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 Betreff des Beitrags: 19./20. Juni [Jahr 2]
BeitragVerfasst: Mi 30. Apr 2014, 15:43 
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19. Juni, 16 Uhr

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Verfasst: Mi 30. Apr 2014, 15:43 


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Di 6. Mai 2014, 20:58 
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1. Beitrag

Ein neuer Tag und das heißt, ein Tag näher am Ende der Schulzeit. So viele Fragen sind offen und keine davon wird Helios beantworten. Wohin? Was tun? Mit wem? Er fühlt sich nicht eingeschränkt, weil jede dieser Entscheidungen zuletzt bei seinem Bruder liegt, auch wenn er nicht müde wird, mit Ulysses die verschiedenen Möglichkeiten zu diskutieren. Studieren? Nein, zu langweilig. Arbeiten? Aber als was? In Frankreich? Oder am anderen Ende der Welt? Es gibt nichts und niemanden an den sie gebunden sind außer sich selbst und Eli genießt gerade diese Zeit und dieses Gefühl des Aufgehoben-Seins solange es da ist. Es sind die letzten Tage des Schuljahrs, aber die ersten des Sommers, seines ganzen Lebens und keiner soll verschwendet sein. Morgen wird die letzte Turnieraufgabe stattfinden und Eli wird mit Lys dort sein, unbemerkt und doch genau an dem Ort, an dem er sein will. Mit einem besonnenen Lächeln blickt er über die Ländereien Hogwarts‘ und sucht nach einem der wenigen, aber innig geliebten bekannten Gesichter, die er sich in den letzten Monaten mehr und mehr angeeignet hat. Die Sonne ist schon stark genug um den Franzosen zu zwingen mit der Hand die Augen zu beschatten um überhaupt irgendwas zu sehen, obwohl er selbst nicht genau weiß wonach, nach wem er eigentlich sucht. Wo Eli ist weiß er nicht und Grég wird so sicher bei Noé sein wie das Amen im Gebet, schließlich könnte es ihr letzter gemeinsamer Abend sein, wer weiß das schon?
Aus ihm unerfindlichen Gründen hat Helios das Gefühl, zerspringen zu müssen wenn er nicht sofort anfängt zu laufen, zu tanzen und zu singen, doch er beherrscht sich geradeso. Immerhin ist er praktisch ein Erwachsener umgeben von lauter Kindern, deren Gelächter er persönlich nehmen würde. Trotzdem, er ist, wenn man so will, so glücklich wie er sein kann ohne das sein Bruder den Moment mit ihm teilt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Fr 9. Mai 2014, 10:09 
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Da hätte Ulysses beinahe ein ganzes Jahr in Hogwarts zugebracht, ohne die umwerfende Schönheit des Schlosses festzuhalten. Das geht natürlich nicht. Von daher hat er seinen Skizzenblock geschnappt, ist hinausgegangen und steht nun im Schatten eines Baumes, von wo aus er die Architektur des Gebäudes skizziert. Mit dem Stift ist er zwar nicht so begabt wie sein Bruder, aber die grundsätzliche Struktur des Schlosses lässt sich durchaus erkennen. Vielleicht bittet er Eli darum, ihm das Schloss zu zeichnen. Mhja, das würde er bestimmt machen. Das ist eine gute Idee. Dennoch hält sie ihn nicht davon ab, erst einmal einen eigenen Entwurf zu fertigen. Sein Interesse liegt schließlich nicht in der Malerei, sondern in der Architektur und da braucht man selten Eins-zu-eins-Abbildungen.
Während der Franzose also mit zusammengekniffenen Augen dasteht und kritzelt, trifft ihn auf einmal ein Ball am Arm. Zuerst möchte er fluchen und denjenigen vielleicht sogar verfluchen, der dafür verantwortlich ist. Doch dann entdeckt er, dass es Simon und die anderen waren, mit denen er sich dieses Jahr angefreundet hat. Von daher grinst er nur und wirft den Ball zurück. Doch das scheint Ravenclaw nicht genug zu sein, da er ruft: "Magst du nicht eine Runde mitspielen? Macht bestimmt Spaß." Lys denkt sogar ein paar Momente darüber nach, doch dann schüttelt er den Kopf. "Nein, macht ihr mal. Vielleicht ein ander' Mal." Das scheint zu genügen und die Gruppe fängt ihr Spiel wieder von vorne an. Doch Ulysses Laune hat sich geändert, weil ihm bewusst wird, dass nicht mehr so viel Zeit für 'ein ander' Mal' bleibt. Kurz ist er traurig, nein, sogar schrecklich deprimiert. Doch dann schüttelt er kurz die negativen Emotionen ab, grinst kurz und setzt dann seine konzentrierte Arbeit fort.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Sa 7. Jun 2014, 13:56 
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1. Beitrag

Die Sonne lacht, die Vögel singen, das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und die Last der Hausaufgaben haben viele Lehrer auch schon ein bisschen gelockert, zumindest für alle, denen keine Prüfungen bevorstehen. Der Nachhilfeunterricht mit Vianne ist gut gelaufen und zwar ist sie tatsächlich nicht gerade begabt für Trankbrauerei, aber eine Besserung ist jedenfalls festzustellen. Diese Woche war der letzte Termin vor den Sommerferien, im neuen Schuljahr werden sie weitersehen, ob Vianne alleine zurechtkommt oder Percy ihr weiter helfen wird. Inzwischen kennt er sie natürlich auch recht gut und hast zumindest das Gefühl, dass sie relativ offen mit ihm redet, über ihre Familie, die Schwierigkeiten, sich als Späteinsteiger in Hogwarts zurecht zu finden, wie ungewohnt es noch ist, andauernd von Magie umgeben zu sein. Percy ist ein guter Freund: er hört zu und merkt sich jedes Wort über Viannes Lebensgeschichte aus echtem Interesse. In seinen Aufzeichnungen versucht er die Parallelen zwischen Vianne und seinem Großvater zu ziehen und die Unterschiede festzustellen, doch weit ist er mit der Analyse noch nicht gekommen. Das wird seine Aufgabe über die Sommerferien sein. Vorher steht ja außerdem noch die finale Turnieraufgabe an, auf die Percy sich schon besonders freut. Nach dem Anschlag auf die zweite Aufgabe ist er zum einen sehr gespannt, wie hoch die Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich sein werden, was stets ein guter Hinweis darauf ist, wie groß die Gefahr eingeschätzt wird und zweitens ist er der festen Überzeugung, dass noch irgendwas passieren wird, egal wie viele Auroren vor Ort sind. Wie immer vor großen Ereignissen hat ihn deswegen in den letzten Tagen eine innere Unruhe erfasst, die ihn am Gitarrespielen hindert und auch sonst die Konzentration stört. Dennoch hat er sein geliebtes Instrument dabei, als er an diesem schönen Nachmittag über das Gelände streift, halb auf der Suche nach Vianne, aber nicht mit dem festen Ziel, sie zu treffen. Nur hat er sonst nichts vor und auch keine besseren Ideen.

