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 Betreff des Beitrags: 10. Oktober [Jahr 1]
BeitragVerfasst: So 30. Sep 2007, 23:02 
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Dienstag, der 10. Oktober, 10 Uhr

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Homo doctus in se semper divitias habet.
(Ein gebildeter Mensch hat immer Reichtum in sich.)


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Verfasst: So 30. Sep 2007, 23:02 


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BeitragVerfasst: Di 2. Okt 2007, 21:32 
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Alumni [Slytherin]
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Erstes Posting, 10.Oktober

Er zieht, zieht und zerrt an ihren langen blonden offenen Haaren. Offenbar ganz der Ansicht sie so leicht mit sich nehmen zu können wie so manch buntes Blatt, welches er bereits mit seinem herbstlichen Atem von seinem angestammten Platz entführt hat. Der Oktoberwind. Jedes Jahr die gleich Prozedur, ein immer wiederkehrender Kreislauf. Der Sommer endet, die heiße Jahreszeit. Langsam färbt sich das Laub, es wird ihm vom Septemberwind auf leise, noch sanfte Weise mitgeteilt, dass es sich bald auf machen wird, auf eine lange Reis begeben wird. Das ein oder andere Blatt folgt bereits im ersten Herbstmonat seinem Ruf. Alle restlichen, am Leben festhaltenden Bestandteile des Baumkleides werden vom kühleren, stürmischeren Oktoberwind mitgenommen.
Die blondhaarige Slytherin sitzt an einen Baum gelehnt auf dem, für sie angenehmen, kühlem weichem Gras, das sich unabhängig der Witterung über den Ländereien ausbreitet. Die Augen durch die Lider vor der Umwelt verdeckt. Die Beine leicht angewinkelt, mit einer Hand den Rock der Schuluniform beschwerend, denn auch hier versucht der fröstelnde Herbstwind sein Spiel.
Talisa mag den Herbst. Er ist zwei geteilt, hat zwei Persönlichkeiten, zwei Gesichter. Ähnlich wie sie. Auf der eine Seite der goldene Herbst mit den letzten warmen Sonnenstrahlen, den warmen Farben der Blätterpracht die das blau-gelb Gemisch ablöst. Auf der anderen Seite der raue, stürmische Herbst, der in der ganzen Natur das Sterben einläutet, Stürme, Gewitter und düstere Wolken bringt, bis der Winter seinen Platz einnimmt. Doch bis zu ihrer Lieblingsjahreszeit, bis zu dem Stück Heimat, ist es noch ein wenig hin. Zwar sind 10°C für manch einen alles andere als eine sommerliche Temperatur, doch für Talisa ist es mehr als warm genug. So sitzt sie auch jetzt lediglich in ihrer Schuluniform für die Monate mit den höheren Temperaturen auf dem Gelände. Kein Zeichen von Kälte zeichnet sich auf ihren nackten Armen ab. Es ist schon faszinierend, wie auf der einen Seite der Mensch als sehr anpassungsfähig gilt, auf der anderen Seite jedoch seine Gewohnheiten nicht ablegt. So friert Talisa trotz ihrem, breits langem Aufenthalt in Schottland und Hogwarts kein bischen bei solch herbstlichen Temperaturen.
Zufriedenheit legt sich auf ihre weichen Gesichtszüge, doch keine Spur eines Lächelns. Die blau-violetten Augen weiterhin durch die blassen lider verdeckt, bewegt sie ihre freie Hand in die Nähe ihres Halses, greift nach etwas, umschließt es. Warm ist er, ihr Anhänger. Schmiegt sich scheinbar ohne Kompromisse an ihre Handfläche, als wäre er flüssig. Niemand kennt das Geheimnis des Gegenstandes, niemand hat es je gesehen (ihre Schwester und ihre Eltern ausgenommen, besitzen diese doch ein ähnliches Artefakt), niemand weis um die besondere Wichtigkeit dieses Kleinnotes. Nie darf sie es verlieren.
Still sitzt Talisa da, sich nicht bewegend, verharrt mit geschlossenen Augen im Herbstwind. Einzig allein dem Rauschen der Blätter lauschend.

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Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist.


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BeitragVerfasst: Do 11. Okt 2007, 13:31 
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7. Klasse Hufflepuff
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(Erstes Posting - 10. Oktober - bitte nicht anschreiben, ich hab mit Brooke was vor *g*)

Kräuterkunde, Dantes absolutes Lieblingsfach, in dem er als Klassenbester nicht nur zu Unterrichtszeiten ackert, sondern auch schon viel Freizeit in die Aufzucht von Zöglingen, das allseits beliebte Umtopfen und Gießen, sowie auch in zahlreiche gärtnerische Tätigkeiten für Fortgeschrittene gesteckt hat. Irgendwann in den letzten Wochen meinte Katie einmal scherzhaft, er verbrächte mehr Zeit mit Professor Roots als mit ihr. Was sogar stimmen mag, aber die Qualität der Zeit ist eine völlig andere. Pflanzenfreunde schweigen sich während der Arbeit, die oft meditativen Charakter annimmt, gerne an. Bei Katie sind ihm die Gespräche am Wertvollsten. Wenn Dante mit Roots redet, sind es meist fachliche Gespräche zwischen Profi und Novize. Bei Katie thematisiert er, soweit irgendwelche Fächer nicht dringend einer zwischenschülerischen Diskussion bedürfen, eher sie und sich selbst, samt Gedanken- und Gefühlswelt. Fazit: Roots und die Gewächshäuser bekommen mehr von Dantes Zeit, aber Katie bekommt mehr von Dante.

Demnächst beginnt der Unterricht und wie immer treibt Dante sich schon davor draußen herum, in der Nähe der so vertrauten gläsernen Bauten. Er will Brooke abfangen und sie fragen, ob sie seine Notizen zur letzten Kräuterkunde-Klassenarbeit verstanden hat. Vor einer Woche hat sie ihn darum gebeten und er wüsste gern, ob a) seine manchmal zum Abschweifen neigenden Ausführungen zu verstehen und b) seine kleine, schlanke Schrift zu entziffern war. Auf Katie hofft er nicht, denn er hat schon wieder vergessen, ob sie nun Geschichte belegt hat oder nicht, und wenn, dann wird sie nämlich bald mit der neuen Lehrerin beschäftigt sein.
Dante lehnt sich an eine der senkrechten Metallschienen, die die Glasplatten des vordersten Gewächshauses halten. Er könnte sich auch an das Glas lehnen, so empfindlich ist es schließlich nicht, wie jeder ungezogene Bengel schon herausgefunden haben wird, der aus Jux und Dollerei mal versucht hat, sie einzuwerfen. Und dann den eigenen Stein an den Kopf bekommen hat.

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BeitragVerfasst: Do 11. Okt 2007, 19:15 
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7. Klasse Hufflepuff
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(Erster Post – 10.Oktober)


Graue Wolken. Fahles Gras. Und dazwischen bunte Blätter, die in den letzten Wochen von den Bäumen gefallen sind. Ein Wirbel aus warmen Farben… Alles still von Brooke betrachtet, die sich gerade auf dem Weg zu den Gewächshäusern befindet und das recht zeitig. Keine Sekunde möchte sie von Kräuterkunde verpassen… zumindest nicht, durch nicht- körperliche Anwesenheit. Außerdem braucht sie Ablenkung. Zwar sind Freistunden etwas schönes, aber wenn man sie mit nichts anderem verbringt, als aus trüben Fenstern zu schauen und das Wetter auf sich wirken zu lassen, dann kann man auch einfach mal versuchen pünktlich zum Unterricht zu kommen. Dass dieser auch noch in den Gewächshäusern stattfindet ist ebenfalls ein Vorteil. So muss sie nicht durchs Schloss eilen, kann sich in keinen Gängen verirren, während sie den Klassensaal sucht. Sie muss lediglich den Weg raus finden.

Raus aus den grauen Gemäuern. Ist es eigentlich normal, dass sie alles mit diesen sturmgrauen Augen und ihrem Besitzer assoziiert? Es kann nicht gesund sein, an niemand anderen mehr zu denken. Mühsam schiebt sie diese Gedanken beiseite. Holt die noch recht frischen Erinnerungen an die vergangenen Wochen hervor. Es ist nicht wirklich viel passiert, zumindest nicht in der Richtung, in der die Hufflepuff es erwartet hat. Das erste Treffen, nach dem …Kuss, war eine Katastrophe! Sie hat gar nicht mehr gewusst, wie sie sich Raven gegenüber verhalten soll. Um den Hals fallen? Verträumt vor sich hinlächeln, wie sie es immer in seiner Gegenwart tut? Und ihre Treffen sind letztendlich einfach nur als sporadisch, bis zufällig zu bezeichnen. Sie seufzt, umklammert ihre Unterlagen etwas mehr, als eine kräftigere Brise aufkommt. Da die Hufflepuff kein besonderer Fan von Taschen ist, werden einfach alle Materialien unter den Arm geklemmt.
Die Gewächshäuser kommen schon in Sicht. Zielstrebig bewegt sich Brooke weiter darauf zu, als sie kurz ins Stocken kommt. Dante steht am Eingang. Nun es ist nicht wirklich verwunderlich, dass er da steht. Die beiden Hufflepuffs haben zusammen Kräuterkunde, seit sie Hogwarts besuchen. Und Brooke bewundert ihren Hauskollegen, wegen seines Grünen Daumens. Sie setzt ihr übliches Lächeln auf. „Morgen." begrüßt sie ihn nun gutgelaunt. "Schon so früh da, Dante? Hast du die Vorfreude nicht mehr ausgehalten?“ fragt sie leicht verschmitzt.

