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 Betreff des Beitrags: 20. November [Jahr 2]
BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 22:37 
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Freitag, 20. November

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 22:37 


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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Mo 24. Mai 2010, 21:14 
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In einen knielangen Mantel mit schwer zu bestimmender Farbe gehüllt lässt sich die frostige Kälte dieses Novembertages fast angenehm ertragen. Michael trägt schwarze, eng anliegende Wollhandschuhe und verflucht sich, nicht an die dazugehörige Mütze gedacht zu haben. Seine Ohren fühlen sich an, als könne man die oberen Rundungen abbrechen wie Eiszapfen. Jeder Schritt erzeugt ein neckisches Knirschen unter seinen schwarzen Stiefeln und das Gras fasziniert den jungen Reporter nicht nur aufgrund seiner akustischen Qualitäten, es sieht auch unheimlich schön aus. Jeder Halm ein schockgefrostetes Wunderwerk.
"Also ignoriert er dich weiterhin?", wiederholt Mike und wirft seiner Begleitung einen Blick zu. "Das ist nicht besonders erwachsen. Wenn er dich geliebt hat, dann schuldet er dir eine Aussprachen, ganz gleich, wer an was schuld hat." Er sagt da nichts, was Brooke nicht schon von ihm gehört hätte. Und er weiß, dass sie ihren Freund eben auch nicht zu einer Aussprache zwingen kann. Doch das Mädchen tut ihm leid und er würde gerne helfen, da kann es schon vorkommen, dass man ein und denselben Rat mehrmals ausspricht, auch wenn es nicht wirklich weiterhilft. Seit ihrem Stelldichein hat Mike kein einziges Mal bereut, sich ihr auf diese Weise genähert zu haben. Und es ist auch keine Peinlichkeit zwischen ihnen entstanden, wie er kurz befürchtet hatte. Sie können sogar wunderbare Gespräche führen. Abgesehen davon, dass sie thematisch meist bei Raven landen. Aber das ist nachvollziehbar und nichts, das Mike auf die Nerven fallen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Mo 24. Mai 2010, 21:29 
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7. Klasse Hufflepuff
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Knirsch.Knacks.Knarz. Auch Brooke ist von dem Krachen des Untergrunds fasziniert, allerdings, fühlt es sich, durch die dünne Gummisohle der hufflepuffgelben Chucks, an, als würde sie über rohe Eier spazieren. „Ich weiß, Mike...Ich weiß. Aber was soll ich denn machen?“ fragt sie nicht nur Mike, sondern auch sich selbst zum wohl hundertsten Mal, während sie sich nebenbei mit dem Schal stranguliert und versucht das strickartige Geflecht irgendwie über ihre Ohren zu schieben. „Christopher fällt als Medium aus....der führt sich auf, als hätte ich ihn betrogen.“ Wohl so eine Männersache. Brooke versteht da einiges nicht. Mit einem 'nu sitz alles'-Schnaufer vergräbt sie ihre Hände in den Taschen ihres grauen Wollmantels. „Ich kann ihn kaum mit nem Fluch zu Boden ringen, nur um zu reden.“ Sie schüttelt den Kopf. „Wir müssen ja nicht einmal reden.“ Einfach nur stumm da sitzen würde ihr schon reichen. Ihr größter Wunsch ist es, dass ihre Existenz nicht mehr so unerträglich ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Di 25. Mai 2010, 00:27 
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Ein weiter oben befindlicher Anblick hat Mikes Aufmerksamkeit auf sich gezogen: die aus und ein fliegenden Eulen rund um die Eulerei. Gegen den klaren Himmel, der selbst aussieht, als wäre er gefroren, gibt das ein fast schon dramatisches Bild. Diese vielen kleinen dunklen Körper, die den Turm anfliegen oder von ihm aus in alle Richtungen starten verkörpern Nachrichtenaustausch pur.
Mike knetet seine behandschuhten Hände und stapft weiter am Waldrand entlang. Sie sind nun hinter dem Schloss, gleichsam in dessen Schatten. Hier fasert der Wald in einzeln stehende Bäume aus, die kleiner sind, dafür dichter verästelt. Sie wirken, als wären sie die Vorhut einer Bauminvasion, die demnächst die nahen Gewächshäuser einnehmen will. Mike tritt zwischen die Bäume und wird langsamer. Sein Blick schweift hinüber zum Schloss. Dann zu Brooke. Er bleibt stehen.
"Letztens dachte ich drüber nach,", sagt er, "ob ich nicht einmal zu ihm gehen und mit ihm reden soll. Irgendwer muss es tun. Er scheint stur genug, um dich sonst den Rest deiner Schuljahre zu ignorieren." Dass ihr das nicht gut bekommen würde, muss er ihr nicht sagen. "Als Vorwand habe ich meinen Job." Mike lächelt. "Der Wildhütergehilfe hat einiges bei der Organisation der Turnieraufgaben zu tun und darüber kann ich ihn ausfragen, statt mit der Tür ins Haus zu fallen." Wie gut er seinen Plan findet, erkennt man an diesem typischen Gryffindorlächeln, das bei dummen Spontanideen oft in den Gesichtern der Löwen zu sehen ist. "So ein Gespräch von Mann zu Mann, weißt du ..." Mann zu Halbvampir, denkt er, und fragt sich, ob er sich fürchten sollte. Doch wenn ein Gryffindor sich fürchten soll, wird er meist nur noch abenteuerlustiger. Die Vorstellung, Brooke wirklich tatkräftig zu helfen, ist eine große Motivation. Ein Problem immer nur verbal zu wälzen ist unbefriedigend.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Sa 29. Mai 2010, 00:21 
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7. Klasse Hufflepuff
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Im Gegensatz zu Michael liegt Brookes Fokus auf dem was unter ihr ist: das Grün der Wiese wird von der leichten Frostschicht getrübt. Im Schatten des Schlosses und des Waldes wirkt es matt und unstrukturiert, wie das Wasserfarbenbild eines unbegabten Künstlers. Sofern Künstler überhaupt noch mit Wasserfarbe rumpantschen.
Brooke lauscht Mikes Vorschlag und geht dabei noch zwei Schritte weiter. Die erste Reaktion unterdrückt sie, Gelächter hat das Angebot sicher nicht verdient. Stattdessen betrachtet sie ihre Schuhspitzen und das zerdrückte Gras darunter. „Das hört sich ganz gut an.“ meint sie, während sie sich mit einem schwachen Lächeln umdreht. Doch man kann die Zweifel heraushören. Dabei zweifelt sie nicht an Mikes Fähigkeit feinfühlige Fragen zu stellen. Eher an sich selbst. Wenn Mike wirklich Erfolg haben würde und es zu einer Aussprache kommt. Was sagt sie dann? So ein Rumgestammel wie beim letzten Mal kann sie sich nicht noch einmal erlauben. Doch es fällt ihr so schwer Worte zu finden. Vor allem, weil sie letztendlich einer Frage nicht ausweichen kann: Warum? Und spätestens da wären wohl alle Bemühungen des Reportes umsonst gewesen. Trotzdem. Ein Versuch kann nicht schaden, oder? Über ihren Text kann sie sich zu gegebener Zeit Gedanken machen. „Auch wenn ich auf ziemlich gespannt auf die Überleitung bin.“ 'Also, Raven, wie ist es so das Chaos der Trimagischen Teilnehmer wieder aufzuräumen? Und was muss Brooke machen, damit du wieder mit ihr redest?' „Aber vielleicht weiß ich auch zu wenig über Mann zu Mann Gespräche.“ ergänzt sie mit einem entschuldigenden Grinsen.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: So 30. Mai 2010, 12:16 
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1. Post

