegen gibt er dem Drang, hinaus in die Kälte zu schweben, widerwillig nach. Doch bevor der strubbelige, blonde Kopf das Gebäude verlässt, besorgt er sich noch seinen Wintermantel. Kurz erklingt die selten zu hörende Stimme und eben so kurz ist auch nur sein Zauberstab zu sehen. Danach verschwindet er wieder im Festumhang. Zwei Mäntel sind wärmer als einer. Und wenn er da schon hinaus muss, dann doch bitte nicht frierend.
Ein paar Minuten verstreichen während er auf das Kleidungsstück wartet. In der Zeit summt er erneut vor sich hin und springt im Sekundentakt durch die Welten. Etwas beunruhigt ihn. Ein großer roter Schatten im Dort. Er weiß, dass sich der Schatten auf das Hier bezieht, weiß aber nicht, wo er ihn finden kann. Doch vermutlich wird ihn sein Gefühl führen. Wie meistens.
Endlich sieht er den Mantel auf sich zu schweben und fängt ihn aus der Luft. Mit langsamen wirft er ihn sich über und verstaut seinen Zauberstab an einer besser zu erreichenden Stelle. Man kann ja nie wissen. Denn selbst wenn er bei fast allen den Eindruck einer menschlichen Schnecke erweckt, kann sich der blasse Junge durchaus schnell bewegen. Aber das ist eben so gut wie nie nötig. Energieverschwendung.
Mit leichten Schritten macht sich der Hufflepuff auf den Weg hinaus in den Schnee. Vor dem Portal angekommen, zieht er den Umhang ein wenig enger um sich und verflucht innerliche jedes einzige Gefühl in sich. Solln die doch alleine gehen… der Körper würde viel lieber im Warmen bleiben. Die dunkelbraunen Augen schauen sich angestrengt um. Er entdeckt hier und dort ein paar Gestalten, die anscheinend nichts gegen das Wetter haben. Schön für sie. Dort hinten ist auch Chiara wieder. Scheint so, als würde sie frieren. Verständlich.
Jonathan geht ein paar Schritte um seine Perspektive zu ändern. Es ist fast unheimlich. Alles so eintönig. Er mag es nicht, er fühlt sich in einem solchen Bild einfach nur verloren. Das ist auch der Grund, warum der ansonsten Einsamkeit bevorzugende in solchen Momenten gerne die Nähe anderer Menschen sucht. Natürlich springt er sie nicht an und kommt ihnen auch auf keinen Fall näher als zehn Meter. Aber eigentlich könnte man ja auch da laufen wo niemand ist. Oder?
Also macht sich der Hufflepuff auf den Weg durch den Schnee. Schon nach kurzer Zeit trifft er auf die ersten Menschen. Er erkennt Rhyll Hemslaye und Isadora Montague. Jonathan hält seinen Mindestabstand gerade so ein und schwebt summend an den beiden vorbei. Worüber sie reden hört er gar nicht. Ist ihm egal. Stattdessen beobachtet er sein Umfeld sehr genau. Natürlich erwartet er nicht, den roten Schatten auch im Hier zu sehen. Das wäre ja zu einfach. Aber vielleicht findet er ja einen Hinweis, was er zu bedeuten hat.
Nach einer Weile sieht er erneut dunkle Gestalten vor dem weißen Schnee. Doch diesmal liegt einer der beiden im Schnee und der andere hockt vor ihm. Würde Jonathan so etwas machen wie Kopfschütteln, würde er es jetzt tun. Aber auf solche Bewegungen wartet man bei ihm vergeblich. In einem doch noch recht großen Abstand bleibt er stehen und schaut ein gutes Stück an den beiden Vorbei, wobei er sie aber im Augenwinkel beobachtet. Das dürfte jedoch niemandem auffallen, denn die dunklen Augen fallen im schwachen Licht kaum auf und erstrecht nicht auf die Entfernung. Irgendwas gefällt ihm hier nicht. Auch wenn es ihm egal sein sollte, was seine Mitschüler in ihrer Freizeit treiben. So steht der doch etwas verstimmte Hufflepuff in der Kälte, summt seine Melodie und wiegt sich sachte hin und her.