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BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2007, 23:25 
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7. Klasse Hufflepuff
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Der Wind weht nicht nur einige rote, braune und gelbe Blätter heran, sondern auch eine Mitschülerin, Hauskollegin und Stufengenossin. Alles in einer Person, genannt Brooke Lucid. Dante schmunzelt sie an, stellt sich aufrecht hin (er ist höflich genug, in Anwesenheit einer Dame nicht herumzulungern) und erwidert ihren Gruß: "Hallo ebenfalls. Ich könnte dir deine Frage direkt zurückgeben, immerhin bist du genau wie ich viel zu früh am Tatort."
Der Sturmwind spielt mit seinen Haaren und er lässt es geschehen, scheint es nicht einmal richtig wahrzunehmen. Statt dessen (zu mehr reicht die Höflichkeit eben doch nicht) steckt er die Hände in die Hosentaschen der Schuluniform und mustert beiläufig Brookes Erscheinung. Wie immer schleppt sie ihre Kleinigkeiten lose mit sich herum und er fragt sich, ob man sie ihr auch heute wieder aus Versehen aus den Händen schlagen wird. Es gibt immer einen Idioten, der einen Schritt zurück macht ohne zu gucken oder bei seiner Gestik herumfuchtelt, als gelte es einen Schwarm Bienen wütend zu machen. Er selbst hat selten überhaupt etwas dabei, den Zauber für Feder und Papier hat er sehr früh gelernt, um sich Utensilien zum Notizen machen sparen zu können. Bücher braucht er keine, er kennt sie eh alle auswendig. Zumindest in Kräuterkunde. Wie Brooke kann er Taschen nicht sonderlich leiden, doch bei losem Kram ist es nicht anders. Er hat die Hände gern frei - auch wenn er sie am Ende doch nur wieder in die Hosentaschen steckt.

"Ich hoffe mal, mein Stapel Notizen zur Aufzucht von Wolfsbusch-Stecklingen hat dir weitergeholfen?", fragt er. "Aber du hättest dich schon beschwert, falls du es nicht lesen kannst, nicht?" Er lächelt blass und beobachtet, wie einige Zweitklässler in wildem Lauf näher kommen. Brooke setzt gerade zu einer Antwort an, als Dante den Weg analysiert, den die Meute anstrebt. Spontan packt er seine Hausgenossin am Arm und zieht sie näher zu sich, näher zum Gewächshaus, und aus der Stampeden-Gefahrenzone. Die Kids stürmen vorbei und scheinen etwas fliegendes zu jagen, das wie ein Miniatur-Hippogreif aussieht - anscheinend ein Spielzeug. Einen Nachzügler, der wohl zur Meute aufschließen will, übersieht Dante allerdings, weil seine Aufmerksamkeit gerade Brookes hübschem, überraschten Gesicht gilt. Der Junge will so wenig Strecke wie möglich zurücklegen um hinter das Gewächshaus zu gelangen, deshalb flitzt er direkt hinter Brooke vorbei und verpasst ihr bei der Gelegenheit versehentlich einen gehörigen Stoß. Gleich darauf ist er auch schon veschwunden.
Und Dante hat weitaus mehr Körperkontakt mit Brooke als er (und wahrscheinlich auch sie) jemals wollte, da sie direkt in seinen Armen gelandet ist, und ihn mit ihrem, zugegebenermaßen recht geringen aber ausreichenden Gewicht, wieder ans Gewächshaus drückt. Ein Reflex ist schuld daran, dass er sie auch noch festhält.

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BeitragVerfasst: Sa 13. Okt 2007, 00:15 
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7. Klasse Hufflepuff
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Ja, ja, höflich wie immer, der gute Dante. So begrüßt er artig seine Hauskollegin und fragt sie auch prompt nach den Unterlagen, die sie sich letztens bei ihm geliehen hat. "Ich hoffe mal, mein Stapel Notizen zur Aufzucht von Wolfsbusch-Stecklingen hat dir weitergeholfen?", fragt er. "Aber du hättest dich schon beschwert, falls du es nicht lesen kannst, nicht?" Nun ja. Brooke ist ihrerseits auch recht höflich, darum hat sie es vorgezogen ca. zwei Stunden lang Dantes Miniaturschrift zu entziffern. Dabei ist sie noch nicht mal gut im Runen lesen. Nicht umsonst hat später die halbe Hufflepuffbesatzung bei dem Ratespiel 'Was zur Hölle soll das heißen'-Spiel mitgemacht. Wobei Dantes Schrift an sich recht klare Linien verfolgt, aber so verdammt klein ist, dass man schon fast eine Lupe benötigt. Na ja. Letztendlich hat sie alles lesen können, aber eines ist ihr nun klar: Sie muss aufhören im Unterricht vor sich hinzuträumen! Irgendwie muss es doch möglich sein, diesen Halbvampir aus ihrem Hirn zu verbannen.
Sie will gerade damit anfangen seine Aufzeichungen aus ihrem Blätterwirrwarr rauszukramen - was sie teils auch nur aus purer Ästhetik mit sich rumschleppt -, als sie, in ihre intensive Suche vertieft, doch wirklich beinah von einigen jüngeren Schülern umgerannt wird. Glücklicherweise zieht Dante sie rechtzeitig zur Seite. Leider hat keiner von beiden mit der fatalen Nachhut gerechnet, die von dem Chinesischen Sprichwort 'Hast du es eilig, so nehme einen Umweg' wohl noch nichts gehört hat. Aber um ihnen das beizubringen ist es jetzt eh zu spät. Brooke wird von Dante aufgefangen, die sich im Verlust ihres Gleichgewichts an das nächst beste, also Dante, krallt. Und so erhält man ein Glashaus- Dante-Brooke-Sandwich. Noch während sie auf nur einem Bein steht, versucht sie sich etwas von ihm zu lösen. Sie mag Dante zwar, aber so nah wollte sie ihrem Hauskollegen dann auch nicht kommen. Viel Abstand bringt es ihr nicht ein, nur einen Blick in Augen, die wohl genau so erschrocken dreinblicken wie ihre. Eigentlich will sie schnell ein 'Entschuldigung' oder dergleichen hervorbringen, doch ist sie mit der Situation gerade etwas überfordert.

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BeitragVerfasst: Sa 13. Okt 2007, 01:11 
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Wildhüter
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(Erster Post - 10. Oktobär)

Ein schöner Tag. Spät aufstehen dank zwei Freistunden, keine Sonne dank Sturmwolken, kaum jemand draußen und relativ gute Laune, die er nicht recht erklären kann. Immerhin hat er eine Woche täglicher Strafarbeit bei der ägyptischen Gewitterhexe hinter sich. Sie hat ihn uralte Bücher sortieren lassen, die so staubig waren, dass man manchmal nicht wusste, ob man ein Buch oder nur ein Stück komprimierten Staub in der Hand hat. Irgendwelche Schinken in fremden Sprachen sortieren gehört nicht zu Ravens Lieblingstätigkeiten, ebenso wenig gehört die Sokaris zu seiner Lieblingsgesellschaft. Wenn Blicke töten könnten, würden sie wohl beide in den Kerkern liegen und mit dem Verwesen beginnen. Nein wirklich, wegen dieser Frau würde er einen Mord begehen, die kriegt ihn so weit wie keine andere und ist dabei auch noch jemand, bei dem er nicht einmal einen Schritt weit gehen kann. Verflucht. Diese Frau ist die Pest. Er hasst es, wenn sie als Katze in den Raum schleicht und sich direkt hinter ihm zurück verwandelt. Ihretwegen fängt er schon an, Katzen zu hassen. Kleine, schleichende, sich selbst leckende Mistviecher.
Und doch ... Raven McCloud ist gut drauf und das nicht nur, weil am Himmel viele Namensvettern (vom Vor- sowie Nachnamen) herumschwirren. Dunkle Wolken und schwarze Raben über dem Verbotenen Wald, ein toller Anblick. Vor allem ist er gut drauf, weil er sich klar geworden ist, was er tun will. Bezüglich einer ganz bestimmten Person mit traumhaften Augen und reizvollen Schultern. Den letzten Monat über lief es nicht so prächtig und er kann nicht leugnen, dass es seine Schuld war. Zuerst wollte er sie nicht sehen, eine Art Test. Als er dann feststellte, dass dieser Test schwachsinnig war, stolperten sie dann nur noch übereinander, wenn die Situation keine richtigen Gespräche zuließ. Raven hatte seine kühne Tat nicht wiederholt und Brooke war darauf auch nie zurückgekommen, was ihn schon zu der Frage getrieben hatte, ob sie eine Wiederholung vielleicht gar nicht gut fände. Andererseits hatte jedes Mal, wenn sie sich begegneten, so etwas bestimmtes in ihren Augen gelegen, das ihm sagte, sie würde ihn nicht abwehren.
Schwierig ist das alles schon, wieso nur? Seine früheren Liebschaften waren anders, wenn auch nicht einfacher, so doch unkomplizierter in dem, was er fühlte. Brooke entfachte, wenn sie nicht bei ihm war, Unruhe und Zweifelanfälle der übelsten Art. Genau das Gegenteil trat immer ein, wenn er mit ihr allein sein konnte, auch wenn es nur wenige Augenblicke waren. Und aus irgendeinem unerfindlichen Grund war er heute morgen mit der festen Überzeugung aufgewacht, sie heute unbedingt sehen zu müssen. Das trieb ihn schon den ganzen Tag an, formte in ihm den Plan, sie nach Kräuterkunde abzufangen - der einzige Unterricht, von dem er ganz sicher wusste, dass sie ihn belegt hatte.