Wieso kann das Wetter eigentlich nicht so unbeständig sein, wie es sich für diese Gegend eigentlich gehört? Heißt es nicht immer, dass diese wilde Landschaft hoch im Norden von England entsprechende Witterungsverhältnisse hat? Ein rasches Umschlagen von Sonnenschein in Regen, Gewitter und Stürme? Sind nicht schon viele Wanderer verunglückt, weil sie sich nicht auf die Bedingungen eingestellt hatten? Klasse. Und hier herrscht blendender Sonnenschein, die Landschaft sieht aus wie aus einem kitschigen Märchen, wo alles hübsch mit Kristallen überzogen ist. Schneekönigin oder sowas ähnliches. Liegt bestimmt alles an diesem Oberfreak der Schule. Der hat garantiert dafür gesorgt, dass hier schönstes Wetter herrscht. Hm. Oder doch nicht? Nein, eigentlich hat er auch schon richtig fieses Sturmwetter hier erlebt (das hat ihm weit mehr zugesagt!) und innerhalb dieser Witterungszustände hatte er dann wirklich ein paar dieser Knallköpfe aus Hufflepuff beim Besenreiten beobachtet. Konnten sich kaum auf ihren Stöckern halten, haben garantiert nicht weiter gesehen als ein, zwei Meter, aber hoch in der Luft herumsausen, als wären sie Vögel. Bei dem Sturm hätten sie garantiert nicht mal ihre Besen gebraucht.
Hachja, das war ein schönes Wetterchen gewesen. Und jetzt? Blendender Sonnenschein, saphirblauer Himmel. Sagt man doch so, oder? Saphirblau. Dafür ist der See nicht smaragdgrün, sondern zugefroren. Nicht ganz, sonst würde das Schiff der Gastschüler wohl einfrieren, da dümpelt es so vor sich hin, aber der große Teil des Sees ist zugefroren. Jetzt schon, im November. Liegt an den Wetterbedingungen, jaha.

Den Wetterbedingungen ist es auch zu verdanken, dass Belenus hier am Waldrand sitzt. Drinnen im Schloss hat er es nicht mehr ausgehalten. Schnatternde Leute um ihn herum, zwei davon sind schon im Krankenflügel gelandet, weil seine Faust sich in ihr Gesicht verirrt hatte – da ist er kurzerhand nach draußen verschwunden und hat es sich hier am Waldrand bequem gemacht, schön im Schatten. Scheiß drauf, dass sie hier angeblich nicht hin dürfen. Ihn wird garantiert nichts von hinten überfallen und dann verschleppen. Ha, das Vieh will er sehen, das sich das traut. Wär doch mal eine schöne Abwechslung, anstatt immer neugierig, panisch, misstrauisch und ängstlich angeschaut zu werden. Verschleppt werden und sich freikämpfen müssen. Mhmmm er hat sowieso das Bedürfnis sich mal wieder richtig zu raufen. Vielleicht sollte er doch noch mal einen Versuch starten, hier zu verschwinden und ein Fußballstadion zu entern. Ist ihm sowieso lieber, als hier Tag ein, Tag aus den Zauberstock zu schwingen und blödsinnige Formeln zu murmeln. Mitglied der Gesellschaft werden, pah. Sieht man ja, wie sehr sie nun schon eingegliedert worden sind. Gar nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Di 1. Jun 2010, 21:48 
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"Wäre zu erwarten, denn ich glaube nicht, dass du schon mal ein Mann zu Mann-Gespräch geführt hast.", scherzt Mike mit seinem sympathischsten Lächeln. "Vielleicht solltest du es mithilfe von Vielsafttrank erforschen. Könnte ein faszinierender Aufsatz werden: Mann zu Mann-Gespräche aus Sicht einer Frau." Jetzt ist er ganz schön abgeschweift, doch das kommt nicht allzu selten bei ihm vor. Er räuspert sich und unterdrückt das affektive Bedürfnis, Brooke zu berühren. So etwas hat er oft. Nicht, dass er es so nötig hätte, dass er sie begrapschen müsste, nein, es ist eher ihre allgemeine Knuddeligkeit, die ihn ständig dazu verleiten will. Brooke ist für Mike der Inbegriff femininer Niedlichkeit, gepaart mit einer extremen Knuddelreiz-auslösenden Flauschigkeit. Das wird er ihr nicht sagen, denn wenn ihm dafür keine besseren Worte einfallen, wird sie ihn auslachen.
"Der Plan muss noch ausreifen.", stellt er fest und kehrt damit zum Thema zurück. Zum Dauerthema Raven. "Ich lasse mir mal mögliche Taktiken durch den Kopf gehen und dann überfalle ich ihn abends unverhofft. Die erste Turnieraufgabe steht, soweit ich weiß, für Anfang November an, also wär's durchaus passend, ihn demnächst aufzusuchen." Mike mag seinen Plan. Er mag Pläne generell. "Falls er sich quer stellt, kann ich es ja immer noch mit roher, magischer Gewalt versuchen.", meint er, ansatzweise grinsend. "Wenn es so weit kommt, fluche ich ihn an einen Stuhl und hole dich, dann kriegt er Veritaserum und ..." Mike stoppt sich selbst, es wird zu obskur.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 12:34 
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Gesellschaft: -
1. Post