Er ist nicht der einzige, der das schöne Wetter ausnutzt, bei weitem nicht. Überall auf dem Rasen und unten am See sind Schülergrüppchen verteilt, ein paar spielen mit Bällen oder Frisbees, vereinzelt macht jemand Musik oder liest sogar in einem Buch – das sind fast immer die ältesten. Doch dann entdeckt Percy einen, der ganz für sich ist und einen Skizzenblock in der Hand hat. Doch zeichnet er nicht das Durmstrang-Schiff oder die Kutsche aus Beauxbatons, sondern ist dem Schloss Hogwarts zugewandt, das sich alt und unerschütterlich über den Ländereien erhebt. Neugierig tritt Percy näher und sieht dem jungen Mann unverschämt über die Schulter auf das Blatt Papier. Eine krude Zeichnung, doch Hogwarts ist auf jeden Fall erkennbar. Das ist wahrscheinlich mehr, als Percy hinkriegen würde. „Eine Erinnerung für die Zeit nach der Schule?“, spricht er den Mitschüler ohne Begrüßung an und lächelt dünn. Dafür hat er ja noch mehr als genug Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Sa 21. Jun 2014, 19:00 
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Dieses ganze Gewusel. Hier läuft eine Gruppe Erstklässler rum und spielt Fangen. Dort schaut ihnen eine Gruppe Drittklässler zu und schüttelt den Kopf, weil die ja ach so kindisch sind und sie selbst ja soo viel cooler. Viele sind am Wasser, baden oder genießen einfach die Sonne. Ein paar andere sind eher in den Schatten geflüchtet. Vereinzelte werden sich vielleicht sogar noch im Schloss aufhalten. Warum auch immer. Eine gewisse Unruhe scheint sich schon langsam auszubreiten, doch das kann an allem Möglichen liegen. Der letzten Turnieraufgabe morgen zum Beispiel, den letzten Prüfungen oder den letzten paar Tagen bis zu den Ferien oder dem Schulende.
Dass ein wenig der Unruhe an zwei durchgeknallten Schülern liegt, weiß Ulysses natürlich nicht. Überhaupt fällt ihm nicht wirklich etwas in seiner Umgebung auf. Seit der kurzen Unterbrechung durch Simon ist der Franzose wieder vollkommen vertieft in seine Skizzierung des Schulhauses. Dabei klemmt er sich immer mal wieder die Unterlippe konzentriert in die Zähne. So dürfte ihn dann wahrscheinlich auch der Schüler vorfinden, der ihn hinterrücks... nein, nicht ermordet, sondern anspricht. Irritiert, aber lächelnd dreht Ulysses sich um und begrüßt den Schüler zuerst mit einem schlichten 'Hey', ehe er auch auf die Frage eingeht. Ein kurzer Blick auf das Gezeichnete, ehe er antwortet: "Mh... ja, so könnte man es wohl sagen. Kann nicht schaden, ein paar Erinnerungen mitzunehmen, mh?" Wobei der Junge vor ihm garantiert noch ein, zwei Jahre Zeit hat, um sich Erinnerungen zuzulegen. Schaut zumindest noch nicht besonders alt aus der Kerl.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2014, 03:04 
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Erster Post, 19. Juni

Ein Tag vor der dritten und letzten Turnieraufgabe hat sich im Verlauf des Sommertages schließlich auch ein Anflug von Nervosität bei Greg eingestellt. Er selbst war also auch vor diesem menschlichen Phänomen nicht gefeit. Es kommt tatsächlich selten vor, dass ihn einmal eine gewisse, innerliche Anspannung überfällt. Aber angesichts der innerhalb der Schlossmauern gestreuten Gerüchte, die auch, zuweilen zwar über Umwegen, zu ihm durchgesickert sind, scheint es offensichtlich gute Gründe zu geben, sich morgen nicht leichtsinnig ins Dickicht zu stürzen, ohne unterbewusst auf der Hut zu sein, vor dem, was die drei Champions in ihrer letzten Aufgabe erwarten könnte. Er erinnert sich noch sehr genau daran, was vor zwei Monaten in der Nachricht mit dem Siegel seines Schulwappens gestanden hatte. Insbesondere der zweite Satz spukt seit dem unentwegt in seinen Gedanken herum. In Kombination mit diversen, sich hartnäckig haltenden Dauergesprächsthemen unter Paddywacks Schützlingen, erscheint es ihm nach subjektivem Empfinden geradzu unmöglich, greg-typisch cool zu bleiben. Noés Gegenwart lässt ihn aber gerade 'runterkommen, was enorm wohltuend für seinen aufgewühlten Geist ist und wofür er seinem jüngeren Bruder auch unsäglich dankbar ist. Dass er seinen beiden schulexternen Mitchampions bisher nicht begegnet ist, könnte ferner vielleicht ein Wink des Himmels sein. Auch wenn er auf menschlicher Ebene nichts gegen Nolan und Hemslaye hat, sie sind in diesem Turnier noch immer seine Konkurrenten. Und dennoch, er vermutet, sie könnten womöglich stärker aufeinander angewiesen sein, als ihnen allen dreien lieb wäre. Mhja, und wie auf Kommando taucht wieder diese LKW-Ladung unbeantworteter Fragen vor seinem inneren Auge auf und entlockt ihm in seiner erneut aufkeimenden Sorge und Gereiztheit ein lautloses Seufzen: Was wird sie im Verbotenen Wald erwarten? Auf was werden sie stoßen? Was lässt seinen Schulleiter an den Sicherheitsvorkehrungen der letzten Aufgabe zweifeln? Müssen sie mit einem Angriff von Schwarzmagiern rechnen? Und wieso häufen sich mit dem Näherrücken eben dieser letzten Turnieraufgabe die Meldungen von vermehrt attackierten Schülern oder einer spurlos verschwundenen Lehrkraft, die sich den dunklen Künsten verschworen haben soll? Was haben diese Vorfälle zu bedeuten? Besteht ein Zusammenhang? Oder ist er doch nur trotz eines Schuljahres Aufenthalt noch nicht genügend in das hogwart'sche Internatsleben infiltriert, weshalb er schlichtweg die Geschichten, die durch die Schlossgefilde geistern, missinterpretiert?

Ok, halt, genug der Grübelei! Die letzten, weniger als 24 Stunden möchte er ob der bevorstehenden Geschehnisse frei von Unbehagen sein. Und genau deshalb schüttlt er die Gedanken ab und wendet sich mit einem ungezwungenen Lächeln auf den Lippen seinem Begleiter zu, in der Hoffnung in diesem süße Zerstreuung zu finden. "Aber sag mal, was läuft da jetzt mit Sue und dir? Seid ihr nun zusammen, oder nicht?" Lachend boxt er dem Jüngeren der Lacroix-Brüder leicht gegen den Arm. "Bei dem, was an allen Ecken getratscht wird, geht's offenbar immer noch heiß her bei euch?", setzt er gleich mit einem tiefen Raunen und einem noch bedeutungsschwangeren Augenzwinkern hinterher. "Komm 'raus mit der Sprache!"

