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 Betreff des Beitrags: 1. September [Jahr 3]
BeitragVerfasst: Mo 24. Jun 2019, 18:31 
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Die Ländereien von Hogwarts liegen in der Abenddämmerung wie eh und je. Schwarz und geheimnisvoll lauert der Waldrand. An seinem Rand funkeln die Fenster der Wildhüterhütte der Nacht entgegen.

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Homo doctus in se semper divitias habet.
(Ein gebildeter Mensch hat immer Reichtum in sich.)


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Verfasst: Mo 24. Jun 2019, 18:31 


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. September [Jahr 3]
BeitragVerfasst: Do 31. Okt 2019, 23:36 
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7. Klasse Hufflepuff
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Kleidung: Schuluniform, Krawatte als Schleife im Haar
Orientierung: hetero
Beziehung: solo
Aufenthaltsort: Baum, nähe Schloss mit Blick auf den See
Gesellschaft: allein im Sturm
[Große Halle]

Im Nachhinein kann Yaruna nicht mehr sagen, wie lange sie auf der Wurzel gesessen hat. Minuten? Eine Stunde? Längst hat der Regen sich mit den immer neuen salzigen Bächen auf ihren Wangen vermischt, sie weg gewaschen und sich der neuen Tränenflut angenommen, bis diese schließlich ganz versiegt. Zurück bleibt eine leere und erschöpfte Hufflepuff. Taub fühlt sie sich. Doch das lässt sich im Gegensatz zum Rest auch auf den nasskalten Sturm um sie herum schieben. Einen wirklich Schutz bietet der unruhig im Wind tanzende Baum schließlich nicht.
Tja, und jetzt, Yaruna? Fragt sie sich stumm, während ihre grünen Augen das nasse Erdreich fixieren. Nie wieder das Schloss betreten ist genauso unsinnig und unmöglich wie sich auf ewig vor der Welt zu verstecken. Außerdem, vielleicht.. was ist, wenn sie Glück hat? Wenn wirklich alles vorbei ist? Wenn es gar nichts mehr auslöst? Eine kurze Woge der Hoffnung rollt durch ihren Körper nur um im nächsten Moment an einem großen ›und was wenn nicht?‹-Felsen zu zerschellen.
Wieder rollen Tränen.
Nein! Es reicht. Fast etwas grob wischt sich Yaruna mit ihrem nassen Umhangärmel über das ohnehin schon feuchte Gesicht und ist damit etwa so erfolgreich wie ein Schornsteinfeger, der sich mit seiner schwarzen Hand Ruß aus dem Gesicht wischen möchte.
Sie wird da jetzt rein gehen und...
Doch was sie sich gerade selbst vornehmen will, erfährt sie nicht mehr, denn eine plötzliche Stimme neben ihr, lässt sie zusammenzucken. Der aufhellende Blitz, der über den grollenden Himmel zuckt, ist dabei völlig unnötig, sie hat Rhonda auch so erkannt. Rhonda. Ein Klos bildet sich in ihrem Hals und Yaruna wendet den Blick ab. Unsicher, ob sie ihre Freundin gerade überhaupt sehen will.
Kurz meldet sich Wut. Warum hat ihr ihre Mithufflepuff nichts davon gesagt, sie vorgewarnt? Sie wird es doch gewusst haben, schließlich hat er die Ferien bei ihr verbracht. Davon abgesehen, dass sie es sich ohnehin denken konnte, hatte Maya ihr das just am ersten Ferientag erzählt, hatte sie es doch von Lucy längst erfahren.
Nein, es ist gut so, wie es ist. Andernfalls wäre sie wohl wirklich nicht nach Hogwarts zurückgekehrt, was im Zweifel ihrem Vater Probleme bereitet hat.
Dennoch ist da immer noch diese komische Mischung aus Eifersucht, Neid und Verletzung. Ein komisches Konglomerat, bei dem Yaruna eigentlich gehofft hatte, es würde sich in diesem Schuljahr lösen. So fernab von Christophers Anwesenheit.
Kurz zögert Yaruna, den Blick noch immer auf den See gerichtet. Ein ›wollte nur frische Luft schnappen‹ liegt ihr genauso auf der Zunge wie ein ›mir geht’s gut‹, doch kaum eine Ausrede wäre nur annähernd überzeugen. Und Rhonda ist nicht blöd.
Doch bevor sie zu einer wie auch immer gearteten Erklärung ansetzen kann, reicht ihr Rhonda ein kleines Essenspaket mit passenden Worten.
»Picknick im Regen«, stellt Yaruna fest und muss nun doch ein wenig lächeln, als sie das Päckchen entgegennimmt. »Ist lange her dass ich das hatte.« Drei Jahre? Vier? Wobei das eher ein ungewolltes Regen-Picknick war, als ihre Oma mit Maya, ihr und Andrew bei einer Futter-Pause am Badesee von einem plötzlichen Schauer überrascht wurden.
»Danke«, probiert sie es nochmal mit einem Lächeln an Rhonda, das weit weniger glückt als das unbewusste davor. Dennoch mischt es sich mit ehrlicher Erleichterung, dass ihre hufflepuffsche Freundin nicht mit dem Thema ›Christopher‹ beginnt. Geht es nach Yaruna, darf es auch gerne unausgesprochen bleiben.
Beim Anblick der Gummischlangen die oben aufliegen, als sie das Carepaket ihrer Freundin auswickelt, bemerkt sie unweigerlich: »Oh, ich hab wohl sogar den Nachtisch verpasst.« Der Hähnchenschenkel wird als erstes in Angriff genommen, mehr aus Gewohnheit denn mit Appetit, auf der Hälfte hält sie allerdings inne und blickt plötzlich alarmiert auf: »Nachtisch! Rhonda, wir müssen rein!« Plötzlich kommt Leben in die nasse Blonde und sie erhebt sich. »Das Essen ist fast vorbei, wir können John nicht die ganze Arbeit alleine machen lassen.« Schließlich braucht ein ganzer Haufen Hufflepuff die Passwörter und Neulinge ihre Einweisung. Davon abgesehen täte ihr Wärme und trockene Kleidung sicherlich auch gut. Aber das ist gerade nebensächlich. Sie ist nebensächlich, die anderen sind nun erst mal wichtiger. Da kann ihre verquere Situation warten. Und wer weiß, ob sie ihm überhaupt jemals über den Weg läuft. Schloss Hogwarts ist schließlich riesig!
Das Essen wird vorsorglich wieder verpackt um es nicht völlig dem Sturm auszusetzen, dann setzt sich Yaruna an Rhondas Seite in Bewegung. Ziel: der nächste Seiteneingang vom Schloss. Liegt näher als das große Eingangsportal.