Knirsch. Stille. Knirsch. Stille. Bewegung. Stillstand. Das grün des Grases ist wie verblasst. Überdeckt von einer grauen Schicht. Eigentlich ist es ja nicht grau... aber es scheint so. Und es ist laut. Beides sind Tatsachen, die Jonathan Linney nicht gefallen wollen. Er vermisst schon die ganze letzte Zeit die eindeutigen Farben der Welt. Die vollen Farbtöne die richtig sind. Dies hier ist nicht echt. Das ist nur eine Scheinwelt. Eine schlechte Kopie des Originals. Das Wasser ist nicht blau... es ist ebenfalls gräulich. Das Gras ist nicht grün und nur die Steine und Felsen haben ihre altbekannte Farbe. Sind richtig. Doch inwieweit ist das gut? Die harten und kühlen Felsen sind das einzige was bleibt.
Missmutig setzt Jonathan noch einen Schritt. Wieder knirscht das Gras unter seinem Fuß. Verdammt soll der Winter sein. Unentschlossen bleibt er stehen. Weiter gehen oder zurück ins Schloss? Es passt dem Jungen nicht, dass er scheinbar meilenweit zu hören ist. Doch seht er sich auf der anderen Seite sehr nach der frischen Luft und der Natur. Und letztere findet man nun mal nicht auf gepflasterten Wegen. Also weiter? So viel ist hier ja auch nicht los.. aber … es ist laut. Und Jon mag es nicht, wenn es laut ist. Geschweige denn, wenn er selbst laut ist. Also zurück? Ein Summen ertönt. Ist es eigentlich lauter oder leiser als das Knirschen? Ein Versuch. Hm. Er kann es nicht eindeutig ausmachen. Also noch einen kleinen Schritt. Das Knirschen ist jedenfalls nicht so angenehm wie das Summen. Jonathan bleibt stehen und lauscht. Die alltäglichen Geräusche der Schule und Ländereien drängen an sein Ohr. Er meint sogar, all die anderen zu hören, die sich auf dem Scheingras bewegen. Es ist doch um verrückt werden!
So leise wie möglich dreht sich der Schüler auf der Stelle. Zurück. Er hält das keinen Moment länger aus. Nicht einmal eine Flucht ins Dort gelingt ihm. Dort knirscht es inzwischen auch schon. Verflucht. Also zurück ins Schloss. Manchmal muss man einfach Opfer bringen. Mit zügigen Schritten und einem kaum erkennbar angespannten Gesichtsausdruck schreitet der Junge zurück zum Eingangsportal. Von wegen schweben. Bei dem Wetter kann keine Sau schweben.

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in a broken light sky shape
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all these tongues are still lancing"


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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Fr 11. Jun 2010, 16:46 
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Während Mikes Ausführungen werden Brookes Augen unweigerlich immer größer. Zu Beginn klang es ja noch legal, aber nun. Kurz bevor ihre Augenbrauen ihren Haaransatz berühren, bricht die entgeisterte Mimik in einem erleichternden Lachen zusammen. Dabei lacht sie nicht besonders laut oder schrill, nur erschöpfend. Und schon nach kurzer Zeit klingt es kichernd aus. „Mike...“ Beginnt sie und hält sich noch immer den Bauch fest. „Lass mich lieber die Verhandlungsstrategie ausarbeiten.“ Sie klopft ihm – obwohl sein letzter Vorschlag äußerst absurd war– anerkennend auf die Schulter. „Es wird schon irgendwie irgendwas dabei herauskommen.“ meint sie wieder mit fester Stimme, auch wenn es nicht wirklich zuversichtlich klingt. „Und wenn nicht, überlass ich ihn dir und deinen... Taktiken. Ist das ein Kompromiss?“ grinst sie ihn von unten her an. Es ist schön mit so erfrischenden Menschen wie Mike zusammen zu sein. Er ist so unbeschwert und innovativ, vor allem wohl das, ja. Es müsste mehr Leute wie Mike geben, dann wäre die Welt nicht mehr ganz so kompliziert.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: So 13. Jun 2010, 12:55 
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Kleidung: Enggeschnittenes, kurzes Wollkleid; Hohe Stiefel; Durmstrang-Umhang; alles in Schwarz-/Grautönen
Beziehung: Single
Aufenthaltsort: Tribüne am See
Gesellschaft: Chaira und die anderen Zuschauer
(20. November Einstiegspost)

Die Stille um sie herum ist herrlich. Nun ja, genauso genommen, knirscht es bei jedem Schritt und der Wald rauscht wie aus einer anderen Welt, Vögel zwitschern hier und da und der See kann das Plätschern auch nicht ganz unterlassen.
Jane läuft guten Gemüts in dem Schatten der hohen Bäume über die Ländereien Hogwarts. Hier spürt sie die Kälte des einbrechenden Winters mehr als in der Sonne. Es ist immer wieder überraschend, was der Sonnenschein ausmacht.
Sie ist hier, weil sie die be- und erdrückende Stimmung im Schiff nicht mehr ertragen hatte, und das Schloss ist nur minder interessant, wenn einem die Schüler kaum mit Freundlichkeit begegnen. Es ist schon etwas merkwürdig, dass die Gryffindors und Hufflepuffs ihnen –das heißt den Durmstrangs- nahezu mit Feindseeligkeit, die Ravenclaws mit Gleichgültigkeit oder annähernder Sympathie und die Slytherins fast mit Brüderlichkeit entgegen traten.
Die Engländerin bemerkt, dass das Knirschen ihrer Schritte verstummt ist und beeilt sich, wieder eine angemessene Distanz zum Wald zu bekommen. Sie beschließt, dass es ihr egal sein kann, wie die anderen Schüler sie ansehen, weil sie denken, sie würde das nicht merken. Mit arroganten Löwen, die –laut Chaira- nicht mehr haben als ein übertriebenes Ego, will sie sowieso keine Freundschaft schließen.
Eigentlich will sie generell keine Freundschaften schließen, doch die Eintönigkeit ihrer Schiffskabine ist nicht annähernd so erträglich wie die Ländereien. Mit den anderen Durmstrangs versteht sie sich zwar auch, doch sind es, bis auf John, recht eigensinnige Menschen. Abgesehen davon sehnt sich Jane gerade nach etwas anderem, auch wenn sie nicht direkt identifizieren kann, was genau das ist.