Geschichte wird heute geschwänzt. Durch seine an Frechheit grenzende Ignoranz anderer Leute Privatsphäre hatte er erfahren, dass die neue Lehrerin für Geschichte einen Exkurs plante. Und wenn das wirklich der Fall war, wäre er sicher viel zu spät wieder hier, um Brooke abzufangen. Nein, diesmal wollte er nichts dem Zufall überlassen, der ganz offensichtlich etwas dagegen hat, dass Brooke und er etwas länger Zeit füreinander haben, als zwei Minuten auf einem Korridor.
Seine Schritte lenken ihn quer über die Wiesen, sein Schritt ist wie immer der eines Alphatiers. Nicht nur die Wiese gehört ihm, sondern auch der Sturm, das sagt zumindest seine Körpersprache. Eigentlich ist es viel zu früh, Kräuterkunde hat noch nicht einmal angefangen. Aber der romantische Gedanke, Brooke vielleicht einfach ein wenig während dem Unterricht zu beobachten, treibt ihn voran.
Was er allerdings wenig später beobachten kann ist etwas, womit er nicht gerechnet hat. Und auf das er weniger als gar nicht gefasst ist. Genau deshalb prallt die Szene wie ein fehlgehender Klatscher an ihm ab, hinterlässt ein taubes Gefühl und nimmt ihm die Luft zum Atmen. Brooke steht da, an Dante Valesko geschmiegt, der sie in den Armen hält. Raven blinzelt, doch das lässt die Szene nicht verschwinden. Die beiden lehnen eindeutig in einer Umarmung am Gewächshaus. In trauter Zweisamkeit.

Raven erwacht jäh aus dieser kalten Lähmung. Jene scheint sich explosionsartig ins Gegenteil zu kehren, ihm wird heiß, nahezu glühend heiß. Und er sieht nichts anderes mehr als Brooke und Dante. Der Rest der Welt tritt zurück und setzt sich auf die Tribühne. Raven stürmt los.
"Valesko!", bellt er und packt gleichzeitig Brooke an der Schulter, um sie von dem Hufflepuff wegzuziehen. Dabei geht er nicht gerade zimperlich mit ihr um, würdigt sie auch keines Blickes. Seine Augen fixieren allein Dante, der gerade den Titel Staatsfeind Nummer Eins gewonnen hat. "Du kleines Arschloch!" Und ohne dem so angesprochenen auch nur eine Sekunde Zeit für eine Reaktion zu lassen, holt Raven aus ... und Dante macht Bekanntschaft mit einer äußerst kräftigen sowie übermenschlich beschleunigten Faust. Es knackt besorgniserregend. Und als Raven seine Faust zurückzieht, klebt daran Blut.

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BeitragVerfasst: Sa 13. Okt 2007, 01:48 
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7. Klasse Hufflepuff
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Er hat Brooke noch ein bisschen besser kennen gelernt. Körperlich. Wenn man es positiv formuliert, ist es doch gar nicht so ... peinlich? Doch, ist es. Bei Mädchen in ihrem Alter spürt man eindeutig schon zu viel, warum kann sie nicht zwölf sein? Nun, sie ist es nun einmal nicht und es war ja alles keine Absicht. Verflixter kleiner Bengel ...
Brooke wirkt in gleichem Maße erschrocken wie peinlich berührt und Dante, der es etwas leichter nimmt, hebt zu einem Lächeln an, um einen Witz über die Sache zu machen, damit sie sich beide besser fühlen. Doch weder kommt er zu diesem Witz, noch kommt sie überhaupt dazu, von ihm Abstand zu nehmen - denn der Abstand wird von einer dritten Person herbeigeführt. Und das ziemlich effektiv. Brooke wird nach hinten weggezogen wie ein ungezogener Hund, der zu weit voraus gelaufen ist. Dann erscheint Raven schräg vor Dante, ragt auf wie eine Art schwarzer Racheengel, im Hintergrund die Sturmwolken. Ja, das alles ist sehr stimmungsvoll, allerdings läuft es in die völlig verkehrte Richtung. Denn an Ravens Miene und Gebaren ist deutlich abzulesen, dass der Slytherin die Szene in den falschen Hals bekommen hat. Und zwar haufenweise wie bei der Stopfmast. Er sieht fast aus als, als wolle er ...

"...!", schweigt Dante durchaus entsetzt, denn zu mehr kommt er nicht, bevor ihn etwas trifft, was dem Gefühl nach zu urteilen auch gut und gern der Hogwartsexpress hätte sein können. Wahlweise auch ein Hippogreif in vollem Galopp oder eine ziemlich agile sowie entschlossene Betonwand. Jedenfalls sieht er Sternchen und spürt einen stechenden Schmerz mitten im Gesicht. Seltsamerweise ist sein erster Gedanke nicht 'Krankenflügel' oder 'Oh Scheiße!', sondern 'Sind meine Reflexe echt so lahm?'. Dann kippt er leicht nach hinten und wird zuvorkommend von der Wand des Gewächshauses gestützt. Seine Hände fahren automatisch zu der Stelle, die pocht und hämmert und eine warme, klebrige Flüssigkeit absondert. Als er die zusammengepressten Augen öffnet, kann er sein eigenes Blut an seinen Fingern sehen.
"Vadammd!", ist das einzige, was über seine Lippen kommt. Er klingt, als versuche er französisch zu sprechen, denn die Nase ist dichter als dicht und damit beschäftigt zu bluten. Sein Blick heftet sich auf Raven, durchdringender als man es von ihm kennt. "Reigt dat jetzt, oda wills du nagsetzen.", bringt er nasal hervor. Eigentlich schlägt man niemanden, der schon blutet. Aber eigentlich schlägt man generell niemanden. Also sind moralische Mutmaßungen bei Raven überflüssig. So überflüssig wie die morgendliche Dusche, denn Dante sieht aus, als hätte man über ihm einen Eimer roter Farbe ausgekippt. Abgesehen davon und davon, dass es scheißweh tut, ist er bereit, einem weiteren Schlag diesmal auszuweichen.

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BeitragVerfasst: So 14. Okt 2007, 16:45 
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Heiler-Novize
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(Eingangshalle - 10. September)

Draußen empfängt ihn sogleich ein Windstoß von vorn, der ihn fast wieder ins Schloss zurückgedrängt hätte, wäre er nur ein bisschen leichter gewesen. Zumindest hat er so das Gefühl, es kann natürlich auch daran liegen, dass er heute einfach neben sich steht. Aber ein Gutes hat die Sache ja... es pustet ihm wirklich den Kopf ein bisschen frei - und die Haare ins Gesicht, als er sich vom Schloss abwendet und in Richtung des Waldes geht. Böser, gefährlicher Wald, jaja... niemand darf dort hin (und keinen stört es wirklich).
Rhyll geht langsam. Nicht, weil er nicht wegfliegen will, sondern weil er die Zeit nutzen will, in der er hier noch völlig vom Wind erfasst werden kann. Wenn er erst einmal in Richtung des Waldes schwenkt, wird das nicht mehr so stark der Fall sein und dann... tja, dann hat sich das wohl auch mit dem Gedanken wegfegen lassen erledigt. So wandert er nun erst einmal in einem ausgiebigen Bogen über die Schlossgründe, dicht am Wasser entlang, nur um dann noch einen Schlenker zu machen, der ihn quer über die Wiesen führt. Irgendwann hat er dann aber doch genug und wendet sich dem Wald zu, um dort irgendwo zur Ruhe zu kommen. Wieso kann es jetzt nicht einfach Nacht sein? Dann könnte er sich an den See legen, die Sterne betrachten und ruhig werden. Garantiert... das haben die Funkelchen am Himmel schon immer geschafft, egal wie aufgewühlt er auch gewesen ist.
Seufzend streunt der Slytherin nun am Waldrand entlang, sich penibel genau an der Grenze haltend, so dass er zwar schon dicht davor ist, einen Regelbruch zu begehen und in die Ruhe des Waldes einzukehren, aber dennoch kein Verbot übertritt und sich noch immer auf den Schlossgründen bewegt. Vielleicht sollte er auch einfach einen kurzen Ausflug in den Wald unternehmen... im Moment ist niemand in der Nähe, der ihn sehen und dafür rügen könnte. Zumindest kann er niemanden sehen... Professor Roots ist in seinen Gewächshäusern und somit außer Sichtweite und auch von den anderen Lehrern treibt sich hier kein Robenzipfel herum, jedenfalls kann er nichts dergleichen sehen. Von den ihm verhassten Slytherins auch niemand... kein Barlows in Sicht. Und Nebula hockt ja drinnen und heult sich die Augen nach Nolan aus.
Bei allen Göttern, er hätte doch dort bleiben und sich das Schauspiel ansehen sollen. Ein bisschen Klatsch, Tratsch und Sensationsgier steckt halt in jedem Menschen. Er grinst leicht und schlendert wieder vom Waldrand weg, die Augen halb auf den Boden gerichtet und bleibt gerade noch rechtzeitig stehen, um nicht erneut über jemanden zu stolpern. Denn dieses Mal kann er die schlanken Beine sehen, über die er garantiert gefallen wäre und die gehören einer seiner Hauskameradinnen an.
"Hallo, Talisa.", seufzt er nun und schüttelt den Kopf. Er hat es heute aber auch nicht so wirklich mit dem Laufen. Am besten, er setzt sich irgendwo hin und überdauert da den Tag, ist ungefährlicher für alle.