Dass sich inzwischen, trotz der allgemeinen Quierligkeit der Schlossbewohner eine verhältnismäßig, untypische Unruhe über die Ländereien gelegt hat, bleibt von Greg unbemerkt. Vielleicht aber, weil sie noch nicht nah genug am See sind, um das aufgeregte Treiben, das sich dort hauptsächlich hinverlagert hat, in all seiner Gänze wahrzunehmen. So können die beiden Brüder wohl auch nicht wissen, was oder wer innerhalb der Gemäuer mit seinem unkontollierbaren Attentat auf die Schule für Panik sorgt. Und vielleicht ist es auch besser für Gregs momentanen Gemütszustand. Noch mehr Unruhe würde ihn nur wieder unschön aus der Bahn werfen. Wo er doch gerade einmal nicht an den morgigen Tag denkt, der schon Aufregung genug verheißen wird. Also, Ruhe bitte... danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2014, 20:24 
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(Erstes Posting 19./20. Juni)

Hier steht er, äußerlich so unbeweglich wie der Fels, innerlich aufgepeitscht wie das Wasser zu seinen Füßen. Er blickt hinab auf die zerwühlte Wasseroberfläche des Sees. Keine Spiegelung, nur Wellen und weißer Schaum. Langsam, ganz langsam beruhigt sich das Wasser wieder. Nathan starrt in die Tiefe, bis er die Umrisse seines Körpers auf den sich verflachenden Wellen entdecken kann. Sie haben keine Drachenform. Nein, haben sie nicht. Warum fühlt er sich dann so, als wäre seine Haut geschuppt, das Herz kalt wie Eis, die Schwingen riesig, die Beine mit Klauen bewehrt? Warum fühlt er sich schon tagelang mehr wie dieses Monster, nicht wie der Mensch, der er ist? Wohin verschwindet seine Seele? Läuft sie aus ihm heraus wie Blut aus einer Wunde, ohne dass er es bemerkt? Die Wunde wurde gerissen, als er Eric schwach und verwirrt in diesem Krankenbett liegen sah. Sie riss weiter auf, als Daeron das selbe zustieß. Und sie schien sein Herz zu erreichen, als Clayton starb. Dann starb Uriel. Und niemand unternahm etwas. Niemand. Wer auch immer Nathans Brüder angriff, kam ungeschoren davon. Niemand kam, um jeden Stein im Schloss einzeln umzudrehen. Niemand kam und durchkämmte den Wald. Niemand, niemand ... Nicht einmal Lugh Finnegan. Warum brachte man sie nicht fort? In Sicherheit? Weil es keine Sicherheit gibt? Nicht für sie? Niemals?
Nathaniel erstarrt, als er spürt, wie ihn etwas an der Wange kitzelt. Entsetzt blickt er zu Boden auf den nassen, winzigen Fleck, der sich neben seiner Stiefelspitze bildet. Rasch wischt er sich mit dem Handrücken über die Augen, seine Miene wird hart, gefühllos. Er hebt den Kopf und sieht zum Schloss hinüber, das er inzwischen hasst wie ein Gefängnis. Dieser Ort hat ihnen keine Sicherheit geschenkt, keine Freiheit, keine Gleichheit, keinen Frieden, keine Normalität - gar nichts hat dieser Ort ihnen geschenkt. Nur Leid und Tod. Oder sind ihnen Leid und Tod einfach gefolgt wie Schatten? Haben sie es mitgebracht? Er wendet sich ab, auch wenn in ihm alles in Aufruhr ist. Dass dieses Gefühl nicht nur der Schmerz und der Abgrund ist, sondern der Schmerz und der Abgrund in seinen Geschwistern, die auf der anderen Seite des dunklen Sees ihren Gefühlen Ausdruck verleihen, ahnt er nicht. Er denkt erneut darüber nach, sich selbst zu töten. Er denkt seit Wochen über nichts anderes nach. Er war immer der Beschützer seiner Geschwister. Derjenige, der vor sie tritt, wenn ihnen Gefahr droht. Er hat versagt. Seine Existenz hat ihren Sinn verloren. Warum also tut er es nicht? Warum steht er immer hier, auf diesen Felsen, Tag für Tag, ohne zu springen?
Nathan blickt in den Abgrund.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2014, 15:38 
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1. Beitrag

Es war leicht Nathaniel zu finden, in letzter Zeit scheint er sich ständig zum Wasser hingezogen zu fühlen, vielleicht, weil es immer noch kalt ist, obwohl die Sonne an guten Tagen schon ziemlich warm auf den schottischen Rasen brennt. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Shandy an dieser Stelle verweilt, an einen Baum gelehnt und ein Bein angewinkelt, sodass sie sich mit der Sohle an der rauen Rinde abstützen kann. So steht sie da unbemerkt, vorerst, und beobachtet ihren Freund, zumindest würde sie Nathaniel so nennen, denn er gehört zu den wenigen Personen, mit denen sie sich gerne umgibt, zum Reden wie auch zum Schweigen. Doch in letzter Zeit scheint er wie seine Gefährten abwesend zu sein und gleichzeitig aufgewühlt. Sie alle sind leicht reizbar und ziehen sich noch mehr in den Schutz ihrer Gruppe zurück, als noch am Anfang des Schuljahres. Oder zumindest die, die noch übrig sind. Shandy weiß nicht, was mit ihnen passiert ist, nur, dass man einige nicht mehr in den Gängen und im Unterricht sieht und dass Nathaniel beinahe jeden Tag auf diesem Fels steht und ins Wasser starrt, als ob er gleich springen würde. Jedes Mal wieder erinnert es Shandy an Patrick und jedes Mal schämt sie sich dafür, nicht diese paar wenigen Meter zu überwinden und Nathaniel eine Hand auf die Schulter zu legen, ihn weg zu führen. Doch ein kleiner Teil von ihr wartet darauf, dass sein Wille nicht mehr stark genug ist. Dass die Angst um seine Geschwister und die Demütigung durch die anderen Schüler zu stark werden und er doch springt. Shandy weiß, sie würde es bereuen, würde er springen und sie hätte nichts dagegen unternommen. Noch immer wacht sie schweißgebadet aus Träumen auf, in denen Patrick sie mit sich in den Tod zieht, weil sie ihm nicht helfen konnte. Nicht, dass es in ihrer Macht stünde Nathaniel zur Umkehr zu bewegen. Es dürfte ihm immer noch leicht fallen, sie binnen Sekunden schockzufrosten. Außerdem ist da dieser kleine, sadistische Teil in ihr, der sehen will, wie er springt, auch wenn sie sich dafür hasst. Und so steht sie da an einen Baum gelehnt, und wartet.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mi 17. Sep 2014, 23:17 
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"Versager."
Nathaniel blickt auf die schwappenden Umrisse der Felsen und seiner eigenen Gestalt hinab, die Schuhspitzen ragen über den Stein hinaus, ein paar Kiesel rieseln hinab. Das Wort klingt hohl, er schüttelt sacht den Kopf. Versager - hatte er je eine Chance, nicht zu versagen? Hätte er sie beschützen können? Ihr Leid für sie tragen? Ihr ganzes Leben lang? Er weiß es nicht, wird es niemals wissen. Sie sind doch alle allein in ihrem Inneren, dort, wo nie jemand hinkommt, so nah man sich auch fühlt. Und sie sind keine Geschwister, nicht wirklich. Sie sind Menschen, die durch ihre gestohlene Kindheit geeint werden, mehr nicht. Ihre Zukunft war von Anfang an nichts als ein Experiment. Ein vages 'könnte' und nun erleben sie, wie es zusammenbricht. Keine Zukunft für die Monster. Irgendjemand oder irgendetwas vernichtet sie, weil sie es nicht anders verdient haben.
"Was?" Nathaniel richtet sich auf, blickt zum Himmel. Das hat er gerade nicht gedacht, oder? Sie haben es nicht verdient, sie sind Opfer. Er wendet sich vom Wasser ab, macht ein paar Schritte, bleibt dann stehen und sieht sich wütend noch einmal zum Rand der Felsen um. Er wird nicht springen, weil er dann nicht nur ein Versager wäre, sondern ein Verräter. Er würde diejenigen zurücklassen, die noch da sind. Er würde flüchten und es sich leicht machen. Er will es sich aber nicht leicht machen, das wollte er nie und hat es auch nie getan. Er ist immer den steinigen Weg gegangen, als ob es ihn reinigen würde, ihn läutern. Nein, er wird bleiben und er wird bis zum Ende ausharren und sei es nur als stummer Beobachter einer Tragödie, die er nicht aufhalten kann. Als Zeuge einer Ungerechtigkeit, die erst aufhört, wenn sie alle tot sind.
Er wendet sich endgültig ab und beschließt, nicht mehr hierher zu kommen. Sein Blick fällt dabei auf das stille menschliche Wesen in diesem fast schon kitschigen, schottischen Landschaftsgemälde. Nathaniel verharrt reglos, nur seine Hände ballen sich kurz zu Fäusten. Wut durchzuckt ihn. Warum beobachtet sie ihn? Er fühlt sich ertappt und entblößt, auch wenn sie seine Gedanke nicht kennt und seine Gefühle nur ihm allein gehören. Sein Blick ist entsprechend kalt und entbehrt nicht eines gewissen aggressiven Schimmers. Soll er sie anschnauzen? Soll er einfach gehen? Er bewegt sich nicht und schweigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: So 21. Sep 2014, 16:20 
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Etwas ändert sich. Nathaniel spricht mit sich selbst, aber der laue Wind trägt die Worte fort über den See, außer Shandys Hörweite. Doch dass er die Schultern strafft, das entgeht der Ravenclaw nicht, und dass er nicht länger hinunter starrt, einem nassen Tod entgegen sondern stattdessen nach oben. Ist er zu einer Entscheidung gelangt? Wenn ja, dann jedenfalls nicht zu der, es endlich hinter sich zu bringen. Ein immer noch ungewohntes Gefühl der Erleichterung macht sich in Shandy breit, das im krassen Gegensatz zu der unrechten Begierde steht, ihn springen zu sehen; doch auch die Erleichterung fühlt sich nicht weniger Unrecht an. Obwohl Shandy selbst versucht hat, Nathaniel davon zu überzeugen, dass Hogwarts für ihn und seine Gruppe ein Zuhause werden kann, wenn sie es nur wollen, über alle Schranken des Misstrauens und des offenen und verheimlichten Missfallens hinweg, ist diese Barriere zwischen ihnen immer da. Was auch immer dafür gesorgt hat, dass Nathaniel so kalt ist. Was auch immer geschieht – und das etwas ins Rollen gekommen ist, steht außer Frage – Shandy wird nur Zuschauerin sein und selbst das nicht mehr lange. Das Ende der Schulzeit steht so knapp bevor und damit das Ende von etwas, dass man vielleicht als Freundschaft bezeichnen könnte.