Genau identifizieren kann Jane noch etwas nicht. Abrupt bleibt sie stehen. Ganz deutlich vernimmt sie den Atem irgendeiner Kreatur in geringer Entfernung. Entweder das Wesen ist eher klein oder hat sich geduckt. Bei letzterem würde sich die Frage stellen, ob zum Angriff oder zur Verteidigung.
Ihre rechte Hand vergräbt sich im Saum ihres roten Kleides und umfasst ihren Zauberstab. Wie immer gibt ihr das Weidenholz etwas Beruhigendes und lässt sie klarer denken. Vielleicht sitzt nur ein Schüler im Gras, was auch die so menschliche Atmung erklären würde. Andererseits ist fraglich, welcher Schüler sich freiwillig in die Nähe des Waldes begeben würde. Eigentlich ist Jane bewusst, dass sie sich nur auf einem Weg Klarheit schaffen kann.
„Ähm“, setzt sie unsicher an. „ist da wer?“

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Do 17. Jun 2010, 16:08 
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Spieler: Bäggi
Alter: 20
Kleidung: Schuluniform
Beziehung: (Coco)
Aufenthaltsort: vor dem Schloss
Gesellschaft: noch keine
<- Bibliothek

Mit einem zufriedenen, kleinen Lächeln sieht Helios, dass er Noés Gedanken wohl mehr oder weniger erraten hat und so steuern sie kurz darauf in einvernehmlichem Schweigen das große Eingangstor an. Es ist keine belastende Stille, es hängt nur jeder der beiden seinen eigenen Gedanken nach. Noé scheint nach wie vor von seiner flüchtigen Suche, oder wie auch immer, eingenommen zu sein und Helios bereitet sich innerlich darauf vor, über dieses Thema zu sprechen ohne die Grenze zwischen sich und Noé zu verlieren. Denn irgendwie rechnet er fest damit, dass alles darauf hinauslaufen wird, dass Grég nun mal der Champion für Beauxbatons ist und es ist ja nun wirklich kein Geheimnis, wie gefährlich das trimagische Turnier sein kann, ja, dass sogar mehr als nur ein paar Schüler und Lehrer in der ganzen Zeit seiner Austragung bereits ums Leben gekommen sind. Nun haben sich zwar die Sicherheitsvorkehrungen bestimmt stark verbessert, aber das hilft auch nur wenig, wenn der eigene Bruder antreten muss. Oder will, besser gesagt, sonst hätte er seinen Namen schließlich nicht in den Kelch geworfen, auch wenn man immer noch die Gründe dafür in Frage stellen könnte.

Erst als sie sich schon ein Stück vom Eingang weg bewegt haben und nicht mehr in Hörweite des Hauptstromes an Schülern sind, ergreift Noé das Wort. Zu Helios’ milder Überraschung fragt er lediglich nach dem Buch, dass noch bis vor kurzem vergeblich als Ablenkung herhalten musste. Da ist sein Hauskollege wirklich die bessere Wahl, auch wenn er nicht so recht ablenkt als das Leid teilt, mehr oder weniger jedenfalls. „Er war interessant. Die Theorie über Zaubertränke und ihre Wirkungen unter bestimmten Umständen wird hier auf einem ganz anderen Niveau betrieben, als bei uns zu Hause. Vermutlich dadurch geprägt, dass Hogwarts eine Tradition an Professoren auf diesem Gebiet hat, die zumindest mit Interesse auch schwarzmagische, oftmals aber ungewollte Nebeneffekte beobachtet und untersucht haben. Auch wenn sich hier offen niemand dazu bekennt. Allerdings muss ich zugeben, dass es teilweise etwas langatmig formuliert ist.“ Helios grinst mit feinem Witz, der Noé sicherlich nicht entgeht. „Aber ich vermute, dass ist nicht das, was dich beschäftigt?“, fährt er nach einer kurzen Pause unverbindlich fort. Wenn Noé nicht will ist Helios bestimmt der letzte, der ihn dazu zwingen wird, sein Herz auszuschütten.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Fr 18. Jun 2010, 11:08 
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Beziehung: Single und stolz drauf
Aufenthaltsort: Krankenflügel
Gesellschaft: Nathan, Eric
Mit halbgeschlossenen Augen sitzt Belenus weiterhin am Waldrand, auch wenn er sich schon längst überlegt hat, ob er nicht doch wieder ins Schloss zurückgehen sollte. Da drin stehen die Chancen für eine Rauferei weit besser als hier draußen, wo sich eh kein Schwein hier her verirrt. Sieht man ja an den gebrochenen Nasen, die im Krankenflügel wieder zusammengeflickt werden müssen. Belenus grinst verhalten, streckt die Beine aus und die Arme so ein Stück nach hinten, so dass er sich gut abstützen kann. Und dann… ja, dann beobachtet er wieder die Gegend. Viel zu gucken gibt's da ja leider nicht. Moah, er sollte echt reingehen. Oder mal bei diesem Wildhütergesellen da anklopfen, dieses Halbvampirchen könnte ihm bestimmt sehr gut Paroli bieten. Mhhhh ja, das wäre ganz sicher mal eine richtig gute Keilerei, wenn er ihn ordentlich gereizt kriegen würde. Wobei man den bestimmt nicht groß reizen müsste, oder? Vielleicht doch. Vielleicht hat ihn dieser Ausfall an Halloween zahm gemacht. Die Gerüchte, die einem da an die Ohren gedrungen sind, nachdem der Kerl abgeführt wurde wie ein Schwerverbrecher… nur weil er seiner Natur nachgegangen ist. Mh. Natur. Ob er als Halbvampir freiwillig so ist, wie er ist? Belenus kaut unschlüssig auf der Innenseite seiner Wange herum, als ihm dieser Gedanke in den Sinn kommt. Ob er damit klarkommt? Zumindest scheint er sich, wie er so unter dem Manöver 'Schüler an die Wand drücken' rausgefunden hat, wirklich sieben Jahre lang hier aufgehalten zu haben. Unterrichtet worden zu sein. Also im Grunde… schon, oder? Vielleicht sollte er sich echt mal mit ihm treffen und…