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"Look up to these fallen stars
in a broken light sky shape
Where all these tongues in my head
all these tongues are still lancing"


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 07:44 
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Ein Atemzug vergeht. Und dann noch einer, ehe Henry wieder zu sprechen beginnt. Dennoch kommt es Meir vor wie eine Ewigkeit, in der sich alle möglichen Szenarien in seinem Kopf abspielen. Vielleicht geht er wieder. Vielleicht geht er wieder und lässt ihn liegen. Da könnte er nur hoffen, dass er am nächsten Morgen noch nicht erfroren ist und ihn dann vor allem jemand findet. Wobei es unwahrscheinlich ist, dass ihn jemand vermissen würde. Dieser Tod wäre langsam und qualvoll. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wenn ihn die Ohnmacht holt. Dann ginge sterben sehr leicht. Aber vielleicht vereinfacht und beschleunigt Henry das Ganze ja. Vielleicht fügt er ihm im Vornherein Fluchschäden und Wunden zu, damit er verblutet, ehe er erfriert. Wär bestimmt ein schönes Bild. Blasser Ravenclaw liegt im blassen Schnee umgeben von einer blutroten Lache. Aber vielleicht will Henry ihn auch nur quälen mit den unterschiedlichsten Flüchen. Immer wieder. Immer wieder von neuem. Und ihn vielleicht sogar am Ende wieder so heilen, damit man ihm nicht ansieht, was ihm angetan wurde. Sofern so jemand wie Henry überhaupt etwas anderes kann als Menschen Leid zufügen. Kann so ein Mensch heilen? Die Antwort darauf bekommt er vielleicht in dieser eiskalten Weihnachtsnacht.
Wie es aussieht will Henry ihn aber zuerst ein wenig belehren, bevor er ihm körperlichen Schaden zufügt. Falls er das überhaupt will natürlich. Meir atmet zittrig durch, als er die kalte Stimme hinter sich erklingen hört und die noch kälteren Worte wahrnimmt. Auf die rhetorischen Fragen antwortet er natürlich nicht. Wieso auch? Der Slytherin beantwortet sowieso jede einzelne. Überhaupt versucht Meir sich gar nicht zu regen. Tot stellen. Ja nicht bewegen, damit man nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht einmal die Pupillen bewegen sich. Jedwedes Blinzeln wird auf ein Minimum beschränkt. Nur sein Körper zittert. Vor Kälte. Vor Angst. Dumm eigentlich, diese Reaktion. Immerhin ist das Augenmerk des Jungen mit dem kalten Blick schon auf ihn gerichtet. Es gibt kein Entkommen mehr, außer Henry lässt es zu. Nur sieht es im Moment ganz und gar nicht danach aus. Eher führt er seinen Monolog selbstsicher fort und Meir hört ihm zu. Sogar ziemlich aufmerksam. Immerhin zählt er gerade die Gründe auf, wieso er nun hier liegt, nicht wahr? Und es wäre doch interessant zu erfahren, was in Henry vorgeht, dass er so etwas macht. Um Meirs willen hätte er aber auch stehen bleiben können, wo er war. Dieses Rumgeschleiche um ihn gefällt ihm ja gar nicht. Da kommt er sich erst recht vor wie Beute, die er ja auch darstellt. Noch unangenehmer ist es ihm, als Henry ihn dazu zwingt, den Kopf in den Nacken zu legen und er somit auch einen Blick in die kalten Augen seines Peinigers, wenn man so will, werfen muss. Allerdings dauert der Blickkontakt nur eine Sekunde, ehe Meir sich eines besseren besinnt und den Blick wieder senkt oder an ihm vorbei sieht. Den Umschwung in Henrys Stimme nimmt er dann etwas irritiert war, genauso wie seine Worte. Wenn er darum bittet, lässt er ihn frei? Irgendwie kommt ihm das unglaubwürdig vor. Gut, Meir hat keine Skrupel davor um etwas zu bitten oder zu flehen. Seinen Stolz hat er in diese Richtung schon lange verloren. Und dennoch.. irgendwas hält ihn davon ab, nun um seine Freiheit zu bitten. Natürlich hat er noch immer große Angst, aber etwas ist größer als diese Angst. Der Drang danach, die Menschen zu verstehen, um genau zu sein. Daher nimmt er nun seinen ganzen Mut zusammen und erhebt zittrig das Wort. „Bitte..“ Kurz schluckt er und befeuchtet sich mit der Zunge die Lippen, damit sich seine Worte nicht ganz so kratzig anhören. „Bitte.. sprich weiter. Erzähl mir mehr von deinen Gedanken.“ Und siehe da, nun hebt er sogar selbstständig kurz den Blick und sieht in das kalte Grau, das so viel Verachtung in sich zu tragen scheint.