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BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 19:18 
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Beziehung: Raven McCloud
Der Versuch von Dante das ganze als peinlichen Unfall abzustempeln und dann nie wieder darüber zu reden wird leider vereitelt von…Raven?!
Brookes Entschuldigung, die sie nun endlich über die Lippen gebracht hätte, wird durch einen unsanften Ruck lediglich zu einem überraschten Quietschen. Sie torkeln etwas nach hinten- heute scheint sie wohl niemand auf zwei Beinen sehen zu wollen- und blickt etwas ungläubig auf die Szene, die sich da abspielt. Der Weg zwischen Augen und Hirn scheint wohl gerade durch eine Baustelle behindert; Schließlich sickert es dann doch in ihr Bewusstsein. Leider etwas zu spät. Denn Ravens Faust hat schon zielsicher ihren Weg in Dantes Gesicht gefunden. Ein unangenehmes Knacken und ein Dante, der seit neustem einen französischen Akzent hat, sind das Resultat.
"Reigt dat jetzt, oda wills du nagsetzen.", kommt es schließlich noch von Dante. Doch bevor Raven auch nur ansatzweise nachsetzten kann, schiebt sich Brooke zwischen die zwei. „Raven.“ Klingt es fast etwas quengelig von ihr, während sie sich leicht gegen die Brust des Slytherin stemmt, was natürlich keinerlei Wirkung auf ihn hat. Raven steht da wie ein Fels. „Drehst du jetzt durch?“ Eigentlich wollte sie ‚Drehst du jetzt vollkommen durch?’ sagen, aber das hätte er dann wohl auch noch falsch verstanden.
Sie gibt es auf irgendwie Abstand schaffen zu wollen und wendet sich schließlich zu Dante um. Behutsam nimmt sie seine Hand weg und wirft einen kurzen Blick auf…den Einschlagspunkt von Ravens Faust. Zwar immer noch besorgt, aber erleichtert meint sie:“ Ich glaube sie ist zumindest nicht gebrochen.“ Mit einer leichten Bewegung aus dem Handgelenk zaubert sie ein weißes Taschentuch herbei- ein alter Jahrmarktstrick, unspektakulär, aber recht nützlich- und reicht es Dante. Etwas angesäuert wechselt sie wieder die Front und fixiert die sturmgrauen Augen, die immer noch wütend Funkeln. Und auch wenn sie es sich selbst gerade nicht eingestehen will, es hat einen gewissen Reiz.
„Was soll das? Willst du jetzt jeden verprügeln, der mir näher als zwei Meter kommt nur weil wir…“ Zusammen sind? Argh. Nein. Falsche Aussage. „…nur weil du dich nicht unter Kontrolle hast?!“ Gut, passt vielleicht nicht ganz zum Satzanfang, aber immer noch besser als nichts. Unverwandt starrt sie in die grauen Augen, die ihre sonst immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und heute eine ernste Miene heraufbeschworen haben. Sie ist nicht einmal wirklich wütend. Sondern einfach verletzt- zwar nicht körperlich, wie der arme Dante, aber trotzdem verletzt. Was denkt sich Raven eigentlich? Dass Brooke sich an jeden Typ ranschmeißt der hier vorbeikommt? Denn auch wenn er die Szenerie falsch verstanden hat, so ist sie doch Dante gleichermaßen ‚um den Hals gefallen’, wie der Hufflepuff sie aufgefangen hat. Und für Brooke ist das dann der stumme Vorwurf von Untreue, in einer Beziehung, die (noch)nicht einmal existiert! Und alles im allem doch kein Grund auf andere einzuschlagen.

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BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 19:54 
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Wildhüter
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Monsieur Dante erlaubt sich die Frechheit, nicht zurückzuschlagen. Schade, sonst hätte Raven nahtlos weitermachen und all seinen spontanen Hass ausleben können. Und er fragt auch noch, ob Raven etwas nachsetzen will. Und wie er will ...! Aber Brooke schiebt sich in sein momentan recht enges Gesichtsfeld. Er blinzelt sie unwillig an, sie gehört gerade nicht zum Spiel, sie ist ein Problem, mit dem er sich erst auseinandersetzen will, wenn er sich mit Dante ... nein, wenn er Dante auseinandergesetzt hat. Ravens Blick flackert zwischen ihr und Dante hin und her.
"Raven. Drehst du jetzt durch?", hört er von Brooke, die ebenso fruchtlose wie niedliche Versuche unternimmt, ihn vom Fleck zu bewegen. Dafür erntet sie einen apokalyptischen Blick, bevor er wieder Dante anstarrt, immer noch in einem Moment festhängend, in dem nicht klar ist, ob er ihm die Nase nicht doch noch ins Gehirn rammt. Doch der Druck an seiner Brust ebbt ab, Brooke wendet sich Dante zu ... was soll das denn nun? Will sie etwa weiterkuscheln? Raven atmet tief durch und ballt die Hände zu Fäusten, während er beobachtet, wie sie den Hufflepuff mit einem Taschentuch beglückt und ihm sagt, dass seine Nase wohl nicht gebrochen ist. So ein Mist aber auch ... Kann man allerdings ändern.

Nein, gekuschelt wird nicht. Brooke wendet sich mit einem etwas seltsamen Vorwurf wieder an Raven, der sie ein bisschen irritiert mustert. Er ist im Zerstörer-Modus und soll nun etwas logisches antworten? Das verursacht Fehler im System, sowas geht nicht. Noch einmal sieht er Dante an, fehlt nur noch ein kehliges Knurren. Dann jedoch sagt er zu Brooke: "Näher als zwei Meter? Du meinst wohl näher als zwei Zentimeter!" Auch er klingt vorwurfsvoll. "Denkst du ich stehe dumm rum und guck mir an, wie du ... wie er ... wie ihr ...?! Was auch immer ihr da eben gemacht habt!" Was sie gemacht haben weiß er nicht, aber sie haben es zu eng aneinander gemacht.
"Ein bisschen häddesd du ruhich noch rumschdehen könn'n.", brummt Dante, der das Taschentuch auf seine Nase presst - es hat fast aufgehört zu bluten. "Dann häddesd du geseh'n, dass wir uns gerade wieder loslass'n wolld'n."
"Ach wie fein. Ihr wart schon fertig? Ist ja toll. Na das ändert alles.", keift Raven sarkastisch und schenkt Dante einen bedrohlichen Blick.
"Wia hab'n gar nichds gemachd!", gibt Dante von sich und nimmt vorsichtig das Taschentuch runter - ja, es hat wirklich aufgehört. Er versucht sich ein wenig zu säubern, wobei er ein Regenfass in der Nähe aufsucht und das Tuch befeuchtet. Raven schenkt ihm allerdings schon keine Beachtung mehr.
"Nichts gemacht, hm?", sagt er düster zu Brooke, in seinem Blick liegt eine Anklage, aber auch schlecht versteckter Schmerz. Er empfindet zu viel für sie, als dass er es ertragen würde, wenn sie jemand anderen ... was auch immer.