Was'n das für eine?
Belenus blinzelt. Es nähert sich jemand dem Platz, an dem er sitzt und sich eben gerade noch über den Wildhüter den Kopf zerbrochen hat. Der ist jetzt aber wie weggeblasen, als eine junge Frau auf ihn zugewandert kommt, die in ihrem Outfit am besten wohl in einen Sissi-Film oder sowas gepasst hätte. Gute Güte! Und nun kommt sie hier her. Was will sie denn in dem Aufzug hier? Diesen geflügelten Pferdedingern imponieren? Nee, oder?
Der Slytherin schnauft leise und wartet mal ab. Sie läuft weiter, direkt auf ihn zu und dann… bleibt sie plötzlich stehen, schaut etwas unstet in die Gegend, wie er findet. Dass sie nichts sehen kann und deshalb so guckt, kann er noch nicht ahnen. Allerdings ändert sich dieser Umstand, als die ach so unsinnige Frage aufkommt, ob da jemand sei. Belenus antwortet nicht sofort. Er mustert das jüngere Mädchen, denn als dieses hat sie sich nun entpuppt, wo sie näher bei ihm ist und erinnert sich schließlich auch daran, dass er sie schon öfter gesehen hatte. Das eine Mal in Kräuterkunde in diesem schönen erdigen Gewächshaus, als sie in den Unterricht gekommen war und ihr von diesem aalglatten Hemslaye geholfen wurde. Da hatte Roots zwar nur gefragt, ob er ihr würde helfen können und er hatte Hemslayes albernes 'Ich-bin-ein-Gentleman-und-helfe-dir' Benehmen erst belächelt, aber im Nachhinein war ihm dann auch klar geworden weshalb sie Hilfe brauchte. Sie ist blind. Kein Wunder also, dass sie eine solche Frage stellt.
"Yep.", brummt er schließlich, als er sie genug gemustert hat und sehen kann, dass sie schon langsam nervös wird. "Drei Schritte vor dir im Gras.", gibt er noch ein bisschen mehr Auskunft und fragt sich gleichzeitig, warum sie wohl keinen dieser Blindenstöcker benutzt. Ob sie ihren Zauberstab zu einem solchen Stock ausfahren kann? Belenus grinst leicht bei der Vorstellung, das hätte sicherlich was. Freundlicherweise zieht er die Beine nun auch an, falls sie vorbeilaufen möchte. Möglicherweise hat sie ihn ja an seiner Stimmlage erkannt, wer weiß? Blinde können sowas ja angeblich besonders gut und sein Ruf hatte sich nach gerade mal zweieinhalb Monaten an dieser Schule schon ziemlich… joa. Gefestigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Fr 18. Jun 2010, 16:03 
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Kleidung: Enggeschnittenes, kurzes Wollkleid; Hohe Stiefel; Durmstrang-Umhang; alles in Schwarz-/Grautönen
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Aufenthaltsort: Tribüne am See
Gesellschaft: Chaira und die anderen Zuschauer
Eine tiefe Stimme antwortet. Jane versucht sie ihren Eindrücken aus diesem unbekannten Umfeld einzuordnen. Es ist schwierig, so viele neue Stimmen und Charaktere abzuspeichern, wenn man nicht einmal ein Gesicht dazu besitzt. Sie weiß, dass der junge Mann aus Hogwarts stammt, aber in welches Haus sie ihn zuordnen soll, kann sie nicht identifizieren. Sie erinnert sich an den Kräuterkundeunterricht, in dem er auch anwesend war. Er schien nicht einer der beliebtesten Schüler zu sein, aber das liegt sicher nicht daran, dass er nicht selbstständig und -bewusst ist. Sie versuchte sich an seinen Namen zu erinnern, doch hatte sie keine Ahnung, wann sie ihn hätte gehört haben können.
Drei Schritte entfernt? Hätte sie auch gesagt. Natürlich freundlich von dem Jungen, ihr darüber Auskunft zu erteilen, er kann ja nicht wissen, dass sie sich in solchen Dingen schon eher auskennt, da sie nun ja fast ihr gänzliches bewusstes Leben blind war. Demnach war der vermutlich etwas kräftigere oder muskulösere Junge –dem ersten Eindruck von Stimme und Bewegungen nach zu urteilen- einer von der Art „Fass mich bloß nicht an ich beiße!“ solange man ihm vor den Kopf sieht, doch einer der fürsorglichen und sozialeren Ader, wenn man sich gut mit ihm stellte.

Plötzlich muss Jane bei diesen Gedanken innerlich grinsen. Sie urteilte ja nicht im Geringsten vorschnell. Sie hat nicht auch nur ein wenig die Ahnung, wer da vor ihr im Gras gerade die Beine anzieht –man kann die Füße deutlich durch den natürlichen Untergrund ziehen hören- und stellt schon wagemutige Ideen auf den Plan, wer er sein könnte. Sicher, man hört dies und das…aber ohne Name und wenn einem nicht mal eben aus einiger Entfernung der Betroffene gezeigt werden kann, bleibt man leider ziemlich klar hängen.
Doch ihre Blindheit hat auch Vorteile. Menschen verwechselten allzu oft Blindheit mit Taubheit. Schon häufig hatte sie mit anhören können, wie jemand, und nicht immer hatte sie Namen zuordnen können, über den einen oder anderen geredet hatte. Am interessantesten fand sie das Gespräch zweier 4. oder 5. Klässler, die sich gegenseitig Schauermärchen über Chaira erzählt hatten. Ihre Freundin hatte sich bei den Kleinen schon einen Ruf gemacht, so wie sie ihn auch in Durmstrang weghatte.

Zurück in der Gegenwart wird Jane bewusst, dass der Junge vor ihr im Gras wahrscheinlich erwartet, dass sie irgendwas tut. Hin und her gerissen, ob sie ihn in Ruhe lassen oder einfach mal versuchen sollte ein Gespräch zu beginnen, streicht sie betont lässig ihr Kleid gerade.
„Warum sitzt du hier denn so alleine rum?“, fragt sie schließlich im Glauben, er würde ihr schon zeigen, dass er keine Lust auf Konversation hat, wenn es denn so ist. Und sie fügt noch unter dem Rauschen der Bäume hinzu: „So nah am Wald…?“

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: So 20. Jun 2010, 12:27 
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Aufmerksam beobachtet er das Mädchen weiter. Sie scheint in diese sie umfassende Dunkelheit hineinzulauschen und ergründet wohl, mit was für einer Art Person er es hier zu tun hat. Belenus lässt sie machen und beobachtet seinerseits sie. Eine Antwort kommt vorerst nicht, dafür scheint sie aber auch keine Angst vor ihm zu haben, jetzt, da er sich als Mitschüler und nicht als Monster (haha!) zu Erkennen gegeben hat. Stattdessen streicht sie nur ihr Kleid glatt – und richtet dann doch noch das Wort abermals an ihn. Warum er hier so allein sitzt. Am Waldrand. Ein leichtes Grinsen huscht ihm über das Gesicht. Ja, es ist verboten im Wald zu sein – vom Waldrand war nie die Rede. Andererseits geht wohl auch keiner so nahe an den Wald, wegen der Viecher, die da drin wohnen. Aber er hat da keinerlei Probleme mit. Einerseits lästig, andererseits ist das auch gut so, denn so kann er hier sitzen, ohne dass ihn was anfällt.