Shandy bewegt sich nicht, als Nathaniel sich umdreht. Selbst wenn sie vorgehabt hätte, noch schnell das Weite zu suchen bevor er sie entdeckt hätte das wohl kaum funktioniert. Sie bemerkt die Wut, die sich in seinen Händen und seinem Blick ausdrückt und wird es gerade kälter um sie herum, oder bildet sie sich das nur ein? Gänsehaut überzieht ihre Arme. Nathaniel sagt nichts, aber Shandy will diese Situation nicht ohne Worte vorübergehen lassen. Schnell hat sie die Entfernung zwischen ihnen überbrückt und neigt ihren Kopf nah zu ihm. „Kannst du dich an unser Gespräch über Patrick erinnern?“, fragt sie ihn leise und streicht unbewusst bei der Erinnerung über die Stelle an ihrem Arm, wo Eis ihre Haut überzog. „Er hat die falsche Entscheidung getroffen. Du triffst die richtige.“ Mut, hatten sie damals festgestellt, bedeutet, die Schwächeren nicht alleine zu lassen und Nathaniel, da ist sich Shandy sehr sicher, wurde vom Hut nicht ohne Grund nach Gryffindor gesteckt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2015, 20:50 
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20. Juni, 14 Uhr

Eine milde Sonne strahlt vom wolkenfreien Freitagshimmel. Die Tribüne, die sich als riesiger Halbmond Richtung Wald öffnet, ist geschmückt mit Flaggen und Wimpeln. Darauf zu sehen sind die Wappen von Hogwarts, Durmstrang und Beauxbatons. Es haben sich bereits die ersten Zuschauer eingefunden, die anderen Eltern, Geschwister und Freunde stehen noch in Grüppchen auf der mit Stehtischchen bestückten Wiese und reden aufgeregt bei einem Glas Kürbissaft über das bevorstehende Turnier. Genauer: die letzte Turnieraufgabe. Heute entscheidet sich, welche Schule das Trimagische Turnier gewinnen wird. In einem schneeweißen Zelt am Rand des Waldes haben sich die Champions, Schulleiter und beteiligten Professoren versammelt. Ebenfalls zugegen sind einige Erwachsene, die noch niemand vorher gesehen hat. Man munkelt, es wäre ein Auror dabei. Auch Miss Pugh ist anwesend, doch ihr Vorgesetzter Mister McGrath ist nirgendwo zu sehen. Auch der schuleigene Vampir fehlt. Dennoch wird das Turnier in einer Stunde eröffnet werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2015, 13:37 
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Mia steht in der Nähe der Gewächshäuser, für die sich heute nicht allzu viele Menschen zu interessieren scheinen. Vielleicht kommt noch ein Professor Roots vorbei, um nach seinen Pflänzchen zu sehen, aber dann wird sie schneller ihre aromatisierte Zigarette verschwinden lassen, als er „Hufflepuff“ sagen kann.
Bis dahin beobachtet sie das Treiben rund um die Tribüne am Waldrand aus der Ferne. Etliche Erstklässler führen ihre Familien herum und sichern sich die besten Sitzplätze für die letzte Aufgabe des Trimagischen Turniers. Ihre Eltern werden wahrscheinlich auch zugegen sein, zumindest zeitweise, denn ihren Laden in Hogsmeade wollten sie - soweit Mia das mitbekommen hat - doch nicht den ganzen Nachmittag lang schließen, auch wenn sich mindestens das halbe Dorf auf dem Schulgelände herumtreiben wird. Allerdings sind sie bei ihrem letzten Besuch im Streit auseinandergegangen, und da weder sie noch ihre Eltern die Typen für Entschuldigungs- oder Vergebungseulen sind, um den Haussegen geradezurücken, hat sich daran nichts geändert. Deshalb wird das erste Zusammentreffen eine eigenartige, unbeholfene Situation sein, wie immer nach solchen Begebenheiten, und Mia liegt nicht viel daran, diese möglichst bald herbeizuführen. Wahrscheinlich trudeln sie sowieso erst in einer Stunde ein. Und dann kann sich ja immer noch ihr Bruder um sie kümmern, der hat schließlich nicht mal Partei für sie ergriffen oder versucht, beschwichtigend einzugreifen. Streberhaftes Mamasöhnchen… Da kann sie auch drauf verzichten.