[Korridore]

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 Betreff des Beitrags: Re: 1. September [Jahr 3]
BeitragVerfasst: Sa 9. Nov 2019, 13:24 
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7. Klasse Hufflepuff
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Gesellschaft: Noah Goodwin
(Große Halle)

Nein, Rhonda ist nicht blöd. Der Blick, den Yaruna ihr kurz vor ihrem Lächeln zuwirft, spricht schon Bände. Sie ist hier nicht, weil das Wetter so toll ist oder weil in der Halle neben ihr jemand einen hatte fahren lassen. Sie ist hier, weil sie unvorbereitet auf Christopher getroffen ist – wenn auch nur namentlich und nicht richtig. Wobei das eigentlich schon ein Wunder ist, wo sie doch im gleichen Zug gefahren sind und die Freundin durchaus auch Patrouillendienste durch den Zug gemacht hat. Dass sie John alles hat allein machen lassen, ist nämlich nicht Yarunas Art. Die Mithufflepuff spricht nun von Picknick im Regen und dass sie das schon lang nicht mehr hatte. Da gibt es auch ein Lächeln von Rhonda. Der Regenschirmzauber ist nun über sie beide ausgeweitet und die Waliserin hält, während Yaruna den Inhalt des kleinen Carepakets inspiziert, ihren Stab so, dass sie beide gut geschützt sind. „Mhja, den hast du verpasst. Sind gerade dabei.“, bemerkt sie auf ihre Feststellung hin und lässt sie erst einmal essen. Oder eher will sie sie in Ruhe essen lassen – zu mehr als diesem Vorhaben kommt es nicht. Wie schon erwähnt: Yaruna ist nicht der Typ dafür, ihren Kollegen die ganze Arbeit allein machen zu lassen. Rhonda schmunzelt sacht.

„Stimmt, das können wir nicht. Dann auf.“ Sie rafft sich ebenfalls auf die Beine und schützt ihre Freundin und sich soweit es eben bei diesem typisch schottischen Herbstwetter geht. Ganz trocken kommen sie nicht ins Schloss, dafür kommt das Nass eben von allen Seiten auf einmal. Nur von oben nicht, weil Schirmzauber. Immerhin kann der nicht wegfliegen, wie die Muggelschirme es zu tun pflegen bei dem Wetter. Wäre sie daheim, hätte sie wohl einfach eine wasserfeste Jacke angezogen, die Kapuze über den Kopf gestreift und losgestapft.

Drinnen angekommen löst die Schulsprecherin den Zauber und nutzt ihren Stab für eine andere Notwendigkeit: Trockenlegen der Freundin und sich selbst. „Nicht, dass du noch krank wirst, weil du deine Pflichten erledigen willst und gleich am ersten Abend im Krankenflügel landest.“, mahnt sie mit schiefem Grinsen. Am Ende muss sie sich von Rhyll einen Antifiebertrank geben lassen und raucht aus den Ohren oder sowas. „So… trocken sind wir schon mal – die Wärme kommt nachher im Gemeinschaftsraum.“, bekundet sie, nachdem sie den Zauber erfolgreich gewirkt hat.

(Korridore)

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