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Natürlich! Natürlich! Er muss sie wörtlich nehmen. Als ob es da jetzt um die räumliche Begrenzung gegangen wäre. Ob nun zwei Meter oder zwei Zentimeter, es geht hier ums Prinzip. Und dann noch dieser vorwurfsvolle Tonfall! Aber sie sagt nichts, denn Dante hat bereits das Wort ergriffen.
Brooke fällt es recht schwer dem Dialog zu folgen, sie war noch nie sonderlich gut in Fremdsprachen…und was auch immer Dante da von sich gibt, zwar scheint wenigstens Raven etwas zu verstehen, aber das ist in diesem Fall leider nicht positiv zu bewerten. Nein, ganz und gar nicht positiv. Denn Dante verstrickt sich noch mehr und letztendlich hat Raven ein komplett falsches Bild.
Während Dante sein zweites morgendliches Bad nimmt, ist Brooke Ravens Blick ausgeliefert, der ihr einen Stich ins Herz versetzt. Und noch tiefer bohrt sich die imaginäre Klinge bei seinen Worten, die schon einen leicht abfälligen Unterton haben. Sie umklammert ihren Oberkörper, als ob sie vermeiden wolle, dass sie vor Schmerz zerspringt. Ihr Blick senkt sich zu Boden. Warum fühlt sie sich schuldig, obwohl sie gar nichts gemacht hat? Aber der Ausdruck in Ravens Augen erzeugt ein unangenehm flaues Gefühl in ihrer Magengegend. Sie will sich doch eigentlich gar nicht streiten oder dergleichen. Sie will, dass es wieder so wird wie vorher. Einfach…harmonisch. Aber ob das mit Raven McCloud überhaupt möglich ist? Übersteigt diese Vorstellung sogar die Naivität der Hufflepuff?
„Es war nur ein Versehen.“ Flüstert sie und es klingt schon fast ein bisschen verzweifelt. Missverständnisse. Gibt es etwas Schlimmeres?
„Er wollte mir nur helfen…“ Irgendwie will die richtige Erklärung nicht über ihre Lippen finden und einen passenden Flashback-Zauber kennt sie auch nicht. Was ist, wenn nur wegen diesem blöden Missgeschick…Pech….Unfall oder was auch immer, alles in die Brüche geht? Bei diesem Gedanken bildet sich ein Kloß in Brookes Hals. Ein schlechtes Omen. Automatisch tastet eine Hand an ihr Auge. Na ja, Augenbluten hat sie wohl kaum, trotzdem schimmert ein kleiner Tautropfen auf ihrer Fingerkuppe. Sie atmet durch. Nein, sie weint jetzt nicht, die Blöße gibt sie sich nicht. Jahrelang hat sie keine Träne vergossen, ihr Versprechen ohne Probleme gehalten und jetzt?
„Nun, Raven…“ ihre Stimme zittert bedrohlich und nun schimmert auch in ihren Augen eine gewisse Wut auf. „Wenn du’s falsch verstehen willst. Fein!“ Mit einem Ruck wendet sie sich wieder zu ihrem Hauskollegen „Dante? Könntest du Roots bitte bescheid sagen, dass ich heut nicht komme.- Ich geh in den Krankenflügel.“ Bei diesen und auch bei den folgenden Worten heftet sich ihr Blick an Raven: „Mir ist schlecht.“
Auch wenn Miss Milliminster höchstwahrscheinlich nichts gegen Liebeskummer hat. Und so marschiert Brooke Richtung Schloss ab. Soll Raven sich doch weiter mit Dante kloppen. Sie sieht es nicht ein sich für irgendetwas rechtfertigen zu müssen.


(>> Krankenflügel- 10.Oktober)

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And you lean in for your last kiss,
Who in this world can ask me to resist?
Your hands cold as they find my neck...

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BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 14:39 
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Eine nette Abwechslung dieses gewitterhafte am Himmel, das sich über Hogwarts zieht, ganz anders als die elenden permanenten Sonnenstrahlen zu Hause, die seine Haut des Öfteren zu verbrennen ersuchen. Widerlich wie sich diese Narren darin rekeln um auch nur annähernd seine Farbe zu kriegen, aber was erwartet man schon von verblödeten Schülern, die nicht freiwillig ihre magischen Fähigkeiten trainieren und den Horizont erweitern wollen. Eigentlich ist es fast schon eine Beleidigung seiner selbst, die zwei anderen haben nämlich nichts von ihrer magischen Begabung gemerkt und sein nichts ahnender Vater ohnehin nicht, wohl der größte Narr von allen. Trotzdem ein hilfreiches Glied in seinem Plan, nicht stark genug Maliks Drohungen zu widerstehen und erst recht nicht um ein Land zu regieren. Nur kann er mit 17 da noch nicht allzu viel dran ändern, erst muss die Ausbildung abgeschlossen werden, danach sieht er weiter.
Beständig rascheln die Blätter des alten Baumes, auf dem er es sich gemütlich gemacht hat, sie verlieren langsam schon ihre Farbe, wie die dümmer und dümmer werdenden Schüler…
Er streift sich das Haar aus der Stirn, fröstelt ein wenig und springt schließlich hinab. Mit wenigen Handbewegungen ist die zum Klettern anbehaltene Schuluniform gesäubert, später findet Unterricht statt, Geschichte der Zauberei, da ist er doch etwas zu faul um sich zweimal um zu ziehen, außerdem fällt er nicht so auf, wenn er früh dort ist, anstatt die Unverschämtheit zu besitzen irgendwann zwischendurch herein zu schneien.
Geschichte ist doch ein schönes Fach, so eindeutig und unveränderlich, ein Traum und reines Lernfach, außerdem perfekt zum Stillen unerwünschter Neugier. Auch das Wetter heute ist schön, nicht so warm, vielleicht schon etwas zu kalt, aber trotzdem interessant und recht unbekannt. Es scheint auch bald schon soweit zu sein, wenn er sich die Uhr am Turm etwas genauer ansieht. Was heute wohl dran kommt? Bestimmt interessant, denn Hogwarts beherbergt eine neue Lehrkraft, wie ihm zu Ohren gekommen ist. Miss Kazumi Vineyard, Referendarin für Geschichte der Zauberei. Oh, war sie das nicht sogar gerade? Und Tür zu, weg ist sie. Das ging schnell, ein Augenblick, wenn man es so nennen will. Okay, er hat heute noch genug Zeit sie sich aus der Nähe anzusehen, vielleicht sogar mit ihr zu reden, falls ‚er’ nicht will, aber das würde er ihn später fragen, erst noch ein bisschen die frische Luft und das aufkommende Gewitter genießen. Malik dreht sich um, saß er nicht eben noch auf dem Baum? Er schüttelt den Kopf, nicht, dass er noch vergesslich wird…

Darf ich? Ich will sie und ihre Unterrichtsmethoden gerne einmal kennen lernen.
Kurze Stille, er spürt fast seinen eigenen Kopf arbeiten, für andere mag dies vielleicht ein merkwürdiges Gefühl sein, für ihn allerdings eine kleine Erfrischung des Alltags.
Naja… ich kann es dir schlecht verbieten, außerdem können wir ja eh beide zu hören, das weißt du doch. Du kannst allerdings gerne mit ihr reden, ich halt mich raus. Klär sie aber lieber direkt über… unser kleines Problem auf, nicht, dass sie sich wundert, wenn ich sie als Unbekannte einstufe.
Kurz schließt er die Augen, überlegt ob sie das nicht abschrecken könnte.
Hey, das gehört zu unserem Leben dazu, mach dir keinen Kopf.
Ein leises Murren, oft haben sie diesen Zwiespalt schon verflucht, aber ohne den jeweils anderen wäre es nun auch wieder sehr merkwürdig.
Ja, ich weiß, ich werd es ihr sagen. Von irgendwem erfahren es Lehrer sowieso immer.
Der andere stimmt seufzend zu, ihn nervt es auch, jede neue Bekanntschaft muss man aufklären und, wenn man es nicht erzählt wird es einem später vorgeworfen.
Dann mal los, du darfst laufen.
Typisch…

Du kennst mich doch., lacht er und sie setzen sich in Bewegung.

Narren… nicht zu fassen über welch unnütze Dinge sich die zwei Gedanken machen.
Ein kurzes Schnauben.
Sie sollten zumindest so intelligent sein ihre Gedanken von den anderen zu trennen, wenn wir schon einmal alle hier drin stecken, aber das hören sie nun auch wieder nicht. Hehe…

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Es gibt immer eine Seite an dir die du nicht kennst.


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BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 17:52 
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Lehrer für Kräuterkunde
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Erster Post, 10. Oktober