Sie nimmt einen tiefen Zug von ihrer selbstgedrehten Mentholzigarette. Gänzlich ohne illegale Beimischungen, wie sie ihre Eltern befürchten, was natürlich auch Thema des Streits war. In den letzten Ferien wäre sie beinahe ertappt worden, weil der dämliche Knieselkater eines ihrer belastenderen Kräuterpäckchen aus ihrem Zimmer stibitzt und stolz im Wohnzimmer herumgetragen hat, als wäre es eine tote Maus. Mit dem Unterschied, dass eine tote Maus kein Problem mit der Tochter verursacht hätte. Zum Glück hat sie ihn damit erwischt, bevor er ihrer Mutter vor die Füße laufen konnte. Je älter sie wird, desto mehr befürchten ihre Erzeuger, dass sich mehr als Tabak und Aromastoffe in ihrem Räucherwerk befinden könnten. Weil es dafür aber keine Beweise gibt, berufen sie sich darauf, dass sie schon allein mit dem Rauchen auf dem Schulgelände Probleme einhandeln könnte, weil das besonders vor jüngeren Schülern nicht besonders gut ankommt. Damit haben sie natürlich recht, aber es ist ja nicht so, als würde Mia nicht auf sich aufpassen und ständig Ausschau nach Lehrern, Personal und Vertrauensschülern halten, ganz abgesehen von Personen, die aussehen, als würden sie die ach so rebellische Ravenclaw verpetzen. Pff. Wenn Rebellion mit Mentholzigaretten zu tun hat, ist der Auror McGrath vom anderen Ufer…

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 3. Aug 2015, 11:33 
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Spieler: Isa
Alter: 17
Kleidung: 10-Loch-Boots, Schuluniform (3,5b,8), Bluse offen, schwarzes Top darunter, Krawatte lose gebunden
Orientierung: keine Präferenz
Beziehung: -
Aufenthaltsort: Große Halle - Slytherin Haustisch
Gesellschaft: alle anderen Slytherins
[Korridore]

Mit einem genervten 'pfft' pustet sich Izzy ihren Pony aus den Augen. Alter, man, wo gehts aus diesem beschissenen Schloss eigentlich raus?
In der Annahme schon irgendwie nach draußen zu kommen, ist die frisch gebackene Slytherin einfach aus dem Klassenraum getreten und ohne nachzudenken nach rechts den Korridor entlang gelaufen. Irgendeine Treppe am Geländer nach unten gerutscht (seit sie am Abend vorher gleich von einer dieser Trickstufen begrüßt wurde, als sie sich zum Abendessen in die Große Halle aufgemacht hatte, und dies eine unschöne Flut aus ihrem Schimpfwort-Vokabular ausgelöst hatte, erscheint Geländerrutschen einfach als sicherer), dann ein weiterer Gang, wieder nach rechts, der Irrgarten-Logik folgend, und wieder ein Treppengeländer abwärts, dann eine Sackgasse ("Ach fick dich du Fotzenschloss!"), umgedreht und nach einer Weile eine weitere Treppe.
Ins Erdgeschoss hat es Izzy ganz offensichtlich geschafft, wie ein Blick aus dem Fenster bestätigt, doch wo sie sich befindet, geschweige denn, wo sie einen Ausgang findet, weiß die Fünftklässlerin nicht.
Wieder ein genervtes Pony-weg-Pusten und ein unschlüssiger Blick den Gang entlang.
"Kann dem Fräulein vielleicht geholfen werden?"
Halb zusammengezuckt, ob der plötzlichen Stimme hinter ihr, dreht sich Izzy um und erblickt einen Ritter auf einem gescheckten Gaul in einer Höhle mit Gnomen, in die er ganz offensichtlich nicht gehört.
"Ich folge der jungen Dame schon eine geraume Zeit. Das herabgleiten an Treppengeländern ziemt sich ganz und gar nicht."
Alter nein, bloß nicht! Das Geschwafel von irgendeinem Gemälde-Futzi ist jetzt das letzte, das sie gebrauchen kann. Noch ein Minuspunkt für dieses Abfuck-Schloss. Nach sechs Jahren teilweise leben in der magischen Welt sind bewegte Bilder und Gemälde wahrlich nichts besonderes mehr für Isabel, aber bislang haben diese alle ihre Fresse gehalten.
"Ey, labber mich nich voll!" Wütend blitzen ihre Augen den alten Herrn in seiner Rüstung an, doch dieser denkt gar nicht daran der Aufforderung folge zu leisten: "Ich an eurer Stelle würde dringend etwas gegen diese grauenvolle Ausdrucksweise unternehmen. Mädchen in ihrem Alter müssen sich zu benehmen wissen, wenn sie je einen Mann von Stand ehelichen wollen. Wenn das junge Fräulein nur etwas mehr Höflichkeit an den Tag legen würde, wäre ich durchaus gewillt euch unter meine Fittiche zu nehmen und..."
Ein genervtes Aufstöhnen Izzys verschluckt den Rest des Satzes. Der Typ ist ja noch schlimmer als alles bisherige in diesem Schloss, inklusive dem Geigen-Boy. Sie muss hier schleunigst weg, sonst landet das Gemälde gleich im nächsten Klo, wie es sonst Streberköpfe zu tun pflegen.
"Eine vornehme Ausdrucksweise ist das A und O einer jeden gepflegten Konversation..."
Alter, es reicht jetzt! Wenn es keine Tür gibt, dann eben anders. Ohne auch nur auf das empörte Aufschnappen des Ritters zu achten, der gerade einen Monolog über angemessene Kleidung beginnt (offenbar ist ein Pulli, mit einem Ausschnitt der so groß ist dass er über ihre rechte Schulter rutscht und diese so entblößt nicht angemessen; echt ma, in welchem Jahrhundert lebt der denn bitte?!), öffnet Izzy kurzerhand das nächstbeste Fenster, klettert auf den Sims und springt kurzerhand hinaus.

Endlich draußen! Wo sie ist, weiß sie zwar immer noch nicht (sieht aber stark nach dem Kräuterkundebereich aus, alles voller Gewächshäuser), aber wenigstens ist sie jetzt das redselige Gemälde los. Fix streift sie sich das Moos, das durch die Landung seinen Weg auf ihre Handflächen gefunden hat, an ihren Beinen ab, dann setzt sich Isabel wieder in Bewegung.
Lang muss die Slytherin jedoch nicht laufen, denn schon wenige Meter von der Schlossmauer entfernt entdeckt sie das wohl schönste bisher an Hogwarts: eine Zigarette! Befindlich zwischen den Fingern eines Mädchens mit türkisblauen Haaren. Es gibt sie hier also doch auch!
"Jo!", grüßt Izzy, mit schlagartig deutlich besserer Laune, und geht auf das Mädchen zu. "Haste auch eine für mich? Meine sind alle.", erklärt sie mit einem zerknirschtem Lächeln.