"Bisschen Abstand von dem Gewühl im Schloss finden.", informiert er sie und schlägt die Beine schließlich unter, so dass er im Schneidersitz dasitzt. Kalt ist ihm nicht, wie auch. Das Feuer brennt tief in ihm und wärmt ihn von Innen. "Schätz' mal, das kennst du. Lautes Stimmengewirr überall und irgendwann hat man einfach zu viel. Sonst wärst du wohl kaum auch hier draußen… so nahe am Wald.", gibt er grinsend zurück und fragt sich, ob sie sich wohl setzen würde. So eine gepflegte junge Dame mit einem so schicken Kleid, die setzt sich doch nicht einfach so auf den Boden, oder? Tja, aber er ist kein Gentleman, der ihr nun einen Umhang anbieten würde, auf den sie sich setzen könnte. Selbst, wenn er denn einen dabei gehabt hätte. Hat er aber nicht, stattdessen steckt er in Freizeitkleidung. Aber das Mädchen hat ja einen Umhang dabei und den könnte sie gut und gern selber ausbreiten, wenn sie das wollen würde. Sofern sie sich überhaupt setzen will. Vielleicht verschwindet sie ja auch gleich wieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Di 22. Jun 2010, 17:06 
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Aufenthaltsort: Tribüne am See
Gesellschaft: Chaira und die anderen Zuschauer
Abstand vom Gewühl im Schloss? So richtig vorstellen kann sich Jane nicht, dass er das nötig hätte. Im Schloss gibt es doch so endlose Möglichkeiten sich zurückzuziehen. Natürlich, die Stimmen und anderweitige Geräusche der Mitschüler, Lehrer, Wesen…all dies kann man nie ganz ausblenden. Vor allem, wenn man sich mehr an der akustischen Umgebung orientiert als anders, ist das Gehör so ausgeprägt, dass man die typischen Geräusche nicht mehr ausblenden kann. Aber auch hier in der Nähe des Waldes gibt es eine Menge zu hören.
Ohne weiter zu fragen, suchte die Hexe Nähe zum Boden, tastet den kurzerhand ab –glücklicher Weise ohne in irgendwelchen fragwürdigen Dingen zu landen- und breitet den weiten Saum ihres Kleides auf dem Gras aus. Das kalte Eis berührt ihre Haut ihrer Beine und ihr schießt der Gedanke durch den Kopf, ob es wohl Flecken auf ihren teuren Stiefeln geben wird, doch schiebt sie die Überlegung zu Seite. Das ist ein weiterer Vorteil, wenn man sich von Kind auf einer Erziehung in Haushalt und Sitte unterwerfen musste: Problemloser Umgang mit Sauberzaubern. Genau deshalb macht ihr das Kleid auch keine Sorgen. So ein Grasfleck ist ruck-zuck entfernt. Wenn sie sich überlegte, wo sie früher überall gespielt hatte…

Dann wendet sie sich rasch wieder dem Fremden zu.
„Sicher kenn ich das. Menschen können gewollt oder ungewollt so was von laut sein.“, seufzt sie und lächelt, um sein Grinsen zu erwidern. „Ich musste auch vom Schiff weg. Aber nicht weil es dort so laut ist…“ Mit einer etwas abwertenden Bewegung holt sie aus. „Wir Durmstrangs bemühen uns immer um einen gesitteten Umgang und angenehme Atmosphäre.“
Noch einmal überlegt sie, in welches Haus der Junge geht. Keinen Schimmer. „Ich weiß ja nicht, wie das bei dir in der Familie aussieht, aber mir wurde das schon immer eingetrichtert. Also, versteh mich jetzt nicht falsch: Ich finde das gut! Teilweise ist der Umgang in dieser Schule nur Nerven zehrend.“
Sie lacht leise und amüsiert, als sie feststellt, dass sie wahrscheinlich schon wieder zu direkt ihre Meinung kundgetan hat und fügt noch schnell hinzu: „Ohne dich da jetzt persönlich angreifen zu wollen.“

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Das, was das Leben uns zeigt,
diese Sonne, die jeden Tag aufs neue erscheint;
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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Fr 25. Jun 2010, 01:58 
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Herrlich, sie so lachen zu sehen. Mike grinst übers ganze Gesicht, weil es ihn freut, auch wenn er sich gerade ein wenig ausgelacht fühlt. Das schmälert allerdings nicht seine Freude über Brookes Gelächter. Soll sie ruhig lachen, gern auch über ihn. Wenn es sie fröhlich stimmt, rutscht er auch gern auf mehreren gefrorenen Bananenschalen hintereinander aus und fällt am Ende mit dem Gesicht in einen Kuchen. Kein Problem.
"Kompromisse sind gut.", nickt Mike und schiebt die Hände in die Manteltaschen. Er macht auch wieder ein paar Schritte. Allzu lange stehen bleiben ist bei diesem Wetter nicht gerade angeraten. "So machen wir das. Erst Diplomatie ... Hufflepuffdiplomatie, dann Gryffindorfoltermethoden. Dafür sind wir bekannt. Für Foltermethoden." Er sagt es ernst und nickt Brooke erneut zu. Die Verschwörung ist damit besiegelt. "Ist er kitzlig? Ich kenne massenhaft Kitzelflüche. Für alle möglichen Körperteile sogar ganz spezielle. Richtig fiese Sache, so was. Glaub mir. Da hört Raven sicher nicht mehr auf zu reden. Er wird so viel reden, dass du dir wünschst, er würde wieder in beleidigtes Schweigen verfallen." Schmunzelnd lenkt Mike seine Schritte einfach irgendwohin, bis er bemerkt, dass es die Richtung der Wildhüterhütte ist. Raven muss nicht dort sein, klar, doch ein seltsames Gefühl überkommt den Reporter trotzdem. Obwohl er sich nicht vorstellen kann, dass Raven noch auf irgendwen eifersüchtig sein kann. Immerhin hat er schlussgemacht. Und er ignoriert Brooke. Wahrscheinlich ist es ihm momentan egal, mit wem sie rummacht, äh, redet. Oder zumindest tut er so. Dennoch kann Mike sich dem Kopfkino nicht entziehen, das ihm einen wütenden Halbvampir zeigt, der aus der Hütte schießt wie ein Kastenteufel. Hm.
Eine These bildet sich: Wenn Raven noch Gefühle für Brooke hat, dann muss man diese vielleicht herauslocken. Was würde passieren, wenn Mike sie vor seinen Augen küsst? Würde es die Eifersucht wecken oder alles nur noch schlimmer machen? Man müsste es natürlich so aussehen lassen, als würde es nicht von ihr ausgehen. Damit würde man eventuell sogar noch eine Prise alten Beschützerinstinkt wecken. Mike grübelt. Und rennt dabei gegen eine Birke.