Schon seit den frühen Morgenstunden treibt Leonhard sich in den Gewächshäusern herum. So wie jeden Tag, zumindest für ein paar Stunden, bis er sicher gehen kann, dass er alle seine Pflanzen und Setzlinge versorgt hat. Heute Morgen musste er sogar noch vor dem Sonnenaufgang draußen sein, weil eine spezielle magische Pflanze ihre ersten Blüten öffnen sollte und diese ersten Blüten enthalten eine Substanz, die für Heiler ganz besonders wichtig ist, beschleunigt sie doch die Blutgerinnung bei magisch zugebrachten Verletzungen und Schnitten von magischen Klingen oder auch den scharfkantigen Blättern der Schwertlilie, die hier in den Gewächshäusern anzutreffen ist. Aus diesem Grund hat er auch eine kleine Menge der Tinkturen im entsprechenden Gewächshaus gelagert, damit er bei dummen Unfällen von noch dümmeren Schülern (immerhin sagt er ja, dass diese Pflanze gefährlich ist und sie ihr nicht zu nahe kommen sollen) rasch Erste Hilfe leisten kann, ehe er die Schüler zu Penny schickt.
Gerade verlässt er das Gewächshaus Nr. 5 wieder und schließt die Türen sorgfältig, um sie direkt darauf mit Zaubern zu sichern, damit sich niemand dorthin verirren kann. Heute würde Gewächshaus 4 an der Reihe sein, und dort wollte er auch eigentlich gerade hingehen, als er den Ausruf von weiter vorn hört. Gewächshaus 2, wenn er sich nicht täuscht. Nun, das laute 'Valesko' ist schon Grund genug sich herumzuwenden, und die Tatsache, dass er eine aufgebrachte Miss Lucid die Szene verlassen sieht, während er sich nähert, macht das Ganze nicht besser. Besagter 'Valesko!' (wahrscheinlich eigentlich mit drei Ausrufezeichen versehen) hängt halb in der Regenwassertonne und ein wütender Raven McCloud steht da wie angewachsen, aber mit Blut an den Knöcheln. Herrlich.
Blut befindet sich auch an dem Hufflepuff, und das nicht gerade wenig, wie Leonhard sehen kann, als der Junge sich vom Wasserfass löst. Der Professor für Kräuterkunde hebt die Brauen und verschränkt die Arme vor der Brust, während er den Slytherin mustert.
"Schön, wenn sie meinen, dass dem jungen Valesko ein bisschen Rot mehr steht... aber das gibt Ihnen nicht das Recht, ihm die Nase zu zertrümmern. Also, was hat Sie geritten, McCloud?", fragt er nun mit ruhiger Stimme, darum bemüht den Slytherin nicht zu reizen und zur Flucht zu animieren. "Eine ausführliche Erklärung, bitte. Und Sie kommen mal her, Mister Valesko." Mit diesen Worten zieht er den Zauberstab und winkt den Fünftklässler zu sich.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 00:19 
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7. Klasse Hufflepuff
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Eiskaltes Regenwasser ... guuut. Es tut richtig gut. Brookes Taschentuch ist schon ganz eingesaut und das Wasser im Regenfass sieht aus, als wäre es verwässerter Rotwein. Und Dante tupft hoffnungsvoll vor sich hin, damit sich nicht der nächste, zufällig vorbeikommende Schüler vor seiner blutigen Visage erschrickt. Mit halbem Ohr lauscht er der Brooke-Raven-Auseinandersetzung, allerdings nicht aus Sensationsgier, sondern aus ganz pragmatischen Gründen - er will vorbereitet sein, falls Raven plötzlich einfällt, dass er ihm doch noch irgendwas brechen will, weil's mit der Nase nicht ganz geklappt hat. Was er so mitbekommt geht dann aber in eine völlig andere Richtung. Brooke klingt verzweifelt, Raven schweigt sich aus. Mangels dazugehörigem Gesichtausdruck - denn Dante sieht nicht zu den beiden - kann er nicht einschätzen, was für eine Art Schweigen es ist. Und auf einmal ertönt sein Name. Es kommt so unerwartet, dass er hochfährt und Brooke mit ungeteilter Aufmerksamkeit ansieht.
"Könntest du Roots bitte bescheid sagen, dass ich heut nicht komme.- Ich geh in den Krankenflügel. Mir ist schlecht." Und schon marschiert sie, mit kaum zu überbietendem weiblichen gekränkten Stolz, davon. Dante sieht ihr nach und tupft abwesend an seiner Nase herum, deren schmerzhaftes Pochen er momentan gar nicht mehr wahrnimmt. So kennt er Brooke gar nicht, so ... entschlossen. Und sein erster Impuls ist, ihr nachzulaufen und ihr bei was auch immer beizustehen. Bei was eigentlich? Sein Blick wandert zu Raven. Liebeskummer? Wegen ... dem? Als Raven seinen Blick auffängt, hält Dante ihm stand und wirkt leicht angesäuert, auch wenn er sich intelligenterweise zu keiner weiteren Reaktion hinreißen lässt. Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf.

"Schön," Dante schrickt erneut hoch und diesmal ist Professor Roots schuld. "wenn Sie meinen, dass dem jungen Valesko ein bisschen Rot mehr steht... aber das gibt Ihnen nicht das Recht, ihm die Nase zu zertrümmern. Also, was hat Sie geritten, McCloud?"
Berechtigte Frage und Dante weiß sogar die Antwort, trotzdem überlässt er es dem Slytherin, sie zu beantworten. Immerhin wurde er ja auch gefragt. Obwohl Dante bezweifelt, dass etwas intelligentes, originelles oder gar ehrliches von dem blassen Kerl kommen wird. "Eine ausführliche Erklärung, bitte.", setzt Roots nach und außerdem ... "Und Sie kommen mal her, Mister Valesko." Dante sieht sich mit dem Zauberstab des Lehrers konfrontiert und gehorcht, wobei er mit dem Taschentuch noch einmal über sein Gesicht fährt. Jetzt wäre ein Spiegel äußerst praktisch, wahrscheinlich hat er sich inzwischen in einen Indianer verwandelt, anstatt sich vom eigenen Blut zu säubern. Toll, ein Indianer mit fanzösischem Akzent. Pierre Brice?
"Hai Profässoa.", murmelt er nasal und setzt vorsorglich hinzu: "Krankengflügäl is nich nödig. Dud kaum mea weh." Er würde Kräuterkunde auch dann nicht versäumen wollen, wenn Raven ihm beide Beine gebrochen hätte.

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Wildhüter
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Und weg ist sie.
Viel sagen konnte er nicht mehr, aber hätte er überhaupt etwas zu sagen gewusst? So wie er da steht, groß, düster, wütend, verwirrt und mit fremdem Blut an der immer noch geballten Faust ... er fühlt sich wie der größte Idiot der Schule. Brookes Haar schimmert in dem seltsamen Licht dieses bedrohlichen Tages, der sich immer noch nicht entscheiden kann, Blitze und Donner loszulassen. Ihre Gestalt wird kleiner, entfernt sich nicht nur örtlich von ihm, sondern auch emotional. Als würde sie aus seinem Herzen flüchten, ihn zurücklassen, ihn abstreifen wie ein Kleidungsstück. Sie lässt ihn zurück. Und er steht einfach nur da, starrt ihr mit dem Himmel verwandten Augen durch schwarze Haarsträhnen hindurch nach. Er weiß nicht, was er fühlen soll. So viel Wut gibt es in ihm, die brüllt wie ein gefangenes Tier und raus will, zerstören will, Schmerzen zufügen will. Der schmerzende, einsame Teil in ihm schreit ebenfalls, hat er doch etwas verloren, das er kaum sein eigen nennen durfte. Hat er es denn verloren? Ist es ... aus, bevor es begann? Sollte es nur ein kurzer, flüchtiger Traum gewesen sein, den er seiner eigenen Prophezeihung nach selbst zerstört hat? Es tut ihm fast körperlich weh, wie immer mehr und mehr Entfernung zwischen ihm und Brooke entsteht. Die irrationale Vorstellung eines sie verbindenden Bandes kommt ihm in den Sinn und er meint, es müsse jeden Moment reißen. Sie für immer trennen. So, dass nichts mehr es wieder gut machen kann, durch keine Entschuldigung der Welt. Und er muss sich entschuldigen, nicht wahr? Es war wirklich nur ein Versehen, diese Sache, oder? Ihre Stimme kann vielleicht lügen, doch ihre Augen nicht. Er kennt ihre Augen, er liebt ihre Augen und er vertraut ihren Augen. Wahrhaftig, Raven ist ein riesiger Idiot.
Er blinzelt, als irgendwer irgendwas zu ihm sagt. Unwillig dreht er sich halb um, sieht den Lehrer an, der auf einmal dort steht und etwas von ihm will.
"Eine ausführliche Erklärung, bitte."
Raven sieht zum Schloss, wo Brooke gerade die Stufen zum Eingangstor hinter sich bringt. Sein Herz beginnt zu rebellieren, es schlägt schmerzhaft gegen seine Brust, so drängend, dass er meint, er müsse verrückt werden. Sein Blick heftet sich auf Professor Roots, wild und entschlossen, voller Wut und Kraft und Schmerz - einem explosiven Mix seiner Halbvampir-Natur. "Ich werde nach dem Unterricht wieder hier sein.", sagt er mit rauer Stimme. "Dann können Sie haben, was immer Sie wollen."
Und nach diesen Worten wetzt er los. Alles entläd sich in einem Sprint, der jeden Sportlehrer glücklich machen würde. Sein Haar fliegt, seine Stiefel treten so gnadenlos auf, als wolle er seine Wut darüber entladen. Brooke ist schon im Schloss verschwunden, doch er wird sie einholen und er wird etwas tun, irgendetwas, damit sie ihm verzeiht. Und wenn er sie auf Knien anflehen muss.