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Fuck this.
Fuck that.
Fuck you.
Fuck off.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 3. Aug 2015, 12:34 
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[Erstes Posting]

In ein weißes Sommerkleid gehüllt, einen Strohhut mit lila Band auf dem aktuell hellbraunem, jetzt wieder langem Haar, sitzt Yaruna ganz für sich im Gras, einen Becher mit Kürbissaft neben sich, der gerade von einer Biene näher begutachtet wird, die Beine angewinkelt, die Arme locker um diese gelegt.
Mit einem sachten Lächeln auf den Lippen beobachtet sie das Treiben vor dem großen weißen Championzelt. Als unbeteiligte darf sie nicht näher ran, als sie sich jetzt befindet. Aber es ist immer noch nah genug um genau zu sehen was vor sich geht, sogar das ein oder andere Wort wird gelegentlich zu ihr hinüber geweht. Es ist eigentlich weniger ihre Neugierde, die sie in die Nähe des Zeltes, anstatt zu einem der Stehtischchen oder bereits auf die Tribüne gezogen hat, als vielmehr ihr Vater.
Seit gestern Abend ist er nun schon in Hogwarts und anders als die der meisten anderen Eltern, ist seine Anwesenheit beruflicher Natur. Über die Gründe wurde die Hufflepuff natürlich nicht aufgeklärt, sie kann sich nur so viel zusammenreimen, dass er zur Unterstützung und wegen den Sicherheitsvorkehrungen der letzten, bald startenden, Aufgabe des Trimagischen Turniers anwesend ist. Doch glaubt die Sechzehnjährige zu spüren, dass es noch andere Gründe gibt. Nach Außen mag ihr Vater für jeden anderen nicht anders aussehen als sonst, wenn er seiner Arbeit nach geht, aber Yaruna spürt, sieht's ihrem Vater förmlich an, dass da mehr hinter seiner Anspannung steckt. Sie fragt nicht, sie fragt nie, von klein auf damit aufgewachsen, dass ihr Vater niemals über laufende Ermittlungen, Ereignisse spricht, sprechen darf. Oft schon, hat sie sich gefragt, wie Jaron Daniels das aushalten kann, wie das überhaupt jemand aushalten kann zu wissen, dass eine Katastrophe bevorsteht, die, wenn sie nicht aufgehalten wird, zahlreiche Menschenleben fordern wird, womöglich sogar die der eigenen Liebsten, und trotzdem nichts zu sagen. Zu wissen, dass man die eigene Familie nicht warnen, nicht in Sicherheit bringen darf, weil sonst diese ihre Freunde informieren, die wiederum ihre Familien und Freunde, und so weiter. Und ehe man es sich versieht ist die bevorstehende Katastrophe publik, Panik entsteht, und jedwede Möglichkeiten im geheimen zu operieren und im Stillen das bevorstehende zu verhindern sind dahin.
Und das muss ihr Vater, müssen zahlreiche Auroren teils jeden Tag aushalten. Für Yaruna wäre das nichts. Denn auch, wenn sie zur Zeit eher Einzelgängerin ist und selten mit anderen Mitschülern unterwegs, könnte sie nichts verschweigen wenn andere in Gefahr sind. Obwohl die Hufflepuff seit Wochen nicht mit Rhonda oder Christopher, oder auch Rhyll gesprochen hat, sind ihr die anderen trotzdem wichtig. Vielleicht hat sie sich auch gerade deshalb von ihnen so zurück gezogen. Längst hat sie gemerkt, dass, besonders Christopher, sie mit Dingen beschäftigt sind, über die sie mit ihr nicht reden möchte, können oder dürfen (ähnlich wie bei ihrem Vater). Es ist, als würden sie alle in einer anderen Welt leben, in einer Welt, zu der ihr der Zutritt verwehrt bleibt. Und selbst wenn würde sie sie auch nur stören. Und sie möchte niemanden zur Last fallen. Egal, wie sehr sie gern helfen würde.
Überhaupt ist aus der einst so fröhlich-hüpfenden Schülerin eine sehr ruhige Zeitgenossin geworden. Fröhlich ist sie noch immer, aber auf eine ruhige, zurückhaltende Art und Weise. Ist sie früher strahlend durch die Korridore gerannt, trägt sie heute eher ein sachtes in sich gekehrtes Lächeln auf den Lippen.

Da sitzt sie nun also, voller Sorge, dennoch lächelnd, auf der Wiese, die nackten Zehen (die ihre Riemchensandalen stehen neben ihr) ins Gras vergrabend, und beobachtet mit ihren wachen grünen Augen, wie ihr Vater ein Gespräch mit dem Schulleiter führt, und nicht nur am Rande bemerkend, dass Christopher bislang fehlt.

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You made my heart break
and that made me who I am

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 3. Aug 2015, 20:09 
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Irgendwie ist heute ein guter Tag. Liza hat es im Gefühl. Heute wird Großes passieren. Heute wird Geschichte geschrieben. Und sie ist mittendrin. Wie oft hat man schon das Gefühl, dass man in der Welt etwas bewirken kann? Gut, hoffentlich hat sie das durch ihre Arbeit im Ministerium in Zukunft öfter. Aber sie weiß, dass heute der Tag sein wird, an dem das Schicksal an die Tür klopft. Und sie wird ihm öffnen.
Der Vormittag heute war super. Sex, Sport, Rumplänkeln mit Horatio. Nicht einmal bei der Verabschiedung war Wehmut dabei. Es wäre gelogen, wenn sie behaupten würde, dass sie keine Angst um ihn hat. Doch diese Angst wird bei weitem übertrumpft von dem Vertrauen, das sie in seine Fähigkeiten hat. Sie weiß um seine vielfältigen Stärken und vertraut darauf, dass das Schicksal heute auch bei ihm klopft. Sie weiß aber auch um ihre eigenen Stärken, die denen von Horatio in nichts nachstehen (wenn man sie fragt. Der Feuerkelch sah das ja bekanntlich etwas anders.).Jedenfalls, nachdem der Durmstrang-Champion nun gegangen ist, schaut Liza sich noch einmal im Spiegel an. Das schönste Outfit hat sie nicht unbedingt an, aber die Klamotten müssen heute vor allem gut für den Kampf geeignet sein. Liza hat nämlich vor, kräftig mitzumischen. Sie spürt das Adrenalin schon durch ihre Venen rinnen und ist von einer solchen vorfreudigen Erwartung erfüllt, dass sie sich schon fragt, ob die Hemslayes sie nicht doch lieber zu den Auroren hätten stecken sollen. Nein, es ist einfach dieses ‚Alles oder nichts‘-Gefühl, das dafür sorgt, alle anderen Probleme auszuklammern und sich nur auf einen bevorstehenden Kampf zu konzentrieren. Kämpfen kann sie. Daher die Zuversicht.
Sie strafft ihre Schultern, lächelt sich selbst kurz grimmig an und verlässt dann schließlich ebenfalls das Schiff, um sich an den Ort des Geschehens zu begeben. Dort sucht sie sich einen Platz mit guter Übersicht aus und wartet ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Fr 2. Okt 2015, 14:05 
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Argh, nun hat er ihn aber kalt erwischt. Rhyll blinzelt, als Christopher ihn selbst am Arm fasst und ihm erklärt, dass er gefälligst mal Tacheles reden soll. Natürlich nicht in DEM Ton, aber doch...drängend genug, damit er Rhylls Aufmerksamkeit hat. Gut, die hat er sowieso schon gehabt, aber eben auch so, dass er aufhört mit seinen Spielchen. Die hat Christopher eh nicht verdient. Mhm. Aber noch ehe er etwas sagen kann, kommen Eulen. Der Dunkelhaarige blinzelt abermals und nimmt dem Tier die Nachricht ab, die es bei sich trägt. Nanu, jetzt noch Post? An sie beide? Kann ja nichts Gutes bedeuten, oder?
Christophers Grinsen jedoch zeigt eher gute Nachrichten und noch ehe Rhyll die Nachricht geöffnet und selbst gelesen hat, erklärt sein Freund auch schon den Inhalt. Er ist da. Bei allen Göttern... da schließt sogar der sonst so gelassene Rhyll Hemslaye die Augen und atmet einmal durch. Gut, das ist gut. Okay, die Sache mit den Doppelgängern findet er etwas fragwürdig, aber die Herrschaften werden sich schon ihre Gedanken gemacht haben, so hofft er. Nun lässt er selbst seine Augen über die Nachricht schweifen, die in einer ihm ähnlichen Handschrift verfasst ist. Eng zusammenstehend, fein säuberlich verfasst, trotzend jeder Hektik und schnörkelfrei. Nach Angus sieht es nicht aus, so denkt er beim Lesen und ja, es ist auch nicht mit Angus Cadell unterschrieben, sondern mit Slytherin... okay. Nicht, dass er Christopher hier Fantastereien hätte unterstellen wollen, aber das nun so schwarz auf weiß zu sehen, ist dann doch noch mal was handfestes. Hmja. Gut, dann... ja. Er wird dann also artig seine Finger aus dem Geschehen im Wald raushalten - wie eh schon abgesprochen - und sich auf das Randgeschehen und den Schutz konzentrieren. Kriegt er hin. Und falls der gute Lord Slytherin nicht auch daran gedacht hat, Horatio und Gregory eine Nachricht zu vermachen, dass es einen doppelten Christopher und einen doppelten Rhyll gibt, sollten sie das wohl auch mal ansprechen, wenn sie gleich runtergehen. Da wird er nämlich gerade von einem grinsenden Christopher hingezogen, nun voller neuem Tatendrang.