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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 14:20 
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„Er war interessant. Die Theorie über Zaubertränke und ihre Wirkungen unter bestimmten Umständen wird hier auf einem ganz anderen Niveau betrieben, als bei uns zu Hause. Vermutlich dadurch geprägt, dass Hogwarts eine Tradition an Professoren auf diesem Gebiet hat, die zumindest mit Interesse auch schwarzmagische, oftmals aber ungewollte Nebeneffekte beobachtet und untersucht haben. Auch wenn sich hier offen niemand dazu bekennt. Allerdings muss ich zugeben, dass es teilweise etwas langatmig formuliert ist.“, erwidert Helios grinsend auf seine Frage nach dem Wälzer, mit dem er ihn eben angetroffen hat.
„Ja, stimmt, einige spannende Dinge stehen in diesen dunklen, großen, teilweise staubigen Regalen schon herum. Aber ich finde es noch immer nicht schön, Englisch zu lesen. Wie du schon sagtest, teilweise sehr langatmig und dann auch einfach ihr Klang…“, ein unwilliges Kopfschütteln gepaart mit einem belustigtem Grinsen folgt. „Nee, ich mag sie nicht besonders.“ Kurz schüttelt ihn ein Husten, während er gerade seine Lunge mit der kühlen Luft füllen wollte. „Schön, dass es noch mehr von uns hier gibt, sodass wir nicht ständig diese harten Töne von uns geben und vernehmen müssen, nicht wahr?“ Noés Stimmung wird immer lockerer. Sein ganzes Verhalten, seine Haltung, sein Gehen, alles drückt es aus. Wie gut es doch tun kann, Entscheidungen getroffen zu haben. Ob Menschen, die den Freitod wählen, wohl deswegen vorher so ruhig und befreit erscheinen? Weil sie endlich eine Entscheidung getroffen haben?

„Aber ich vermute, das ist nicht das, was dich beschäftigt?“ Mit dieser Frage reißt Eli ihn zwar aus den Gedankengängen, jedoch auch aus der lockeren Stimmung, die dabei war, ihn nahezu vollständig einzunehmen. „Hm, nein, englische Literatur ist selten ein Thema, das mich belastet. Schwarze Magie, die an dieser Schule geübt werden könnte, vielleicht schon eher.“ Ein schiefes Grinsen folgt, das den plumpen Witz mit Bezug auf zuvor Gesagtes unterstützen sollte, aber es geht wohl leicht daneben. Da er das durchaus merkt, kickt Noé unwillig kleine Steinchen aus seinem Weg und grübelt über eine Formulierung seiner Gedanken nach. Und wie viel davon will er Eli erzählen? Dieser versteht ihn vielleicht besser als manch anderer, da er und sein Bruder Lys eine ähnlich enge Beziehung haben wie er und Grég … ja, vielleicht kann er ihm auch helfen, wie er die Aussprache beginnen soll.
Ein kurzes Räuspern vor der Ansprache. „Mh, seit Grég als unser Schulchampion ausgewählt worden ist, reden wir nicht mehr so richtig miteinander.“ Das Problem kurz und knapp geschildert. Er lässt es kurz sacken, bevor er sich an nähere Erläuterungen wagt. „Erst dachte ich eifersüchtig zu sein, was absoluter Schwachsinn ist, da ich das auf ihn nie wäre und außerdem selbst nicht wirklich hinter dem stehen würde, was ich dort tun müsste – wohl ein Grund, weswegen ich nicht ausgewählt wurde. Ich machte und mache mir Sorgen, ob gänzlich unbegründet, weiß ich noch nicht so genau. Aber so kann es einfach nicht weitergehen…“ Ein weiteres Husten unterbricht seinen Redefluss, dem folgen ein kurzer Seufzer und ein entschuldigender Blick an seinen Begleiter. „Ich habe nun beschlossen, mit ihm zu reden. Ihm alles zu erklären und zu versuchen, zu unserer alten Vertrautheit zurückzufinden.“ Wieder wird ein Stein aus dem Weg gekickt – aber was kann denn der Stein dafür, dass er selbst nicht weiter weiß? „Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen soll.“ Endet er unglücklich und lässt ein wenig den Kopf hängen, während er seine Hände, mit denen er zuvor ein wenig gestikulierend die kühle Luft geteilt hat, wieder in die Hosentaschen vergräbt.

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Das Wesen der Dinge hat die Angewohnheit, sich zu verbergen.
(Heraklit)


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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Mi 7. Jul 2010, 18:00 
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7. Klasse Hufflepuff
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Beziehung: Raven McCloud
Lachen ist gesund. Müsste man also nur noch krank sein, damit es wirklich helfen kann. Brooke wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel und schenkt Mike wieder ihre volle Aufmerksamkeit. Der scheint sich ein neues Ziel gesetzt zu haben: so viele unrealistische, absurde, aber vor allem witzige Theorien und Pläne aufzustellen, bis er oder Brooke sich tot lacht.
Die Gedanken der Hufflepuff streifen nur noch ziellos durch ihren Kopf. Der ehemalige Gryffindor löst alles von seinem angestammten Platz und jongliert damit. Und das tut gut. „Kitzeln hört sich eher nach einer Hufflepuffmethode an.“ wirft Brooke kurzerhand ein und bleibt hinter Mike zurück als er eine andere Richtung einschlägt. Will er jetzt schon einen seiner Pläne in die Tat umsetzten? Für einen Moment kommt es ihr ganz still vor und sie blickt ihm einfach nur nach. „Mike?“ fragt sie mit einer Mischung aus Besorgnis und Unsicherheit. Dabei wollte sie ihn nur davon abhalten... Dotz. Brooke kneift kurz die Augen zusammen, als Mike gegen den Baum läuft. „Mike...“ warum klingt es nur so fröhlich erleichtert? Vielleicht weil die Hufflepuff gerade genau weiß, wie es dem Reporter geht? Mit gegen Dinge rennen hat sie schließlich Erfahrung. Schnell huscht sie zu dem jungen Mann. „Was machst du denn?“ tadelt sie ihn halbherzig und begutachtet den Freiluftpatienten. „Ich glaube nicht, dass harte Schläge auf den Gyrus Frontalis Superior das Denkvermögen erhöhen...und uns auch nur irgendwie weiterhelfen.“ Vorsichtig streift sie ihm die Haare aus der Stirn, um den Schaden festzustellen. Glücklicherweise ist es nur eine Schürfwunde, die wahrscheinlich schlimmer aussieht als sie eigentlich ist. Brooke zückt ein Taschentuch, um es gleich auf Mikes Stirn zu pressen. Kopfwunden, wie klein sie auch sind, bluten immer recht stark. „Sieht nach Amputation aus.“ meint sie grinsend, hakt dann aber noch einmal ernsthaft nach: „Tut es arg weh?“

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And you lean in for your last kiss,
Who in this world can ask me to resist?
Your hands cold as they find my neck...