(Krankenflügel - 10. Oktober)

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BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 01:27 
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Lehrer für Kräuterkunde
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Sein Lieblingsschüler - ja, man kann bei Dante Valesko wohl durchaus von Lieblingsschüler sprechen, weil der Junge mehr Zeit mit ihm im Gewächshaus verbringt, als jeder andere Mensch auf dieser Schule es wohl tun würde, es sei denn er wäre Botaniker oder neue Fachkraft für die Gartenpflege auf magische Art und Weise - kommt langsamen Schrittes zu ihnen heran, darauf bedacht sich mit dem sowieso schon roten Tuch in seiner Hand etwas mehr zu säubern, was aber wohl kaum mehr funktionieren wird. Die Nase bekommt jetzt schon eine unschöne Färbung, und das so kurz nach dem Treffer, wie es aussieht. Leonhard seufzt vernehmlich, was sich bei dem genäselten 'Hai Profässoa' zu einem Seufzen mit Lächeln umwandelt. "Krankengflügäl is nich nödig. Dud kaum mea weh."
Ja, das sieht er in der Tat. Es tut kaum mehr weh, darum verfärbt es sich auch gerade unschön, man kann wohl von Glück sagen, wenn es nicht gebrochen ist. Leonhard schüttelt den Kopf und mustert die Verletzung, nur um dann mit einem vorwurfsvollen Blick zu Raven zu schauen. Was, bitte, hat diesen Slytherin geb... na ja, nicht gebissen, aber geritten, dass er derart austickt? Nun gut, Raven McCloud tickt gern mal aus, das ist hinreichend bekannt, insofern sollte er sich vielleicht nicht so sehr darüber aufregen DASS er ausgetickt ist, sondern besser nach dem Grund forschen.
Doch der Halbvampir lässt ihn direkt stehen, so dass der Kräuterkundeprofessor ihm verdattert nachblickt.
Nach der Stunde würde er wieder ... na als ob der sich hier wieder blicken lässt.
"Wenn Sie nicht hier erscheinen, werde ICH Ihnen einen Besuch abstatten, McCloud, und das wollen Sie ganz gewiss nicht!", brüllt er dem entschwindenden Slytherin hinterher und dessen Verhalten - nämlich der Umstand, dass er gerade der Hufflepuff nachgerannt ist - sagt schon einiges über die Szene hier aus, wenn man ein bisschen nachdenkt. Eifersuchtsdrama?
Leonhard seufzt, dann sieht er wieder zu Dante und betrachtet sich noch einmal eingehend dessen Verletzung.
"Eigentlich müsste ich Sie in den Krankenflügel schicken, Mister Valesko. Schon allein, damit mir nicht der Kopf abgerissen wird, wenn Miss Milliminster davon erfährt." Er schmunzelt leicht und dreht das Gesicht des Hufflepuff ein wenig ins Licht, auch wenn davon nicht allzu viel hier zu finden ist. Nur Tages - kein Sonnenlicht, was nun sicherlich besser wäre. "Nun gut, es scheint nichts gebrochen zu sein... Wenn Sie nach dem Unterricht auf direktem Wege zum Krankenflügel gehen, kann ich Sie hier behalten."
Kurz tippt er Dantes Nase mit dem Zauberstab an und murmelt ein leises 'Medicor', was ihm zumindest die Schmerzen soweit nimmt, dass nicht mehr als ein dumpfes Pochen zurückbleiben wird. Und natürlich wird auch weiteres Bluten der Nase unterbunden werden, doch mehr als diese Erste Hilfe kann er jetzt nicht in Angriff nehmen, für die kleineren Schönheitskorrekturen wäre wohl Penny besser geeignet. Mit einem weiteren Zauber saugt er noch das restliche Blut vom Antlitz des Schülers, sowie von dessen Kleidung und dann kann man Dante auch schon wieder auf die Menschheit loslassen. Auch wenn er eine hübsche ungesunde Färbung im Gesicht hat, die nicht vom Blut stammt.
"Können Sie mir vielleicht verraten, was hier los war?", seufzt er nun.

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Bei aller vorsorglichen Beteuerung droht doch der Krankenflügel. Dante sieht Professor Roots an wie die anthropomorphe Personifikation des Schicksal und atmet erleichtert auf, als dieses schließlich entscheidet, dass der Hufflepuff auch erst nach der geliebten Kräuterkundestunde in den Krankenflügel gehen könne. Auf direktem Wege. Wenn es nach Dante geht, dann direkt durch die Wand, wenn er nur erstmal hier bleiben darf.
Der Schmerz verschwindet, als Professor Roots magische Erste Hilfe leistet, und Dante merkt, dass seine Nase auch ein wenig abschwillt. Hoffentlich hört damit ebenfalls das Französisch wieder auf. Die anderen werden schon über seine Gesichtsfarbe lachen, da müssen sie nicht auch noch bei jeder Antwort von ihm auf dem Boden kugeln.

"Danke.", sagt er und horcht, ob es nasal klingt, was bei diesem Wort allerdings nicht eindeutig rauszuhören ist.
"Können Sie mir vielleicht verraten, was hier los war?", wird er gefragt und sieht kurz Richtung Eingangstor, durch das Brooke sowie der entlaufende Raven längst entfleucht sind. Was hier los war? Eigentlich gar nicht so schwer zu erklären, auch wenn die beiden andren das sicher anders sehen.
"Brooke wurde angeremplt.", sagt er sachlich und bemerkt, dass er kaum mehr näselt, nur der ein oder andere Vokal fällt ein wenig seltsam aus. Oder weg. "Sie fiel mir quasi in die Arme. Und Rav'n scheint das extrem falsch verstandn zu haben ..." Vieldeutige Pause, Dante berührt versuchsweise seine Nase und beschließt gleich darauf, sowas sein zu lassen, bis sie geheilt ist. "Er wollde die als solche missgedeutete Kokurrenz verscheun, sprich mich. Und Sie kenn'n ja Rav'n." Was soviel heißen soll wie: wenn er ein Problem zu haben glaubt, löst er es mit unkontrollierter Gewalt.

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BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 20:28 
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Ein kurzer Blick zum Schlosstor hoch, wo gerade noch der fliehende Haarschopf des Halbvampirs zu sehen ist, ehe dieser vollends im Gemäuer verschwindet, und dann die kurze und knappe Erklärung von Dante, was hier vorgefallen ist. Kurzum: Leonhard hat richtig vermutet. Es war nichts anderes als eine Eifersuchtsszene und dann gleich eine sehr durchschlagende, wenn man sich Dante so anguckt.
"Er wollde die als solche missgedeutete Kokurrenz verscheun, sprich mich. Und Sie kenn'n ja Rav'n.", murmelt Dante nun mit noch immer leicht nasalem Klang und der Professor kann kaum anders, als kurz zu seufzen und einen weiteren Blick zum Tor schweifen zu lassen. Ja, er kennt ihn... lange genug. Aber dass es hier zu einer solchen Darbietung ausarten würde, wegen einem Mädchen... nun ja, damit hat er nicht so wirklich gerechnet. Aber gut, auch Raven ist nur ein ... na ja, fast nur ein Mensch, und Gefühle hat er auch, selbst wenn er sie hinter seiner Wut und Kaltblütigkeit versteckt. Doch das weiter zu ergründen liegt nicht unbedingt in Leonhard Roots Ermessen, mal davon abgesehen, dass er es auch gar nicht weiter ergründen will, weil es ihn nichts angeht. Solange die Herrschaften nicht die Gewächshäuser demolieren und dabei an giftige Pflanzen kommen.
"Verstehe... also hatten wir hier eine traditionelle Eifersuchtsszene... hervorragend." Er seufzt abermals und schüttelt den Kopf. "Keine Sorge, Mister McCloud wird seine gerechte Strafe schon noch bekommen.", fügt er nun noch hinzu und beobachtet den Hufflepuff, dessen Gesicht wirklich... originell gefärbt ist. Zu schade, dass sie heute keinen Atemschutz tragen müssen, da würde ihm einiges erspart bleiben. Allerdings...
"Sie sollten nachher ein wenig auf Ihre Nase Acht geben, Mister Valesko. Wir behandeln heute ein paar angriffslustige Knollen, die haben schon manchem unschöne blaue Flecken verpasst.", bemerkt er mit einem leichten Grinsen. Und schließlich wendet er sich langsam aber sicher den Gewächshäusern zu, genau genommen Gewächshaus Nummer Vier, dem abgedunkelten Glaskasten mit den vielen Pilzen und Knollen- sowie den Nachtschattengewächsen.
"Kommen Sie gleich mit, wenn Sie mögen, der Unterricht wird sowieso bald beginnen." Viel Zeit ist da ja nicht mehr, vielleicht noch eine Viertelstunde oder zwanzig Minuten. Die ersten Schüler sollten eh bald aufkreuzen.