Allerdings stoppt er dann doch wieder und spricht ihn erneut auf das an, was vorhin schon Programm ihres Gesprächs war. Rhyll schnauft leise, reibt sich kurz über das Gesicht und sieht den Blonden schließlich offen an. Hier ist gerade eh niemand, der das hören könnte, abgesehen von dem ein oder anderen Bild. Naja... gibt schlimmeres. "Ich liebe dich", erklärt er daher und schiebt mit einem leichten Lächeln hinterher: "Wie Horatio. Also sieh zu, dass du deinen Hintern da wieder rausbekommst, ich will euch beide in einem Stück wiedersehen."

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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 25. Jul 2016, 02:32 
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Es ist 15 Uhr. Die Schüler und deren Verwandte sowie alle Angehörigen des Kollgeiums haben sich auf den Rängen eingefunden. Es wird getuschelt, hier und da lacht jemand oder hustet - es ist die typische Geräuschkulisse vor einer Theateraufführung, die bald beginnen wird. Doch Theater wird hier nicht gespielt werden.
Unten im Zelt sitzen die drei Champions Christopher Nolan, Horatio Hemslaye und Grégory Lacroix. Ihnen gegenüber steht der Schulleiter, zusammen mit den Verantwortlichen aus dem Zaubereiministerium, dahinter einige Auroren und Miss Pugh. Der zuständige Professor für die dritte Turnieraufgabe wäre Sechmet Sokaris gewesen, doch auch der Stellvertreter des Faches Verteidigung gegen die Dunklen Künste ist nicht hier. Es herrscht eine eigentümliche Stille im Zelt, während Professor Paddywack auf seine Taschenuhr blickt. Er räuspert sich, setzt ein Lächeln auf und sagt: "Sie stehen nun vor Ihrer letzten Aufgabe, meine Herren." Sein Blick ruht auf den Gesichtern der jungen Männer aus den drei verschiedenen Zaubereischulen. "Es wird darin um Ihre Fähigkeiten in Verteidigung gehen. Sie alle haben einen Pakt geschlossen, als Sie Ihren Namenszettel in den Feuerkelch warfen, deshalb müssen Sie diese Aufgabe auf sich nehmen, auch wenn die Umstände denkbar ungünstig sind. Das Ministerium hat ein Aufgebot an Auroren bestellt, damit die Turnieraufgabe nicht durch Dritte gestört wird." Man merkt deutlich, dass der alte Mann noch mehr sagen, mehr erklären möchte, doch er tut es nicht. Ein wachsamer Blick ruht auf ihm und er weiß zudem, dass warnende Worte nicht nötig sind. Die Champions wissen, wer sich mutmaßlich im Wald aufhält. Sie wissen, in welcher Gefahr sie schweben.
"Ich muss Ihnen nun Ihre Stäbe abnehmen. Dies ist Teil der Aufgabe." Paddywack sammelt die Zauberstäbe der drei Schüler ein und legt sie in eine kupferne Truhe, die mit drei Riegeln geschlossen und mit drei Schlössern gesichert wird. Ein Accio wird also niemandem weiterhelfen. Allerdings wurde jedem Champion eine Möglichkeit angeboten, den Verlust seines Stabes wett zu machen. Wer dieses Angebot angenommen hat und wer nicht - Professor Paddywack weiß es nicht. Er wendet sich ihnen wieder zu und sagt: "Wenn Sie den Verbotenen Wald betreten, dann werden Sie auf Gegner stoßen. Wesenheiten verschiedener Art, die Ihnen an Leib und Leben wollen. Sie müssen sich wehren, indem Sie auf Ihr Wissen, Ihr Können und Ihre Handmagie zurückgreifen. Es ist alles erlaubt, um den Wesenheiten zu entgehen. Sie müssen nicht immer kämpfen. Es gibt viele Wege zu siegen. Für die Bewertung Ihrer Leistung wird alles herangezogen werden, jede Entscheidung die Sie treffen, jeder kluge Einfall. Viel Erfolg!"

Die Champions werden aus dem Zelt begleitet und augenblicklich ist das Publikum still. Alle Augen richten sich auf die Schüler, die vom Zelt unter der schwebenden Leinwand hindurch zum Waldrand schreiten. Auf der Leinwand flimmert in diesem Moment etwas. Ein Glitzern, ein Schimmer ... und plötzlich erscheinen die Gesichter der Champions darauf, wie durch das Objektiv einer Kamera hindurch. Das Bild stammt von einem verzauberten Schnatz, der vor ihnen her fliegt. Was er sieht, sieht auch das Publikum. Es gibt noch zwei weitere, doch ihre Sicht wird erst interessant, sobald sich die Champions aufteilen sollten.
Während die drei Auserwählten zwischen den Bäumen verschwinden, bleiben die Erwachsenen zurück. Durch das Publikum geht ein gespanntes Raunen. Alle Blicke sind auf die Leinwand geheftet, die drei blasse Gesichter im Halbdunkel des Walds zeigt. Man fragt sich: Wer sie sich aufteilen oder zusammenbleiben? Was begegnet ihnen im Wald? Und leider auch: Ist der Schwarzmagier Isgar Asgrim wirklich in diesem Wald oder ist es nur ein Gerücht?

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Homo doctus in se semper divitias habet.
(Ein gebildeter Mensch hat immer Reichtum in sich.)