_________________
You, you don`t understand me
you don`t understand what
what I`ve been through
oh what I´ve been through

(Mando Diao - You Don't Understand Me)


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2008, 00:09 
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Eine dünne Augenbraue wandert nach oben. Gut, okay, das Schlammblut ist wohl endgültig durchgeknallt. Oder hat er sich am Kopf verletzt, als er wie ein gefällter Baum der Erdanziehung folgte? Er will was? Mehr von Hernys Gedanken hören? Ist Meir vielleicht ein verkappter Masochist? Doch die Überraschung hält sich nur ein paar Sekunden, bevor sie einem amüsierten, verächtlichen Schmunzeln Platz macht. Henry hätte ihn sowieso nicht freigelassen, er wollte nur hören, wie Meir darum bittet. Das hat er nun zwar nicht bekommen, doch Meirs dumme, völlig hirnrissige Bitte ist ein befriedigender Ersatz. Wenn das Publikum schon einmal eine Zugabe verlangt, dann soll es diese auch bekommen. Vor allem, da Henry sie auch ohne diese Bitte gegeben hätte. Meir kommt hier ohne ein paar Schmerzen nicht weg, oh nein. So einfach geht das nicht, jetzt wo er hier so verschnürt liegt. Das wäre so, als würde eine Katze genau dann ihr Spiel mit der Maus abbrechen, wenn sie nicht mehr flüchten kann. Genau dann macht es doch erst richtig Spaß. Man wirft das Opfer in die Luft, fängt es wieder auf, schlägt die Krallen hinein. Naja, genug mit der Katzenmetapher. Henry mag diese haarigen Viecher nicht einmal.
"Meine Gedanken?", sagt Henry herablassend. "Als ob du die verstehen könntest." Er lässt Meirs Kinn los und drückt statt dessen das Gesicht des Ravenclaw in den Schnee. Dann erhebt er sich und lässt einen Kontrollblick über die Landschaft streifen, während er sagt: "Gerade ihr Ravenclaws haltet euch für so schlau, aber die wenigsten sind es. Ihr klammert euch an Bücherwissen, doch diese trockenen Informationen bringen euch nichts, wenn ihr nicht fähig seid, sie anzuwenden. Und dazu gehört-" Wer steht denn da? Henry verengt die Augen. Der Schüler ist zu weit weg, um ihn erkennen zu können, doch die Frisur verrät ihn. Es muss Linney sein, oder aber ein Mädchen hat anlässlich des heutigen Abends einen Frisurzauber ausprobiert, der mächtig daneben gegangen ist. Na, so lange er bleibt wo er ist, kann er Henry egal sein. So nimmt er den Faden wieder auf, den er gerade hat fallen lassen. "Dazu gehört, dass man sich nicht mit ehtischem Schnickschnack aufhält. Man sollte in der Lage sein, den Zweck die Mittel heiligen zu lassen. Man sollte sich seines Standes bewusst sein und das, Herrgott, sind leider viel zu wenige." Henry klingt, als hätte er in eine Zitrone gebissen. Er verabscheut Menschen, die sich für wertvoller halten als sie sind. Insofern ist Meir kein Hassobjekt erster Güte, denn er führt sich nicht auf, als würde die Welt ihm gehören. Oh, da gibt es ganz andere Kandidaten. Muggelgeborene, die herumlaufen als wären sie wirklich etwas wert. Sogar die Gedanken spuckt Henry aus wie verdorbene Früchte. Er blickt auf Meir hinab und sein momentaner Hass auf diese Anmaßung überträgt sich auf den Ravenclaw. Henry hebt den Stab etwas an, richtet ihn auf Meirs Rücken und murmelt: "Frigere!" Ein hellblauer Strahl trifft Meir und verstärkt das, was er offensichtlich ohnehin schon tut, nämlich frieren. Die Nässe des Schnees gefriert in Meirs Kleidung und kühlt ihn noch mehr aus.

"Ich verachte Schwäche.", erklärt Henry mit harter Stimme. "Ich verachte Menschen, die sie noch nicht einmal verstecken können. Sieh dich doch an! Du könntest zumindest versuchen so auszusehen, als würde ich dich nicht einschüchtern. Aber du zitterst, du kannst mich nicht länger als einen Moment ansehen. Wie kannst du dich nur selbst ertragen?" Der Slytherin hat sich in Rage geredet und dazu hat es nicht einmal viel gebraucht. Aber das tut es nie. Besonders, wenn Wochen des disziplinierten Lernens vorausgegagen sind und sich in ihm etwas angestaut hat, das nach einem Prügelknaben verlangt. Er braucht das Gefühl von Macht, aber mehr noch braucht er die Angst eines anderen. Eine Einsicht, die er jedoch nicht hat, und die deshalb nicht in seinen Ausführungen vorkommt. "Du könntest verschwinden.", zischt er bösartig. "Du könntest dorthin verschwinden wo du herkommst, deinen Zauberstab entsorgen und das Leben leben, das du wert bist. Das Leben eines Muggels. Das Leben, das deine ganze ekelhafte, mugglische Verwandtschaft lebt. Aber nein, du bist hier. Warum bist du hier, Meir?!"