(Kräuterkunde - 10. Oktober)


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BeitragVerfasst: Do 18. Okt 2007, 16:59 
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Registriert: Mi 17. Okt 2007, 20:28
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(1. Post, 10.Okt)

Leise wispert das Gras zu Laurens Füßen, leise rauschen die Bäume und leise rollen kleine Wellen ans Ufer. Auf der nackten Haut der ausgestreckten Oberarme kitzelt das lange Gras, im Nacken und auf den Wangen die schwarzen Haare. Mit vereinzelten Strähnen spielt der Wind. Die Knie sind aufgestellt, der unscheinbare Rock der Schuluniform etwas hinunter gerutscht. Auf dem Bauch liegt eine kleine mugglische, jedoch etwas magisch frisierte Digitalkamera. Die Augen, bis vor kurzem noch im Halbschlaf geschlossen, öffnen sich nun, als ein Schatten die Ruhe stört. Blinzelnd hebt Lauren den Kopf, sieht nach oben und mustert fasziniert das Spiel der Wolken, der Wind bläst diese stetig weiter. So wartet sie nicht lange bis sie in einem der wenigen Sonnenstrahlen sitzt, die es letztendlich zur Erde schaffen. Leicht gereizt wendet sie den Blick ab, gleitet hinüber zum Schloss, weniger als eine Handvoll Sonnenstrahlen sind auszumachen, sie wirken überirdisch, wie sie sich scheinbar der Erde entgegenstrecken, als würden sie etwas zu greifen versuchen. Ihr Blick gleitet weiter, bleibt auf ihrem Rock hängen und mit plötzlicher Freude stellt sie fest, dass sie eines der Dinge ist, die die Wolken zu erreichen versuchen. Ein leiser Schauer von Besonderheit läuft ihr über den Rücken. Langsam setzt Lauren sich nun ganz auf, die Digitalkamera, die auf ihrem Bauch gelegen ist, fällt dabei ins feuchte Gras. Kurz fährt sie sich durch die gedrückten Locken, streicht sich in der gleichen Bewegung eine Strähne aus dem Gesicht und kramt dann in ihrem kleinen Wildlederrucksack nach einer dunkelbraunen, unscheinbaren Spange aus Holz. Dann fasst sie mit routinierten Handgriffen ihre obersten Haare zusammen und steckt sie am Hinterkopf fest. Noch während der Handlung gleiten ihr ein paar äußerst dreiste Haarsträhnen wieder aus dem Zopf und ringeln sich um ihr Gesicht. Doch es scheint ihr nicht aufzufallen, denn anstatt den Zopf zu erneuern, streicht sie sich gedankenverloren die Strähne ein weiteres Mal aus den Augen.
Nun wandern die Augen wieder ruhelos umher, zu verweilen scheinen sie wahllos an irgendwelchen Stellen, blicken ins Leere, als würden sich dort Grüppchen von Wesen ansammeln die nur Lauren sehen kann. Dabei sucht Lauren angespannt, vielleicht sogar etwas eifersüchtig - was sie sich nie eingestehen würde - nach anderen Lichtplätzen und Leuten, die sich vielleicht auch gerade darin befinden könnten, egal ob nun bewusst oder unbewusst. Nein, soviel sie sehen kann, ist sie die einzige, die einzige nach der sich der Himmel verzehrt. Was für eine hochnäsige Vermutung und trotzdem fühlt es sich so an. Ihre Augen streifen fast zärtlich den sonnengetränkten, helleren Flecken Boden auf dem sie sitzt. Und so wie es sie immer macht, fotografiert sie diese Dinge, die die sie so richtig glücklich machen, auch wenn es nur Belanglosigkeiten sind wie ein kleiner Sonnenstrahl. Ein par Bilder macht sie, sortiert dann welche aus und reduziert es schließlich auf zwei Stück. Viel ist auf ihnen nicht zu sehen, um genau zu sein nur ein helle, sonnige Beine, ein bisschen Gras und ein tiefrotes Herbstblatt an dem eine Maus geknabbert hat, oder etwas Ähnliches. Dann fängt sie noch ein paar der Sonnenstrahlen mittels ihrer Kamera ein und steht dann langsam auf. Kurz streckt sie sich, wendet der Sonne das Gesicht zu, berührt mit ihren Handgelenken kurz ihre Ferse und küsst dann ihr Knie. Geistesabwesend bückt sie sich mit gestreckten Beinen und klaubt ihren abgenutzten, alten Lederrucksack auf. Noch einmal vergewissert sie sich ob sie nicht ja etwas zurückgelassen hat, dann macht sie sich auf den Weg in Richtung Gewächshäuser. Langsam geht sie, auf das Gras unter ihren Füßen und auf das Rauschen der Bäume achtend, so bemerkt Loren die angespannte Situation vor sich auch erst als sie praktisch drüber stolpert. Irgendein Ungetüm von Schüler, er ist groß, beängstigend und wütend, hat scheinbar einem weiteren, wenn Loren richtig sieht ist es Dante, die Nase gebrochen. Oder etwas dergleichen, jedenfalls blutet Dante stark und scheint Schmerzen zu haben. Dazwischen, Brooke, ebenfalls eine Hauskameradin, sogar Schlafsaalgenossin und somit praktisch eine flüchtige Freundin. Die Lider senken sich über Laurens Augen, kurz atmet sie durch, doch die plötzliche Enge in ihrem Herzen will nicht weichen, sie hört auf zu atmen, doch danach ist es noch schlimmer. Leicht würgt sie, flucht leise und eine einzelne Panikträne rinnt ihre rechte Wange hinab. Langsam öffnet Lauren ihre Augen, Brooke ist weg, das Ungetüm von Schüler läuft ihr hinterher, Dante steht da und blutet, Lauren wird schlecht. Kurz noch berührt sie das Gras und mit einem scharfen Schmerz erkennt sie dass sie in einem Wolkenschatten kauert …

… Ese richtet sich auf. Ein Blinzeln; und ein Schauer durchläuft ihren Körper, sonst nichts. Dann ist Lauren weg und Ese da, die anderen werden es kaum bemerkt haben. Nach außen hin sehen sie völlig gleich aus. Der Wind zerrt an ihren lockigen Haaren, die grauen Augen blicken sich fast ein wenig überheblich und vor allem neugierig um. Sie hat den Weg hier her zu Kräuterkunde in Gedanken hinter sich gebracht, aber die überaus interessante Szene vor ihr verlangt Aufmerksamkeit. Ese tritt noch ein paar Schritte näher. Ah, Raven McCloud hat Dante Valesko eins übergebraten. Nett. Der kann ruhig mal lernen, was Schmerzen sind, was es heißt, einen Feind und Peiniger zu haben. Und ihm wurde nur die Nase gebrochen! Wenn überhaupt, denn Roots scheint ihn nicht einmal in den Krankenflügel schicken zu wollen. Wahrscheinlich, weil Valesko seinem Ego schmeichelt. Ese lässt ein leises Schnauben hören. Aber Kräuterkunde mag sie, respektive die Gewächshäuser. Sie mag den moderigen Geruch, die gedämpften Geräusche und den Geruch nach Erde, Düngemitteln und Pflanzen. Das kommen richtig schöne Kellergefühle auf, die sie an zu Hause erinnern. Nicht an das Haus der Großeltern, nein, an Richard, Caoimhe und die Pritsche im Kellerraum, wo es düster und stickig war. Oh ja, sie wird sich rächen, eines Tages und die Gewächshäuser helfen ihr sich immer wieder daran zu erinnern und nie zu vergessen, was ihr angetan wurde. Dafür kann Roots nichts und Dante auch nicht, und Ese ist das bewusst, aber es tut gut zu wissen, dass es noch so etwas wie Gerechtigkeit gibt. Bitte, lass sie gebrochen sein …. Nun ja, immerhin sieht es geschwollen und bunt aus. Wenn nicht jetzt Krankenflügel, dann eben später, nicht war? Wohin sind eigentlich Brooke und Raven gerannt? Ese sieht hoch zum Schloss, das bedrohlich unter den Sturmwolken steht, doch der blonde und der rabenschwarze Schopf sind nicht mehr zu sehen. Egal. Das Wetter ist genau nach Ese’s Geschmack. Tief saugt sie den kühlen Wind in ihre Lungen und deutet ein Lächeln an, das nicht so unschuldig wirkt wie Laurens, aber das weiß sie nicht. Sie kennt nur ihres, das so viel älter wirkt als 15 Jahre. Gewächshäuser, ja. Roots geht mit Dante schon voraus, Ese folgt ihnen leise, langsam und auf eine Art lauernd, als würde sie die beiden verfolgen um sie zu töten. Dem ist natürlich nicht so, aber wenn man sie so auf den Gängen trifft, kann es doch sehr unheimlich wirken. Besonders auf diese erbärmlichen Hufflepuffs, oder diesen Ravenclaw, Leander. Ah, er hätte nie von einer Hufflepuff erwartet … da, die ewige Frage. Warum wurde sie in dieses Haus eingeteilt? Aber sie ist nun einmal hier und kann nichts dagegen tun. Die meiste Zeit hält sie sich ohnehin von den Menschen fern und den Rest verbringt sie auf der Suche nach Opfern, denen sie beibringen kann wie es sich anfühlt wehrlos ausgeliefert zu sein, auf eine Art die Darian Damon alle Ehre macht. Eigentlich mag sie den Slytherin nicht, und vor allem nicht seine grausige Schlange, aber sie erkennt dennoch, dass sie sich ähnlich sind, sehr ähnlich. Irgendwann werden sie beide Amok laufen … ein verlockender Gedanke. Aber erst dann, erst dann wenn sie ganz bestimmt die richtigen Leute treffen werden. Vielleicht will Raven auch einsteigen, der hat ganz bestimmt ein paar Leichen im Keller liegen. Ah, der Keller! Ese lächelt zynisch und irgendwie irre, auch wenn man es kaum an ihrem Gesicht fest machen würde. Es sieht in Laurens sanften Gesicht aus wie Vorfreude auf die Stunde, und das ist es sogar. Vorfreude auf den Keller.

(Kräuterkunde, 10. Oktober)

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Noes, die alte Signatur ist inzwischen zu groß ... oder ich hab die richtige Version nicht mehr :(
However, Bild folgt.


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