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Mo 25. Jul 2016, 11:30 
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Spieler: Dini
Alter: 20
Kleidung: Championskleidung
Beziehung: Liza/Verheiratet mit Gwenhwyfar Hemslaye
Aufenthaltsort: Im Schloss
(Das Schiff, nach dem )

So schnell kann es gehen. Eben noch die Liebste geküsst, steht er nun mit zwei Kerlen und einem Schnatz unbewaffnet kurz davor, im Verbotenen Wald ein Tänzchen zu halten. Das ist nun nicht das, was man sich so vorstellt. Eigentlich wäre er nun lieber mit Liza im Bett und würde da ganz andere Dinge machen. Wahlweise auch mit ihr irgendwo anders, Hauptsache, mit ihr zusammen und nicht mit dieser drohenden Gefahr vor sich, Schrägstrich, im Nacken.
Andererseits... ganz so unbewaffnet ist er ja dann auch nicht. Dank seines Schulleiters. Und wenn seine Quelle damals die Wahrheit gesagt hat, dann haben auch Gregory und Christopher die Möglichkeit erhalten, ihren Stab irgendwie zu ersetzen. Was nicht heißt, dass er nicht auch mit Handmagie würde aufwarten können. Und Christopher auch, wenn Rhyll artig war. Wird schon alles gut gehen. Sie haben geplant, wie sie vorgehen, sie wissen, was sie tun wollen und sollen und das heißt vor allem auch für die Champions, ihre Aufgabe im Wald zu erfüllen und sich vor allem darauf zu konzentrieren.

Kurz bevor er zum Championszelt gegangen war, hatte ihn noch eine Nachricht erreicht – unbekannter Absender, nur mit „Freund von Christopher“ unterschrieben. Die Schrift war Rhylls nicht unähnlich, aber auch nicht gleich, so dass er seinen Bruder ausschließen konnte. Allerdings ging es in dem knappen Text auch um seinen Bruder – und um Christopher. Diese würden Doppelgänger im Wald haben, man habe ihn, Rhyll und auch Gregory LaCroix ebenfalls darüber unterrichtet. Wtf?! Aber okay, besser er weiß es, als dass er sich auf diesen Doppelgänger von Rhyll konzentriert und ihn zusammengeschrien hätte, was er sich denn einbilden würde, seinen Platz im Zuschauerbereich zu verlassen. Und doppeltes Lottchen mit Christopher? Damit wird er schon klarkommen. Dem seltsamen Blick, den Gregory ihnen im Zelt zugeworfen hatte nach zu urteilen, hatte dieser tatsächlich etwas ähnliches erhalten und Christopher bestätigte diese Annahme kurz darauf, als er, nachdem sie doch noch einen Moment für sich allein hatten, ehe die ganzen Auroren und Turnierausrichter (und -Richter) das Zelt stürmten, ihnen zuraunte, dass sich starke Rückendeckung für den Fall der Fälle im Wald befände und dass diese Helferlein aussehen würden wie er und Rhyll. Na gut... dann würde das wohl so sein.

„Dann mal los“, brummt er leise, als sie schließlich allesamt den Wald betreten. Anschließend sieht er die beiden Champions an. Im Normalfall wäre er wohl direkt losgestreunt, hier aber ist nichts normal und das wissen sie alle. Daher kommt im Anschluss die typische Geste für den Befehl „Ausschwärmen“ im Quidditch. Zusammenbleiben wäre vielleicht die intelligentere Lösung, aber da nun ein Doppelgänger von Christopher im Wald herumläuft, ist es sinniger, sich nicht auf einem Haufen zusammenzurotten wie ein verängstigtes Rudel Schafe. So sieht es eher danach aus, als würde Christopher nach Lust und Laune an zwei Orten auftauchen können. Kann so verkehrt ja auch nicht sein, oder? Und darum macht sich Horatio nun auch nach einem kurzen Nicken in Richtung seiner Mitchampions auf den Weg. „Viel Glück euch beiden“, murmelt er noch und blinzelt dann, als sich ein weiterer Schnatz materialisiert und nun ihn verfolgt. Moah nee... Horatio verdreht leicht die Augen und ignoriert das Ding. Flatterhaftes kleines Scheißerlein.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 07:52 
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Alter: 44
Kleidung: Jeans, dunkelblauer, leichter Pullover mit V-Ausschnitt und hochgekrempelten Ärmeln
Beziehung: Witwer
Aufenthaltsort: direkt am Eingang zum Wald
Gesellschaft: andere Auroren, Lehrer, Schulleiter, etc
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Jaron ist unruhig. Auch wenn davon nichts nach Außen dringt. Die Arme verschränkt blickt er den drei Champion hinterher, die soeben den Wald betraten.
Es ist nicht die Intuition, es ist die Erfahrung, die ihn besorgt auf das Geschehen blicken lässt.
Wann immer etwas bis ins kleines Detail durchgeplant war, einen in trügerischer Sicherheit wog, schlug die Ironie des Schicksals zu. So lange sich Spielraum bot für Unvorhergesehenes hielt das Leben, als sei es zufrieden, die Füße still. Doch sobald jede Lücke geschlossen, jedes scheinbar mögliche Szenario gedacht und jedwedes Risiko ausgeräumt wurde, ging irgendetwas gründlich daneben. Es war, als würde das Leben dann erst recht mit aller Gewalt beweisen wollen, dass es nicht planbar war.
Dafür brauchte er seine Intuition nicht, das weiß er. Und er weiß was sich in dem Wald befindet, er hat seine Informationsquellen und es ließ ihn die Nackenhaare zu Berge stehen, dass der Minister das ganze lieber als Gerüchte verkauft, anstatt das Turnier auf der Stelle abzusagen und zu beenden. "Es würde die Menschen nur verunsichern, würden wir ihnen die Wahrheit sagen." Die Reaktion hallt noch immer in seinem Kopf wieder. Politiker... es geht nur um den Schein nach Außen. Welch Blamage es für Großbritannien wäre das Trimagische abzusagen und schließlich hätten sie alles unter Kontrolle. Jaron schüttelte leicht den Kopf und fokussierte sich wieder auf das Geschehen auf der Leinwand, wo sich die drei Champions gerade aufteilten. Die drei waren fähige Kinder, wohl fähiger als er es selbst zu dieser Zeit gewesen ist, aber dennoch bleiben es Kinder.
Im besten Fall, er lächelte innerlich bitter, würde nur einer der drei über eine Wurzel stolpern und sich ein Bein brechen. Er beschwor Merlin, dass es dabei bleiben wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: 19./20. Juni
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 08:07 
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Gesellschaft: allein
Mihi quoque spem dedisti. - Auch mir gabst du Hoffnung.

Isgar. Er lauert dort, im Wald, der große böse Wolf und die Lämmlein laufen geradewegs in seine Arme. Welch Freudentag!
Ein amüsiertes Grinsen, dass Darian sich nicht verkneifen und es zulassen konnte, ob der Tatsache dass er im Schatten der Tribünen steht, umspielt seine schmalen Lippen, während er den Gang der Champions in den Wald, oder besser auf die Schlachtbank, verfolgte. Diese Aura der Heiterkeit, die ihn dabei umgibt, lässt ihn auf absurde Weise noch gruseliger als sonst wirken. Der ein oder andere Nachzügler, der zu den Tribünen eilt, schlägt einen ängstlichen Bogen um ihn. Aber das ist ihm nur recht.
Für die Unwürdigen hat mit dem Start des Event das Warten ein Ende. Für ihn fängt es erst an. Und bald wird auch sein Spektakel beginnen und es wird ihm eine Freude sein.
Und sein Grinsen wird eine Spur breiter.

Quantus tremor est futurus. - Was für ein Schrecken steht bevor.

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Wenn du plötzlich gefangen bist
So wie ein Vogel im Käfig, aus Wut und aus Angst
Wenn du plötzlich gefangen bist
Und hast den Wind der Freiheit lang auf deiner Haut nicht mehr gespürt


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