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Super hated. Super evil.
Super serrated. Never sad, sad, sad.

Super angry. Super sarcastic.
Super nauseous. The super sadist.


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 Betreff des Beitrags: Re: 24. Dezember
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 09:21 
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Henry hatte diese Bitte augenscheinlich nicht erwartet. Zumindest sieht Meir ihm die Überraschung eine Sekunde lang an, als er die Braue hochzieht. Doch dann wagt er sich nicht, ihm noch länger ins Gesicht zu schauen. Und der Slytherin scheint die Überraschung auch wieder schnell überwunden zu haben, denn er spricht weiter. Davon, dass der Israeli seine Gedanken sowieso nicht verstehen würde. Und im nächsten Moment findet er sich mit dem Gesicht wieder im Schnee. Henry hat sein Kinn losgelassen und ihn stattdessen wieder in das kalte Nass gedrückt, weswegen Meir nun abermals etwas Schnee ausspucken muss, um frei atmen zu können. Den Kopf dreht er wieder zur Seite, während Henry weiter spricht und er ihm mehr als aufmerksam zuhört. Durch nichts kann man besser lernen, als durch ein lebendes Beispiel. Ein Beispiel für Gedankengänge, die der Ravenclaw wirklich nicht verstehen kann. Natürlich kann er seine Worte nachvollziehen, aber wirklich verstehen? Nein, das kann er nicht. Da hat Henry wohl Recht.
Und dann unterbricht er sich plötzlich. Ist irgendwas passiert? Hat Meir einen Fehler gemacht und muss nun dafür büßen? Er ist sich keiner Schuld bewusst und sucht nun daher nach der Ursache dieser kurzen Pause. Allerdings kann er nicht viel mehr sehen als Henry, der in eine bestimmte Richtung schaut. Ist dort vielleicht jemand? Jemand, der das schlimmste verhindern wird? Hoffentlich. Und hoffentlich hält er sich noch zurück. Immerhin ist der Slytherin noch nicht fertig mit seiner Belehrung. Er spricht weiter. Spricht davon, dass man den ethischen Schnickschnack außen vor lassen soll und den Zweck die Mittel heiligen lassen sollte. Heiligen. Henry sollte solche Wörter nicht in den Mund nehmen, denn augenscheinlich versteht er sie nicht. Wie könnte das auch jemand, der die ethischen Fragen außen vorlässt? Der nicht vorrangig an das Wohl der Menschen denkt, sondern an seinen eigenen Vorteil? Nein, er sollte nicht von heiligen sprechen. Diesen Widerspruch äußert Meir aber natürlich auch nicht laut. Was würde es ihm schließlich bringen? Überhaupt nichts außer ein paar Schmerzen. Aber anscheinend bringt ihm auch das Schweigen nicht recht viel mehr, denn schon hört er wieder einen Zauber ausgesprochen von Henry. Augenblicklich gefriert die Nässe in seiner Kleidung und kühlt ihn noch mehr aus, als er es eh schon ist. Meir beißt sich leicht auf die Lippe, um zu verhindern, dass er noch mehr zittert. Natürlich bringt ihm das nichts. Sein Atem entweicht als kleine Wolke. Immer wieder. Stoßweise. Aber nein, nun nicht auf die Kälte konzentrieren, sondern auf die Worte des Slytherins. Die stehen im Vordergrund. Und sie werden immer energischer ausgesprochen. Es kommt ihm so vor, als ob Henry immer mehr die Kontrolle über sich selbst verlöre. Und das ist kein gutes Zeichen. Oh nein. Und als Meir dann so direkt wieder angesprochen wird, schrickt er sogar einen Moment zusammen, so gut das eben geht in seinem Zustand. Soll er darauf nun antworten oder ist das nur eine weitere rhetorische Frage? Weiß er eigentlich selbst eine Antwort darauf? Warum ist er hier? Eine Frage, die er sich durchaus schon oft gestellt hat, aber bisher nie eine zufriedenstellende Antwort darauf gefunden hat. Und nun wird sie ihm von außen gestellt und er denkt noch einmal darüber nach. Er weiß nicht, was Henry hören will, weswegen er wohl keine richtige Antwort geben kann. Aber er kenn zumindest eine ehrliche Antwort finden und die ihm dann zittrig mitteilen. „Ich bin hier, um zu verstehen.“ Und um zu hoffen, dass Henry ihm nicht noch mehr Schaden zufügt als diese Unterkühlung, die sich schon langsam in bläulichen Lippen zeigt.

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You, you don`t understand me
you don`t understand what
what I`ve been through
oh what I´ve been through

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