(Mumford & Sons - Liar)


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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Mi 7. Jul 2010, 19:08 
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Autsch!
Brooke reagiert schneller als Mike, was an dem Schlag gegen seine Stirn liegen mag oder einfach daran, dass er nicht weiß, wie man sich einem pflanzlichen Gegner gegenüber verhalten soll. Obwohl ihm der Gedanke an eine Axt relativ rasch bei der Hand ist. Mike lässt sich begutachten, will dabei aber reflexartig an die Wunde fassen, kommt mit Brookes betaschentuchter Hand ins Gehege und lässt deshalb den Arm wieder sinken.
"Nein.", erwidert er. "Ich fühle mich nur ... ich, ähm ... benommen." Er wirft der Birke einen Blick zu, der abholzen könnte. "Wer hat die da so plötzlich hingepflanzt, hm?", brummt er. "Können die Leute nicht aufpassen, wo sie ihre Bäume hinpflanzen? Die ganze Welt ist voller Schussel, schrecklich." Endlich beginnt er zu grinsen und blickt in Brookes hübsche, große Augen, in denen man so schön versinken kann, wenn sie nah vor einem steht. Sie ist wirklich ein Mädchen zum Verlieben. Wie kann man sie nur verschmähen, nur wegen einem einzigen, kleinen, dummen Fehler? Raven muss einen völlig übersteigerten Stolz haben, beziehungsweise einen überkompensierten Minderwertigkeitskomplex.
Raven.
Mike blickt über Brookes Kopf hinweg und kann sein Glück oder das Pech oder den Zufall kaum glauben - doch dort steht er. Am Waldrand. Er steht da und guckt rüber. Tja. Jetzt oder nie. Gryffindors sind nicht bekannt für ihre wohlüberlegten Handlungen. Sie sind Spontanentscheider. Mike entscheidet spontan, legt die Arme um Brooke und küsst sie. Überwindung braucht das keine, im Gegenteil, er schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: er kann austesten, ob Raven noch Gefühle für Brooke hat, und er bekommt einen Kuss. Das nennt man 'das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden'. In seinem Fall vielleicht auch 'das Angenehme mit dem Tödlichen verbinden'.

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"Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns." (Eugène Ionesco)


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 Betreff des Beitrags: Re: 20. November
BeitragVerfasst: Do 8. Jul 2010, 22:26 
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Wildhüter
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Beziehung: Verlobt mit Brooke Lucid
Während Raven McCloud, mit Handschuhen die ihm bis an die Oberarme reichen, aus dem Wald stapft, denkt er an seine unzähligen Trostpflaster. In den letzten Wochen hat er sich einem Hobby hingegeben, das nur Christopher in seinen wildesten Zeiten leidenschaftlicher und unermüdlicher praktiziert hat: Beischlaf. Kurzzeitig befriedigend, mittelfristig ablenkend, langfristig absolut frustrierend. Ob es ein hart erarbeiteter Kuss war oder eine allzu leicht erreichte schnelle Nummer, nichts davon hat Raven wirklich berührt. Das, was er zu bekämpfen suchte, steht unbeeindruckt vor ihm, ihm im Weg: Einsamkeit. Eine Einsamkeit, die kein bester Freund füllen kann. Christopher hat wirklich alles gegeben. Er war immer da, er hat Ravens Launen ertragen, ihn getröstet, abgelenkt, sich immer wieder die selbe Leier angehört, die selben Gedankengänge mit ihm gewälzt. Doch das, was fehlt, konnte er nicht ersetzen, den Schmerz über den Mangel kaum länger als eine Nacht lang stillen.
Raven bleibt am Waldrand stehen und zieht sich die Handschuhe aus. Sie sind voller Blut, doch er kommt damit klar. Es gibt derzeit viel zu tun um Wald. Die erste Aufgabe des Trimagischen Turniers steht kurz bevor. Erschöpft lehnt er sich an einen Baum, lässt die Handschuhe zu Boden fallen und kämmt sich das Haar mit den gespreizten Fingern beider Hände. Arbeit ist genau wie Beischlaf. Sie lenkt ab, doch sobald sie getan ist, kehren all die Probleme zurück. Nein, Ravens Leben hat sich nicht normalisiert. Er hat Brooke nicht vergessen können, ihren Verlust nicht überwunden, auch wenn er sich so verhält. Es gehört zu seiner Taktik: man verhält sich so, als wäre die Welt schon, wie sie sie sein soll - dadurch wird sie es vielleicht. Scheißblöde Taktik.

Als nächstes steht eine Dusche auf dem Tagesplan, dann eine von Paddywacks dämlichen Gesprächsrunden. Sie sollen helfen, Ravens Anspannungen abzubauen und ihn darin unterweisen, mit Aggressivität besser umzugehen. Im Grunde sind es wohl Therapiesitzungen, die Paddywack aus Rücksicht auf Ravens Ehrgefühl nur nicht so nennt.
Aggressivität, ja, die ist latent vorhanden. Es hat sich nicht viel geändert. Nur die Kontrolle, die Raven walten lässt, ist disziplinierter. Sie kostet mehr Mühe, mehr Selbstunterdrückung. Aber was tut man nicht alles, um im einzigen Zuhause bleiben zu dürfen, das man je kannte?
Raven wischt sich Spuren von roter Erde von der schwarzen Jeans. Dann entdeckt er auch auf dem gleichfarbigen Longsleeve Rückstände seiner Arbeit. Tierhaare, Erde, Tannennadeln. Ohne viel Enthusiasmus wischt er an sich herum, tritt dabei unter dem Schatten der Bäume heraus und zieht das Oberteil glatt, um ein paar der hartnäckigeren Nadeln aus dem Stoff klauben zu können. Wildhüterei ist definitiv kein sauberes Geschäft. Anschließend lässt er den Blick streifen. Etwas, das er gleich darauf bereut.
Sie hat also schon einen neuen? Hyperion ist es nämlich nicht, der sie da umfangen hält. Halt, Moment ... es ist gar kein Schüler, es ist der Reporter. Raven merkt nicht, dass er die Zähne so fest zusammenbeißt, dass sein Kiefermuskel verkrampft. Sein Blick verdüstert sich und in seinem Magen tobt ein altbekannter Sturm. Genau dieser Sturm hätte ihn fast seine Freiheit gekostet. Also wie war das? Ruhig atmen. Ich bin Herr meiner Taten. Dumdidum ... Einatmen, ausatmen. Nur ich bestimme, welche Gefühle ich zulasse. Tief einatmen ... Was für eine gequirlte Kacke!
"Hey!", bellt Raven und marschiert auf Brooke und den Reporterheini zu.

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I found a life worth living
I want to feel alive
I want to do more than just survive


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